schwarzsicht auf Twitter

  • Welch erhabene "Krönung der Schöpfung", die sich da windet, gemartert und geknechtet von mikroskopisch kleinen, einzelligen Dösbaddeln. 22 hours ago
  • Eltern bekommen heutzutage Briefe, in denen der Lehrer sich bestätigen lässt, dass die Kids allesamt blöd sind und er nichts dafür kann. 1 day ago
  • "Fertige Schabracken aus Deinem Plattenbau warten auf Dein Sozialhilfe-savoir-vivre. Stosse JETZT laut auf!" 1 day ago
  • Nach der Butan-Inhalation erst mal gut ausatmen, Kinder, bevor ihr Euch eine Kippe ansteckt, woll!? 1 day ago
  • Machen wir uns doch nichts vor! Wenn die richtig harten Sachen zu Neige gehen, heisst es eben: Kreativ sein! http://t.co/FksxYkHh 1 day ago

Nespresso – Wenn der Kunde zum Feind wird

am 17. Juni 2009 unter Foo, Männerküche abgelegt

Kaffee ist Genuss, Lifestyle und Lebensfreude. Nespresso hat ein System geschaffen, das exakt auf die Bedürfnisse eines Genießers eingeht: Exklusivität, Ästhetik, Qualität und Individualität. Doch der Mensch wurde dabei vergessen.

Bereits 1976 von Nestlé patentiert, wurde das Kapselsystem erst ab 1986 vermarktet. Erst als Flop abgeschrieben, gewann Nespresso in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung. Heute überzeugen Hochglanzwerbespots mit Frauenschwarm George Clooney imageorientierte Hausfrauen von der Notwendigkeit der Aluminiumkapsel. Mit enormem Erfolg.

Nespresso verkauft den Kaffee exklusiv, er kann also nur in den durchgestylten Nespresso-Stores nennenswerter Grossstädte, oder aber im Internet erworben werden. Die erforderlichen Brühmaschinen werden in Lizenz von nahmhaften Haushaltsgeräteherstellern angeboten. Nicht unter 100 Euro, pro technisch sehr unaufwändigem Gerät.

Der Espresso schmeckt vorzüglich, keine Frage, was für viele wohl den sagenhaften Preis von mindestens 30 Cent pro Tasse rechtfertigt. Bei meinem Verbrauch von 10 bis 12 Kapseln am Tage (4 morgens zum Aufwachen, den rest abends, damit ich es überhaupt noch ins Bett schaffe.. – Tagsüber bin ich im Büro mit Kaffee versorgt) geht das nicht unwesentlich ins Geld. Aber man gönnt sich ja sonst kaum etwas.

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