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	<title>schwarzsicht &#187; Nostalgie</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Der Hände Arbeit &#8211; Ein Auto als Hobby</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken. Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-516" title="mercedess210front200710" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/11/mercedess210front200710-300x154.jpg" alt="mercedess210front200710" width="300" height="154" /></p>
<p><strong>Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken.</strong></p>
<p>Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie und so) geworden. Steinalt und rostbröselig.</p>
<p>Kurzer Überblick über die bisherigen Mängel:</p>
<p><span id="more-511"></span></p>
<p>-<strong> Kotflügel vorne rechts</strong> vor der Tür komplett durch (10 mal 10 Zentimeter grosses Loch), unter den Scheinwerfern Rostblasen, aber noch intakte Lackierung.</p>
<p>- <strong>Klimaanlage und Park-Distance-Control:</strong> Bereits am ersten Tag fiel signifikant auf, das beide ihr Werk nicht verrichten. Die PDC spinnt schlicht und pfeifft unkontrolliert und irr, ob da nun ein Hindernis ist, oder auch nicht. Bei der Klimaautomatik ließ sich die MB-typische &#8220;EC&#8221; &#8211; Leuchte für den Restwärme-/Kältesparmodus nicht deaktivieren. Somit auch keine Kühlfunktion, logisch. Laut kurzem Check bei ATU war der Anlagenfüllstand ok, es wurde auf das Steuergerät getippt.</p>
<p>Beide Mängel habe ich beim Verkäufer reklamiert und wurde, wen wunderts, an Mercedes verwiesen. Ich möge mir eine Fachwerkstatt suchen, denn man habe bei Renault nicht die benötigten Mess- und Kontrollgeräte, die Kosten für eine Reparatur übernähme man dann nach Rücksprache. Gesagt, getan. Mercedes diagnostizierte eine leere Klimaanalage, befüllte diese und stellte abschließend fest, der Klimalüfter samt Regelung und drei der vier PDC-Sensoren seien defekt. Wurde neu bestellt, Ersatzteile habe ich bereits (1800 Euro, aber nicht von mir), einbauen möchte Renault die selbst, Termin steht noch aus.</p>
<p>- <strong>Auspuff</strong> hing hinten rechts plötzlich runter. Zudem hatte ich massive Windzappelgeräusche. Das die vom flatternden Gummihalteband der vom Rost abgerissenen Endtopfaufhängung stammen, ja, darauf muss man auch erst mal kommen. MB hat mir den Pott beim Diagnosetermin kulanterweise ordentlich festgeschweisst.</p>
<p>- <strong>Stossfänger hinten</strong>. Die Perle ist im Dunkeln aus Versehen rückwärts leicht gegen den Hang gefahren. Das kann passieren und stellt üblicherweise kein Problem dar. Ist der Innenkotflügel jedoch derart durchgerostet, das beim leisesten Hauch gleich die Aufhängung für den Stossfänger komplett herausbröselt, sieht das schon ziemlich bescheuert aus. Renault hat mir den Stossfänger dann andernorts mit einer Karosserieschraube notdürftig befestigt, aber so kann das natürlich nicht bleiben. Für mich ein weiterer Gewährleistungsfall, wie Renault das abschließend beurteilt, steht noch aus.</p>
<p>- Arschbacken (hintere Innenkotflügel, innen) komplett durchgerostet, weiträumige Öffnung in den Innenraum. Da kommen natürlich, besonders im Stand oder Rückwärtsfahrt, ordentliche Rauchschwaden nach innen, bei einem alten 3 Liter Diesel. Das habe ich so allerdings gekauft, das ist leider kein Gewährleitungsfall. Stinkt aber.</p>
<p>- <strong>Radioverkabelung ausser Funktion</strong>. Radio rein, ISO-Stecker angeschlossen, Antenne verkabelt: Radio hat Strom, gibt aber keinen Mucks von sich. Auch so gekauft, selbst schuld.</p>
<p>- <strong>Automatikgetriebe schleif</strong>t. Er schaltet eigentlich sauber und immer dann, wann man es braucht, nur zwischen dem 2. und 3. Gang rutscht er fatal, sprich, dreht einmalig richtig hoch, bis er den Gang einlegt. Laut MB ein Verschleissanzeichen. Ich hoffe, das die Automatik noch im Rahmen der Gewährleistung komplett verreckt, ein neues Getriebe kommt locker auf 3 Scheine.</p>
