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	<title>schwarzsicht &#187; Umzug</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Willkommmen zurück!</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 15:03:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Umleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Herzlichen Dank, dass Sie meiner Umleitung gefolgt sind, Sie haben Ihr Ziel erreicht Sollten sie dies nicht und neu hierher gefunden haben: Ignorieren Sie alles, was Sie nicht verstehen. Leider brachen auf dem alten Blog immer mehr und mehr Funktionen ohne erkennbaren Grund weg, die Erreichbarkeit war eine Katastrophe und der Support des Hosters nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/04/ausfahrt.jpg"><img alt="" class="alignnone size-medium wp-image-668" height="195" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/04/ausfahrt-300x195.jpg" title="ausfahrt" width="300" /></a></p>
<p><strong>Herzlichen Dank, dass Sie meiner Umleitung gefolgt sind, Sie haben Ihr Ziel erreicht Sollten sie dies nicht und neu hierher gefunden haben: Ignorieren Sie alles, was Sie nicht verstehen. <br />
	</strong></p>
<p>Leider brachen auf dem alten Blog immer mehr und mehr Funktionen ohne erkennbaren Grund weg, die Erreichbarkeit war eine Katastrophe und der Support des Hosters nicht unbedingt der Willigste. Mich nerven Fehler, die ich nicht selbst beheben kann, mich nervt, wenn ich Ideen nicht spontan umsetzen kann. Also lag nur ein Schluss nahe: Auf einen selbstadministrierten Webspace umziehen!</p>
<p>Seit einigen Wochen habe ich wieder einen Rootserver angemietet, der urspr&uuml;nglich eher f&uuml;r andere Aufgaben gedacht war, als dumpfer Werbserver zu sein. Jetzt &uuml;bernimmt er diese Aufgabe eben auch noch. Und was mir vermutlich kaum einer glauben mag: </p>
<p><em><strong>schwarzsicht.org l&auml;uft jetzt auf Windows. <br />
	</strong></em></p>
<p>
	Ja, mir ist auch noch &uuml;beraus mulmig, aber man wird sehen, wie es sich schl&auml;gt.</p>
<p>Als kleines Umzugsschmankerl <strong>habe ich dem Blog nun ein iPhone-Theme spendiert,</strong> welches das Blog auf mobilen Endger&auml;ten optimiert darstellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>ToolTime (06): Planschbecken &#8211; Einebnen, aufbauen, befüllen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 May 2009 08:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Sommer naht eilenden Schrittes, die Temperaturen steigen rapide, was kann es da schöneres geben, als nach wohlverdientem Feierabend erschöpft in den heimischen Pool zu springen? Ein eigener Pool war Zeit meines Daseins ein Lebenstraum, nur in den Mietlöchern, die bislang mein Zuhause zu mimen trachteten, schwer zu realisieren. Nach dem kürzlichen Erwerb des Eigenheimes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Sommer naht eilenden Schrittes, die Temperaturen steigen rapide, was kann es da schöneres geben, als nach wohlverdientem Feierabend erschöpft in den heimischen Pool zu springen?</strong></p>
<object type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="300" data="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=1.161" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"> <param name="flashvars" value="photo_id=0&amp;photo_secret=0&amp;flickr_show_info_box=true"></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=1.161"></param><param name="bgcolor" value="#000000"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="wmode" value="opaque"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/video/stewart.swf?v=1.161" bgcolor="#000000" allowfullscreen="true" flashvars="photo_id=0&amp;photo_secret=0&amp;flickr_show_info_box=true" wmode="opaque" height="300" width="400"></embed></object>
<p>Ein eigener Pool war Zeit meines Daseins ein Lebenstraum, nur in den Mietlöchern, die bislang mein Zuhause zu mimen trachteten, schwer zu realisieren. Nach dem kürzlichen Erwerb des Eigenheimes fehlen akut allerdings die finanziellen Mittel zu einem versenkten Festeinbau, also bot sich mit dem &#8220;EasyPool Set -oval-&#8221; der Firma Intex, das gerade bei Hofer zu 399 Euro im Angebot erhältlich ist (zwischenzeitlich vermutlich: war) eine Übergangslösung an. Mit einer <span class="adverttext">Größe von 610 x 366 x 122 cm müsste man darin hinreichend Platz haben.</span><span id="more-316"></span></p>
