Vater werden ist nicht schwer…
am 14. August 2009 unter Foo abgelegt.. zu sein eigentlich auch nicht. Aber man lernt mehr, als man sich selbst mitunter zugetraut hätte. Vor allem so einiges über die eigene Selbsteinschätzung.
Es ist, wie man gesagt bekommt, man aber nicht zu glauben in der Lage ist: Es ändert sich alles, wenn Mann Vater wird. Ich, der ich “alles gesehen zu haben” glaubte, hatte einen Dreck. Ich mag dutzende Geburten fremder Frauen aufmerksam audiovisuell verfolgt haben, die der eigenen Tochter ist etwas vollumfänglich anderes. Die eigene Herzdame leiden zu sehen, schreien zu hören, um sie zu bangen, das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Gefühl zu tun, diesem Vorgang bei einer Dahergelaufenen beizuwohnen.
Es waren definitiv die ergreifendsten, emotional labilsten, trotz Untätigkeit anstrengendsten fünf Stunden meines Lebens. Und die mit dem besten Ende je.
Sein eigenes Kind als Vater nach der Entbindung erstmals zu sehen, auf den Arm zu nehmen, zu riechen, zu schmecken, in den Schlaf zu wiegen, nachhause zu geleiten, zu wickeln, zu kuscheln und einfach zu fühlen ist an Eigenartigkeit kaum zu überbieten. Die warmen Oxitocinwallungen sind von Anfang an da, aber mit jeder Sekunde des Zusammensein wächst da ein Gefühl des unbedingten Verbundenseins immer wieder über sich hinaus.
Marie kam am 09.08.2009 um 20:37 Uhr auf die Welt. Seither ist die meine eine gänzlich andere. So neu sich all das anfühlt, der Stress, der aus dem simplen Anliegen, einkaufen zu gehen entsteht, die Anstrengungen, so ein kleines, schutzloses und absolut auf einen angewiesenes Wesen zu umsorgen und bei Wohlbefinden zu halten, so endgültig sinndefinierend wird Mann belohnt.
Wenn ich Mutter und Kind nur ansehe, weiss ich, wo mein Platz ist. Und was meine Aufgabe. Und ich bin unendlich dankbar dafür.
Mehr Worte habe ich an dieser Stelle nicht. Aber sie sollten ausdrücken, was ausgedrückt werden muss.
