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	<title>schwarzsicht &#187; Selbsterkenntnis</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Die neuen Coolen</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 07:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asoziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>
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		<description><![CDATA[
Sogenannte &#34;Revoluzzer&#34; zeichneten sich fr&#252;herer Tage im Wesentlichen durch eine gezielt nonkonformistische Attit&#252;de, im Wesentlichen aber durch den Transport einer Aussage aus. Es wurde frontal Kritik am System, der Gesellschaft, oder der Menschheit im Allgemeinen ge&#252;bt, aber man hielt &#8211; zumindest theorethische &#8211; Alternativen bereit, n&#246;rgelte nicht nonkonstruktiv vor sich hin und stand letztlich mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="a_bud_hur" class="aligncenter size-medium wp-image-623" height="199" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2010/02/a_bud_hur-300x199.jpg" title="a_bud_hur" width="300" /></p>
<p><strong>Sogenannte &quot;Revoluzzer&quot; zeichneten sich fr&uuml;herer Tage im Wesentlichen durch eine gezielt nonkonformistische Attit&uuml;de, im Wesentlichen aber durch den Transport einer Aussage aus. Es wurde frontal Kritik am System, der Gesellschaft, oder der Menschheit im Allgemeinen ge&uuml;bt, aber </strong><strong>man </strong><strong>hielt &#8211; zumindest theorethische &#8211; Alternativen bereit, n&ouml;rgelte nicht nonkonstruktiv vor sich hin und stand letztlich mit seiner eigenen Identit&auml;t f&uuml;r die eigene Meinung ein. <br />
	</strong></p>
<p>Das Web hat vieles ver&auml;ndert. Zwar nicht den &uuml;berbordenden Geltungsdrang des menschlichen Individuums selbst, wohl aber die Optionen, diesem ein Ventil zu schaffen. So gen&uuml;gen heute ein Internetanschluss und viel freie Zeit, aus einem arbeitslosen Sozialneurotiker einen Helden, einen Star, eine Gallionsfigur zu kreieren. Einziges Problem: Es gibt derer viele und die Masse tr&uuml;bt den so ersehnten Blick auf den Einzelnen. Alleinstellungsmerkmale sind also gefragt, Wege, aus der Masse an supercoolen Techies herauszustechen. Million&auml;re bietet das Netz inzwischen zu Milliarden, ein Helfersyndrom ist l&auml;ngst nicht mehr schick, Helden des Alltags transportieren Tag f&uuml;r Tag unseren Wollstandsm&uuml;ll ab.</p>
<p><span id="more-617"></span>Eine erstaunliche Tendenz geht also in Richtung asozialen Verhaltens in sozialen Netzwerken. Was auf den ersten Blick paradox erscheinen mag, ist letztlich zivilisatorisch eine logische Konsequenz: Wohlstand und das Fehlen existenzieller Sorgen f&ouml;rdern Individualismus, w&auml;hrend Not und &Auml;ngste die Menschen kollektivbereiter macher. W&auml;hrend Individualismus grunds&auml;tzlich ein positiv zu bewertendes Streben darstellt, l&auml;sst sich dieser jedoch auch krankhaft &uuml;bersteigern. Wer ist der asozialste Underdog? Wem gelingt es, durch menschenverachtende &Auml;u&szlig;erungen, seine Mitmenschen am st&auml;rksten zu schockieren?</p>
<p>In einer gesunden Gesellschaft wird asoziales und dissoziales Verhalten prim&auml;r durch F&uuml;rsorge zu korrigieren versucht, im Falle des Misserfolgs schlie&szlig;lich mit Ignoranz und Ausgrenzung gestraft. Wir hingegen beginnen jedoch, die Dissozialen zu heroisieren, ihnen ein am&uuml;siertes Publikum zu bieten, wenn sie den Konsum harter Drogen bagatellisieren, R&uuml;cksichtslosigkeit als Lebensmodell euphemisieren und sinnlose Morde phantasieren, &uuml;ber die wir uns lachend am Boden w&auml;lzen.</p>
<p>Ich muss gestehen, mich ebenfalls bereits erheitert zu haben, wenn namenlose Twitteruser peinlichste F&auml;kalanekdoten zum Besten geben, die sie auf immensen Dosierungen chemischer Drogen erlebt zu haben behaupten, wenn sie in einem Medium, in dem auch zahlreiche Jugendliche kommunizieren, das &quot;Klinken von E&#39;s&quot; zur normalen Wochenendbesch&auml;ftigung der coolen Partypeople stilisieren, Sexismus, Rassismus und Menschenverachtung als Lebensmotto anbieten, oder den Genuss einer Line Koks zum Statussymbol erheben.</p>
<p>Letztlich ist es die Gedankenlosigkeit im st&auml;ndigen gedanklichen Kreisen um uns selbst, die uns asoziale Verhaltensweisen an den Tag legen l&auml;sst, ohne sie als solche zu empfinden. Manchmal sollten wir alle einmal innehalten, den eigenen Egoismus und den Geltungsdrang zur Seite legen und ehrlich uns selbst und unser Tun reflektieren. Sofern wir noch dazu in der Lage sind.<br />
	<span style="font-weight: bold;"><br />
	</span></p>
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		<title>Virales (?)</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 08:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&#228;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde.