<p>Dieses Set enthält soweit erst einmal alles, was man für den Aufbau benötigt, außer einer Luftpumpe:</p>
<p>- Untergrundfolie</p>
<p>- Eigentliche Poolfolie</p>
<p>- Kartuschenfilteranlage mit allen Anschlüssen und Schläuchen</p>
<p>- Oberflächenskimmer</p>
<p>- Leiterbausatz</p>
<p>- Volleyballnetz</p>
<p>- Reparaturfolie</p>
<p>- Seitenstützen</p>
<p>- Abdeckfolie</p>
<p>Laut Anleitung benötigt man etwa 60 Minuten für die fachgerechte Aufstellung des Pools, was selbstredend völliger Blödsinn ist. 55 Minuten habe ich allein zur Montage der Seitenstützen benötigt, wobei 30 darauf entfielen zu grübeln, wo die beiden überschüssigen Stahlrohre wohl zu montieren wären. Der Pool stellt sich bei Befüllung selbst auf, man zeige mir nun den Hauswasseranschluss, der in gerade einmal 5 Minuten 17 000 Liter Wasser rauslässt&#8230;</p>
<p>Doch am Anfang stand die Plackerei: Der Pool muss auf einer ebenen, tragfähigen Fläche aufgestellt werden, was sich in einer Hanglage durchaus als Problem stellen kann. Ich hatte auf der ausgesuchten Stellfläche gute 30 cm Niveauunterschied, was soviel bedeutet wie 15 cm abzugraben und andernorts wieder aufzuschütten. Bei einer Gesamtfläche von 4 mal 7 Metern bedeutet dies, rein rechnerisch, einen beschissenen Haufen knochenharter Schufterei. So ganz ist es mir auch nicht gelungen, denn minimal schief steht das Trum immer noch. Aber es steht, dabei soll es bleiben.</p>
<p>Das Ausbreiten der Folien ist schnell von der Hand und stellt kein Problem dar. Zwar weist die Anleitung ausdrücklich darauf hin, man solle den Luftring manuell aufblasen, doch bei einem Ring dieser Ausmaße kann man da eine Menge Pumparbeit leisten, die ich mir lieber von einer kleinen Elektropumpe habe abnehmen lassen. In 10 Minuten war die Sache erledigt.</p>
<p>Die Befüllung dauert, je nach Wasserdruck, wirklich lange. In diesem Fall waren es 38,5 Stunden, glücklicherweise habe ich einen Hausbrunnen, das senkt die Wasserrechnung immens. Während der Befüllung habe ich mich bereits mit dem nicht inkludierten Wasserpflegeset beschäftigt, die PH-Neutralisation, die Chlorung und die Algenprävention sind bereits eine Wissenschaft. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und mir nach vollständiger Füllung Wasser in die Augen geschöpft &#8211; Es riecht leicht nach Chlor, brennt aber nicht.</p>
<p>Nachdem etwa 2 bis 3 Zentimeter Wasser im Pool sind, soll man, laut Anleitung, die Bodenfalten herausstreichen, bzw. ziehen. Dabei war ich praktisch alleine, entsprechend ist das Ergebnis eher, naja, &#8220;restfaltig&#8221;. Die Bodenfolie hat bereits bei diesem geringen Füllstand ein derartiges Gewicht, das man da alleine nicht mehr viel ausrichtet. Besser macht man das zu dritt oder viert.</p>
<p>Geschwommen bin ich letztlich noch nicht, das Brunnenwasser hat schätzungsweise so zwischen 7 und 9 Grad und ich den Arsch offen. Aber das lange Wochenende soll warm werden&#8230;</p>
<p><em>Hinweis: Ich bin gerade auf der Suche nach einer Brauerei, die mir den Pool kostenlos mit Bier füllt. Gerne darf das daraus resultierende Event zu Marketingzwecken vergewaltigt werden. Dann müssten allerdings auch noch Livebands, Badenixen und abschließend ein Reinigungstrupp mitgeliefert werden.</em></p>
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		<title>Die unerträgliche Langsamkeit des austrianischen Bergvolks</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/05/die-unertragliche-langsamkeit-des-austrianischen-bergvolks/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 14:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[unbeliebt machen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschiede]]></category>

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		<description><![CDATA[Kulturelle Unterschiede sind die Würze des globalen Dorfs, die Essenz sozialer Langstreckenvernetzung und vermutlich die letzte Rettung für den Genpool der Menschheit. Meist jedoch vermutet man sie zwischen Kulturen mit einer gewissen räumlichen und religiösen Distanz, selten im Innersten des deutschsprachigen Raumes. Doch auch dort existieren sie, sorgen, wie überall, für Lust, wie auch für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Stoppuhr" src="http://img530.imageshack.us/img530/8675/stoppuhr.png" alt="" width="242" height="320" /></p>
