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	<title>schwarzsicht &#187; Tamiflu</title>
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		<title>Mobilitätsarmageddon</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 13:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Der Mensch neigt dazu, neuen Errungenschaften ausschließlich das Positive abzugewinnen. Unkenrufe, die von einzelnen Gestörten auf eventuell unangenehme Folgen des zivilisatorischen Fortschritts hinweisen, werden beinnah unbewusst überhört. Doch die Realität holt die Phantastereien kleiner Geister immer ein. Diesmal in Form einer weltweiten Seuche, die gerade noch heruntergespielt, schon bald zu weit dramatischeren Folgen führen wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-268" title="h1n1" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/04/h1n1-281x300.jpg" alt="h1n1" width="281" height="300" /></p>
<p><strong>Der Mensch neigt dazu, neuen Errungenschaften ausschließlich das Positive abzugewinnen. Unkenrufe, die von einzelnen Gestörten auf eventuell unangenehme Folgen des zivilisatorischen Fortschritts hinweisen, werden beinnah unbewusst überhört. Doch die Realität holt die Phantastereien kleiner Geister immer ein. Diesmal in Form einer weltweiten Seuche, die gerade noch heruntergespielt, schon bald zu weit dramatischeren Folgen führen wird, als sich der zwanghafte Optimist vorzustellen gestattet.</strong></p>
<p>Mit massentauglicher Einführung des Verbrennungsmotors, verloren zumindest kontinentale Entfernungen an Bedeutung. Völker wurden zusammengeführt, Gesellschaften gingen ineinander über, es wurde über die eigenen Landesgrenzen hinaus reger Handel betrieben, der mit der Zeit für die individuellen Staaten lebenswichtig wurde. Als Flugreisen und -transporte erschwinglich wurden, weitete sich die kurzfristige Erreichbarkeit ferner Orte auf den ganzen Globus aus.</p>
<p>Selbstverständlich stellt dies für die Menscheit eine primär grossartige Entwicklung, geradezu ein Quantensprung in ihrer Evolution dar, ist doch damit der geistige Austausch um ein vielfaches ergiebiger und bietet sich die Möglichkeit, den eigenen Genpool aus einer massiv erweiterten Vielfalt zu mischen.</p>
<p><span id="more-267"></span></p>
<p>So ähnlich würden allerdings Influenzaerreger wohl auch denken, wären sie des bewussten Denkens fähig. Über die Geschwindigkeit des Transports erweiterte sich auch ihr &#8220;Einsatzgebiet&#8221; auf den kompletten Globus. Wären die mexikoreisenden Spanier auf ein Schiff angewiesen gewesen, wären sie vermutlich nur noch tot und dekontaminiert in Europa angekommen, so aber waren sie in der Lage, eine Vielzahl anderer Menschen zu infizieren. Mit einem Erreger, dessen tatsächliche Auswirkungen noch überhaupt niemand auch nur ansatzweise abzuschätzen vermag.</p>
<p>Ebola hat uns doch auch nur deshalb noch nicht alle dahingerafft, weil es in einem kleinen afrikanischen Buschdorf ohne Infrastruktur ausgebrochen war, das sich leichterdings mit einen angemessenen Dosis Napalm hat desinfizieren lassen.</p>
<p>Ich bin kein Virologe, aber weiss ich inzwischen, das kein Flug lang genug wäre, Influenzaviren, selbst ohne Wirt, versterben zu lassen. Wir sind also nicht einmal auf andere Menschen angewiesen, um uns anzustecken, theoretisch reicht jedes Konsumgut. Obst aus Mexiko? Verpackt von einem Mexikaner mit Schnupfen und Fieber? Ein echter Geheimtip, zur Zeit!</p>
<p>Aktuell wird die gesundheitliche Gefährdung, welche vom Subtypus des H1N1 Influenzavirus namens &#8220;Mexiko-&#8221; oder &#8220;Schweinegrippe&#8221; ausgeht, als &#8220;eher&#8221; gering eingeschätzt. Nun weiss aber inzwischen auch fast jeder, das die kleinen Teufel sehr gut und sehr schnell dazu in der Lage sind, sich mit Artgenossen genetisch zu vermischen. Wer sagt denn, dass die nicht alsbald einen weniger cleveren, dafür aber umso tödlichen Kollegen bei einem Wirt treffen und zusätzlich auch noch eine Resistenz gegen das einzig noch wirksame Medikament, das Tamiflu, entwickeln? Die Wahrscheinlichkeit ist wohl höher, als das dies nicht geschieht.</p>
<p>Österreich hält beispielsweise Tamiflureserven für 1/4 der Bevölkerung vor. Das würde im schlimmsten Falle also bedeuten, das 6 Millionen Menschen jede Hilfeleistung verweigert werden muss. Die Entwicklung eines Impfstoffes dauert einige Monate&#8230; Viren können schneller sein.</p>
<p>Um die meisten von Euch Lumpen da draussen wäre es ja beim besten Willen nicht schade, aber die beschwichtigenden Verdummungsbestrebungen der Regierungen finde ich doch fast ein wenig unfair. Irgendjemand muss es doch einfach mal aussprechen: <strong>Wir werden alle sterben!</strong></p>
<p>Ich für meinen Teil koche jetzt zumindest nach jedem Fremdkontakt meine Hände ab. Und nur die Mobilität hat Schuld!</p>
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