Latent stellt sich die&#160;Frage nach dem &#34;Warum&#34; bei praktisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img alt="questionsp" class="aligncenter size-full wp-image-578" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/questionsp.jpg" title="questionsp" /></p>
<p><strong>Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&auml;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde.</strong></p>
<p>Latent stellt sich die&nbsp;Frage nach dem &quot;Warum&quot; bei praktisch allem, was wir tun, sei es nun aktiv, oder passiv, in Reaktion auf eine Aktion Dritter. Zur Ratifizierung, zur Optimierung und zur allgemeinen Steuerung unseres Lebens sind diese R&uuml;ckfragen unabdingbar. Wer sie sich nicht stellt,&nbsp;oder&nbsp;verharrt, d&uuml;mpelt fremdbestimmt durch sein Sein und wird sich diese Frage sp&auml;testens final in dramatischer Drastizit&auml;t stellen.</p>
<p>Was aber, wenn sich die Frage nicht dediziert beantworten l&auml;sst, die Ursache der Frage eine Unab&auml;nderlichkeit darstellt? Fragen, die sich ausschlie&szlig;lich mit &quot;Weil es eben so muss&quot; beantworten lassen? F&uuml;r diese zahlreichen F&auml;lle hat uns unsere Natur mit einer heilsspendenden Dumpfheit ausgestattet: Derartige Fragen stellen wir uns im Alltag nicht. Wir qu&auml;len uns allmorgentlich durch den Berufsverkehr, weil die Evaluierung der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel kein Optimierungspotenzial auswies, wir ertragen unseren staubtrockenen, zerm&uuml;rbenden Job, weil Existenz&auml;ngste und unser Sicherheitsbed&uuml;rfnis uns dazu zwingen, wir zwingen uns wieder und wieder, diesen bescheuerten Salat zu fressen, weil das eben gesund ist und wir ansonsten des Skorbuts verst&uuml;rben. Bei all diesen T&auml;tigkeiten w&uuml;rden wir die st&auml;ndige Frage nach dem Warum in unserem Bewusstsein gar nicht ertragen, f&uuml;r eine derartige Folter ist die menschliche Psyche im Regelfall schlicht nicht ausgelegt. Dauerhaftes, emotionales Erbrechen w&auml;re die Folge, und genau dieses macht endg&uuml;ltig handlungsunf&auml;hig. So haben wir gelernt, vielfach die Frage nach dem Warum entweder zu ignorieren, oder in einem bewussten, mentalen Akt im Keime zu ersticken.</p>
<p>Mitunter aber gelingt es extrinisischen Faktoren, unser cognitives Immunsystem derart zu schw&auml;chen, das eben diese Mechanismen versagen. Wir sind so intensiv damit besch&auml;ftigt, uns andere, gr&ouml;&szlig;ere Umst&auml;nde sch&ouml;nzureden, oder aber sie daran zu hindern, uns zu vernichten, dass keine Kapazit&auml;t f&uuml;r das Niederk&auml;mpfen der vielen, kleinen, sonst kaum st&ouml;renden Warums mehr &uuml;brig bleibt. Der Alltag wird schier unertr&auml;glich, wenn all die sinnlosen, zum Teil schmerzhaften und praktisch immer belastenden Aktionen und Reaktionen gnadenlos hinterfragt werden m&uuml;ssen. Nicht genug damit, das sie an die Oberfl&auml;che dringen, sie vermehren sich auch. Fehlt der gesunde Selbstschutz, reproduzieren sich die b&ouml;sartigen Biester ungebremst. Kaum ein Umstand, kaum ein Zustand, kaum ein Ereignis, welches nicht im schmerzhaften Sinne hinterfragbar w&auml;re. Der Erkrankte wird regelrecht &uuml;berschw&auml;mmt von Fragen, deren Antworten er sich nicht ohne seelisches Husten, Schnupfen und Herzfieber zu geben vermag.</p>
<p>Wohl dem, der einen gro&szlig;en, umfassenden Grund zur Niederschlagung seiner Warums zu finden vermag, denn dies sind Situationen, die bestenfalls signifikante &Auml;nderungen hervorbringen, aber durchaus geeignet sind, einen Menschen zu brechen.</p>
<p>Doch der Gebrochene wird immun sein. Mit der Selbstaufgabe verstummen auch die Fragen. Nur mehr zu funktionieren; leichter kann ein Leben nicht sein.</p>
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		<title>Was wäre die Welt nur ohne mich?</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/11/was-ware-die-welt-nur-ohne-mich/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 09:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe bereits geniale Erfindungen f&#252;r einen lebenswerteren Alltag ersonnen, da konnten andere nicht einmal sprechen. Dennoch bin ich *GOTTSEIDANK* bodenst&#228;ndig geblieben, Untugenden wie Selbst&#252;bersch&#228;tzung, Blasiertheit oder gar Arroganz sind mir gl&#252;cklicherweise fremd. Dies muss an meinem &#252;beraus liebenswerten, geduldigen und toleranten Wesen liegen, ich konnte schon immer gut mit weniger Begabten. W&#228;re auch richtiggehend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe bereits geniale Erfindungen f&uuml;r einen lebenswerteren Alltag ersonnen, da konnten andere nicht einmal sprechen. Dennoch bin ich *GOTTSEIDANK* bodenst&auml;ndig geblieben, Untugenden wie Selbst&uuml;bersch&auml;tzung, Blasiertheit oder gar Arroganz sind mir gl&uuml;cklicherweise fremd. Dies muss an meinem &uuml;beraus liebenswerten, geduldigen und toleranten Wesen liegen, ich konnte schon immer gut mit weniger Begabten. W&auml;re auch richtiggehend angeschissen, sei dem anders&hellip; Nichts desto trotz bedarf auch ich zeitweilig der Anerkennung Dritter, darum hier eine kurze &Uuml;bersicht meiner Errungenschaften f&uuml;r die Menschheit. <br />