<p><strong>Kulturelle Unterschiede sind die Würze des globalen Dorfs, die Essenz sozialer Langstreckenvernetzung und vermutlich die letzte Rettung für den Genpool der Menschheit. Meist jedoch vermutet man sie zwischen Kulturen mit einer gewissen räumlichen und religiösen Distanz, selten im Innersten des deutschsprachigen Raumes. Doch auch dort existieren sie, sorgen, wie überall, für Lust, wie auch für Frust.</strong></p>
<p>Als &#8220;Piefke&#8221; in Österreich hat man seinen Ruf bereits mit Bekanntwerden seiner Herkunft, also mit dem ersten gesprochenen Wort, weg: Arrogant, fordernd, anmaßend, überkorrekt, schulmeisterhaft, schlicht und ergreifend: Ein Arschloch!</p>
<p>Es ist einem als Deutscher definitiv nicht möglich, einen Österreicher über seine Herkunft zu täuschen. Der Österreicher kann überlicherweise deutsche Dialekte und Akzente zielsicherer geographisch zuordnen, als jeder Deutsche selbst, was vornehmlich daran liegen dürfte, das man in Österreich bereits seit Jahrzehnten den Horden preussisch-proletischer Urlaubsbesatzer aus den verschiedensten Gegenden exponiert ist, was überdies auch das im Durchschnitt ganz sicher nicht positive Menschenbild des Österreichers über den Deutschen maßgeblich geprägt haben dürfte.</p>
<p><span id="more-287"></span></p>
<p>Als &#8220;Piefke&#8221; hat man so direkt kein Bild des typischen Österreichers vor sich. Werden die Bayern von Restdeutschland noch ein wenig liebevoll belächelt, verbindet man mit Österreich allenfalls den Wiener &#8220;Schmäh&#8221;, ist jedoch ganz allgemein äußerst offen eingestellt. Nach meiner Erfahrung.</p>
<p>Nach nunmehr zehn Monaten Leben und Arbeiten in Österreich steht mir das Urteil zu: In Österreich gehen die Uhren noch anders! Langsamer. Auch wenn dies mich beruflich nicht betrifft, denn dieser Business ist weltweit überall schon aus Prinzip immer über alle Maßen gehetzt.</p>
<p>Aber außerhalb des Software- Medien- und Projektgeschäfts ist der Österreicher an sich ein gemütlicher Lebemann, beziehungsweise eine gemütliche Lebefrau. Das beginnt an der Kasse im Supermarkt, wo sich auch im Aldi-Pendant Hofer die Kassierinnen zwischen den einzelnen Handstreichen der Artikel am Scanner vorbei immer gerne mal eine Verschaufpause gönnen, geht weiter über die Bäckereifachverläuferin, die für eine halbe Wurschtsemmel auch schon mal eine Viertelstunde beschäftigt ist, bishin zum KFZ-Mechaniker bei ATU, der für den Wechsel eines einzelnen Reifens exakt so lange benötigt, wie der in Düsseldorf für immerhin vier. Selbst die türkischen Einwanderer der Dönerbude passen sich nur zu gerne der landestypischen Arbeitsgeschwindigkeit an, brauchen somit auch schon mal 20 Minuten für zwei Döner und ein <a title="Lahmacun" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lahmacun.jpg&amp;filetimestamp=20060423200612" target="_blank">Lahmacun</a>. Schnellrestaurants heißen in Österreich nur deshalb SCHNELLrestaurant, weil die Mitarbeiter systembedingt geringfügig schneller müde werden, dergleichen Titel wirkt sich jedoch keineswegs auf die Arbeitsgeschwindigigkeit, bzw. die Wartezeiten aus.</p>
<p>Es gibt tatsächlich kaum Schöneres, als die austrianische Gemütlichkeit an Leib und Seele zu erfahren: Bei einer urigen Jause, einer Hüttengaudi oder dem köstlichen Holzofenschweinsbraten beim Bauernwirt. Überall weiss der Alpenländer mit seiner ihm eigenen Liebenswürdigkeit, seinem dezenten Humor und seiner entwaffnenden Ehrlichkeit eine lustvolle Athmosphäre sonntäglichen Müßigganges zu verströmen.</p>
<p>Ich genieße das allermeist wirklich sehr und vermutlich war eine gewisse Entschleunigung im Alltag bei mir wirklich allerhöchste Zeit, doch mitunter, nach einem langen , nervenaufreibenden Arbeitstag, in einem gehetzten Rennen gegen die hier noch sehr restriktiven Ladenöffnungszeiten, könnte man als ehemaliger Bewohner einer deutschen Grossstadt schlicht den Verstand verlieren. Wie oft erwische ich mich, wenn die ultraslowcruisenden Viehstallchecker in gepimpten Reisschüsseln und Skodas mir auf der Straße fast stehend den Weg versperren, oder wenn sämtliche Supermarktbesucher in eine Art regungslose Stasis gefallen zu sein scheinen, mit <strong>&#8220;Zeit isse BAGSCHISCH, ANDALEEE!!!!!!&#8221;</strong>- Rufen und Reitgertenhieben das lahmende Gebirgsvolk nach Art eines südafrikanischen Massas auf Touren bringen zu wollen&#8230;</p>
