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	<title>schwarzsicht &#187; Rückblick</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Retro &#8211; Spectat 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War das Jahr 2008 noch von vielen Ver&#228;nderungen gepr&#228;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse.
Januar, Februar und M&#228;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&#252;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&#228;ne wurden von nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War <a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/01/retro-spectat-2008/" target="_blank">das Jahr 2008</a> noch von vielen Ver&auml;nderungen gepr&auml;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse.</strong></p>
<p>Januar, Februar und M&auml;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&uuml;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&auml;ne wurden von nicht eingehaltenen Zusagen zerschlagen, die Suche nach einem Haus zum Kaufen gestaltete sich schwierig. Geeignete Objekte waren entweder zu teuer, zu verfallen oder zu weit aus unserem r&auml;umlichen Raster. Als die Hoffnung fast erloschen war, fanden wir das Objekt, das exakt zu uns passte. Und man schnappte es uns vor der Nase weg.</p>
<p>Ende M&auml;rz war dann eine Alternative aufgetan. Endlose Planungen, Unterredungen, Amtschimmelritte und Vertragsunterzeichnungen sp&auml;ter erhielten wir am 01.04.2009 die Schl&uuml;ssel zu unserem 30 Jahre alten Domizil.</p>
<p>W&auml;hrend die Schwangerschaft immer problemloser verlief, plagte ich mich durch Fr&uuml;hjahr und Fr&uuml;hsommer mit einem diabolisch unbefriedigenden Job, der Pubert&auml;t (nicht meiner) und mannigfachen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Freit&auml;gliche Herrenabende, in denen ich allein biersaufend am Grillfeuer d&ouml;ste, stellten die einzige Zerstreuung dar.</p>
<p>Die Zeit raste und alsbald wurde im August unsere Tochter geboren. Seither rast die Zeit noch mehr, ein bislang nicht unspannendes Leben ger&auml;t anpassungsbedingt zum Thriller.</p>
<p><strong>Im Fazit:</strong> Viel zu viel langweilige Arbeit, viel zu wenig Zeit f&uuml;r die wirklich wesentlichen Dinge, viel zu wenig Geld f&uuml;r die erbrachte Leistung und im Wesentlichen: Viel zu viel Selbstmitleid. Viel zu viele Infekte.</p>
<p>Meine <strong>guten Vors&auml;tze</strong> <strong>f&uuml;r 2010</strong>: Die pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnisse der Einfachheit halber komplett abschaffen, Selbstmitleid nur noch bei schwerer Erkrankung (Schnupfen) aufkeimen lassen und m&ouml;glichst nicht mehr nachdenken. So zur Abwechslung. Und das Immunsystem st&auml;rken, oder wahlweise komplett zerst&ouml;ren.</p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (I)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;
Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-465" title="venus200610-years-anniversaryfrei" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/venus200610-years-anniversaryfrei-300x247.png" alt="venus200610-years-anniversaryfrei" width="300" height="247" /></p>
<p><strong>Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;</strong></p>
<p>Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. Mit Farbbildschirm (ein Sharp 13 Zöller), Floppy Disk (die klassischen 1541) und Nadeldrucker (Star LC 10-C) hat das System für damalige Verhältnisse ein kleines Vermögen gekostet. Ich hatte keine Ahnung von gar nichts, war aber unendlich stolz, Besitzer einer so fortschrittlichen Technologie zu sein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-466" title="c64combo" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/c64combo.jpg" alt="c64combo" width="300" height="258" /></p>