	</strong></p>
<p><strong>Am Anfang stand der D&uuml;bel</strong></p>
<p><img alt="Duebel" class="aligncenter size-full wp-image-528" height="285" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/Duebel.jpg" title="Duebel" width="285" /></p>
<p>Nat&uuml;rlich, D&uuml;bel existierten schon lange vor meiner Zeit, aber meine Ableitung, der N&uuml;bel, wurde von mir im Alter von etwa drei Jahren entwickelt. Rein theorethisch, versteht sich.</p>
<p>Aufgewachsen unter Frauen, kannte ich Bohrmaschinen nur vom H&ouml;rensagen. Immer wieder &auml;rgerte es mich, wenn mir das Familienfoto, unsachgem&auml;&szlig; mittels eines Nagels &uuml;ber meinem Bett befestigt, unmotiviert des N&auml;chtens auf meinen wertvollen Sch&auml;del prallte. Also erdachte ich eine st&auml;hlerne H&uuml;lse mit Spreizarmen, welche sich ausbreiten m&ouml;gen, sofern ein Nagel in sie geschl&auml;gen w&uuml;rde. Um ein Herausrutschen des Nagels zu verhindern, bes&auml;&szlig;e dieser eine ringf&ouml;rmige Nut, die in eine entsprechende Aussparung im N&uuml;bel einrasten k&ouml;nne. Einziges Manko: Ein derartiges Konstrukt w&auml;re nur noch unter nennenswerten Kolateralsch&auml;den wieder aus der Wand zu entfernen.</p>
<p>K&uuml;rzlich im Baumarkt ersp&auml;hte ich genau eine solche Konstruktion. Hie&szlig; nat&uuml;rlich nicht N&uuml;bel, aber ich war zu aufgebracht, mir den Namen des Plagiats zu merken. Ich h&auml;tte meine Tageb&uuml;cher niemals ins Altpapier geben d&uuml;rfen.</p>
<p><span id="more-522"></span><strong>Das Rad</strong></p>
<p><img alt="Rad" class="aligncenter size-full wp-image-530" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/Rad1.jpg" style="width: 301px; height: 254px;" title="Rad" /></p>
<p>Auch das Rad war schon eine Weile bekannt, bevor ich jedoch mit vier Jahren, motiviert durch eine famili&auml;re Reifenpanne erdachte, dass es doch m&ouml;glich sein m&uuml;sse, &uuml;ber ein elektronisches Ger&auml;t jederzeit w&auml;hrend der Fahrt den Reifendruck eines Fahrzeuges zu &uuml;berwachen. Im Falle eines Falles k&ouml;nne dann doch ein vulkanisierender Schaum in den defekten Reifen eingespritzt werden, so dass dieser weiter als Pannenrad verwendbar bliebe. Lange Zeit str&auml;ubte sich die Ersatzreifenindustrie gegen eine Umsetzung meines Konzeptes.</p>
<p>Heutzutage baut Mercedes-Benz ein exakt so ausgelegtes System in seine Oberklassenflotte ein. Ich glaube ein Kindergartenbekannter ist seinerzeits nach Stuttgart ausgewandert&hellip;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Windows/MacOS<br />
	</strong></p>
<p><img alt="macintosh" class="aligncenter size-full wp-image-531" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/macintosh.jpg" style="width: 330px; height: 269px;" title="macintosh" /></p>
<p>Leider besa&szlig;en meine Eltern nicht das erforderliche Verm&ouml;gen, mir den lange und hei&szlig; ersehnten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Xerox_Alto" target="_blank">Alto</a> von Xerox PARC zu Weihnachten zu schenken, also ersann ich meine eigene graphische Oberfl&auml;che durch Skizzen im Sandkasten und nannte sie &quot;Fensterbank&quot;. Diese war damals bereits mutiuser- und -sessionf&auml;hig, beherrschte Multitasking und besa&szlig; eine bis heute nicht erreichte Aufl&ouml;sung und Farbtiefe, je nach verwendeter Sandk&ouml;rnung und -f&auml;rbung.&nbsp; Da war ich f&uuml;nf und geriet h&auml;ufig wegen br&ouml;seligen Desktopr&uuml;ckst&auml;nden in der Unterw&auml;sche mit meiner Mutter in Konflikt.</p>
<p>Nach wie vor bin ich davon &uuml;berzeugt, das Steve Jobs seine Inspiration f&uuml;r den Macintosh keineswegs im PARC erfuhr, sondern der elende kleine Austauschsch&uuml;ler des Nachbarjungen aus Cupertino sich, kaum wieder zuhause, gutgehend verplappert hat. Soviel ich weiss, hat er aber auch noch nie einen m&uuml;den Taler von Jobs gesehen. Der Drecksack. Beide, jetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wave<br />