<p>Doch es nützt ja nichts. Ich bin hierher gekommen, aus freien Stücken, und fühle mich sauwohl. Also ist es an mir, mein inneres Tempo der hier realen Außenwelt anzupassen, keinesfalls umgekehrte Erwartungen zu stellen. AUCH WENN ICH MANCHMAL NUR NOCH SCHREIEN KÖNNTE!!!!</p>
<p>Aber das Prinzip entbehrt nicht einer gewissen Logik: Langsamer sein, bedeutet weniger Stress. Weniger Stress bedeutet länger zu leben. Also hat man eh viel länger Zeit zum Trödeln&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ToolTime(04): Durchbruchsverschalung</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/tooltime04-durchbruchsverschalung/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 07:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tool Time]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als Aquariumsfundament&#8230;</strong></p>
<p>Den Betonblock rauszuhauen, fehlte mir jedwede Motivation. Also entschlossen wir uns, das bestehende so gut es geht zu nutzen und eine Art kombiniertes &#8220;Büffet &#8211; Durchreiche&#8221; zu belassen.</p>
<p>Leider habe ich wieder einmal vor lauter Motivation vergessen, ein Vorher-Foto zu machen, bevor ich mich ans Werk machte. Hier ist also schon die abgesenkte Deckenverschalung mit auf dem Bild:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0041.jpg" alt="img-0041.jpg" width="480" height="359" /></p>
<p>Hierzu habe ich mit aus einer Bauholzplanke mit der Sticksäge vier 15 cm lange Stücke geschnitten, die ich dann mit Winkeln und Spaxschrauben an zwei bestende Holzleisten in der Decke montierte. Auf diese wurde dann eine auf 225 mal 80 cm zugeschnittene Leimholzplatte mit Aussparung für den Wandvorsprung &#8220;gespaxt&#8221;.</p>
<p><span id="more-207"></span></p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0043.jpg" alt="img-0043.jpg" width="480" height="640" /></p>
<p>Den Wandvorsprung habe ich schließlich nach vorne hin auch noch mit einer Leimholzplatte (160 cm mal 60 cm) verkleidet, diese habe ich mittels Augenmaß derart passgenau zugesägt, dass sie keiner weiteren Befestigung mehr bedurfte. Dementsprechend wird es die Platte vermutlich auch nicht überstehen, sollte sie einmal entfernt werden&#8230;</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0046.jpg" alt="img-0046.jpg" width="479" height="359" /></p>
<p>An die Seiten der Deckenverschalung habe ich dann 225 mal 20 cm Leimholzplatten gespaxt. Ich hoffe jeden Morgen vor dem Betreten des Wohnzimmers, dass sie noch gehalten haben. Bis jetzt erfolgreich&#8230;</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0060.jpg" alt="img-0060.jpg" width="479" height="359" /></p>
<p>Die Oberseite des Betonblocks wurde mit 2 225 mal 50er Leimhölzern beplankt, leider haben sich die beiden Drecksbiester über Nacht derart verzogen, dass ich sie am kommenden Vormittag auf dem Beton andübeln musste, um nicht kurzfristig eine Halfpipe im Wohnzimmer mein eigen nennen zu müssen:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0061.jpg" alt="img-0061.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Die Fugen am Rand wurden anschließend mit weißem Acrylat sauber verfugt.</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0085.jpg" alt="img-0085.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Aus verbleibenden Leimholzresten habe ich dann, einer spontanen Inspiration folgend, mit den übrig gebliebenen Winkeln diese &#8220;seichte Variation eines Regals&#8221; gezimmert, macht sich aber letztlich ganz gut:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0086.jpg" alt="img-0086.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Zu guter Letzt wurden die bislang ausgefransten Wandfarbbereiche in Grün und Braun ordentlich begradigt, ausgebrochene Putzstellen und Dübellöcher verspachtelt und abschließend die ganze Konstruktion weiss umstrichen.</p>
<p>Arbeitsaufwand etwa 8 Stunden, Kosten knapp 200 Euro.</p>