<p><span id="more-462"></span>Mit meinem damaligen Kumpel Matthias überwarf ich mich zu diesem Zwecke zum ersten Mal, da ich darauf bestand, in unserer gemeinsamen &#8220;Detektei&#8221; die elektronische Datenverarbeitung einzuführen, was sich jedoch seiner Kontrolle entzogen hätte und er war immer schon ein ausgewachsener Kontrollfreak.</p>
<p>Auch damals kosteteten Originalspiele ein Heidengeld. Also begnügte ich mich anfangs mit dem Abtippen von Assemblerlistings aus den gängigen Computermagazinen, um meinem Spieltrieb Genüge zu tun.  Irgendwann musste es aber dann doch &#8220;Commando&#8221;, &#8220;Giana Sisters&#8221; und &#8220;Pit Stop 2&#8243; sein, mangels Budget wurde also ein Tauschring für Raubkopien ins Leben gerufen, der sich bald über die gesamte, alte Bundesrepublik erstreckte. Wir tauschten ausschließlich via Disketten, die wir uns damals gegenseitig auf sogenannte Postlagerkarten schickten, die in den naiven alten Zeiten auch für Kinder erhältlich waren.</p>
<p>Auch für einen Akkustikkoppler war kein Geld da, also wurde unter der Hand ein gemeinsamer im Freundeskreis angeschafft, welchen wir aber ausschließlich nachts bei einem Kumpel verwenden konnten, so uns unsere Eltern die Fremdübernachtungen gestatteten. Nachdem ich mich rudimentär in Basic, noch rudimentärer in Assembler und ein bisschen intensiver in das BTX-Protokoll eingearbeitet hatte, war ich bald für das Eindringen in fremde BTX-Mailboxen zuständig, wo wir oft genug noch nicht veröffentlichte Games als sogenannte 0-Day Versionen stahlen, die dann auf einfachste Weise &#8220;gecrackt&#8221; und mit unserem Group-Logo veröffentlicht wurden. Nebenbei sorgte ich mit ein paar selbstgeschriebenen Striptease-Sprites in der Schule für Unruhe.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-467" title="232913989197b5ff26d5ot" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/232913989197b5ff26d5ot-300x187.jpg" alt="232913989197b5ff26d5ot" width="300" height="187" /></p>
<p>Irgendwann stand ein Plattformwechsel an, den ich jedoch nicht mitvollziehen konnte, da mir niemand einen Amiga oder einen Atari ST zu finanzieren bereit war. Vom aktiven Group-Member wurde ich also zum offenmäulig staunenden Beisitzer ohne technische Kompetenz. Eine ziemliche Schmach. Ich spielte noch eine Weile mit dem C64 herum, expermimentierte mit dem Final-Cartridge III und lötete immer mal wieder unsinnig auf der Platine herum. Bis ich irgendwann mit einem etwas zu heissen Kolben die CPU in die ewigen Jagdgründe schickte. Das traurige Ende meiner &#8220;Hackerkarriere&#8221; für sehr lange Zeit.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-468" title="commodore-c64-c1280-n-173687-13" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/commodore-c64-c1280-n-173687-13-300x271.jpg" alt="commodore-c64-c1280-n-173687-13" width="300" height="271" /></p>
