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	<title>schwarzsicht &#187; Zeit</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Gedanken zum Thema &quot;Zeit&quot;</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 08:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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&#8220;Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige Richtung. Die Zeit ist in der menschlichen Wahrnehmung wie in der Physik als Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend zur Zukunft hin beschreibbar.&#8221; Sagt Wikipedia.
Weiters wurde der Zeit von namhaften Denkern vergangener Äonen auch nachgesagt, sie sei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Atomicclock.jpg" alt="" width="340" height="226" /></p>
<p>&#8220;<strong>Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige Richtung. Die Zeit ist in der menschlichen Wahrnehmung wie in der Physik als Fortschreiten der <a title="Gegenwart" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gegenwart">Gegenwart</a> von der <a title="Vergangenheit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vergangenheit">Vergangenheit</a> kommend zur <a title="Zukunft" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zukunft">Zukunft</a> hin beschreibbar.&#8221; Sagt <a title="Wikipedia - Zeit" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zeit" target="_blank">Wikipedia</a>.</strong></p>
<p>Weiters wurde der Zeit von namhaften Denkern vergangener Äonen auch nachgesagt, sie sei &#8220;gekrümmt&#8221; und als Dimension des Raumes eng mit diesem verknüpft. Ausgehend von der Erkenntnis, dass ein Individuum gleichzeitig nur an einem Ort zu verweilen vermag, ist dieser Schluss nachvollziehbar.</p>
<p>Empiriker leiden bekanntermaßen unter dem neurotischen Bedürfnis, die Welt in statische Regelwerke zu zerlegen. Der menschliche Geist vermag Abweichungen und Dynamik sowieso nur schwerlich zu erfassen, Unwägbarkeiten lösen bei den meisten ein ungutes Bauchgefühl aus. Also erfanden wir Gerätschaften, mit denen wir glauben, die Zeit messen zu können. In Wahrheiten messen wir jedoch nicht was Zeit ist, oder wie sie vertreicht, wir definieren lediglich frei eine neue Dimension zur Orientierung innerhalb der eigentlichen Zeit, schaffen damit eine künstliche, neue, statische Dimension.</p>
<p><span id="more-382"></span></p>
<p>Was, wenn eine Zeit wie in unserer Vorstellung gar nicht existierte? Wenn sich niemals eine &#8220;höhere Macht&#8221; Gedanken über derart Geplänkel gemacht hätte? Wenn wir alle nur so vor uns hinexistierten, mit einem ganz individuellen Empfinden, was die nicht-räumliche Entfernung zweierer Ereignisse voneinander betrifft?</p>
<p>Für die Art, auf die wir leben, arbeiten, lieben und sind, wird eine übereinstimmende, zeitliche Dimension natürlich benötigt. Wie sonst sollten wir uns in Raum und Zeit gegenseitig finden, um Synergien zu entwickeln? Die Dimension &#8220;Zeit&#8221; im Koordinatensystem unseres Seins, sozusagen.</p>
<p>Für diese Dimension benötigen wir aber zwingend Werkzeuge, um sie zu bestimmen, um eine einheitliche Größe herzustellen. Letztlich lebt nämlich jedes Individuum in seiner ganz persönlichen, individuellen Zeit, zwei Zeiträume werden von zwei Personen niemals als gleich lang empfunden werden.</p>
<p>Der Mensch wäre nicht der Kleingeistler, der er ist, wenn er nicht auch noch diese einfach Orientierungshilfe &#8220;menschlicher Einheitszeit&#8221; unsinnigerweise mit mannigfachen Regularien, Gesetzmäßigkeiten und blödsinnigen Erweiterungen und Ausnahmen versehen müsste. So erfand man, an losen Grenzen wie Sonnenauf- und Untergang, Jahreszeiten und astronomischen Konstellationen, das, was wir heute als Kalender, Schaltjahre, Tageszeiten, Sommer- und Winterzeit kennen. Einfach nur einen Startpunkt zu definieren und ab dort gleiche Zeitabstände zu messen, wäre schlicht zu einfach gewesen. So muss Mensch sich heute mit dem Umstellen seiner Uhren, Zeitumrechnungen und Mitmenschen, die nur alle vier Jahre älter werden, abfinden und plagen.</p>
<p>Noch einmal ausgehend von der Krümmungsthese, nach derer sich die Zeit in Kurven durch den Raum schlängelt, erdachten einige Metaphysiker die logische Konsequenz, Zeitreisen unternehmen und Teleportieren zu können. Liegen sich zwei Zeitschlaufen beispielsweise räumlich nah gegenüber, müsste es doch möglich sein, von einer Stelle an eine andere zu &#8220;springen&#8221;. Hierbei wäre man dann gleichermaßen im Raum, wie auch in der Zeit gereist.</p>
<p>Stellt man sich die Zeit jedoch wie ein Trägerseil einer Seilbahn vor, wird schnell bewusst, das das Verhältnis Individuum zu Zeit vermutlich das Gleiche sein müsste, wie Gondel zu Seil. In dieser Folge würde also jeder Versuch einer &#8220;Abkürzung&#8221; mit dem Ausklinken der Gondel und dem Absturz des Individuums enden müssen. Somit sei philosophisch erklärt, das Zeitreisen theorethisch möglich sein sollten, aber zwingend mit dem Ableben des Reisenden einhergehen. Womit ein derartiges Unterfangen massgeblich an Reiz verlieren dürfte&#8230;</p>
<p>Mir persönlich ist meine individuelle Zeit am Wichtigsten. Leider verrinnt sie mit den Jahren und steigendem Alter immer schneller, immer schmerzhafter. Hatte ich mit Anfang 20 selten das Gefühl, etwas zu verpassen, gehört dies heute zum Alltag. Die quälend langen Stunden im Büro, die trotzt maximaler Anspannung träge wie halbwarmer Teer den Abhang des Seins hinunter schlotzen, die kurzen Sekunden eines tagelangen Wochenendes. Man sollte wohl schon in jungen Jahren verantwortungsbewusst und sorgfältig mit seiner Zeit umgehen, doch kann man dies mangels Erfahrung nicht. Eines der Dilemmae des Lebens.</p>
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