<p>Gestern und heute habe ich mir den Bock dann mal vorgenommen. Als erstes wurde das Loch im vorderen Kotflügel komplett sauber ausgeschnitten (mit dem Dremel, ein Wunderwerkzeug!), grossflächig ausgeschliffen, mit Fertan (Rostumwandler) intensiv behandelt, anschließend Rostschutzbehandlung. In Ermangelung eines Schweissgerätes habe ich Kunststoffscheiben zur Hinterfüllung mittels Pattex-Klebeknete reingeklebt und dann grosszügig mit Alu-Spachtel aus- und aufgefüllt. Schließlich geschliffen (eine Wahnsinnsarbeit, wenn man es ordentlich macht), grundiert, wieder geschliffen und in drei Schichten mit Orginallack aus der Dose besprüht. Bereits vor dem Polieren sieht das aus, wie in der Werkstatt gemacht. Ich bin gutgehend verwundert über die Qualität meiner Arbeit, schließlich hatte ich mir derartigen Tätigkeiten bislang nichts am nicht vorhandenen Hut.</p>
<p>Heute habe ich dann sämtliche Kabelbäume freigelegt, die Türverkleidungen demontiert, Lautsprecher überprüft (mit ner kleinen Batterie kurzgeschlossen, wenns brummt, ist alles ok &#8211; Tip aus dem Internetz), zwei Kurzschlüsse aufgefunden und beseitigt, ein neues Radio eingebaut&#8230; Und siehe da: Sound! Und tatsächlich nicht mal schlecht! Das neue Radio versteht sich auch via Bluetooth und/oder wahlweise Kabel mit meinem iPhone, spielt dessen Musik und fungiert als Freisprechanalage. Grossartig, so wollte ich das schon immer.</p>
<p>Letztlich habe ich noch die drei Löcher (eines wurde noch zusätzlich aufgefunden) in den Arschbacken grosszügig mit dem Dremel ausgeschnitten, abgeschliffen, die kompletten Arschbackeninnenräume mit Fertan und schließlich Rostschutzgrundierung ausgekleistert und abschließend dreilagig Glasfasermatten mit Epoxydharz und Härter zur Abdichtung angebracht.</p>
<p>Das Ende vom Lied: Alle dramatischen Rostlöcher sind beseitigt, das Teil spielt Musik, telefoniert und fühlt sich gleich viel besser an. Ich bin sozusagen rechtzeitig vor der grossen Fahrt mit allem dringlichen fertig geworden.</p>
<p>Für die in zwei Tagen erledigten Arbeiten hätte ich bei ATU rund 2000 Euro bezahlt. Hatte ich zum Spass mal schätzen lassen.</p>
<p><strong>FAZIT</strong>: Auch heute noch lässt sich, sogar als Laie, richtig Geld sparen, wenn man sich nur mal traut, Werkzeug in die Hand zu nehmen und ein bisschen Freizeit zu opfern bereit ist.</p>
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		<title>Nostalgie: Eine Dekade mobile Computing</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/10/nostalgie-eine-dekade-mobile-computing/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 15:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dem nerdigen Geek sein Steckenpferd sind und blieben die mobilen Gadgets. Ich habe mich mit zahlreichsten Exemplaren nutzloser bis blödsinniger Spielzeuge beschäftigt, über die Jahre, hier meine ganz persönliche (und zum größten Teil nicht mehr existente) Sammlung. Im Folgenden werden nur die Geräte aufgeführt, die in irgendeinerweise für mich hervorstachen, an die ich mich noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dem nerdigen Geek sein Steckenpferd sind und blieben die mobilen Gadgets. Ich habe mich mit zahlreichsten Exemplaren nutzloser bis blödsinniger Spielzeuge beschäftigt, über die Jahre, hier meine ganz persönliche (und zum größten Teil nicht mehr existente) Sammlung.</strong></p>
<p>Im Folgenden werden nur die Geräte aufgeführt, die in irgendeinerweise für mich hervorstachen, an die ich mich noch lebhaft erinnere. Ich habe teure Stunden meiner Lebenszeit damit zugebracht, auf entsprechende Bestellungen zu warten und bin dabei um Jahrzehnte gealtert, vor Stress. Von den Ausgaben für das ganze Spielzeug hätte man vermutlich ein Eigenheim kaufen können. Aber das hat ja auch so geklappt.</p>
<p><strong>1994: Mein allererstes Handy: <em>Das Motorola MicroTac  7500</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-481" title="motorola_7500_2" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/motorola_7500_2-300x184.jpg" alt="motorola_7500_2" width="300" height="184" /><br />
</em></strong></p>
<p>Ein wunderschönes Gerät, steinschwer, von gigantischen Ausmaßen, 2 Stunden Sprechzeit, 50 Stunden Standby. Oder so. Die Antenne musste noch manuell ausgezogen werden, SMS gab es damals in Deutschland noch nicht, bzw. wusste niemand davon. Ich war der absolut allererste, der in meinem gesamten Bekanntenkreis ein mobiles Telefon besaß und die Gebühren waren noch derart hoch, das ich es, soweit ich mich erinnere, niemals benutzt habe. Als ich einst jedoch von einer sehr haftenden kasachischen Verehrerin massiv telefonisch belästigt wurde, schmiss ich das gute Stück kurzerhand in den alten Vater Rhein und zahlte die restlichen anderthalb Jahre für nichts meine Telekom-Vertragsgebühren.</p>