<p>Erst zur Markeinführung von Windows 95 auf dem Pentium I stieg ich wieder ins &#8220;Geschäft&#8221; ein, inzwischen Anfang 20, verheiratet  und bereits in Berufsausbildung zum Krankenpfleger. Allerdings auf dem abgelegten 486 DX meines damaligen Schwiegervaters unter Windows 3.11. Nichts desto trotz war ich der zweite, mir persönlich bekannte Mensch mit einem Internetzugang zuhause. Modem, versteht sich, ein 33.600er. Ich bastelte, tunte und werkelte so lange an dem DX herum, bis ich Windows 95 ans Laufen bekam, das 3.11er war aus meinem ermessen nicht zu ertragen, da war seinerzeit das GeOS auf dem C64 schon weiter. Ich entdeckte Webforen und -Chats für mich, saß nächtelang an der Kiste, rüstete auf, installierte schließlich Windows 98, flog mehrfach konsequenzlos mit halbherzigen Bruteforces auf interessante Ziele auf und entwickelte nach und ein Gefühl dafür, wie ich meine Spuren auf fremden Systemen zu verwischen hatte. Die Linuxzeit war angebrochen, selbstredend noch ohne graphische Oberfläche.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-469" title="zoom_s_p_22759_1ashx" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/zoom_s_p_22759_1ashx-300x225.jpg" alt="zoom_s_p_22759_1ashx" width="300" height="225" /></p>
<p>1999 beendete ich meine Ausbildung mit exzellentem Abschluss, fand jedoch keinen Job in meinem Beruf, weil meine Pflegedienstleiterin, ihr durch aufmüpfige und aufsässige Art aufgefallen, alle Krankenhäuser im Umkreis vor mir gewarnt hatte.</p>
<p>An einem bierseeligen Abend bewarb ich mich schließlich via Email beim deutschen Herzzentrum in München als Chefarzt der Neurologie, beim Stern in Stuttgart als Chefredakteur und bei der Softwarefirma, die Lohn- und Gehalt sowieso Personaleinsatzplanung in meinem Ex-Krankenhaus machte, als Geschäftsführer. Das Herzzentrum bot mir schließlich ein Vorstellungsgespräch als Krankenpfleger an, der Stern stellte nach persönlicher Vorstellung ein Volontariat in Aussicht. Die Softwarefirma fragte schlicht, ob ich am nächsten Sonntagmorgen zu einem Vorstellungsgespräch bereit sei. Das gefiel mir, da fuhr ich hin. Nach einem Nachtdienst in Koblenz bis 06:30 h eilte ich nach Neuss und wurde fragentechnisch fürchterlich auf die Probe gestellt. Ich hatte absolut null Ahnung von professioneller Datenverarbeitung, Projektmanagement, Kundenbetreuuung oder sonst einem sinnvollen Einsatzgebiet. Zudem konnte ich mir partout den Namen des Geschäftsführers nicht merken.</p>
<p>Nichts desto trotz bat man mich kurz darauf, erneut zu erscheinen. Diesmals war ich vorbereitet und konnte punkten. Arbeitsbeginn als Kundenbetreuer zum nächsten Ersten.</p>
<p>Der Anfang war mehr als hart. Man setzte mich als verantwortlichen Kundenbetreuer für die Bereiche Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung ein, zur Einarbeitung wurde ich zehn Tage neben einen Entwickler gesetzt, der nicht mit mir redete, mich anderen gegenüber jedoch als seinen Hund vorstellte. Für die Woche über hatte ich in Düsseldorf ein kleines Einzimmerappartement, in dem zuvor ein Junkie gehaust hatte, so dass ich im Schnitt meine 18 Stunden am Tag arbeitete und lernte.</p>
<p>Nach 10 Tagen stellte man mir eine Schubkarre mit Rechnerteilen hin und meinte, dies sei mein Arbeitsplatzrechner. Ich bastelte eine Weile und übernahm dann, völlig ahnungslos, den Support von rund 30 Kunden, die allesamt wegen eines grottenschlechten Programms und bis dato null Service mehr als entnervt waren&#8230;</p>
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		<title>Die Feigheit des Schmarotzertums</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 09:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manch Mensch verbringt sein Sein im schattenspendenden Baume jener, die im den Weg bereiten. Ein gar gemütliches Dasein, fernab von Verantwortung, Risiko und Tatendrang. Eben jener tut sich auch besonders leicht darin, ebene jene zu verurteilen, in deren Schatten er sich ausruht. 