	</strong></p>
<p><img alt="wave" class="aligncenter size-full wp-image-532" height="128" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/wave.jpg" title="wave" width="150" /></p>
<p>Ich war etwa neun, als ich mir &uuml;berlegte, dass Medien wie Email, Internetforen, colaborative working und Multimedia doch in einem allumfassenden Konzept auch synerigistisch zusammenfassbar sein m&uuml;ssten. Ich entwarf also ein entsprechendes Objektmodell (damals noch mit Filzstiften auf Disneypapier) und nannte es <em>Blup</em>. Sicher, das Internet f&uuml;r die breite Masse existierte damals noch nicht, somit auch weder Email, noch Foren oder youtube, aber ich war eben schon immer meiner Zeit voraus.</p>
<p>Heute, 25 Jahre sp&auml;ter, testet Google gerade mein Konzept, ohne jemals meinen Namen genannt zu haben. Ich k&ouml;nnte schw&ouml;ren, der amerikanische Touristenjunge, der mir seinerzeit im Phantasialand meine Roger-Rabbitt-Aktentasche geklaut hat, sah <span class="Apple-style-span" style="border-collapse: separate; color: rgb(0, 0, 0); font-family: arial,sans-serif; font-size: small; font-style: normal; font-variant: normal; font-weight: normal; letter-spacing: normal; line-height: normal; orphans: 2; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px;"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Larry_Page" target="_blank">Larry Page</a> zum Verwechseln &auml;hnlich&#8230;<br />
	</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Web 2.0<br />
	</strong></p>
<p><img alt="facebook" class="aligncenter size-full wp-image-533" height="118" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/facebook.jpg" title="facebook" width="118" /></p>
<p>Als Teenager entdeckte ich die soziale Interaktion mit Artgenossen langsam und allm&auml;hlich f&uuml;r mich. Mir leuchtete aber nicht ein, wieso alle Personen, mit denen ich mich austauschen wollte, ebenfalls zu mir in meine Stammkneipe kommen sollten? Im Informationszeitalter musste es einfach andere, effektivere Wege dazu geben! Ich entwickelte also eine Skizze eines Social Networks und erfand gleichzeitig das mobile Internet als Dreingabe, denn was n&uuml;tzt einem ein soziales Netz, wenn es einen an einen einsamen Ort fesselt?</p>
<p>Dummerweise sa&szlig; der Gr&uuml;nder von &quot;Wer-kennt-wen&quot; am Nebentisch, als ich, juvenil bierberausch vielleicht ein wenig zu laut sprach. Entweder hat dieser zuvor auch an seine Kontakte in den USA gesungen, oder aber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mark_Zuckerberg" target="_blank">Mark Zuckerberg</a> befand sich seinzeits auch in Koblenz, an diesem Abend.</p>
<p><strong>CERN<br />
	</strong></p>
<p><img alt="15cern.xlarge1" class="aligncenter size-full wp-image-534" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/11/15cern.xlarge1.jpg" style="width: 319px; height: 186px;" title="15cern.xlarge1" /></p>
<p>Zu guter Letzt habe ich wohl auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CERN" target="_blank">CERN</a> ma&szlig;geblich initiiert, als ich nicht einsehen wollte, wieso man Erbsen in einem Blasrohr nicht derart beschleunigen k&ouml;nne, dass sie beim Gegneranprall auch ordnungsgem&auml;&szlig; zwiebelten und ich einen Erbsenbeschleuniger konstruierte, der nach und nach immer kleinere Partikel verlangte und so manch Erkenntnis abwarf, die die Forscher in Genf bis heute nicht zu begreifen verm&ouml;gen.</p>
<p>Statt mich einfach zu fragen, bauen sie ein ein trilliardenteures Monstrum, das nicht einmal funktioniert, w&auml;hrend ich seinerzeits nicht einmal 25 Euro f&uuml;rs Material ausgegeben habe&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im<strong> Fazit </strong>muss ich die Frage nach meiner Verbitterung ob meiner noch immer persistierenden Armut verneinen. Ich war nie an dem grossen Geld oder internationaler Anerkennung interessiert, f&uuml;r mich z&auml;hlten stets der blo&szlig;e Dienst an der Menschheit. Ich weiss um meine Errungenschaften, ich muss sie nicht an die gro&szlig;e Glocke h&auml;ngen. Manchmal eine kleine Anerkennung durch die, die mir wichtig sind, und schon bin ich zufrieden. <strong>Bin halt einfach bescheiden geblieben.</strong></p>
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		<item>
		<title>Abschiede</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 12:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Faschisten]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.
Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.</strong></p>
<p>Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb gewonnenen, dessen was einem in seiner Vertrautheit ans Herz gewachsen ist, erfordert immer ein gerüttelt Maß an Bereitschaft zum Schmerz, einen gewissen Mut und es ist fast immer mit Wehmut verbunden. Aber das Leben ist einfach zu kurz, aus reiner Bequemlichkeit und Verlustangst an Postionsmarkern der eigenen Lebenslinie zu verharren, statt weiter zu ziehen und Neues zu entdecken.</p>
<p>Für mich begann der 01. Mai diesen Jahres mit einer solchen Entscheidung. Schweren Herzens habe ich mich von einem Projekt getrennt, welches lange Jahre für mich viel Arbeit, viel Idealismus, viel Freude und viel Leid bedeutet hat.</p>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>Ich lasse eine Community mit Menschen zurück, die mir über die Zusammenarbeit, aber auch über die gemeinsamen Freizeitgestaltungen, wenngleich oft auch nur virtuell, zu wahren Freunden geworden sind. All die Gefahren, denen wir uns gemeinsam ausgesetzt haben, all die Probleme und Stolpersteine, die wir gemeinsam aus dem Weg geräumt haben, all der Hass, der uns für unser tun entgegengebracht wurde, das alles hat uns irgendwie zusammengeschweisst.</p>
<p>Um so ätzender frisst sich das Bewusstsein,  das letztlich persönliches Geltungsbedürfnis, Egoismus und verletzte Eitelkeiten jedwede Menschlichkeit verbannt haben, in eine Seele, wenn man spürt wie die Schweissnähte reissen. Vertrauen, in dessen Hand man die Sicherheit seiner wirtschaftlichen Existenz gelegt hat, erweist sich irgendwann immer als Trugschluss. Menschen sind einfach nicht vertrauenswürdig, zu viele Bedingungen ändern sich ständig, wie diejenigen, die sie stellen, und am Ende ist sich jeder selbst der Nächste.</p>
<p>Wer Hass bewusst und gezielt als Mittel der Politik säht, blickt irgendwann selbst in seine hässliche Fratze. Nämlich immer dann, wenn die Saat zu einem zurückkehrt und sich hämisch gegen einen selbst richtet. Unbegründete Vorwürfe und Verdachtsmomente, so sehr sie auch von der eigenen Persönlichkeit abzuprallen scheinen, hinterlassen doch ihre Spuren, beeinträchtigen die struktuerelle Integrität des Seelenheils.</p>
<p>Irgendwann dann stellt sich einfach die Frage, für wen oder was man da horrende Risiken einzugehen bereit ist, landet bei einer schnöden Kosten-/Nutzenrechnung und zieht schließlich die erforderlichen Konsequenzen. Für wahre Freunde war ich mein Leben lang bereits alles zu tun, jedes Risiko einzugehen. Doch nicht für hinterfotziges Lumpenpack.</p>
<p>An diesem Wochenende ist auch mein ehemals fester Glaube an die Demokratie, an die informationelle Selbstbestimmung und die Selbstregulierung sozialer Strukturen, seien sie nur vielfältig genug, einen qualvollen Tod gestorben. Bedauerlicherweise bestätigt dies meine misantrope These, das der Mensch aus generalisierter Perspektive nichts als ein dummes Arschloch ist.</p>
<p>Dem sollte Rechnung tragen, wer sich mit ihnen einlässt, den teuflischen Artgenossen. Präpariert ist immer der am besten, der nichts erwartet, denn ihm werden Enttäuschungen erspart.</p>
<p>Nicht zuletzt hat mein Real-Life-Provider die AGBs verschärft. Risiken, die ich auf mich nehme, betreffen lange nicht mehr nur mich selbst. Da stellt sich die Frage, für wen, oder für was man diese letztlich auf sich nimmt um einiges schärfer. Dafür, belogen und hintergangen zu werden, jedenfalls trage ich sie nicht mehr.</p>
<p>Auf zu neuen, unbekannten Horizonten. Im Netz allein. Sonst nicht.</p>
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		<item>