<p>War ich nach meiner Kabelverlegerei im Prinzessinnengemach bereits stolz auf mich, halte ich mich inzwischen für den einzig wahren Heimwerkergott.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ToolTime(03): Alter Tisch &#8211; ganz frisch</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/tooltime03-alter-tisch-ganz-frisch/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 12:50:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tool Time]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[Möbel]]></category>
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		<description><![CDATA[Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen Internetzanschluß. So. </strong></p>
<p>Munter ans Werk also nun. Man nehme: Einen steinalten Tisch aus der Garage des gerade gekauften Hauses, den die Perle schon zu Gunsten einer Neuanschaffung entsorgt wissen wollte, einen Exzen<span style="text-decoration: line-through;">trik</span>er-Schleifer mit Schleifscheiben fein, mittelfein und grob, sowie eine Flasche naturbelassenes Leinöl und einen alten Lappen. Und natürlich viel Geduld und einen vibrationsunanfälligen rechten Arm (darf auch ein linker sein, der ist aber bei mir vom vielen früheren Onanieren entsetzlich vibrationsanfällig).</p>
<p>Auf dem nun folgenden Bilddokument habe ich leider die Tischplatte bereits angeschliffen, schlicht die Notwendigkeit eines VORHER-Fotos übersehen. Aber man sei versichert, die Platte sah schon arg geschunden aus und war in einem geschmacklosen Pissgelb-Transparent lackiert. Schlimmer noch als die hier noch unbehandelten Beine (in Österreich: Füße!)</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0033.jpg" alt="img-0033.jpg" width="482" height="361" /></p>
<p><span id="more-195"></span></p>
<p>Mit des Schwiegervaters</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0034.jpg" alt="img-0034.jpg" width="482" height="361" /></p>
<p>(Für Heimwerkunkundige: Das ist ein Exzenterschleifer der Firma Bosch, hier mit einer groben Schleifscheibe, aber ohne Staubfangbeutel, letzterer ist nur was für kleine Mädchen und Schabracken mit Putzfimmel)</p>
<p>wurde dann die Tischplatte geschätzte 120 mal langsam, gleichmäßig und gefühlvoll abgeschliffen, bis auch die schlimmsten Furchen an Schrecklichkeit verloren hatten. In Frausprech: Tischplattenpeeling!</p>
<p>Anschließend noch jeweils weitere 40 Mal mit zuerst mittelfeiner, zuletzt feiner Schleifscheibe. Ich habs nicht so mit Zahlen, deshalb kann ich den Pedanten nun auch keine Auskunft über die Körnung erteilen. Die Letzte fühlte sich ungefähr an wie eine Nagelfeile, die erste wie ein Hornhauthobel für den Fussballen.</p>
<p>Das gleiche Spiel dann auch mit dem Gestell, allerdings weniger gründlich und die Ecken, in die der Exzentriker nicht passte, hatte ich wegen scheißegal halt eben Ecken sein lassen.</p>
<p>Hier noch ungeölt, abereits dekoriert, das Ergebnis dieser rund dreieinhalbstündigen Geduldsprobe, die ich ohne ein paar gute, kalte Zipfer wohl nicht klaren Verstandes überstanden hätte (nicht, das dies mit der Fall gewesen wäre, hat aber besser geschmeckt&#8230;)</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0037.jpg" alt="img-0037.jpg" width="481" height="360" /></p>
<p>Und zu guter Letzt, der Ordnung halber: Die bereits geölte Tischplatte in vollendeter Perfektion in Detailaufnahme:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0062.jpg" alt="img-0062.jpg" width="479" height="359" /></p>
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		<title>ToolTime: Projekt Eigenheim</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 07:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab heute ist es so weit: Die Perle und ich sind nicht länger HausbesEtzer, wir sind HausbesItzer. Da unser Neuerwerb jedoch immerhin 29 Jahre auf dem Buckel hat und ich mich als Brainworker nun endlich den Freuden der wahren körperlichen Arbeiten zuwenden möchte, erhält dieses Blog eine neue Kategorie namens ToolTime. Ich plane nämlich ernsthaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/hi-tooltime3.jpg" alt="hi-tooltime3.jpg" width="307" height="230" /></p>
<p><strong>Ab heute ist es so weit: Die Perle und ich sind nicht länger HausbesEtzer, wir sind HausbesItzer. Da unser Neuerwerb jedoch immerhin 29 Jahre auf dem Buckel hat und ich mich als Brainworker nun endlich den Freuden der wahren körperlichen Arbeiten zuwenden möchte, erhält dieses Blog eine neue Kategorie namens ToolTime.</strong></p>