In Unkenntnis der Beweggründe des Handels unbekannter Dritter diese zu verurteilen ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manch Mensch verbringt sein Sein im schattenspendenden Baume jener, die im den Weg bereiten. Ein gar gemütliches Dasein, fernab von Verantwortung, Risiko und Tatendrang. Eben jener tut sich auch besonders leicht darin, ebene jene zu verurteilen, in deren Schatten er sich ausruht. </strong></p>
<p>In Unkenntnis der Beweggründe des Handels unbekannter Dritter diese zu verurteilen ist eine weit verbreitete Sitte im Schmarotzertum. Was ist einfacher, als sich anhand rudimentären Halbwissens eine radikale Meinung zu bilden und diese, einem aufgescheuchten Mob gleich, in die Weltgeschichte zu posaunen? Einfacher wäre einzig, die Fresse zu halten. Sich der eigenen Unkenntnis bewusst zu sein ist jedoch eine Voraussetzung hierfür, die bedauerlicherweise nur wenige aufzubringen vermögen.</p>
<p>Der Mensch an sich muss nicht schlecht sein, um als Arschloch durchzugehen. In aller Regel genügt eine gesunde Diskrepanz zwischen der Selbst- und Außenwahrnehmung. Wer eigene Defizite geschickt zu verdrängen weiss, aber mit Argusaugen jeden Schritt seiner Mitmenschen lauernd glaubt verfolgen zu müssen, hat dies sicherlich bereits vollbracht. In meinem persönlichen Wertesystem bedarf es zu einer berechtigten Kritik im ersten Schritte Sachkenntnis, um diese Kritik jedoch auch noch moralisch zu rechtfertigen, zusätzlich die Bereitschaft, selbst zu einer Verbesserung beizutragen. Fehlt Letztere, reiht sich der Kritiker doch nur als weiterer, jammernd duldender Parasit nahtlos in die Reihen des gewollt hilflosen Bequemlichkeitspöbels ein.</p>
<p>Es ist ein Unterschied, ob man von einem sozialen System ausschließlich nutznießt, oder durch Eigenaktivität gezielt zu seinem Erhalt beiträgt. Allermeist sind es jedoch die Nutznießer, die sich allein in diskonstruktiver Marnier über Entscheidungen echovieren, denen sie selbst sich niemals zu stellen bereit wären.</p>
<p>Mitunter kotzt mich eine derartige Einstellung im armdicken Strahl an. Mitunter ist sie auch geeignet, das Bild eines Menschen ins negative Gegenteil zu verkehren.</p>
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		<title>Kleingeistterroristen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 16:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dumm&Dümmer]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die wahre Gefahr für die Menschheit geht nicht von einzelnen Terroristen aus, die fundamentalistisch verklärt &#8220;Recht&#8221; sprechen, indem sie marginale Personenanzahlen terminieren, auch die Umweltverschmutzung wird uns nicht zu vernichten vermögen. Kein Krieg, keine Krankheit, kein menschenfeindliches Kontrollzwangregime.
Die Dummheit ist es, die uns final auslöschen wird. Die Dank neuer Medien immer schneller, immer weiter um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-109" title="idiot" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/02/idiot-234x300.jpg" alt="idiot" width="234" height="300" /></p>
<p><strong>Die wahre Gefahr für die Menschheit geht nicht von einzelnen Terroristen aus, die fundamentalistisch verklärt &#8220;Recht&#8221; sprechen, indem sie marginale Personenanzahlen terminieren, auch die Umweltverschmutzung wird uns nicht zu vernichten vermögen. Kein Krieg, keine Krankheit, kein menschenfeindliches Kontrollzwangregime.</strong></p>
<p>Die Dummheit ist es, die uns final auslöschen wird. Die Dank neuer Medien immer schneller, immer weiter um sich greifende, erbärmliche Verblödung. Mir kann doch niemand mehr erzählen, das die nicht progredient verläuft. Noch vor zehn Jahren musste ich mich deutlich weniger über die Blödkörper in meinem Umfeld aufregen, obwohl mein Umfeld deutlich größer, meine Toleranzschwelle deutlich niedriger und mein Intellekt von diversen Exzessen deutlich weniger in Mitleidenschaft gezogen war, als dies heute der Fall ist. Es ist einfach so: Es wütet eine Seuche namens Verblödung in unseren Reihen, die miunter selbst Individuuen befällt, die früher einmal ein funktionierendes Gehirn besaßen.</p>