		<title>Herzzeit</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/213/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 09:07:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Der MC Winkel hat da auf eine schöne Idee hingewiesen, derer ich mich völlig eigennützig einmal anschließe, denn auf die Dauer sind mir meine 15 Stammleser dann doch nicht genug. Nichts gegen diese Stammleser, ich liebe sie alle, auch wenn ich fast keinen kenne, aber wenn ich ein privates Tagebuch schreiben wollte, könnte ich auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-214" title="herz-fuer-blogs" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/04/herz-fuer-blogs-300x38.gif" alt="herz-fuer-blogs" width="300" height="38" /></p>
<p>Der <a title="WHUDAT.de" href="http://www.whudat.de/wp-trackback.php?p=3430" target="_blank">MC Winkel</a> hat da auf eine schöne Idee hingewiesen, derer ich mich völlig eigennützig einmal anschließe, denn auf die Dauer sind mir meine 15 Stammleser dann doch nicht genug. Nichts gegen diese Stammleser, ich liebe sie alle, auch wenn ich fast keinen kenne, aber wenn ich ein privates Tagebuch schreiben wollte, könnte ich auch Papier benutzen.</p>
<p>Soviel dazu, ich sei stur und unbelehrbar&#8230;</p>
<p>Nebst dem <a title="WHUDAT" href="http://www.whudat.de" target="_blank">Herr Winkel</a> lese ich noch ein paar andere Blogs:</p>
<p>- den <a href="http://naturalbornchiller.instinctive.de/home/" target="_blank">Naturalbornchiller </a>, der, wenn auch mitunter etwas naiv, sich mit der ganzen Welt dergestalt anlegt, dass er seine Blogposts regelmäßig mit einem Passwort wegsperren muss,</p>
<p>- <a href="http://www.diejulia.net/wp/" target="_blank">dieJulia</a>, die zwar inzwischen lieber fotographiert, als schreibt, aber immer wieder einmal zwischendurch mit ihren grenzüberschreitend genialen Formulierungskonstrukten zu begeistern weiss,</p>
<p>- den <a href="http://parkster.de/" target="_blank">Parkster</a>, eine Weile mal nicht, jetzt wieder schon, seit er sich außer für seinen Bauch und seinen Sport inzwischen auch wieder für anderes interessiert,</p>
<p>- die <a href="http://www.finjablog.de/" target="_blank">Finja</a>, die mit wahnwitzigen Alltagsberichten ihre gähnend langweiligen Politikexzesse gekonnt überspielt und somit ihren Shice an den Mann bringt, auch wenns keinen interessiert,</p>
<p>- den geistigen Massenmörder <a href="http://germanpsycho.wordpress.com/" target="_blank">German Psycho</a>, der leider viel zu wenig schreibt, mit dem ich aber immer wieder gerne einer Meinung bin,</p>
<p>- die Frau <a href="http://www.septemberrave.com/" target="_blank">SeptemberRave</a>, die aus dem letzten Quentchen Glück noch ein Fass Elend zu pressen weiss,</p>
<p>- Madame <a href="http://out-of-uppen.blogspot.com/" target="_blank">Ninifaye</a>, die auch viel zu viel fotographiert, statt ihrer Wortkunst öfter freien Lauf zu lassen,</p>
<p>- den Herrn <a href="http://chaosplanet.phlekmaz.de/" target="_blank">BastiH</a>, der wie kein anderer sein Selbstmitleid in Prosa zu kostümieren weiss,</p>
<p>- die <a href="http://vizekoenigin.wordpress.com/" target="_blank">Vizekönigin</a>, die mit scharfem Blick die obskursten Abstraktivitäten schonungslos ans Licht zerrt</p>
<p>- und letztlich den Herrn <a href="http://blindtextblog.blogspot.com/" target="_blank">Ramses</a>, der kurz und prägnant die Welt versteht und sie ausschweifend auf den Punkt bringt.</p>
<p>Nun bin ich hinreichend zu Kreuze gekrochen, habe mich übergeben wie des Apotheker Wipfs bedauernswerte Zosse und würde mich sogar ein wenig schämen, wenn mir nicht alles so furchbar scheissegal wäre. Prost Mahlzeit!</p>
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		<title>Tussi-Ness</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 20:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Wellness ist die kostspielige Entspannung wohlstandsbekloppter Berufstussen von der Entspannung. Wenn Trägheit im persönlichen Luxus-Domizil zu langweilig wird, ist die fremdernährte Frau von heute gezwungen, es sich gegen des Gatten Bares in einem Wellness-Hotel fremdbesorgen zu lassen. Während sie der Trägheit frönt. Versteht sich.

