schwarzsicht auf Twitter

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  • Nach der Butan-Inhalation erst mal gut ausatmen, Kinder, bevor ihr Euch eine Kippe ansteckt, woll!? 1 day ago
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ToolTime(05): Blut im Stuhl

am 22. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Ein Tisch ohne Stühle wirkt wie ein Arsch ohne Ritze: Irgendwie witzlos. Doch wer Stühle kauft, der kann auch was erleben…

XXLutz, ein austrianischer Möbelhändler, feiert gerade Geburtstag. Das ist schön. Und weil der Onkel Lutz ein netter Kerl ist, verschenkt er Stühle. Allerdings nur einen pro Person und auch nur dann, wenn diese sowieso schon fünf kauft. Immerhin.

Die wirklich nette Möbelfachverkäuferin antwortete auf meine, sicherlich berechtigte, Frage, wie es denn um die Qualität eines Stuhls bestellt sei, der nur 39 Euro koste, in etwa (sinngemäß):

Die sind ja sowieso schon reduziert und haben mal das Vierfache gekostet. Die Füße (auf deutsch: StuhlBEINE!) sind aus Echtholz, der Rest natürlich nur aus Pressspan. Der ist genauso stabil wie Holz, aber halt günstiger in der Produktion. Die halten schon was, sind jetzt aber einfach von den Materialien und der Verarbeitung nicht so hochwertig, wie das bei einem Sessel für 500 Euro der Fall ist.

Damit kann ich leben, zumal die Biester wirklich bequem und optisch ansprechend sind.

Warum die nun aber derart abartig bescheuert zusammenzubauen sind, begreife ich einfach nicht: Neun Schrauben pro Stuhl, acht davon an den unzugänglichst möglichen Winkeln. Keine Schraube passt so wirklich in ihr Loch, allesamt sind nur mit enormem Kraftaufwand in ihren künftigen Verbleib zu zwängen. Pro Stuhl ist ein Inbusschlüssel beigepackt, den braucht es auch, denn nach einem ist der hin.

Nach zwei Tagen ist mein rechter Daumen immer noch wund (vom Schrauben, nicht vom Nasenbohren!), meine Finger leiden immer noch unter Muskelkater. Vielmehr ich, unter ihrem. Und ich habe Blut gelassen, in den Unterkästen dieser Stühle. Nicht viel, aber MEIN Blut!

ToolTime(03): Alter Tisch – ganz frisch

am 16. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen Internetzanschluß. So.

Munter ans Werk also nun. Man nehme: Einen steinalten Tisch aus der Garage des gerade gekauften Hauses, den die Perle schon zu Gunsten einer Neuanschaffung entsorgt wissen wollte, einen Exzentriker-Schleifer mit Schleifscheiben fein, mittelfein und grob, sowie eine Flasche naturbelassenes Leinöl und einen alten Lappen. Und natürlich viel Geduld und einen vibrationsunanfälligen rechten Arm (darf auch ein linker sein, der ist aber bei mir vom vielen früheren Onanieren entsetzlich vibrationsanfällig).

Auf dem nun folgenden Bilddokument habe ich leider die Tischplatte bereits angeschliffen, schlicht die Notwendigkeit eines VORHER-Fotos übersehen. Aber man sei versichert, die Platte sah schon arg geschunden aus und war in einem geschmacklosen Pissgelb-Transparent lackiert. Schlimmer noch als die hier noch unbehandelten Beine (in Österreich: Füße!)

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