<p>Immer mehr Mitmenschen erscheinen mir im privaten, wie beruflichen Umfeld schon mit Ende vierzig, Anfang fünfzig der geriatrischen Demenz anheim zu fallen. Das ist zu früh!</p>
<p><span id="more-107"></span></p>
<p><strong>Hat das Fernsehen schuld?</strong></p>
<p>Mehr und mehr Menschen verbringen ihre Freizeit nach einem anspruchslosen Hamsterradjob vor der Glotze. &#8220;Berieseln lassen&#8221;. Doch vorsicht, leicht <em>rieselt</em> auch Sand ins Getriebe! Selbst die zwangssubentionierten öffentlich/rechtlichen Rundfunkverbrecher sind zwischenzeitlich auf den &#8220;Leichtkost fürs Gehirn&#8221; &#8211; Zug aufgesprungen und haben jedweden Anspruch verloren. Eine Unterscheidung zu den privaten Verdummungsanstalten ist oft nur noch am Umfang der Werbeeinblendungen zu treffen, die meist noch die Höhepunkte des Programms ausmachen.</p>
<p>Hat schon mal jemand den Gesichtsausdruck eines durchnittlichen, pubertierenden Gymnasialschülers bei der Bestrahlung mit Unterschichtenbildungsfernsehen beobachtet? Da wird es einem Angst und Bange! Die glotzen derart scheissdämlich paralysiert auf den Bildschirm, während man Ihnen bei &#8220;Alltag in Deutschland&#8221; (oder wo auch immer) beibringt, wie man sich aus einem alten TV-Karton ein winterfestes Schlaflager unter der Brücke klöppelt, dass man spontan die teuer erworbenen Schulbücher nehmen und im Kamin wenigstens einer sinnvollen Umwandlung in Heizwert zuführen möchte. Nunja, die Geschichte mit dem Karton werden sie noch zu verwenden wissen&#8230;</p>
<p>Oft genug komme ich mir vor wie im Film <a title="Idiocrazy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Idiocracy" target="_blank">Idiocrazy</a>, wenn ich einem Informatikabsolventen Grundlagen der Datenbanknormalisierung geradewegs einprügeln muss, da er mir ansonsten Tabellen breit wie Berufskiffer baut.</p>
<p>Nein, ich glaube dennoch nicht, dass das Hirntod-TV die Ursache ist. Es ist vielmehr ein Symptom. Das Symptom einer im Überfluss eingehenden Wohlstandsgesellschaft.</p>
<p><strong>Das Leben ist zu bequem geworden.</strong></p>
<p>Für Haus, Auto und Fernreisen reicht schon ein stupider Job am Fließband, wer will da noch nachdenken? Zudem macht Nachdenken Angst. Angst vor der Zukunft. Denn es gibt nur eine logische Konsequenz des Raubbaus einer Überflusszivilisation ohne Denkmotivation, und die führt ganz klar <em>den Bach hinunter</em>.</p>
<p>Wir gehen ein, aber wir wollen nicht daran denken. Wir lenken uns mit Dummheiten ab, verleugnen Probleme und verstecken uns hinter der schalldichten Wand des allgegenwärtigen Deppentheaters. Die Wenigen, die noch den Mut besitzen nachzudenken, werden meist von ebendiesem verlassen, wenn es um Reproduktion gehen soll.</p>
<p>Dafür poppen die Blöden wie die ebensolchen. Denn Ficken macht Spaß und man muss nicht nachdenken dabei. Nicht mal über Verhütung.</p>
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		<item>
		<title>Retro &#8211; Spectat 2008</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/01/retro-spectat-2008/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 05:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[2008]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Rückblick 2008 Umzug Auswanderung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="aligncenter size-medium wp-image-65" title="changes" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/01/changes-300x236.png" alt="changes" width="300" height="236" />Jahresrückblicke sind derweil allgegenwärtig und mir schon von daher unsympathisch. Mein persönliches Jahr 2008 war jedoch derart bewegt und von tiefschürfenden Änderungen geprägt, dass ich fast selbst befürchte, beizeiten den Überblick zu verlieren.</strong></p>