<p><span id="more-478"></span></p>
<p><strong>1999: Mein zweites Handy: D<em>as Nokia 5110</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-483" title="nokia_5110" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/nokia_5110-300x222.gif" alt="nokia_5110" width="300" height="222" /><br />
</em></strong></p>
<p>Beruflich inzwischen gesattelt und weit weg von zuhaus, musste erneut ein Handy her und diesmal ernsthaft. Das Nokia erwies mir gute Dienste, war schier unkaputtbar und bot mir sogar beim Kacken Unterhaltung in Form des Kultspiels  Snake. Später fungierte es sogar als Mobilfunkmodem an meinem ersten Notebook. Ich besitze das Gerät heute noch, es telefoniert nach wie vor einwandfrei.</p>
<p><strong>2000: Mein erstes Firmennotebook: <em>Das Compaq Armada</em></strong></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-485" title="compaqarmada" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/compaqarmada-225x300.jpg" alt="compaqarmada" width="225" height="300" /></p>
<p>Abgelegt von einer höherrangigen Kollegin war ich dennoch stolz. Trotz 128 MB Hauptspeicher, 4 GB Festplatte und einem 233er Pentium II. Bis Windows 2000 kam der kleine Kerl problemlos mit, ab Windows XP hakelt er schon gewaltig. Seit einem Sturz aus 1,5 Metern Höhe setzt das Display mitunter aus, was jedoch durch einen beherzten Rempler jederzeit zu beheben ist.</p>
<p><strong>2001: Mein erster Palm: <em>Der Palm M500</em></strong></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><strong><em><img class="aligncenter" src="http://img32.imageshack.us/img32/7307/lightoff.jpg" alt="" width="199" height="320" /></em></strong></p>
<p>Einsam auf Reisen, war der Palm wieder eine meiner Schnappsideen. Irgendwo in Ostberlin gekauft, taugte er, mich exakt zwei Nächte lang in einem Hotelbett wach zu halten, dann war er ausgespielt. Ich brauchte damals keinen Organizer, schon gar keinen offlineigen. Einmal war ich unter Verwendung des alten Nokias mit ihm online, was aber eine heillose Frickelei darstellte, ganz sicher nicht alltagstauglich.  Hatte ihn dann sehr gelegentlich als ebook-Reader in Verwendung, bis er den Weg fast all meiner Gadgets ging: Unter Verlust nach ebay. Nicht ohne mich geärgert zu haben, nicht das nur wenig teurere, aber deutlich wertstabiliere Farbmodell, den M505, erworben zu haben&#8230;</p>
<p><strong>2002: Mein erster Pocket-PC: <em>Der HP Journada 568:</em></strong></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-487" title="jornada568" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/jornada568-151x300.jpg" alt="jornada568" width="151" height="300" />Ich fand das Teil ultracool, zumal es mit seiner optional abnehmbaren Hartplastikschale über der Front original wie ein Kommunikator aus Star Trek rüberkam. Nur ohne Kommunikation, eben. Das damals installierte Windows Pocket PC 2002 war eine katastrophale Bugwüste und überdies erbärmlichst langsam. Mit einer faltbaren Tatstatur machte sich der Kleine aber als Schreibmaschine für unterwegs überaus nützlich, Pocketword lief gerade noch so flüssig. Via IrDa konnte man dann mittels Nokia 5110 auch ins Internet. Auf diesem Gerät habe ich irgendwann angefangen, kleine mobile Anwendung mit Visual Studio zu schreiben. Ein Meilenstein.</p>
<p><strong>2002: Mein drittes Handy: <em>Das Siemens S45</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-full wp-image-488" title="siemens-s45" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/siemens-s45.jpg" alt="siemens-s45" width="300" height="300" /><span style="font-weight: normal; font-style: normal;">Das vermutlich beste Handy, das ich je besaß. Klein, leicht, schick, robust,  ewige Ausdauer und alle Funktionen, die man sich nur wünschen konnte. Leider wurde das klein/leicht/schick zu seinem Verhängnis: Einmal Waschmaschine überstand es noch (ausgeschaltet), einmal Bad in der Toilette (angeschaltet) nicht.</span></em></strong></p>
