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	<title>schwarzsicht &#187; Proleten</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Untergang der Meinungsfreiheit &#8211; Wieso sich der Prolet selbst kastriert</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 10:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Die Freiheit der persönlichen Meinung und das Recht, diese öffentlich kund zu tun, ist mit Sicherheit eine der größten Errungenschaften im zivilisatorischen Prozess. Sie ist noch lange nicht in jedem Staat garantiert, zählt zu den wertvollsten Privilegien der westlichen Zivilisation, ist Kriegsttreibern und Demokratiefeinden ein Dorn im Auge und sichert damit in einem sozialen System [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-130" title="imprisoned_speech" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/02/imprisoned_speech-300x279.jpg" alt="imprisoned_speech" width="300" height="279" /></p>
<p><strong>Die Freiheit der persönlichen Meinung und das Recht, diese öffentlich kund zu tun, ist mit Sicherheit eine der größten Errungenschaften im zivilisatorischen Prozess. Sie ist noch lange nicht in jedem Staat garantiert, zählt zu den wertvollsten Privilegien der westlichen Zivilisation, ist Kriegsttreibern und Demokratiefeinden ein Dorn im Auge und sichert damit in einem sozialen System Frieden, Menschenrechte und individuelles Glück.</strong></p>
<p>Und doch tritt sie der denkscheue Bildungspöbel mit ungewaschenen, aber stahlkappenbestiefelten Faschistenstiefeln.</p>
<p>In Zeiten, in denen die persönlichen Freiheitsrechte aus kapitalpressenden Motiven regierungsseitig immer weiter beschnitten werden, in denen mediale Zensur auch in Mitteleuropa wieder ein Thema ist, wo Telefongespräche ohne dringenden Verdacht einer gravierenden Straftat mitgeschnitten und ausgewertet werden, wo private Emails der Belustigung observierender Beamter dienen, in eben diesen Zeiten rafft sich der dummgesoffene Abschaum auf und schreit nach Zensur, wenn eine Meinung nicht die seine ist, oder von seinem persönlichen Geschmack differiert.</p>
<p>Wie geistlos muss ein Mensch eigentlich sein, selbst die Abschaffung seiner Freiheitsrechte zu fordern, nur weil er nicht begreift, das er selbst nur für sich als Individuum sprechen kann und Beschneidungen, die er für die Rechte anderer verlangt, auch die Seinigen mindern werden?</p>
<p>Wie unerhört retardiert ist eine Person, die, nachdem sie  seitens des Staates darüber aufgeklärt wurde, dass man sich an die geltende Meinungsfreiheit halten werde und nicht bereit sei, mediale Inhalte zu verbieten, weil einzelne Interessensgemeinschaften diese als anstössig empfinden, den sagenhaften Schritt wagt, sich selbst zu kriminalisieren, indem sie Verbrechen begehet und mittels fehlgeleiteter Selbstjustiz eigenmächtig Zensur betreibt?<span id="more-129"></span>Zu abstrakt? Konstruieren wir ein Beispiel:</p>
<p>Angenommen, es existierten Menschen, die sich gefährliche Maschinen als Lebensgefährten betrieben. Diese Maschinen kämen immer wieder dadurch ins Gespräch, dass sie häufiger Menschen ohne nachvollziehbare Ursache verletzten, sofern sie unsachgemäß gesichert waren, und das sie ihr Öl auf öffentlichen Wegen, in Parks und auf Privatgrundstücken verteilten, sofern die verantwortlichen Menschen dieses nicht entfernten. Da immer wieder Menschen verletzt würden und immer wieder herumliegendes Öl aufgefunden würde, wäre schnell klar, das nicht alle Besitzer dieser Maschinen verantwortungsbewusst mit ihrem Hobby umgingen.</p>