<p>Wow. Es ist eine Menge geschehen. Das meiste davon wird signifikante Auswirkungen auf den Rest meines Lebens haben. Um ein Fazit jedoch gleich vorwegzunehmen: Es waren fast ausschließlich positive Änderungen. Kräftezehrend, aber überaus positiv.</p>
<p><span id="more-62"></span></p>
<p>Nachdem ein Zerwürfnis mit meinem damaligen Arbeitgeber mir bereits im Septempber 2007 die dortige Weiterbeschäftigung unmöglich gemacht hatte, verbrachte ich die ersten beiden Januarwochen als die letzten eines fast fünfmonatigen Experiments beruflicher Selbstständigkeit, dass jedoch im Wesentlichen an der praktisch nicht mehr existenten Zahlungsmoral deutscher Mittelstandsbetriebe und Behörden gescheitert war. Es ist auf Dauer einfach nicht leistbar, 14 bis 18 Stunden am Tag in Projekte zu investieren, die trotzt fristgerechter Lieferung nicht entlohnt werden.</p>
<p>Den Neujahrstag und die erste Januarwoche verbrachte ich bei der Perle in Österreich, mich noch wie im Urlaub fühlend, nicht ahnend, wie bald und wie dauerhaft ich zurückkehren würde. Die zweite Januarwoche stand ganz im Zeichen der mentalen und intellektuellen Vorbereitung auf den neuen Job, den ich am 15.01.2008 im Ruhrgebiet antrat. Zwar handelte es sich wieder um eine Tätigkeit als .NET &#8211; Entwickler, doch technisch deutlich anspruchsvoller als zuvor.</p>
<p>Bis Mitte Februar fuhr ich also jeden Tag von Düsseldorf nach hinter Dortmund, dabei den armen Hund oft 12 Stunden alleinelassend, mit entsprechend schlechtem Gewissen und auf dringlichster Wohnungssuche. Schon zum 15.02.2008 begann ich meinen Umzug in ein zweieinhalb tausend Seelenkaff am Rande des Sauerlandes. Wie immer alleine und neben einem zeitlich sehr aufwändigen Job. Schon während der Renovierung meiner wunderhübschen Dachgeschosswohnung in einem alten Bauernhaus am Ackerrand mit Ruhrnähe schlief ich die meiste Zeit dort auf einer Luftmatratze, da mir die Fahrerei zu viel Zeit wegfrass. Ich lernte zu Tapezieren, meine illustren Hausmitbewohner kennen und wie man mit 3 bis 4 Stunden Schlaf pro Nacht mehr schlecht als recht überlebt. Erst Ende März hatte ich die letzte Fuhre aus Düsseldorf mittels Minivan transportiert und meine alte City-Wohnung im Streit an meine frühere Vermieterin übergeben. Diese war der Ansicht, eine Endrenovierung schlösse auch die Neuverfliesung eines Bads und die Erneuerung sämtlicher Bodenbeläge mit ein, mein Angebot, doch einmal gustatorisch Bekanntschaft mit meinem haarigen Arsch zu machen, lehnte sie jedoch überraschend ab.</p>
<p>Mein neues Domizil lag nur zwei Kilometer von meinem neuen Arbeitsplatz, der mich trotz technischen Anspruchs aufgrund verschrobenster Kollegen und eines stocksteifen, schwerstspießigen Betriebsklimas in höchstem Maße frustrierte. Nebst mir wohnte die verbittert-aggressive Vermieterwitwe, die mir jedoch schon bald aus der Hand fraß, ihr geistig sicher nicht überbelichteter Sohn mit unbrechbarem Rede- und Geltungsdrang, seine psychotische Freundin, deren Kuckuckskind, eine spleenigen und zu Depressionen neigende Kioksbetreiberin aus Dortmund und deren dem Alkohol lauthals zusprechenden Lebensabschnittspartner unter dem gleichen, baufälligen Dach. Die Abende verbrachte ich bier- und schnappstrinkend im unfreiwilligen Belauschen dörflich-proletenhafter Streitigkeiten, in langen Telefonaten mit der Perle und mit dem dauerschwadronierenden Sohn der Hausherrin, oder aber der hysterisch heulenden Kioskdame auf meiner Couch. An den Wochenenden, wenn nicht perlenbesucht, vereinsamte ich zusehends, mein Umfeld vermochte mich keineswegs zu stimulieren, so wie mich der Job praktisch nicht motivieren konnte.</p>