Regelmäßige Wellnessreisen sind ein MUSS für die wohlständige Arbeitslose von heute, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-153" title="wellness" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/03/wellness-300x178.jpg" alt="wellness" width="300" height="178" /></p>
<p><strong>Wellness ist die kostspielige Entspannung wohlstandsbekloppter Berufstussen von der Entspannung. Wenn Trägheit im persönlichen Luxus-Domizil zu langweilig wird, ist die fremdernährte Frau von heute gezwungen, es sich gegen des Gatten Bares in einem Wellness-Hotel fremdbesorgen zu lassen. Während sie der Trägheit frönt. Versteht sich.<br />
</strong></p>
<p>Regelmäßige Wellnessreisen sind ein MUSS für die wohlständige Arbeitslose von heute, die im bemitleidenswerten Stress, stets das aktuellste Manolo Blahnic Modell an den unbenutzen Füßen zu tragen, schier zu vergehen droht. Wenn die Aufregung über das minderbemittelte, aber hochbezahlte Kinderbetreuungspersonal wieder einmal überhand nimmt und sich der seelenlose Gatte vorzugsweise bei Sechzehnstundenbürotagen entspannt, ist der Wellness-Kurzurlaub mit den gleichermaßen &#8220;betroffenen&#8221; Silikontittenfreundinnen ganz klar zum Zwang geworden.</p>
<p>Wohin auch mit der Kohle?</p>
<p>Wellness ist für reiche Mädchen, denen die Ideen ausgehen, die zugefallene Kohle sinnvoller zu verprassen. Männer, die Wellnessurlaube antreten, sind entweder schwul, homosexuell, oder aber vom anderen Ufer.</p>
<p><span id="more-152"></span>Soweit meine Meinung bis letztens&#8230;</p>
<p>Aus eigener Erfahrung muss ich das bestehende Bild jedoch nunmehr geringfügig ergänzen: Es kann einem auch als nichtschwuler Mann passieren, dass man sich plötzlich in einer nicht bewusst provozierten Wellness-Situation befindet:</p>
<p>Beispielsweise kann Mann heutzutage derart erschöpft sein, dass er zu bestimmten Zeitpunkten zu allem ja und Amen sagt, schlicht um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Anstatt des ordnungsgemäßen Aktivabenteuerurlaubs mit den versoffenen Singlekumpels, kommt dann halt ein Massageaufenthalt mit Langeweilegarantie zur Buchung, jedoch hat Mann ihn dann vermutlich auch nötig.</p>
<p>Oder aber, Mann ist einfach derart im Arsch, dass er bereit ist, sämtliche Klischees überlastungsamnestisch über Bord zu werfen, im unbezwingbaren Hunger auf Ruhe und Entspannung sämtliche Resortiments abzulegen und sich einfach auf etwas einzulassen, was Mann nicht kennt, was aber zumindest nicht anstrengend klingt.</p>
<p>So geht es beispielsweise mir. Ich begebe mich morgigen Tages auf einen fremdinitialisierten, aber zu keinem Zeitpunkt abgelehnten Wellnessurlaub. Vier Tage lang.Wahrscheinlich rettet die Perle gerade mein Leben. Und ihrs.</p>
<p>Aber wir reden nicht drüber&#8230;</p>
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		<title>Alkohol</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 22:57:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Projekt Trockendock]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsätze]]></category>

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		<description><![CDATA[
Warnhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Einfluss im Titel näher bezeichneter Substanzen verfasst. Der Autor übernimmt zu keiner Zeit Verantwortung über Sinn, Verstand und eventuelle Folgeschäden dieser Exzeberation intellelektueller Diarrhöe mit nicht unwesentlichem, geistigen Flatulenzaufkommen.
C2H5 OH. Ethanol. Alkohol. Die weltweit am häufigsten vorkommende Droge überhaupt. Und womöglich und wahrscheinlich die fatalste.
Ich selbst trinke Alkohol seit ich 14 bin. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-76" title="alkohol" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/01/alkohol-300x245.jpg" alt="alkohol" width="300" height="245" /></p>
<p><strong>Warnhinweis: Dieser Beitrag wurde unter Einfluss im Titel näher bezeichneter Substanzen verfasst. Der Autor übernimmt zu keiner Zeit Verantwortung über Sinn, Verstand und eventuelle Folgeschäden dieser Exzeberation intellelektueller Diarrhöe mit nicht unwesentlichem, geistigen Flatulenzaufkommen.</strong></p>
<p>C2H5 OH. Ethanol. Alkohol. Die weltweit am häufigsten vorkommende Droge überhaupt. Und womöglich und wahrscheinlich die fatalste.</p>
<p>Ich selbst trinke Alkohol seit ich 14 bin. An meinen ersten Konsum vermag ich mich nicht mehr zu erinnern, ich weiss nur, dass er deutlich vor diesem Alter stattgefunden hat. In meiner Familie herrscht eine sogenannte &#8220;Prädisposition&#8221;. Will meinen: Uropa und Uroma mütterlicherseits waren dem Branntwein nicht abgeneigt, ebenso nicht Grossmuttern väterlicherseits. Sowohl Muttern als auch Vaddern tranken und trinken regelmäßig. Regelmäßig auch zu viel. Die restlichen leiblichen Familienmitglieder soffen entweder leberzirrhosen- oder selbstkasteiungsbedingt nicht. Gar nichts.</p>
