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	<title>schwarzsicht &#187; Schlaf</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Nüchternheit</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 10:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bierecke]]></category>
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		<description><![CDATA[
Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.
Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img3.imageshack.us/img3/9391/konkbioeth.jpg" alt="" width="200" height="150" /></p>
<p><strong>Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.</strong></p>
<p>Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren multiplizieren sich, statt sich schnöde zu addieren, weshalb es in aller Regel auch viel länger dauert, Stress abzubauen, als ihn zu bekommen. Wer nicht über geeignete Strategien zur Verarbeitung verfügt, wird seinem Stress früher oder später erliegen, sofern er welchen hat.</p>
<p>Ich, in meiner Eigenschaft als stinkendfauler Workaholic (diese Ambivalenz ist das Pulver im Fass, auf dem ich sitze&#8230;), habe mich Freitagsabends schon immer sehr gerne bei Bier und Schnapps anästhesiert. Der Vorteil einer Trunkenheit ist beispielsweise auch, das man als ehrgeiziger Spinner gerade einmal nicht vom schlechten Gewissen heimgesucht wird, wenn man sich erdreistet, sich einmal beim Nichtstun zu entspannen. Alltagsängste fallen von einem ab, die Gedanken werden leicht und beflügelt vom Schwachsinn eines vergifteten Gehirns.</p>
<p><span id="more-356"></span></p>
<p>Es ist erstaunlich, wie schnell sich eine derartige Strategie ins persönliche Handlungsmuster brennt. Ich kann mich tatsächlich an Situationen erinnern, in denen ich private Termine freitagsabends abgesagt habe, da sie mich am Saufen gehindert hätten. Welch Irrsinn!</p>
<p>Nach einem ersten, abstinenten Wochenende bin ich hinsichtlich meiner Befindlichkeit diesbezüglich zwiegespalten: Einerseits war es gar kein Problem, ich hatte nicht so etwas wie &#8220;Saufdruck&#8221; oder musste mich zum Nichttrinken zwingen, andererseits ist da aber auch das ständige Gefühl, etwas zu verpassen, oder etwas verpasst zu haben. Der Gedanke ist nicht konkret da, aber es fühlt sich an wie: &#8220;Ohne Alkohol ist alles fade und sinnlos&#8221;. Was selbstverständlich völliger Unsinn ist.</p>
<p>Ganz offensichtlich wurde mein Hirn durch all die jahrelangen Parties, die wochenendlichen Exzesse und immer gleiche Verhaltensmuster dahingehend konditioniert, das jedwede Form von Spass einen direkten Bezug zum Konsum alkoholischer Getränke haben muss. Nach wie vor kann ich mir nichts ätzenderes und abschreckenderes vorstellen, als glockennüchtern Gast auf einer Party zu sein.</p>
<p>Abends Internet? Foren? Gar chatten? Meine jahrelangen, abendlichen Hauptbeschäftigungen? Ohne Alkohol unvorstellbar. Langweilig, uninteressant.</p>
<p>Schätzungsweise hätte ich meine liebe Not, mein zukünftiges Dasein wohlwollend zu betrachten, hätte ich mich zu einer unbefristeten Abstinenz entschlossen. So weiss ich jetzt bereits, wann ich zumindest wieder dürfte, wenn ich noch wollte. Das beruhigt. So krank es auch sein mag.</p>
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		<title>Tussi-Ness</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 20:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wellness]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wellness ist die kostspielige Entspannung wohlstandsbekloppter Berufstussen von der Entspannung. Wenn Trägheit im persönlichen Luxus-Domizil zu langweilig wird, ist die fremdernährte Frau von heute gezwungen, es sich gegen des Gatten Bares in einem Wellness-Hotel fremdbesorgen zu lassen. Während sie der Trägheit frönt. Versteht sich.

