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	<title>schwarzsicht &#187; Web</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Auf der Welle reiten</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die statische Welt geht ihrem Ende entgegen. Information-Overload ist zum dramatischen Schlagwort geworden, Informationen bedr&#228;ngen uns geradezu &#252;berall.&#160; Wer fr&#252;her nur mit dem Tageszeitunglesen nicht hinterherkam, hetzt inzwischen Anrufen in Abwesenheit, Facebook-Statusupdates, Terminerinnerungen, unbeantworteten Emails, Twitternachrichten, RSS-Feeds und sonstigen Benachrichtungen welcher Web 2.0 Dienste auch immer hinterher. Gibt es ein Entkommen, aus der Flut? Ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/information-overload.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-724" height="179" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/information-overload-300x179.jpg" title="information overload" width="300" /></a></p>
<p><strong>Die statische Welt geht ihrem Ende entgegen. Information-Overload ist zum dramatischen Schlagwort geworden, Informationen bedr&auml;ngen uns geradezu &uuml;berall.&nbsp; Wer fr&uuml;her nur mit dem Tageszeitunglesen nicht hinterherkam, hetzt inzwischen Anrufen in Abwesenheit, Facebook-Statusupdates, Terminerinnerungen, unbeantworteten Emails, Twitternachrichten, RSS-Feeds und sonstigen Benachrichtungen welcher Web 2.0 Dienste auch immer hinterher. Gibt es ein Entkommen, aus der Flut?</strong></p>
<p>Ganz klar: Ja.</p>
<p>Das Rezept beinhaltet bereits der Titel dieses Beitrages. Vor einer Welle kann man sich nicht verstecken, auch Untertauchen f&uuml;hrt nicht zu ihrem Abebben. Sicherlich ist es wichtig, sich Auszeiten zu nehmen, sich gezielt tempor&auml;r abzuschotten, um das Leben auch im privaten, famili&auml;ren Bereich noch bewerkstelligen zu k&ouml;nnen, nur l&ouml;st dies nicht das Problem, denn in jeder Auszeit stauen sich neue Informationen an, die f&uuml;r neuen Stress sorgen werden.</p>
<p>Man kann eine Welle nur reiten. Dabei l&auml;sst man sich mitreissen, genie&szlig;t die Fahrt, so lange sie dauert, aber etwas das nie endet kann unm&ouml;glich vollumf&auml;nglich von au&szlig;en beobachtet und analysiert werden.</p>
<p>In Zeiten vor dem Internet, vor dem Mobiltelefon haben wir uns unsere Informationen zum Konsum gezielt ausgew&auml;hlt, in dem wir uns f&uuml;r EINE Zeitung, EINE Fernsehsendung, oder EIN Telefonat zur gleichen Zeit entschieden haben. Man hat sich selbst dazu erzogen, die verf&uuml;gbaren Informationen so effektiv und vollumf&auml;nglich aufzunehmen, wie nur eben m&ouml;glich. Inzwischen ertrinken wir geradezu in Redundanzen und Trivialit&auml;ten, die Selektion ist schwer bis unm&ouml;glich geworden. Hier heisst es: Mut zur L&uuml;cke beweisen! Man kann und muss nicht alles lesen, betrachten und belauschen, was das allgegenw&auml;rtige Medienangebot uns entgegenschleudert.</p>
<p><span id="more-722"></span>Das grossartige an Masseninformationen ist, dass sie sich selbst filtern. Triviales geht unter im Strom, der Einzelne darf jedoch fest darauf vertrauen, dass die Redundanz des Nontrivialen die f&uuml;r ihn wichtigen Informationen sicher zu ihm tr&auml;gt. Man merke sich schlicht:&nbsp; Wenn etwas wichtig ist, wird es von jemandem wiederholt werden, dem man sowieso zuh&ouml;rt. Die Information organisiert sich somit selbst, wenn man die Gelassenheit aufbringt, sich auch zu gestatten, einmal etwas zu verpassen und auf &quot;seine Information&quot; zu warten. Sie wird sich ihren Weg bahnen!</p>