<p>Ich plane nämlich ernsthaft, mich zum neuen Stern am Heimwerkerhimmel aufzuschwingen. Eine Ahnung habe ich primär erst einmal von gar nichts. Aber immerhin zwei gesunde Hände, einen Internetanschluss und viel zu viel Kreativität, die geradezu nach Kanalisierung schreit.</p>
<p>Außerdem suche ich dringend nach einer Thematik, die diesem Blog zumindest zu ein wenig Leben verhilft. Immerhin ist die Domain bezahlt.</p>
<p>Nach der heutigen, offiziellen Hausübergabe geht es umgehend los: Ein Elektrokabel für den Rolladen im Prinzessinnen-Salon will verlegt werden. UNTER PUTZ, versteht sich. Und angeschlossen.</p>
<p>Die 230 mm Makita-Flex liegt schon im Kofferaum. Ich weiss bislang nur, dass es stauben wird. Verdammt, wird das stauben!</p>
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		<title>Verkleingärtnerung</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2009 11:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hätte mir noch jemand vor zwei Jahren erzählt, dass ich heute als Kleinpatchworkfamilienvater mein bankfinanziertes Eigenheim bezöge, ich hätte nicht mehr als ein schiefes Grinsen zwischen zwei Bier für ihn übrig gehabt. Doch die Zeiten ändern sich, mit ihnen die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele. Seit rund neun Monaten bin ich nun in Österreich, Nachwuchs ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-150" title="am_hang_01" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/03/am_hang_01-300x225.jpg" alt="am_hang_01" width="300" height="225" /></p>
<p><strong>Hätte mir noch jemand vor zwei Jahren erzählt, dass ich heute als Kleinpatchworkfamilienvater mein bankfinanziertes Eigenheim bezöge, ich hätte nicht mehr als ein schiefes Grinsen zwischen zwei Bier für ihn übrig gehabt. Doch die Zeiten ändern sich, mit ihnen die Bedürfnisse, Wünsche und Ziele</strong>.</p>
<p>Seit rund neun Monaten bin ich nun in Österreich, Nachwuchs ist unterwegs und die bisherige Wohnung war von Anfang an zu klein, für drei praktisch ausgewachsene Menschen und zwei wirklich dumme Hunde. Man tritt sich ständig gegenseitig auf die Füße, niemand hat wirklich die Möglichkeit, sich auch einmal zurück zu ziehen, die Lärmbelastung aus der Kanzlei oben drüber und von der Straße tun ihr übriges.</p>
<p><span id="more-149"></span>Im vergangenen Jahr bin ich bereits zwei Mal umgezogen, habe zwei neue Jobs begonnen und mich drei Mal in komplett neue Tätigkeiten eingearbeitet. Als ehemals eingefleischter Eremit bin ich nun fast ununterbrochen von zwei überaus lebhaften, jungen Damen umgeben, die ihr Recht auf meine volle Aufmerksamkeit auch regelmäßig einfordern</p>
<p>Das Wort &#8220;Burn Out&#8221; ist zu einem erschreckend realen Terminus in meiner persönlichen Denkssphäre geworden. Oft genug sehe ich mich einem bislang nicht gekannten Ausmaß an geistiger Erschöpfung gegenüber, das mir nicht mal mehr das Fassen auch nur eines klaren Gedankens erlaubt. Meine Hobbies und Interessen sind fast vollständig dem chronischen, allesüberschattenden Zeitmangel zum Opfer gefallen, Ausgleich zu Job und dem räumlich stark komprimierten Familienleben schlicht nicht realisierbar.</p>
<p>Doch nun ist es vollbracht. Nach rund acht Monaten Suche, fünf davon intensiv, haben wir am vergangenen Freitag den Vorvertrag zum Kauf obigen Anwesens unterzeichnet. Mit seiner Hanglage in einem kleinen Kaff bietet die &#8220;Liegenschaft&#8221; einen grandiosen Ausblick über das Tal und die Ruhe, derer ich aktuell so nötig bedarf. Im Untergeschoss besteht die Möglichkeit, mir ein Büro einzurichten, in dem ich ungestört arbeiten und mich auch einmal zurückziehen kann. Ich habe beim besten Willen keine Ahnung, wie intensiv ich davon Gebrauch machen werde, allerdings ist die reine Möglichkeit dazu schon überaus wohltuend und beruhigend.</p>
<p>Nach nur kleineren Renovierungsarbeiten ist das im Obergeschoß ganz frisch sanierte Gebäude bezugsbereit, nach einem letzten Umzug dann also im April wird Lebensqualität ganz neu definiert: Grillexzesse im eigenen Garten, unproblematischere Hundehalterei, eine Traumküche und ein königliches Bad, &#8220;sein eigener Herr sein&#8221;, entspannen am Wochenende, Basteln, Jähten und Heimwerken, Feste veranstalten, wann, wielange und wie laut man will, Nachbarschaftstratsch, ein gesundes und sicheres Umfeld für den Nachwuchs, eben alles genau so, wie man sich die Realisierung einer Wunschliste eines ausgemachten Spießers vorstellt&#8230;</p>