<p>Gesetzt den Fall, es gäbe nun schwarzhumorige Menschen, die aus diesen Umständen eine bösartige und völlig überspitzte Satire erschüfen: Man verallgemeinert die verantwortliche Insuffizienz der Einzelfälle auf alle Maschinenbesitzer, ausgehend von der Vermutung, das sich die Maschinenbesitzer selbst als Personengruppe empfinden, skizzierte man nun ein abstossendes Bild dieser tatsächlich nicht existierenden Gruppierung und verleumdete diese aufs Übelste und rufe öffentlich zum Zerstören der Maschinen und dem Verbot des Besitzes auf. Der Witz an der Sache wäre schließlich, dass man sich dieser nicht existierenden Gruppierung gegenüber volksverhetzender Methoden befleissigte, obwohl die nicht existierende Gruppe gar nicht Ziel einer Volksverhetzung sein kann, da sie ja erstens so nicht existiert und zweitens keine völkische Gemeinschaft oder ethnische Gruppierung darzustellen vermag.</p>
<p>Der Mindestbegabte erkennt hier bereits eine Vielzahl an offensichtlichen Widersprüchlichkeiten, die die intensionierte Satire klar als solche kennzeichnen sollten. Um es aber auch den geistig Schwächeren leicht zu machen, verbreite man völlig an den Haaren herbeigezogene Nachrichten von illegalen, hahnebüschenen Aktionen und stelle diese als heldenhafte Taten gegen die Maschinenbesitzer und ihre die Allgemeinheit belästigenden Maschinen dar.</p>
<p>Wer jetzt so dumm ist, all diesen Unsinn für bare Münze zu nehmen, sich als &#8220;volksverhetzt&#8221; zu betrachten, ja dem sei mein grossmütiges Mitleid sicher. Aber dann soll er/sie/es doch bitte seinem Hirne angemessene Brötchen backen und sich still und leise verhalten. Das Problem mit der Dummheit ist nun aber, dass sie ja jedem bewusst ist, nur nicht dem Betroffenen selbst.</p>
<p>Dieser wird sich also mit geistig ähnlich behinderten Vollpfosten zusammenschließen und genau das tun, was der satirische Mensch mit seiner Aktion bezweckt: Er wird nach einem Verbot dieser speziellen Meinungsäußerung rufen und damit die individuelle Freiheit für ein persönliches Missempfinden zu opfern bereit sein. Genau dieses Verhalten will nun aber der Satiriker vorführen, die dumpfe Masse zum Denken anregen, so seinen Teil zu einer besseren, freieren Welt beitragen. Also gibt er offen zu, satirisch überspitzt formuliert zu haben um bewusst zu provozieren, er legt sogar seine Motive vollumfänglich offen.</p>
<p>30 % des eben noch tobenden Mobs geht nunmehr ein Licht auf, es wird sich an die Stirn geklatscht, verhalten gelächelt und sich zu Recht geschämt. Nur jämmerlichen 30 % .</p>
<p>Die restlichen 70 % sind noch zu vernagelt, auch dies nur ansatzweise zu begreifen, verlieren sich in an Brutalität kaum zu überbietenden Morddrohungen, belästigen unsere Justiz mit durch die Algemeinheit zu finanzierenden, sinn- und substanzlosen Prozessen und werden kriminell, in dem sie russischen Scriptkiddies ein paar erschnorrte Taler dafür geben, dass diese ihre Botnetze auf die Webseiten der Satiriker hetzten und diese dann unter den diversen dDOS-Attacken zusammenbrechen.</p>
<p>Letztlich schadet sich jeder, der die Meinungsfreiheit angreift, untergräbt, oder unter persönliche Regeln zu stellen versucht, selbst. Wenn schon das Volk die elementarsten Rechte einer Demokratie aus niederen, strunzendummen Gründen mit Füssen tritt, welchen Grund sollte eine Regierung auf Dauer haben, an diesen festzuhalten? Meinungsdiktion wäre um so Vieles einfacher&#8230;</p>
<p>Wer Sachverhalte nicht begreift, aber dennoch dagegen ankämpft, wer eine abweichende Meinung nicht zu tolerieren bereit ist, wer die Augen vehement vor der Wahrheit verschließt, weil er nicht sehen will, was ihn weniger hassen ließe, wem der Haß als einziger Antrieb dient, der hat sich wahrlich selbst die Eier abgeschnitten.</p>
<p><em>Saublödes, bedauernswertes, brothohles Proletenpack. Ihr seid zwar viele, aber da ist nichts, was ihr gewinnen könntet.</em></p>
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