Der Hände Arbeit – Ein Auto als Hobby

am 02. November 2009 unter Foo, Tool Time, verMALEdeit abgelegt

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Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken.

Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie und so) geworden. Steinalt und rostbröselig.

Kurzer Überblick über die bisherigen Mängel:

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Antikmotorisiert

am 04. September 2009 unter Foo, verMALEdeit abgelegt

Irgendwo auf meinem alten, inzwischen verblichenen Blog hatte ich ja bereits einmal die Freuden geschildert, die mir mein Mitsubishi Space Wagon, ausgerechnet zum Zeitpunkt meiner Auswanderung, zu bereiten vermochte. Heute, nach knapp einem weiteren Jahr, tritt er nun den endgültigen Ritt über die automobile Regenbogenbrücke an und hinterlässt einen mehr als schalen Beigeschmack an meiner ehemaligen Überzeugung von japanischer Automobilqualität…

Der Herr des Blechs habe ihn seelig.

Nachdem er 2008 mit einem Motorschaden liegenblieb, der allerdings kostengünstig (2500 Euro) “repariert” werden konnte, nur um gleiches nur 260 Kilometer später erneut zu statuieren, spendierte ich diesem hochzweckmäßgen Familienfahrzeug mit ökonomischem Verbrauch um 14 Liter Super Plus noch seine Austauschmaschine, nach 145 000 Kilometer eigentlich eine Schande. 20 000 Kilometer später hat es nun das Getriebe zerrissen.

Und nein, ich habe ihn nicht kaputtgeheizt. Trotz des Chiptunings um 30 PS auf 180 bin ich stets pfleglich mit diesem Fahrzeug umgegangen. Zuvor hatte er eigentlich nie Probleme gemacht, einmal gabs einen Auffahrunfall in Düsseldorf, da der Minivan dummerweise exakt die gleiche Spurbreite wie die dortige Straßenbahn besaß, was mir bei einem Fahrbahnwechsel bei regennasser Fahrbahn zum Verhängnis wurde. Ausgerechnet jetzt, wo ich endlich ein “Familienfahrzeug” dringend benötige, geht er als wirtschaftlicher Totalschaden von mir. Arschlochauto.

Was also tun? Nach einem Hauskauf und dessen Renovierung komplett abgebrannt, muss mal ein mindestens riesiger Kombi her. Zwecks Hundsgetier ist Leasing eines Neufahrzeuges schwachsinnig. Der Große steigt einmal ein und mindert damit den Wert um 5000 Euro.

Nach umfassender Recherche, reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, das zu tun, was ich schon früher hätte tun sollen: Einen uralten, abgeranzten Diesel-Benz kaufen. Für diesen habe ich mich entschieden:

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Mobilitätsarmageddon

am 28. April 2009 unter Foo abgelegt

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Der Mensch neigt dazu, neuen Errungenschaften ausschließlich das Positive abzugewinnen. Unkenrufe, die von einzelnen Gestörten auf eventuell unangenehme Folgen des zivilisatorischen Fortschritts hinweisen, werden beinnah unbewusst überhört. Doch die Realität holt die Phantastereien kleiner Geister immer ein. Diesmal in Form einer weltweiten Seuche, die gerade noch heruntergespielt, schon bald zu weit dramatischeren Folgen führen wird, als sich der zwanghafte Optimist vorzustellen gestattet.

Mit massentauglicher Einführung des Verbrennungsmotors, verloren zumindest kontinentale Entfernungen an Bedeutung. Völker wurden zusammengeführt, Gesellschaften gingen ineinander über, es wurde über die eigenen Landesgrenzen hinaus reger Handel betrieben, der mit der Zeit für die individuellen Staaten lebenswichtig wurde. Als Flugreisen und -transporte erschwinglich wurden, weitete sich die kurzfristige Erreichbarkeit ferner Orte auf den ganzen Globus aus.

Selbstverständlich stellt dies für die Menscheit eine primär grossartige Entwicklung, geradezu ein Quantensprung in ihrer Evolution dar, ist doch damit der geistige Austausch um ein vielfaches ergiebiger und bietet sich die Möglichkeit, den eigenen Genpool aus einer massiv erweiterten Vielfalt zu mischen.

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