<p><span id="more-75"></span></p>
<p>Soweit ich mich selbst korrekt einzuschätzen vermag, habe ich das Trinken stets instrumentalisiert. Ich bin kein aufgeschlossener, freundlicher Mensch, vielmehr bin ich in meinem Wesen arrogant, verschlossen und intolerant. Und ich besitze absolut keine Geduld. Mit einem kleinen Schlückchen, meist jedoch mit vielen davon, werde ich meiner Umwelt gegenüber freundlicher gesinnt, bin kompromissbereiter und bringe deutlich mehr Geduld für den geistigen Abschaum, der sich da draussen allgegenwärtig tummelt, auf.</p>
<p>Alkohol war für mich schon immer Problemlösungsstrategie. Ein Weg aus der primär selbstgewählten Isolation, eine Option zur Kommunikation mit Menschen, die ich in nüchternem Zustand nicht einmal bespucken wollte.</p>
<p>Als Teenager war &#8220;Mich-Zu Besaufen&#8221; praktisch der einzige Weg, mit der breiten Masse meiner Artgenossen überhaupt in Kontakt zu treten. Nüchtern schrieb ich abgehobene Pamphlete und Gedichte, deutelte an der Essenz vorhandener philosophischer Weltbetrachtungsweisen herum und beschäftigte mich mit Quantentherorien. Besoffen wurde ich zum smarten Partytier, zum Rockstar und gewann jede arme Seele im Handumdrehen für mich.</p>
<p>War der Suff lange Zeit erfreulicher Zeitvertreib, und nichts als das, Türöffner zu meinen Mitmenschen, Garant meines sozialen Status, verkam er in meiner inzwischen gescheiterten Ehe zur Kompensation allgegenwärtiger Missstimmungen. Hier wurde ich auch erstmals mit der nicht mehr lustigen Frage &#8220;Bist Du Alkoholiker?&#8221; konfrontiert. War ich aber nicht.</p>
<p>Nach dem Ende dieser unseeligen Verbindung machte ich die vermutlich fatalste Entdeckung meines bisherigen Lebens: Die Wechselwirkung aufputschender Drogen, wie Kokain oder Speed, mit dem alten Freund Alkohol. Setzt einem der Körper beim schlichten Saufen irgendwann naturgegebene Grenzen, heben diese Substanzen jede Grenze auf. Ich konnte locker, gesprächig, tolerant, auch gegenüber absoluten Nullnummern sein, aber dennoch weder lallen, noch schwanken, noch geistig schwächeln. Noch musste ich mich am Tag danach an irgendetwas erinnern. Praktisch ein perfekter Zustand. Was habe ich Nächte durchwacht, -tanzt, -gelabert und mein Umfeld begeistert. Doch irgendwann, das scheint typisch für schnelldrehende Spiralen, geht es abwärts. Man ist seiner Emotionen kaum mehr Herr, kann nicht mehr zwischen Realität und Drogenwahn unterscheiden und entscheidet sich irgendwann, sofern man Glück und Rückgrat hat, zumindest gegen eine der so herrlich korrelierenden Drogen, um sowohl seine Opfer, als auch sich selbst nicht weiter zu verletzten. Bei mir war es alles, was man sich durch die Nase zieht, wogegen ich mich entschieden habe. Das ist jetzt rund vier Jahre her. Ich vermisse es nicht. Oh Gott, wie ich es vermisse. Nein, tue ich nicht.</p>
<p>Mit Anfang Dreissig wurde ich erstmals mit negativen körperlichen Konsequenzen konfrontiert. Konnte ich früher feiern bis zum Untergang und war am nächsten Tag fit, spüre ich nun seit einigen Jahren sehr deutlich die energieraubenden Eigenschaften der Trinkerei. Hab ich abends getankt, bin ich nächsten Tages ein Wrack. Das ist Gesetz. Oft hält die  energetische Leere sogar tagelang an. Ich bin dann körperlich stark geschwächt und geistig mehr als eingeschränkt.</p>
<p><strong>Stand heute</strong>: Ich habe, völlig unalkoholisiert, die Liebe meines Lebens gefunden und sehe mich nun Vaterfreuden entgegen taumeln. Verantwortung sozusagen. Aber im ausschließlich schönen Sinne. Seither ist mir meine persönliche Fitness irgendwie wichtiger geworden. Ich schätze mich glücklich, trotz vielfacher, mehr als kritischer Lebensphasen nie in eine körperliche Abhängigkeit gerutscht zu sein und hinterfrage zwischenzeitlich jedes meiner fünf Biere, die ich mir Freitags &#8220;gönne&#8221;. Aber selbst aus den Wochenendtrinkereien, die seit langem nicht mehr fatal enden und mich eher verfrüht ins Bett bringen, generiert sich ein Entnervungsfaktor. Ich spüre praktisch bei jedem einzelnen Bier, wie es mir Kraft raubt, die ich dringend benötige.  Oder glaube es zu spüren, was subjektiv keinen Unterschied macht.</p>
<p>Also fange ich entweder wieder an zu koksen, oder aber ich lasse die Sauferei, als logische Konsequenz. Nein, kein entweder. Letzteres. Versuchsweise. Cola schmeckt mir, so ganz ehrlich gesagt, sowieso besser. Und die scheissdummen Arschlöcher da draussen dürften sich halt einfach auch mal so ganz langsam daran gewöhnen, so genannt zu werden. Ich hab echt besseres zu tun, als mich wegen irgendwelcher hirnelektrischer Nullnummern zu ruinieren, woll? Ertragt Ihr mich erstmal nüchtern, ihr Pisser. Prost.</p>
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