Regelmäßige Wellnessreisen sind ein MUSS für die wohlständige Arbeitslose von heute, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-153" title="wellness" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/03/wellness-300x178.jpg" alt="wellness" width="300" height="178" /></p>
<p><strong>Wellness ist die kostspielige Entspannung wohlstandsbekloppter Berufstussen von der Entspannung. Wenn Trägheit im persönlichen Luxus-Domizil zu langweilig wird, ist die fremdernährte Frau von heute gezwungen, es sich gegen des Gatten Bares in einem Wellness-Hotel fremdbesorgen zu lassen. Während sie der Trägheit frönt. Versteht sich.<br />
</strong></p>
<p>Regelmäßige Wellnessreisen sind ein MUSS für die wohlständige Arbeitslose von heute, die im bemitleidenswerten Stress, stets das aktuellste Manolo Blahnic Modell an den unbenutzen Füßen zu tragen, schier zu vergehen droht. Wenn die Aufregung über das minderbemittelte, aber hochbezahlte Kinderbetreuungspersonal wieder einmal überhand nimmt und sich der seelenlose Gatte vorzugsweise bei Sechzehnstundenbürotagen entspannt, ist der Wellness-Kurzurlaub mit den gleichermaßen &#8220;betroffenen&#8221; Silikontittenfreundinnen ganz klar zum Zwang geworden.</p>
<p>Wohin auch mit der Kohle?</p>
<p>Wellness ist für reiche Mädchen, denen die Ideen ausgehen, die zugefallene Kohle sinnvoller zu verprassen. Männer, die Wellnessurlaube antreten, sind entweder schwul, homosexuell, oder aber vom anderen Ufer.</p>
<p><span id="more-152"></span>Soweit meine Meinung bis letztens&#8230;</p>
<p>Aus eigener Erfahrung muss ich das bestehende Bild jedoch nunmehr geringfügig ergänzen: Es kann einem auch als nichtschwuler Mann passieren, dass man sich plötzlich in einer nicht bewusst provozierten Wellness-Situation befindet:</p>
<p>Beispielsweise kann Mann heutzutage derart erschöpft sein, dass er zu bestimmten Zeitpunkten zu allem ja und Amen sagt, schlicht um weiteren Diskussionen aus dem Weg zu gehen. Anstatt des ordnungsgemäßen Aktivabenteuerurlaubs mit den versoffenen Singlekumpels, kommt dann halt ein Massageaufenthalt mit Langeweilegarantie zur Buchung, jedoch hat Mann ihn dann vermutlich auch nötig.</p>
<p>Oder aber, Mann ist einfach derart im Arsch, dass er bereit ist, sämtliche Klischees überlastungsamnestisch über Bord zu werfen, im unbezwingbaren Hunger auf Ruhe und Entspannung sämtliche Resortiments abzulegen und sich einfach auf etwas einzulassen, was Mann nicht kennt, was aber zumindest nicht anstrengend klingt.</p>
<p>So geht es beispielsweise mir. Ich begebe mich morgigen Tages auf einen fremdinitialisierten, aber zu keinem Zeitpunkt abgelehnten Wellnessurlaub. Vier Tage lang.Wahrscheinlich rettet die Perle gerade mein Leben. Und ihrs.</p>
<p>Aber wir reden nicht drüber&#8230;</p>
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		<title>IKEA &#8211; nischer Matratzentriathlon</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/01/ikea-nischer-matratzentriathlon/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 19:36:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
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		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserbett]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Jahrzehnt Wasserbettenlagerung macht sensibel, was die nächtliche Unterlage anbetrifft. Was die Wahl einer Alternative keineswegs erleichtert, ist die Abkehr vom flüssigen Lager einmal beschlossen.
Vier Nächte Sultan Finnvik (Nicht &#8220;Fin &#8211; Fick&#8221;!) ließen sowohl bei der Perle, als auch bei mir die Hoffnung reifen, dass das auch noch besser gehen müsste. Man liegt nicht wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img398.imageshack.us/img398/9076/0084645pe216275s3cj4.jpg" alt="" width="250" height="250" /></p>