<p><em><span style="font-weight: normal; font-style: normal;"><strong>2003: Mein zweiter Windowsorganizer: <em>Der Toshiba e740</em></strong></span></em></p>
<p><strong><em><span style="font-weight: normal; font-style: normal;"><img class="aligncenter size-medium wp-image-490" title="ppc_e740" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/ppc_e330-222x300.jpg" alt="ppc_e740" width="222" height="300" />Ein bildschönes Gerät. Machte zuhause nun auch so langsam Sinn, da es sich via eingebautem WiFi-Modul problemlos ins WLAN integrieren lies und unter Pocket PC 2003 mit seinen 400 Mhz ganz flott unterwegs war. Leider ist es mir nach zwei Wochen aus der Hemdtasche gesegelt und hat sich einen verunstaltenden Kratzer auf der Front geholt, weshalb ich es (unter Verlust) bei ebay verramschte. </span></em></strong></p>
<p><em><span style="font-weight: normal; font-style: normal;"><strong>2004: Mein zweiter Palm: <em>Der Tungsten T5</em></strong></span></em></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-491" title="Tungsten T5" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/01425i9086500.jpg" alt="Tungsten T5" width="275" height="275" />Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wozu ich den gekauft habe, noch, was ich je damit angestellt hätte. Ich weiss nur noch, dass ich ihn bei ebay verkauft habe (unter Verlust).</p>
<p><strong>2004: Mein erstes Smartphone: <em>Der T-Mobile MDA II</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-493" title="mdadock" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/mdadock-232x300.jpg" alt="mdadock" width="232" height="300" /></em></strong></p>
<p><strong><em><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Endlich machte es einen Sinn, derartige Backsteine mit sich herumzuschleppen. Nebst seltenst genutzten Organizerfunktionen, einer hakeligen Bildschirmtatstur und der Möglichkeit, mit viel Glück ein paar MP3s abzuspielen, konnte man mit diesem Elektrobrikett nämlich auch noch telefonieren und fotographieren. Leider kannte er noch kein WiFi, aber man wusste sich mit einer entsprechenden SD-Card zu behelfen. Für den MDA habe ich viele kleine Anwendungen unter .NET geschrieben, allesamt nutzlos und für niemanden interessant. Mit ganz viel Aufwand konnte man sich kleine Filmchen (Pornos) auf das Teil konvertieren, die aber immer nur dann halbwegs ruckelfrei liefen, wenn man frisch gebootet hatte.</span></span></em></strong></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><strong>2005: Meine zweites Smartphone: <em>Der T-Mobile MDA III</em></strong></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-494" title="mda3" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/mda3-126x300.jpg" alt="mda3" width="126" height="300" /><span style="font-weight: normal;"><span style="font-style: normal;">Jetzt also auch mit völlig unbrauchbarer Tastatur, dafür aber geringfügig schneller und mit eingebautem WLAN. Hatte meinen MDA II gegen geringen Verlust in einen solchen getauscht. Bei ebay. Er war halt deutlich schicker&#8230;</span></span></em></strong></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><em><span style="font-style: normal;"><strong>2007: Mein drittes Smartphone: <em>Der T-Mobile MDA Vario II</em></strong></span></em></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><em><span style="font-style: normal;"><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-495" title="t-mobile_mda_vario_ii_links" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/t-mobile_mda_vario_ii_links-300x220.jpg" alt="t-mobile_mda_vario_ii_links" width="300" height="220" /><span style="font-style: normal;"><span style="font-weight: normal;">Mit der Länge der Produktbezeichnung wächst auch die Featureliste der MDAs aus dem Hause HTC. Dieser hier hatte erstmals eine als hervorragend zu bezeichnende Tastatur, eine gute Kamera, UMTS und eine halbwegs bedienbare Oberfläche (Windows Mobile 6 Professional). Dies war und wird auch für immer mein letztes Windows Smartphone bleiben, wenn sich nicht das Unmögliche ereignen wird (Microsoft baut eine bedienbare, mobile Oberfläche). Es ist und bleibt eine verdammte Frickelei mit dem Stift. </span></span></em></strong></span></em></span></em></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><em><span style="font-style: normal;"><em><span style="font-style: normal;"><strong>2008: Mein erstes i<em>Phone: Das 3G 16GB</em></strong></span></em></span></em></span></em></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-497" title="iphone_white" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/iphone_white-300x250.gif" alt="iphone_white" width="300" height="250" />Für mich der Anfang einer Ära jenseits der Windows-Dose. Mein erster Apple-Kontakt und gleich so fulminant! Das Gerät vereint alles, was ich immer schon dabei haben wollte: Einen MP3-Player mit Videofunktion, eine Kamera, einen Organizer, ein Webpad, eine mobile Spieleplattform und ein Telefon. Exzellent gelöst mit einem bahnbrechenden Bedienkonzept. Mein bislang mit Abstand bestes Gadget, so lange hatte ich noch mit keinem Spaß. Zwischenzeitlich ist es der Perle an der Hand festgewachsen, die es, wenig technik- und webaffin, nicht mehr missen möchte.</p>
<p><strong>2008: Mein erster Mac: <em>Das Macbook Air</em></strong></p>
<p><strong><em><img class="aligncenter size-medium wp-image-498" title="macbook-air1" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/macbook-air1-300x199.jpg" alt="macbook-air1" width="300" height="199" /></em></strong></p>
<p><strong><em><span style="font-style: normal; font-weight: normal;">Inspiriert vom iPhone beschloss ich, auch hinsichtlich meines privaten Notebooks von einem 6 Jahre alten Dell Inspirion auf Apple umzusteigen. Ich habe es nie bereut. MacOSX ist DAS Betriebssystem schlechthin für alle, die arbeiten müssen und keine Zeit zum Basteln haben. Zum Rumspielen habe ich immer eine VM mit Windows und eine mit Linux dabei, falls mal Langeweile aufkommt. Meinen Plan, mit der Entwicklung von iPhone-Apps reich zu werden, habe ich noch immer nicht umgesetzt, aber das Air hat sich dennoch mehr als gelohnt. Mobiler kann ein Rechner einfach nicht mehr sein. Irgendwann steht dementsprechend auch ein Standgerät für zuhause an. 27 Zoll. Versteht sich.</span></em></strong></p>
<p><em><span style="font-style: normal;"><strong>2009: Mein zweites iPhone: <em>Das 3GS 32GB</em></strong></span></em></p>
<p>Es sieht aus wie das Alte, es fühlt sich an, wie das Alte, nur ist es schwarz, doppelt so schnell und bietet den doppelten Speicherplatz. Und es kann Video aufnehmen. Hier wurde Gutes schlicht noch besser gemacht.</p>
<p>Damit bin ich erst mal satt, was Gadgets angeht. Mann wird älter&#8230;</p>
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		<item>
		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (II)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/10/10-jahre-elektronische-datenverunstaltung-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich. Mit diesem Motto gelang es mir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich.</strong></p>
<p>Mit diesem Motto gelang es mir, mich von meinen Kunden, die ich eigentlich betreuen sollte, nach und nach in die Materie einarbeiten zu lassen. Mit enormem Zeitaufwand war dann irgendwann auch der ganz normale Geschäftsalltag zu bewältigen. Aus 30 Kunden wurden dann 50, bald 70 und schließlich über hundert. Mein monatelanges Flehen nach Verstärkung wurde irgendwann erhört, es wurde erst ein Team, später eine Abteilung gegründet, deren Leitung mir oblag.</p>
<p>Bald war mein Job nicht mehr die Beantwortung von Kundenanfragen, sondern die Ausbildung und &#8220;Überwachung&#8221; derer, die Anfragen bearbeiten sollten. Zunehmend beschäftigte ich mich mit Produktmanagement, bildet quasi eine Brücke zwischen Kundenbetreuer (und damit dem Kunden) und Entwicklern, was die Produktqualität signifikant verbesserte. Als ich richtig Ahnung hatte, musste ich zunehmend eigene Projekte umsetzen, Schulungen abhalten und wurde zu guter Letzt als Einmann-Deeskalationstrupp komplett verheizt. Ich arbeitete sieben Tage die Woche, immer noch 18 Stunden am Tag und besaß absolut gar kein Privatleben mehr. Tagsüber Reisetätigkeiten, zwischendurch Fernkoordination meiner Abteilung, abends Terminnach- und -vorbereitungen, Korrespondenz und Konzeptionelles. Am Wochenende dann alles, was meine Schergen über die Woche liegen gelassen hatten.</p>