<p>Ein Beispiel: Seit ich mehr als 50 Personen auf Twitter folge, ist es mir unm&ouml;glich geworden, alles, was in meine Timeline geschrieben wird, auch zu lesen. Mir fehlt definitiv die Zeit! Auch Nachholen ist nicht mehr m&ouml;glich, wenn man am Ende des Tages tausende von Nachrichten verpasst hat, von denen gewiss 90 % in jeder Hinsicht irrelevant f&uuml;r einen sind. Ich nehme mir also bewusst gelegentlich Zeit, in den &quot;Stream&quot; einzutauchen und erfasse Momentaufnahmen. Sofern es relevante oder interessante&nbsp; Informationen gegeben hat, finden sie sich in aller Regel in dieser Momentaufnahme wieder, oder aber mein soziales Umfeld tr&auml;gt sie mir bewusst mittels einer @-Reply zu. Auf diese Weise kann ich ganz entspannt auch mal ein komplettes Wochenende weg vom Rechner, ich habe inzwischen nicht mehr die Sorge, mir entginge etwas.</p>
<p>Diese Wellen-Metapher l&auml;sst sich nicht nur auf Twitter, sondern auf die gesamte Informationsflut anwenden. Vorsicht nur im Berufsleben, manchmal kommt es eben doch drauf an, ALLES mitzubekommen &#8230;</p>
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		<title>Generation &#8220;Digital Natives&#8221; und die Idiosynkrasie des verkauften Internets</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[- Aktuell in aller Munde, treiben sie den &#34;alten S&#228;cken&#34; der IT &#8211; Branche wahlweise Bewunderungssschauer &#252;ber die Innenarme, oder den Angstschweiss ins Gesicht. Kaum jemand weiss allerdings viel mehr &#252;ber die ins digitale Zeitalter Geborenen, als dass sie mit dem Medium Internet geboren wurden. Wer sind sie? Was machen sie? Was k&#246;nnen sie? Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/digitalnatives.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-full wp-image-714" height="298" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/digitalnatives.jpg" title="digitalnatives" width="300" />-</a></p>
<p><strong>Aktuell in aller Munde, treiben sie den &quot;alten S&auml;cken&quot; der IT &#8211; Branche wahlweise Bewunderungssschauer &uuml;ber die Innenarme, oder den Angstschweiss ins Gesicht. Kaum jemand weiss allerdings viel mehr &uuml;ber die ins digitale Zeitalter Geborenen, als dass sie mit dem Medium Internet geboren wurden. Wer sind sie? Was machen sie? Was k&ouml;nnen sie?<br />
	</strong></p>
<p>Nach 1980 geboren, mit PC, Handy und Spielekonsole aufgewachsen, schon fr&uuml;h im Internet vernetzt und von v&ouml;llig anderer Gedankenstruktur, das sind die offiziellen Voraussetzungen f&uuml;r einen &quot;Digital Native&quot;. Realistisch betrachtet k&ouml;nnen aber mit dem Internet aufgewachsenen kaum vor 1990 geboren sein, gehen wir also davon aus, das ein waschechter &quot;Native&quot; keinesfalls &auml;lter als zwanzig Jahre sein mag, mit Stand heute.</p>
<p>Die Wissenschaft bescheinigt ihnen signifikante, neue F&auml;higkeiten im Umgang mit Informationen: Sie seien Multitaskingf&auml;hig, verf&uuml;gten &uuml;ber ein deutlich beschleunigtes Auffassungsverm&ouml;gen, gingen mit technischen Neuerungen wie selbstverst&auml;ndlich um, seien hochgradig vernetzt und vielseitigst interessiert. Im Gegenzug wird ihnen eine verk&uuml;rzte Aufmerksamkeitsspanne, Unkonzentriertheit und Oberfl&auml;chlichkeit attestiert.</p>
<p><span id="more-707"></span>Ich f&uuml;r meinen Teil begann mich im biblischen Alter von etwa 22 Jahren mit dem Internet zu besch&auml;ftigen. Viel fr&uuml;her war es jedoch auch f&uuml;r den allgemeinen P&ouml;bel gar nicht zug&auml;nglich. Die Anfangszeit des Netzes war von grosser Verwirrung bei den Nutzern und &quot;geht nicht&quot; bei den technischen Gegebenheiten gepr&auml;gt. Die Verbindungsgeschwindigkeiten waren katastrophal langsam, an die &Uuml;bertragung eines Videos war nicht einmal zu denken. Es handelte sich um Neuland, es machte grossen Spass, seine Unvollkommenheit zu ergr&uuml;nden, seine M&ouml;glichkeiten auszubauen und die eigenen Visionen zu leben. Ein Nerdt&uuml;mpel voller <em>Porn und Tech</em>, wenn man so will. Wer damals im Netz kommunizierte, tat dies mit Gleichgesinnten und wurde von der au&szlig;enstehenden Mehrheit als &quot;Freak&quot; verlacht.</p>
<p>So um das Jahr 2000 zog das Internet schlie&szlig;lich auch in die weniger freakigen Haushalte ein, Breitabandanschl&uuml;sse wurden allm&auml;hlich finanzierbar, die Masse begab sich ins Netz, mailte, chattete und downloadete, was die Leitungen hergaben. Immer mehr und mehr kommerzielle Interessen wurden ins Netz transportiert, das Netz selbst wuchs explosionsartig, wurde immer un&uuml;bersichtlicher und immer verm&uuml;llter. In den postmillenischen Jahren wurde es f&uuml;r den Normalverbraucher immer schwieriger, sich den Weg zu Informationen selbst zu bahnen, Google und Co verdienten Milliarden mit dieser Hilflosigkeit, indem sie den Suchenden mit Werbung beschossen.</p>
<p>Heutzutage ist ein Netz ohne Kommerz, ohne Werbung und ohne &quot;Premium-Content&quot; f&uuml;r den zahlenden Kunden kaum mehr vorstellbar. Alles ist bunt, supereinfach zu bedienen, jeder kann alles, &uuml;berall. Auch die Zugangsger&auml;te haben sich immer mehr zu massentauglichen Konsumger&auml;ten gewandelt, zu bl&ouml;d f&uuml;r das Internet kann heute tats&auml;chlich niemand mehr sein. So bewegen sich also die Netzkiddies wie selbstverst&auml;ndlich in dem sie umgebenden &quot;Netz&quot;, das sie jedoch in seinen Grundlagen nicht mehr verstehen, nicht mehr verstehen m&uuml;ssen. Der normale Internetuser ist reiner Konsument geworden, er &quot;konsumiert&quot; Kommunikation und &quot;konsumiert&quot; die Option, sich selbst Aufmerksamkeit zu verschaffen und seine eigenen &quot;Inhalte&quot; zu transportieren.</p>
<p>Immer weiter trivialisierter &quot;Content&quot; wird via Twitter, Facebook, studiVZ, schuelerVZ und armleuchterVZ in den digitalen &Auml;ther geblasen, Bandbreite und Speicherplatz sind f&uuml;r die Produzenten weder ein Thema, noch Begrifflichkeiten. Die allgegenw&auml;rtige, kommerzfinanzierte &quot;Usability&quot; ist eine grossartige Angelegenheit, erm&ouml;glicht sie tats&auml;chlich der breiten Masse die Vernetzung, allerdings birgt sie auch eine nicht zu untersch&auml;tzende Gefahr:</p>
<p><strong>Der zum Konsum Gedrillte fragt nicht mehr warum und wieso. Er konsumiert schlicht.<br />
	</strong></p>