<p><strong>Ein Jahrzehnt Wasserbettenlagerung macht sensibel, was die nächtliche Unterlage anbetrifft. Was die Wahl einer Alternative keineswegs erleichtert, ist die Abkehr vom flüssigen Lager einmal beschlossen.</strong></p>
<p>Vier Nächte Sultan Finnvik (Nicht &#8220;Fin &#8211; Fick&#8221;!) ließen sowohl bei der Perle, als auch bei mir die Hoffnung reifen, dass das auch noch besser gehen müsste. Man liegt nicht wirklich schlecht, auf der 18 cm Thermoschaum/Kaltschaumkombination, aber irgendwie doch recht hart&#8230;</p>
<p>Der Umstand, das der trächtige Perlenbauch zudem nicht ordnungsgemäß abgestützt wurde, trieb uns zurück in die Fänge der schwedischen Massenausstatter. Es hätte nicht unbedingt eine schwedische Matratze sein müssen, aber das dreimonatige Probeliegen und die 25 Jahre Garantie bieten einen gewissen Anreiz, wenn man immobilienerwerbsbedingt nicht gerade Motivationen für flexible Finanzplanungen verspürt.</p>
<p><span id="more-92"></span></p>
<p>Umfassendes Probeliegen führte zu einer Entscheidung für das weichste Modell aus Latex. Doch diese Rechnung war nicht mit der blonden Orginalschwedin inklusive &#8220;ist-dersüß&#8221;-Akzent gemacht&#8230; Ergo: Wir sind zu fett für eine weiche Matratze. Nein: ICH bin zu fett. Sie ist zu schwanger. (Und das gibt jetzt sicher Ärger&#8230;).</p>
<p>Also ließen wir uns von den Vorzügen des ebenfalls 18 cm messenden Kaltschaum/Latexgemischs namens Sultan Fossing zu zehn Euro weniger, also 249 Taler das Stück überzeugen.</p>
<p>Nach nur einer Nacht stand fest: Auf einem Plastiksack rostiger Nägel liegt es sich wohliger. Die Matte passt sich praktisch nicht den Körperkonturen an, gehabt sich störrischer als ein altes Bauernweib, und besteht zudem noch aus Komfortzonen, die ganz gewiss deshalb so benannt werden mussten, weil ihnen jedweder Komfort schlichtweg fehlt. Dafür spürt man aber jeden Übergang allzudeutlich.</p>
<p>Am gestrigen Tage hieß es also erneut Umtausch. Peinlich, aber sie haben es ja nicht anders gewollt. Ohne weitere Umstände habe ich mich für das teuerste Modell des Sortiments für 369 Euro das Stück entschieden und schon dürfen sich zwei 22 cm viscoelastische, kaltschaumverstärkte High-Tech-Matratzen unser Eigen nennen. Bereits beim Einsteigen macht sich der Unterschied signifikant bemerkbar: Im ersten Moment werden Betonplattenassoziationen wach, aber schon sinkt der Körper in den Memoryschaum, der sich wie eine maßgeschneiderte Schale um den Körper, egal in welcher Lage, schmiegt. Bei Stellungswechseln (schlaftechnisch!) dauert es wenige Sekunden und die Matratze hat erneut die optimale Form gefunden. Man schwitzt nicht, die Spezialfasern sorgen für eine optimale Unterdeckentemperatur, der Schlaf gleicht dem eines Steines. Aber ob das mit dem Sex dadrin was wird?</p>
<p><strong>Fazit: Jeden Cent wert, das gute Stück. Ich bin schon lange nicht mehr derart frei von Verspannungen und ausgeschlafen aufgestanden. Selbst zu Wasserbettzeiten nicht. Und das schon nach der ersten Nacht. Gott, ich schreibe wie ein alter Mann.<br />
</strong></p>
<p>Nein, IKEA hat für diesen Beitrag leider noch kein Geld gezahlt. Sollten die Marketingleute dies aber gerne tun wollen, antworte ich auf eine freundliche Anfrage umgehend mit meiner Kontoverbindung. Ich bin käuflich, greifen Sie zu!</p>
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		<title>Aquaristik apokalypsiert</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 07:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[IKEA]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserbett]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wasserbetten sind hinsichtlich des Liegekomforts, ihrer thermischen Eigenschaften und der Hygiene unerreicht. So lange sie dicht sind.