<p><span id="more-472"></span></p>
<p>Unser Geschäftsführer mischte sich im Zuge der angestrebten ISO-Zertifizierung immer mehr in meinen Verantwortungsbereich ein, bald gab es jeden Morgen und jeden Abend eine &#8220;Andacht&#8221; zu der harte Worte wahrlich nicht gelassen laut ausgesprochen wurden. Als mir dann auch noch die privaten Klüngeleien meiner Untergebenen den letzten Nerv raubten (&#8220;Mit dem arbeite ich nicht mehr zusammen, entweder der geht, oder ich&#8221; &#8211; &#8220;OK, ihr geht beide. Penner&#8221;), riss mir irgendwann der Geduldsfaden und ich kündigte. Unser Entwicklungsleiter kam mir noch auf der Strasse hintergerannt und ging erst mal nen Schnapps mit mir trinken. Am nächsten Tag stellte er mich bei gleichen Bezügen als Entwickler wieder ein.</p>
<p>Eine deutlich ruhigere und viel interessantere Zeit brach an. Ich arbeitete mich, völlig frei in meinem Tagesablauf, in drei bis fünf Entwicklungsplattformen ein und erhielt schließlich den Auftrag, zusammen mit einem Referenzkunden ein elektronisches Archiv mit Dokumentenmanagementsystem komplett neu zu erarbeiten. Ich hatte drei Jahre Zeit und war in jeder Hinsicht frei in meinen Entscheidungen und Anforderungen. Das waren, beruflich gesehen, die drei wundervollsten Jahre, die ich je hatte. Von allem etwas: Planung, Kundentermine, Konzepte, Entwicklung, Tests, Präsentationen.</p>
<p>Nach erfolgreichem Projektabschluss verließ uns unser Entwicklungsleiter und ich wurde in die Reihen der anderen Entwickler reintegriert. Geringfügig ob der verlorenen Freiheit demotiviert, programmierte ich noch zwei Jahre vor mich hin, bis das Unternehmen von einem größeren Fisch geschluckt wurde und absehbar war, das die Entwicklung eingestellt werden würde. Mit einem guten Deal verließ ich den Laden und versuchte mich primär auf eigene Beine zu stellen.</p>
<p>Ich entwickelte ein paar Ablese- und Meldesysteme für kommunale Energieversorger, ein paar Tools für die kommunalen Verwaltungen und traf hier und da Leute, um über meine Ideen zu sprechen. Es ließ sich alles sehr gut an, sollte man meinen, doch ich hatte meine Rechnung ohne die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber gemacht: Trotz Fertigstellung und Abnahme zahlten die einfach nicht. KEINER von denen. Nicht einen Cent.</p>
<p>Alsbald ausgehungert, suchte ich mir wieder einen Job. Es verschlug mich von Düsseldorf ins Ruhrgebiet, dort als C# Entwickler für einen Hersteller arbeitsmedizinischer Industrielösungen. Alsbald übernahm ich die Stelle &#8220;Forschung&#8221;, wo Machbarkeitsanalysen und Plattformtests meine Hauptaufgabe wurden. Insgesamt kein langweiliger Job, aber das merkwürdige, mehr als distanzierte Betriebsklima machte krank. Es zeigte sich auch recht bald, dass das Hauptprojekt des Kleinunternehmens zum Scheitern verurteilt und der Fortbestand der Firma damit mehr als zweifelhaft war. Also machte ich die Ratte und verließ das sinkende Schiff gen Österreich, was mir hinsichtlich der Beziehung zur Perle mehr als Recht sein konnte.</p>
<p>Hier angekommen, stellte ich enttäuscht fest, das Dynamics AX Coding in X++ nicht mehr wirklich viel mit Programmierung zu tun hat. Ein viel zu enges Framework, deutlich zu spezialisiert, für meinen Geschmack. Aufgrund der knappen Auftragslage hat man mir dann die Verantwortlichkeit für die zugekaufte Business Intelligence Lösung übertragen. Kaum erwähnenswert, das ich mit BI bislang absolut nichts am Hut hatte&#8230; Dies bedeutete nun Support, Implementierung und Consulting. Und weils sonst langweilig wäre, entwickle ich paralell in AX weiter.</p>
<p>Aktuell betrachte ich mich jobmässig als ausgebrannt. Es wäre dringend Zeit für eine signifikante Veränderung, aber der Schub fehlt. Ich bin müde, gelangweilt, kraftlos und desinteressiert. Das Gefühl, alles schon einmal gesehen und/oder gemacht zu haben dominiert.</p>
<p>Ich habe Support für zahllose, unterschiedlichste Software geleistet, habe Schrott auf Messeständen bei der cebit und sonstigen Brachnestammtischen präsentiert, Kunden analysiert, beplant, geschult, große Unixnetzwerke administriert, Windows-Serverfarmen verwaltet, in 5 Sprachen programmiert, zu jeden noch so bescheuerten IT-Problem eine Lösung gefunden und nicht zu Letzt eine gottverdammte Menge Kaffee gekocht. Vielleicht sollte ich tatsächlich eine C<a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/02/currywurstfrei/" target="_blank">urrywurstbude in Österreich aufmachen</a>, wenn nur das Investitionsrisiko nicht wäre&#8230;</p>
<p><em>Wenn da also jemand einen Job als repräsentativer Geschäftsführer einer Firma für was auch immer für mich hätte, ich sähe mir das dankbar an. Wichtig wäre mir nur, dass man mir keinerlei Verantwortung überträgt, man mich in Ruhe lässt und keinen Stress macht und die repräsentativen Termine sich in Grenzen halten und nach Möglichkeit was mit Saufen zu tun haben. Für 150 K/pA und ner E-Klasse T-Modell als Firmenwagen bin ich dabei und verzichte auf jedwede Boni. Könnte sich rechnen&#8230; Dafür biete ich Grundkenntnisse in allen denkbaren Wissensgebieten und ein Labermaul, das mich in all diesen als Experte erscheinen lässt. Außerdem stehen mir Anzüge. Angebote bitte an licht@schwarzsicht.at Danke.</em></p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (I)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230; Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-465" title="venus200610-years-anniversaryfrei" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/venus200610-years-anniversaryfrei-300x247.png" alt="venus200610-years-anniversaryfrei" width="300" height="247" /></p>
<p><strong>Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;</strong></p>
<p>Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. Mit Farbbildschirm (ein Sharp 13 Zöller), Floppy Disk (die klassischen 1541) und Nadeldrucker (Star LC 10-C) hat das System für damalige Verhältnisse ein kleines Vermögen gekostet. Ich hatte keine Ahnung von gar nichts, war aber unendlich stolz, Besitzer einer so fortschrittlichen Technologie zu sein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-466" title="c64combo" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/c64combo.jpg" alt="c64combo" width="300" height="258" /></p>
<p><span id="more-462"></span>Mit meinem damaligen Kumpel Matthias überwarf ich mich zu diesem Zwecke zum ersten Mal, da ich darauf bestand, in unserer gemeinsamen &#8220;Detektei&#8221; die elektronische Datenverarbeitung einzuführen, was sich jedoch seiner Kontrolle entzogen hätte und er war immer schon ein ausgewachsener Kontrollfreak.</p>
<p>Auch damals kosteteten Originalspiele ein Heidengeld. Also begnügte ich mich anfangs mit dem Abtippen von Assemblerlistings aus den gängigen Computermagazinen, um meinem Spieltrieb Genüge zu tun.  Irgendwann musste es aber dann doch &#8220;Commando&#8221;, &#8220;Giana Sisters&#8221; und &#8220;Pit Stop 2&#8243; sein, mangels Budget wurde also ein Tauschring für Raubkopien ins Leben gerufen, der sich bald über die gesamte, alte Bundesrepublik erstreckte. Wir tauschten ausschließlich via Disketten, die wir uns damals gegenseitig auf sogenannte Postlagerkarten schickten, die in den naiven alten Zeiten auch für Kinder erhältlich waren.</p>
<p>Auch für einen Akkustikkoppler war kein Geld da, also wurde unter der Hand ein gemeinsamer im Freundeskreis angeschafft, welchen wir aber ausschließlich nachts bei einem Kumpel verwenden konnten, so uns unsere Eltern die Fremdübernachtungen gestatteten. Nachdem ich mich rudimentär in Basic, noch rudimentärer in Assembler und ein bisschen intensiver in das BTX-Protokoll eingearbeitet hatte, war ich bald für das Eindringen in fremde BTX-Mailboxen zuständig, wo wir oft genug noch nicht veröffentlichte Games als sogenannte 0-Day Versionen stahlen, die dann auf einfachste Weise &#8220;gecrackt&#8221; und mit unserem Group-Logo veröffentlicht wurden. Nebenbei sorgte ich mit ein paar selbstgeschriebenen Striptease-Sprites in der Schule für Unruhe.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-467" title="232913989197b5ff26d5ot" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/232913989197b5ff26d5ot-300x187.jpg" alt="232913989197b5ff26d5ot" width="300" height="187" /></p>