<p>Und diese These deckt sich bedauerlicherweise mit meinen pers&ouml;nlichen Erfahrungen: Im beruflichen Umfeld habe ich immer wieder mit sehr jungen Menschen zu tun, die mit einer wohlklingenden Fachausbildung absolut nichts anzufangen wissen. Sie beherrschen die absolut obersten Bereiche der High-Level-Technologie, bedienen im Schlaf fertige Produkte, programmieren kleine Widgets und Addons in (Verzeihung!) h&ouml;heren Trottelsprachen wie Java, C# oder Visual Basic, installieren und erweitern PHP oder weiss-der-Henker-was-Webbapplikationen, &quot;komponieren&quot; Funktionalit&auml;t anhand vorgesetzter Frameworks, haben aber keinen blassen Schimmer mehr &uuml;ber die dahinterliegende Technik.</p>
<p>Im Privaten mal einen Teenager gefrag:<em> &quot;Was macht denn f&uuml;r Dich das Internet aus?&quot; &#8211; &quot;Facebook und Youtube!&quot; &#8211; &quot;Sonst nichts? Spielst Du wirklich nur rum?&quot; &#8211; &quot;&Auml;h, naja, manchmal f&uuml;r die Schule noch Google. Aber das ist verwirrend, da kommt immer so viel Schrott.&quot;</em></p>
<p>Der Punkt ist: Die sogenannten &quot;Digital Natives&quot; sehen das Netz nicht mehr als reine Infrastruktur zur Informations&uuml;bermittlung mit faszinierenden M&ouml;glichkeiten zur kreativen Gestaltung, sondern betrachten ein paar wenige, von ihnen und ihrem Umfeld genutze, kommerzielle DIENSTE als &quot;DAS INTERNET&quot;.</p>
<p>Vermutlich klinge ich bereits wie ein Netzgreis, mit dem ewig warnenden Finger vor jedweder Ver&auml;nderung, aber genau hier sehe ich eine Gefahr f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen: Wenn nur mehr genutzt wird, ohne zu hinterfragen, ohne zu erforschen, ohne zu verstehen, dann wird irgendwann niemand mehr wissen, wie es funktioniert. Es kann auf diesem Wege auch nur begrenzten Fortschritt geben, indem Vorhandenes neu kombiniert wird. M&ouml;glicherweise reicht das aus, doch ich mag daran nicht glauben.</p>
<p>
	Was man den neuen Netzmenschen lassen muss: Sie haben den Informationsfluss als ebensolchen begriffen, was sehr vielen &quot;Immigranten&quot; noch &uuml;beraus schwer f&auml;llt: Man kann aus ihm sch&ouml;pfen, aber man kann ihn niemals austrinken. Diese Erkenntnis f&uuml;r &quot;oberfl&auml;chlich&quot; zu halten ist dann wohl oberfl&auml;chlich.</p>
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		<title>Verreck 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 14:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="webzwonull" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/e6/Web20en.png" alt="" width="453" height="302" /></p>
<p><strong>Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was ich nicht themengebundene &#8220;Social Networks&#8221; benötige. Ich begreife es einfach nicht!</strong></p>
<p>Wikis hingegen habe ich wieder begriffen, Fotocommunities nicht, Videoportale wieder schon. Hinsichtlich des Twitterns befinde ich mich noch immer in einer experimentellen Phase, sofern ich mich dazu überwinden kann, meinen Stumpfsinn dergestalt komprimiert von mir zu geben.</p>
<p>Letztlich, und so offen sollte man schon sein, geht es doch nur um eines: Aufmerksamkeit. Ein wenig aus der Masse hervorstechen, sich der Mitwelt als der Hecht (oder genderistisch: &#8220;Die Forelle&#8221;) zu präsentieren, der (&#8220;die&#8221;!) man gerne wäre. Wieso sonst sollte man sein Privatleben derartig obszön vor einer riesigen Masse unbekannter und zu 99 % völlig blödsinniger Artgenossen ausbreiten wollen? Ist es die Einsamkeit im Privatleben, in welche das Individuum durch die vorherrschende Leistungsgesellschaft gezwungen wird?</p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p>Blogs sind da ja noch ein Sonderfall, viele nutzen diese nicht nur zur persönlichen Aufplusterung, sondern als künstlerische Ausdrucksform, intellektuelle Plattform des Austauschs  oder als Möglichkeit, den Fluch des journalistischen Miteilungszwangs schadlos abzubauen. Letztlich bieten sie ihren Mitmenschen auch einen Wert: Unterhaltung, Information, Kommunikation.</p>
<p>Aber was macht das Individuum auf einer mySpace-Seite? Facebook? Wer-kenn-Wen? Ich begreife das nicht. Ich habe alles ausprobiert und noch immer nichts verstanden.</p>
<p><strong>Auf wer-kennt-wen regiert zweifelsfrei das geistige Proletariat. </strong>Wenn jemand gerade so lesen und schreiben kann und er nach der Frühschicht bei der Stadtreinigung, oder wenn der Friseursalon geputzt ist, noch Energien übrig hat, dann melde er/sie/es sich hier an und habe meinethalben seinen/ihren/? zweifelhaften Spaß der Verblödung daran.</p>
<p><strong>Versuchsaufbau:</strong> Man infiltriere mit einem gefakten Profil Themengruppen auf WKW und äußere dort eloquent eine dem Thema ablehnend gegenüberstehende These oder Meinung.</p>
<p><strong>Ergebnis:</strong> Schneller kann man gar nicht schauen, wie der Mob nach Zensur, Polizei, Gefängnis, Folter und Hinrichtung schreit. Da rufen Menschen (oder ähnliches) unter Angabe ihres vollen Namens, samt Geburtsdatum (wer weiss, von wem man was kriegt!?) zum Mord auf. Bedienen sich faschistoider Methoden, treten offen für die Abschaffung der Meinungsfreiheit ein. Und merken nicht einmal etwas dabei. Eine derart beängstigende Anzahl von Vollidioten und Asozialen, wie auf WKW, ist mir tatsächlich noch nirgends untergekommen.</p>
<p><strong>mySpace begreife ich einfach nicht. </strong>Ich bin keine Rotz- oder Poppband, und auch keine gewerbliche Prostituierte. Wozu also benötige ich eine kostenlose Litfassäule unter meinem Namen im Internet? Was macht man damit?</p>
<p><strong>Facebook ist im Prinzip das gleiche wie Wer-kennt-Wen, </strong>nur ohne User. Dementsprechend kann ich dort auch niemanden wegen seines erbärmlich kleingeistigen Neuronenfriedhofs zwischen den Ohren verhetzten. Irgendwie kann man dort auch alles machen, sich exibitionieren, schreiben, pöbeln, musikkrächzen. Macht nur wenig Sinn, wenns niemand mitbekommt.</p>
<p>Dann gibts da noch diese diversen VZs. Aber die sind sowieso als Bauernfänger gedacht, die Material für den Adresshandel in großem Stile heranschaffen. Meist von Minderwertigen. Äh, &#8230; Minderjährigen. Tschuldigung.</p>
<p>XING sehe ich noch ein. Begreife ich zwar auch nicht ganz und kenne auch niemanden, der sich darüber tatsächlich beruflich verändert hätte, aber bitte, das macht Sinn!</p>
<p>Ähnliche Seiten gibts dann noch für Seitenspringer (Vorsicht: Nur unter Nicknames und OHNE Foto registrieren, liebe WKW-User, gelle?), irgendwie sexuell schwerst Fixierte und was weiss ich noch für einen Vereinmeiereischeiß.</p>
<p><strong>Ach, leck mich doch am Arsch. Ich bin zu alt für den Dreck.</strong> Zwar neugierig, aber einfach zu alt. Ich halte ja auch Email noch für ein modernes Kommunikationsmittel. Bitte erschieß mich wer.</p>
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