In einem anderen Leben, als ich meinen Unterhalt desselben noch mit ehrlicher, körperlicher Arbeit zu erwirtschaften gezwungen war, bot ein Bandscheibenvorfall eine hervorragende Argumentation zur Anschaffung eines solchen, nicht ganz unkostspieligen Schlafsystems. Ich habe nie besser gelegen, meine Rückenschmerzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-72" title="waterbed1" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/01/waterbed1-300x300.jpg" alt="waterbed1" width="300" height="300" /></p>
<p><strong>Wasserbetten sind hinsichtlich des Liegekomforts, ihrer thermischen Eigenschaften und der Hygiene unerreicht. So lange sie dicht sind.</strong></p>
<p>In einem anderen Leben, als ich meinen Unterhalt desselben noch mit ehrlicher, körperlicher Arbeit zu erwirtschaften gezwungen war, bot ein Bandscheibenvorfall eine hervorragende Argumentation zur Anschaffung eines solchen, nicht ganz unkostspieligen Schlafsystems. Ich habe nie besser gelegen, meine Rückenschmerzen gehörten schon bald der Vergangenheit an.</p>
<p>Zu Singlezeiten bot auch der Besitz einer so exotischen Liegewiese mit den exorbitanten Maßen von 2,20 mal 2,40 Metern einen nicht zu verleugnenden Aufrisskoeffizienten,  Sex im Wasserbett stellt immer noch einen Mythos dar und persönlichen Statistiken zufolge wurde er von 95 % der auf dem freien Markt verfügbaren Singlefrauen noch niemals praktiziert, weckt aber Interesse.</p>
<p><span id="more-71"></span></p>
<p>Denkbar, dass zu keinem anderen Zwecke geschaffene Bordellwasserbetten diesbezüglich durchaus ihre Reize besitzen,  ein fast vollständig beruhigtes, auch zum Schlafen Gedachtes ist jedoch schnell entmythologisiert, ist die Fickerei hierin doch schlicht anstrengender und hinsichtlich ihrer akrobatischen Entfaltung stark eingeschränkt. Aber man schläft halt so gut&#8230;</p>
<p>Nach insgesamt elf Jahren und sieben Umzügen (man werfe mir gerne einen &#8220;unsteten Lebenswandel&#8221; vor) weist allerdings auch das beste Vinyl irgendwann Materialermüdungserscheinungen auf, die sich, speziell hinsichtlich des davon beherbergten Inhaltes sehr unangenehm in Form eines klatschnassen Arsches bemerkbar machen. In den letzten drei Jahren habe ich sicherlich zehn Mal unter grossen Anstrengungen Vinylpflaster mittels Spezialkleber auf die zuvor aufwändig diagnostizierten Lecks appliziert und die Auffangwanne anschließend mit phänomenalem Handtuchaufgebot trockengelegt, doch war der Erfolg stets nur von kurzer Dauer. Leider neigt die Matratzenfüllung auch, trotz aller beigesetzter Chemikalien, an offener Raumluft zum Schimmeln, was sich in höchst unangenehmen Geruchsnuancen in der Atemluft manifestiert.</p>
<p>Gestern morgen war es wieder einmal so weit, die Ärsche waren nass, die Stimmung mies. Mittels des für Notfälle immer in Griffnähe bereitliegenden Reparatursets versuchte ich den Wassermassen Herr zu werden, doch vergeblich, die Seitenwand des bislang meistgenutzten Wasserkerns kam mir wegen materialermüdungsbedingter Porösität beim Dichtversuch grossflächig entgegen. Diagnose: Vinylkrebs im Endstadium, Heilungschancen: Aussichtslos.</p>
<p>Eine Nachfrage beim Hersteller ergab den erklecklichen Betrag von 1300 Euro für die Neuanschaffung EINES Kernes, jedoch mit dem deutlichen Hinweis, dass man tunlichst immer beide Kerne und die Vinylwanne gleichzeitig tauschen sollte, da das böse Marketinggespenst &#8220;Weichmacherwanderung&#8221; (hierbei wandern angeblich die Weichmacher aus der Matratze mit der höheren Weichmacherkonzentration in die mit der Niedrigeren, was alsbald zu Schäden in beiden führen soll) zu einem sofortigen Garantieverlust führe.</p>
<p>Einerseits kann man die schwangere Perle nicht weiters auf der schimmligen Suppe liegen lassen, andererseits haut man nicht mal eben rund 3000 Euro für ein Wasserbett raus, wenn man hauskaufbedingt gezwungen ist, seinen Kontostand tunlichst bis zur abgeschlossenen Finanzierung im positiven Bereich zu halten. Also kurz entschlossen: Pumpe angemietet, Wasser abgelassen, das Scheissding abgebaut, in den Keller verfrachtet und bei IKEA um rund tausend Euro ein ganz gewöhnliches Normalbett gekauft. Und aufgebaut. Das ganze mit Virusgrippe. Versteht sich.</p>
<p>Die erste Nacht war nicht unbedingt als grandios zu bezeichnen, zwar kann man sich auf einer Normalmatratze (Ikea Sultan Finnvik) viel besser drehen und bewegen, man tut es aber auch entsprechend öfter. Meine Füße ragen unten raus, frieren entsprechend, meine Schultern sind heute morgen verspannt. Aber immerhin ist mein Arsch trocken.</p>
<p>Man sagt ja, der Körper benötige 3 bis 30 Nächte, sich an einen neuen Schlafuntergrund zu gewöhnen. Der Wechsel Wasserbett &#8211;&gt; Normalmatratze ist allgemein als nicht gerade einfach beschrieben. Aber ich gebe mein Bestes.</p>
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