<p>Licht am Ende des Tunnels. Zwar eine Viertelmillion ärmer, aber glücklich.</p>
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		<title>Retro &#8211; Spectat 2008</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 05:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rückblick 2008 Umzug Auswanderung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="aligncenter size-medium wp-image-65" title="changes" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/01/changes-300x236.png" alt="changes" width="300" height="236" />Jahresrückblicke sind derweil allgegenwärtig und mir schon von daher unsympathisch. Mein persönliches Jahr 2008 war jedoch derart bewegt und von tiefschürfenden Änderungen geprägt, dass ich fast selbst befürchte, beizeiten den Überblick zu verlieren.</strong></p>
<p>Wow. Es ist eine Menge geschehen. Das meiste davon wird signifikante Auswirkungen auf den Rest meines Lebens haben. Um ein Fazit jedoch gleich vorwegzunehmen: Es waren fast ausschließlich positive Änderungen. Kräftezehrend, aber überaus positiv.</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Nachdem ein Zerwürfnis mit meinem damaligen Arbeitgeber mir bereits im Septempber 2007 die dortige Weiterbeschäftigung unmöglich gemacht hatte, verbrachte ich die ersten beiden Januarwochen als die letzten eines fast fünfmonatigen Experiments beruflicher Selbstständigkeit, dass jedoch im Wesentlichen an der praktisch nicht mehr existenten Zahlungsmoral deutscher Mittelstandsbetriebe und Behörden gescheitert war. Es ist auf Dauer einfach nicht leistbar, 14 bis 18 Stunden am Tag in Projekte zu investieren, die trotzt fristgerechter Lieferung nicht entlohnt werden.</p>
<p>Den Neujahrstag und die erste Januarwoche verbrachte ich bei der Perle in Österreich, mich noch wie im Urlaub fühlend, nicht ahnend, wie bald und wie dauerhaft ich zurückkehren würde. Die zweite Januarwoche stand ganz im Zeichen der mentalen und intellektuellen Vorbereitung auf den neuen Job, den ich am 15.01.2008 im Ruhrgebiet antrat. Zwar handelte es sich wieder um eine Tätigkeit als .NET &#8211; Entwickler, doch technisch deutlich anspruchsvoller als zuvor.</p>
<p>Bis Mitte Februar fuhr ich also jeden Tag von Düsseldorf nach hinter Dortmund, dabei den armen Hund oft 12 Stunden alleinelassend, mit entsprechend schlechtem Gewissen und auf dringlichster Wohnungssuche. Schon zum 15.02.2008 begann ich meinen Umzug in ein zweieinhalb tausend Seelenkaff am Rande des Sauerlandes. Wie immer alleine und neben einem zeitlich sehr aufwändigen Job. Schon während der Renovierung meiner wunderhübschen Dachgeschosswohnung in einem alten Bauernhaus am Ackerrand mit Ruhrnähe schlief ich die meiste Zeit dort auf einer Luftmatratze, da mir die Fahrerei zu viel Zeit wegfrass. Ich lernte zu Tapezieren, meine illustren Hausmitbewohner kennen und wie man mit 3 bis 4 Stunden Schlaf pro Nacht mehr schlecht als recht überlebt. Erst Ende März hatte ich die letzte Fuhre aus Düsseldorf mittels Minivan transportiert und meine alte City-Wohnung im Streit an meine frühere Vermieterin übergeben. Diese war der Ansicht, eine Endrenovierung schlösse auch die Neuverfliesung eines Bads und die Erneuerung sämtlicher Bodenbeläge mit ein, mein Angebot, doch einmal gustatorisch Bekanntschaft mit meinem haarigen Arsch zu machen, lehnte sie jedoch überraschend ab.</p>
<p>Mein neues Domizil lag nur zwei Kilometer von meinem neuen Arbeitsplatz, der mich trotz technischen Anspruchs aufgrund verschrobenster Kollegen und eines stocksteifen, schwerstspießigen Betriebsklimas in höchstem Maße frustrierte. Nebst mir wohnte die verbittert-aggressive Vermieterwitwe, die mir jedoch schon bald aus der Hand fraß, ihr geistig sicher nicht überbelichteter Sohn mit unbrechbarem Rede- und Geltungsdrang, seine psychotische Freundin, deren Kuckuckskind, eine spleenigen und zu Depressionen neigende Kioksbetreiberin aus Dortmund und deren dem Alkohol lauthals zusprechenden Lebensabschnittspartner unter dem gleichen, baufälligen Dach. Die Abende verbrachte ich bier- und schnappstrinkend im unfreiwilligen Belauschen dörflich-proletenhafter Streitigkeiten, in langen Telefonaten mit der Perle und mit dem dauerschwadronierenden Sohn der Hausherrin, oder aber der hysterisch heulenden Kioskdame auf meiner Couch. An den Wochenenden, wenn nicht perlenbesucht, vereinsamte ich zusehends, mein Umfeld vermochte mich keineswegs zu stimulieren, so wie mich der Job praktisch nicht motivieren konnte.</p>