<p>Bei einem Besuch in Österreich Ende Mai eröffnete sich plötzlich eine ungeahnte Alternative: Eine Freundin der Perle hatte hier ein verhältnismäßig ansprechendes Jobangebot für mich, ein eilends an einem Samstagnachmittag abgehaltenes Vorstellungsgespräch verwandelte dies in eine feste, arbeitgeberseitige Zusage. Als abzusehen war, dass ein für den aktuellen Arbeitgeber lebenswichtiges Projekt zu scheitern drohte, war die Entscheidung pro Auswanderung bereits getroffen, zumal die Fernbeziehung und die damit verbundenen Reieseaktionen (vor allem für die Perle) uns bereits mürbe zu machen begannen.</p>
<p>In einer eiligen Aktion unterschrieb ich also einen Arbeitsvertrag, kündigte sämtliche Verbindlichkeiten in Deutschland, schleppte all mein Hab und Gut temporär in eine Garage und machte mich Ende Juni mit nur dem Notwendigsten und dem Hund im Minivan auf den Weg gen Südosten. Bis Köln sollte ich kommen, dort blieb ich mit einem Motorschaden auf der Autobahn liegen. Der freundliche und absolut empfehlenswerte ADAC rettete mich aber aus meiner Notlage, schleppte mein Auto zurück nach Menden und stellte mir einen Mietvan zur Verfügung. Nach dem Umladen begann ich also, mit sechs Stunden Verspätung, meinen Umzug erneut.</p>
<p>Meine restliche Habe, die dem Sperrmüll entgangen war, holten die Perle und ich Ende Juli in einer abenteuerlichen Aktion mit einem mehr als klapprigen Malerfahrzeug, mein zwischenzeitlich mit einem Austauschmotor versehener Minivan folgte im Oktober.</p>
<p>In Österreich angekommen, zog ich ohne Umwege gleich mit Perle und Anhang in die kleine 3 ZKB Wohnung, gegenüber deren Lage die 5th Avenue wie ein lauschiges Dorfsträßchen anmuten muss. Lärm und Hektik allerorten, doch Rettung naht in Form eines für 2009 geplanten Hausbaus. Die meiste Zeit verbinge ich sowieso in einem Job, der sich deutlich langweiliger, wenn auch fordernder gestaltet, als gedacht. Zum 2. Mal in einem Jahr musste ich alles neu lernen, nur um nach drei Monaten in ein komplett neues Tätigkeitsfeld zu wechseln, dessen Einarbeitungsphase noch immer anhält. Microsoftsches Mausgeschubse ist mein Geschäft, es quält, doch es ernährt mich.</p>
<p>Seit Anfang November erwarten wir nunmehr ein Kind, was wir seit Ende November gesichert wissen. Damit sind die Karten auf unglaublich ergreifende Weise neu gemischt, Bedeutungshierarchien zerschmettert und der Fokus ganz neu justiert. Passenderweise habe ich, ebenfalls im November, in Unkenntnis auch endlich meine seit fünf Jahren fällige Scheidung in die Wege geleitet.</p>
<p>Experimente, Riskiken und halsbrecherische Spontanaktionen sind bis auf weiteres gestrichen, der böse Onkel wird nun braver, treusorgender, zuverlässiger Familienvater. Und er lernt, seine pathologischen Ruhe- und Rückzugsbedürfnisse zu ignorieren und muss bald auch seinen sich immer wieder verbal entladenden Jähzorn unter Kontrolle bekommen.</p>
<p>In 2008 habe ich vermutlich so wenig gesoffen und gefeiert, wie seit vielen Jahren nicht mehr, obwohl sich das Jahr ersteinmal heftig angelassen hatte. Zwischenzeitlich bin ich froh, wenn ich es nach drei oder vier Bier noch bis ins Bett schaffe und nicht ohnmächtig am Rechner zusammenbreche. Aber das ist gut so. Sagt meine Leber und meine neu erwachte Vernunft.</p>
<p>Viele Opfer foderte das letzte Jahr: Mit einigen Menschen habe ich für immer gebrochen, vier von fünf Webprojekten aufgegeben und nur zwei Neue gestartet. Meine &#8220;Heimat&#8221; endgültig verlassen und alle Brücken hinter mir eingerissen.</p>
<p>Alles in allem plane ich, diesen Weg in 2009 konsequent weiterzugehen: Nutzlosen Ballast abwerfen, keinen neuen mehr aufnehmen. Konzentration auf wenige, mir wichtige Dinge, die Zerstreutheit meiner Interessen bewusst kontrollierend. Raum und Zeit schaffen für Familie, Geld scheffeln und mich endlich ernsthaft diesem Blog widmen. Ein Hobby braucht schließlich der Mann. Und ein Sprachrohr brauche ich.</p>
<p>Frohes Neues!</p>
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