<p>Irgendwann stand ein Plattformwechsel an, den ich jedoch nicht mitvollziehen konnte, da mir niemand einen Amiga oder einen Atari ST zu finanzieren bereit war. Vom aktiven Group-Member wurde ich also zum offenmäulig staunenden Beisitzer ohne technische Kompetenz. Eine ziemliche Schmach. Ich spielte noch eine Weile mit dem C64 herum, expermimentierte mit dem Final-Cartridge III und lötete immer mal wieder unsinnig auf der Platine herum. Bis ich irgendwann mit einem etwas zu heissen Kolben die CPU in die ewigen Jagdgründe schickte. Das traurige Ende meiner &#8220;Hackerkarriere&#8221; für sehr lange Zeit.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-468" title="commodore-c64-c1280-n-173687-13" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/commodore-c64-c1280-n-173687-13-300x271.jpg" alt="commodore-c64-c1280-n-173687-13" width="300" height="271" /></p>
<p>Erst zur Markeinführung von Windows 95 auf dem Pentium I stieg ich wieder ins &#8220;Geschäft&#8221; ein, inzwischen Anfang 20, verheiratet  und bereits in Berufsausbildung zum Krankenpfleger. Allerdings auf dem abgelegten 486 DX meines damaligen Schwiegervaters unter Windows 3.11. Nichts desto trotz war ich der zweite, mir persönlich bekannte Mensch mit einem Internetzugang zuhause. Modem, versteht sich, ein 33.600er. Ich bastelte, tunte und werkelte so lange an dem DX herum, bis ich Windows 95 ans Laufen bekam, das 3.11er war aus meinem ermessen nicht zu ertragen, da war seinerzeit das GeOS auf dem C64 schon weiter. Ich entdeckte Webforen und -Chats für mich, saß nächtelang an der Kiste, rüstete auf, installierte schließlich Windows 98, flog mehrfach konsequenzlos mit halbherzigen Bruteforces auf interessante Ziele auf und entwickelte nach und ein Gefühl dafür, wie ich meine Spuren auf fremden Systemen zu verwischen hatte. Die Linuxzeit war angebrochen, selbstredend noch ohne graphische Oberfläche.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-469" title="zoom_s_p_22759_1ashx" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/zoom_s_p_22759_1ashx-300x225.jpg" alt="zoom_s_p_22759_1ashx" width="300" height="225" /></p>
<p>1999 beendete ich meine Ausbildung mit exzellentem Abschluss, fand jedoch keinen Job in meinem Beruf, weil meine Pflegedienstleiterin, ihr durch aufmüpfige und aufsässige Art aufgefallen, alle Krankenhäuser im Umkreis vor mir gewarnt hatte.</p>
<p>An einem bierseeligen Abend bewarb ich mich schließlich via Email beim deutschen Herzzentrum in München als Chefarzt der Neurologie, beim Stern in Stuttgart als Chefredakteur und bei der Softwarefirma, die Lohn- und Gehalt sowieso Personaleinsatzplanung in meinem Ex-Krankenhaus machte, als Geschäftsführer. Das Herzzentrum bot mir schließlich ein Vorstellungsgespräch als Krankenpfleger an, der Stern stellte nach persönlicher Vorstellung ein Volontariat in Aussicht. Die Softwarefirma fragte schlicht, ob ich am nächsten Sonntagmorgen zu einem Vorstellungsgespräch bereit sei. Das gefiel mir, da fuhr ich hin. Nach einem Nachtdienst in Koblenz bis 06:30 h eilte ich nach Neuss und wurde fragentechnisch fürchterlich auf die Probe gestellt. Ich hatte absolut null Ahnung von professioneller Datenverarbeitung, Projektmanagement, Kundenbetreuuung oder sonst einem sinnvollen Einsatzgebiet. Zudem konnte ich mir partout den Namen des Geschäftsführers nicht merken.</p>
<p>Nichts desto trotz bat man mich kurz darauf, erneut zu erscheinen. Diesmals war ich vorbereitet und konnte punkten. Arbeitsbeginn als Kundenbetreuer zum nächsten Ersten.</p>
<p>Der Anfang war mehr als hart. Man setzte mich als verantwortlichen Kundenbetreuer für die Bereiche Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung ein, zur Einarbeitung wurde ich zehn Tage neben einen Entwickler gesetzt, der nicht mit mir redete, mich anderen gegenüber jedoch als seinen Hund vorstellte. Für die Woche über hatte ich in Düsseldorf ein kleines Einzimmerappartement, in dem zuvor ein Junkie gehaust hatte, so dass ich im Schnitt meine 18 Stunden am Tag arbeitete und lernte.</p>
<p>Nach 10 Tagen stellte man mir eine Schubkarre mit Rechnerteilen hin und meinte, dies sei mein Arbeitsplatzrechner. Ich bastelte eine Weile und übernahm dann, völlig ahnungslos, den Support von rund 30 Kunden, die allesamt wegen eines grottenschlechten Programms und bis dato null Service mehr als entnervt waren&#8230;</p>
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