<p>Bei einem Besuch in Österreich Ende Mai eröffnete sich plötzlich eine ungeahnte Alternative: Eine Freundin der Perle hatte hier ein verhältnismäßig ansprechendes Jobangebot für mich, ein eilends an einem Samstagnachmittag abgehaltenes Vorstellungsgespräch verwandelte dies in eine feste, arbeitgeberseitige Zusage. Als abzusehen war, dass ein für den aktuellen Arbeitgeber lebenswichtiges Projekt zu scheitern drohte, war die Entscheidung pro Auswanderung bereits getroffen, zumal die Fernbeziehung und die damit verbundenen Reieseaktionen (vor allem für die Perle) uns bereits mürbe zu machen begannen.</p>
<p>In einer eiligen Aktion unterschrieb ich also einen Arbeitsvertrag, kündigte sämtliche Verbindlichkeiten in Deutschland, schleppte all mein Hab und Gut temporär in eine Garage und machte mich Ende Juni mit nur dem Notwendigsten und dem Hund im Minivan auf den Weg gen Südosten. Bis Köln sollte ich kommen, dort blieb ich mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen. Der freundliche und absolut empfehlenswerte ADAC rettete mich aber aus meiner Notlage, schleppte mein Auto zurück nach Menden und stellte mir einen Mietvan zur Verfügung. Nach dem Umladen begann ich also, mit sechs Stunden Verspätung, meinen Umzug erneut.</p>
<p>Meine restliche Habe, die dem Sperrmüll entgangen war, holten die Perle und ich Ende Juli in einer abenteuerlichen Aktion mit einem mehr als klapprigen Malerfahrzeug, mein zwischenzeitlich mit einem Austauschmotor versehener Minivan folgte im Oktober.</p>
<p>In Österreich angekommen, zog ich ohne Umwege gleich mit Perle und Anhang in die kleine 3 ZKB Wohnung, gegenüber deren Lage die 5th Avenue wie ein lauschiges Dorfsträßchen anmuten muss. Lärm und Hektik allerorten, doch Rettung naht in Form eines für 2009 geplanten Hausbaus. Die meiste Zeit verbinge ich sowieso in einem Job, der sich deutlich langweiliger, wenn auch fordernder gestaltet, als gedacht. Zum 2. Mal in einem Jahr musste ich alles neu lernen, nur um nach drei Monaten in ein komplett neues Tätigkeitsfeld zu wechseln, dessen Einarbeitungsphase noch immer anhält. Microsoftsches Mausgeschubse ist mein Geschäft, es quält, doch es ernährt mich.</p>
<p>Seit Anfang November erwarten wir nunmehr ein Kind, was wir seit Ende November gesichert wissen. Damit sind die Karten auf unglaublich ergreifende Weise neu gemischt, Bedeutungshierarchien zerschmettert und der Fokus ganz neu justiert. Passenderweise habe ich, ebenfalls im November, in Unkenntnis auch endlich meine seit fünf Jahren fällige Scheidung in die Wege geleitet.</p>
<p>Experimente, Riskiken und halsbrecherische Spontanaktionen sind bis auf weiteres gestrichen, der böse Onkel wird nun braver, treusorgender, zuverlässiger Familienvater. Und er lernt, seine pathologischen Ruhe- und Rückzugsbedürfnisse zu ignorieren und muss bald auch seinen sich immer wieder verbal entladenden Jähzorn unter Kontrolle bekommen.</p>
<p>In 2008 habe ich vermutlich so wenig gesoffen und gefeiert, wie seit vielen Jahren nicht mehr, obwohl sich das Jahr ersteinmal heftig angelassen hatte. Zwischenzeitlich bin ich froh, wenn ich es nach drei oder vier Bier noch bis ins Bett schaffe und nicht ohnmächtig am Rechner zusammenbreche. Aber das ist gut so. Sagt meine Leber und meine neu erwachte Vernunft.</p>
<p>Viele Opfer foderte das letzte Jahr: Mit einigen Menschen habe ich für immer gebrochen, vier von fünf Webprojekten aufgegeben und nur zwei Neue gestartet. Meine &#8220;Heimat&#8221; endgültig verlassen und alle Brücken hinter mir eingerissen.</p>
<p>Alles in allem plane ich, diesen Weg in 2009 konsequent weiterzugehen: Nutzlosen Ballast abwerfen, keinen neuen mehr aufnehmen. Konzentration auf wenige, mir wichtige Dinge, die Zerstreutheit meiner Interessen bewusst kontrollierend. Raum und Zeit schaffen für Familie, Geld scheffeln und mich endlich ernsthaft diesem Blog widmen. Ein Hobby braucht schließlich der Mann. Und ein Sprachrohr brauche ich.</p>
<p>Frohes Neues!</p>
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