Das Prinzip Volksverarsche (Teil I)
am 22. Januar 2010 unter Foo abgelegt
Die Erkenntnis, das ein Volk geradewegs verarscht werden muss, stammt nicht originär von Politikern, denen man nur zu gerne die Schuld für alles Schlechte zuschiebt, nein, diese Erkenntnis ist bedeutend älter und eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und den Wirtschaftsinteressen einzelner, weniger humanistisch ausgelegter Persönlichkeiten.
Doch man beginne am Anfang.Wir, die "Mitglieder einer modernen Zivilisation" klopfen uns gegenseitig die Schultern blau, ob der Überwindung der Sklaverei, der Befreiung von der Lehensknechtschaft und unserer "aufgeklärten", "humanen" Umgangsformen untereinander. Nur zu gerne lassen wir dabei die Realität aus dem Sinn, denn frei sind wir alle nicht, die wir nicht freier Unternehmer sind und selbst zu Knechten in der Lage.
Existenzängste begründen sich in westlichen Zivilisationen heutiger Tage nicht mehr auf den Verlust des Lebens selbst, sondern auf die Einbuße von Lebensqualität. Mach einer ist eher bereit zu sterben, als in Armut leben zu müssen. Wir werden nicht mehr von Diktatoren unterdrückt, die uns androhen uns zu ermorden, unsere Unterdrückung geht einzig vom Kapital aus. Unsere "Strafe" für zivilen Ungehorsam ist nicht Folter im physischen Sinne, uns nimmt man einfach den Flachbildfernseher, den C-Klasse Mercedes und den Rinderbraten am Wochenende.
So kommt es dann auch, dass die offiziellen Führer unserer Gesellschaft zu Marionetten verkommen sind, ihre Menschlichkeit sich einzig dem Kapital unterordnet und eben die Lenker und Leiter der Geldflüsse über die Schicksale des Pöbels bestimmen.
Das Prinzip ist sehr einfach: Wer bereits über Mittel verfügt, vermag diese zu ihrer Mehrung einzusetzen. Wer nicht, nicht.
Wir unterscheiden dabei zwischenzeitlich eine Vier-Klassengesellschaft: