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	<title>schwarzsicht &#187; Leben</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Auf der Welle reiten</title>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 09:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die statische Welt geht ihrem Ende entgegen. Information-Overload ist zum dramatischen Schlagwort geworden, Informationen bedr&#228;ngen uns geradezu &#252;berall.&#160; Wer fr&#252;her nur mit dem Tageszeitunglesen nicht hinterherkam, hetzt inzwischen Anrufen in Abwesenheit, Facebook-Statusupdates, Terminerinnerungen, unbeantworteten Emails, Twitternachrichten, RSS-Feeds und sonstigen Benachrichtungen welcher Web 2.0 Dienste auch immer hinterher. Gibt es ein Entkommen, aus der Flut? Ganz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/information-overload.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-724" height="179" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/information-overload-300x179.jpg" title="information overload" width="300" /></a></p>
<p><strong>Die statische Welt geht ihrem Ende entgegen. Information-Overload ist zum dramatischen Schlagwort geworden, Informationen bedr&auml;ngen uns geradezu &uuml;berall.&nbsp; Wer fr&uuml;her nur mit dem Tageszeitunglesen nicht hinterherkam, hetzt inzwischen Anrufen in Abwesenheit, Facebook-Statusupdates, Terminerinnerungen, unbeantworteten Emails, Twitternachrichten, RSS-Feeds und sonstigen Benachrichtungen welcher Web 2.0 Dienste auch immer hinterher. Gibt es ein Entkommen, aus der Flut?</strong></p>
<p>Ganz klar: Ja.</p>
<p>Das Rezept beinhaltet bereits der Titel dieses Beitrages. Vor einer Welle kann man sich nicht verstecken, auch Untertauchen f&uuml;hrt nicht zu ihrem Abebben. Sicherlich ist es wichtig, sich Auszeiten zu nehmen, sich gezielt tempor&auml;r abzuschotten, um das Leben auch im privaten, famili&auml;ren Bereich noch bewerkstelligen zu k&ouml;nnen, nur l&ouml;st dies nicht das Problem, denn in jeder Auszeit stauen sich neue Informationen an, die f&uuml;r neuen Stress sorgen werden.</p>
<p>Man kann eine Welle nur reiten. Dabei l&auml;sst man sich mitreissen, genie&szlig;t die Fahrt, so lange sie dauert, aber etwas das nie endet kann unm&ouml;glich vollumf&auml;nglich von au&szlig;en beobachtet und analysiert werden.</p>
<p>In Zeiten vor dem Internet, vor dem Mobiltelefon haben wir uns unsere Informationen zum Konsum gezielt ausgew&auml;hlt, in dem wir uns f&uuml;r EINE Zeitung, EINE Fernsehsendung, oder EIN Telefonat zur gleichen Zeit entschieden haben. Man hat sich selbst dazu erzogen, die verf&uuml;gbaren Informationen so effektiv und vollumf&auml;nglich aufzunehmen, wie nur eben m&ouml;glich. Inzwischen ertrinken wir geradezu in Redundanzen und Trivialit&auml;ten, die Selektion ist schwer bis unm&ouml;glich geworden. Hier heisst es: Mut zur L&uuml;cke beweisen! Man kann und muss nicht alles lesen, betrachten und belauschen, was das allgegenw&auml;rtige Medienangebot uns entgegenschleudert.</p>
<p><span id="more-722"></span>Das grossartige an Masseninformationen ist, dass sie sich selbst filtern. Triviales geht unter im Strom, der Einzelne darf jedoch fest darauf vertrauen, dass die Redundanz des Nontrivialen die f&uuml;r ihn wichtigen Informationen sicher zu ihm tr&auml;gt. Man merke sich schlicht:&nbsp; Wenn etwas wichtig ist, wird es von jemandem wiederholt werden, dem man sowieso zuh&ouml;rt. Die Information organisiert sich somit selbst, wenn man die Gelassenheit aufbringt, sich auch zu gestatten, einmal etwas zu verpassen und auf &quot;seine Information&quot; zu warten. Sie wird sich ihren Weg bahnen!</p>
<p>Ein Beispiel: Seit ich mehr als 50 Personen auf Twitter folge, ist es mir unm&ouml;glich geworden, alles, was in meine Timeline geschrieben wird, auch zu lesen. Mir fehlt definitiv die Zeit! Auch Nachholen ist nicht mehr m&ouml;glich, wenn man am Ende des Tages tausende von Nachrichten verpasst hat, von denen gewiss 90 % in jeder Hinsicht irrelevant f&uuml;r einen sind. Ich nehme mir also bewusst gelegentlich Zeit, in den &quot;Stream&quot; einzutauchen und erfasse Momentaufnahmen. Sofern es relevante oder interessante&nbsp; Informationen gegeben hat, finden sie sich in aller Regel in dieser Momentaufnahme wieder, oder aber mein soziales Umfeld tr&auml;gt sie mir bewusst mittels einer @-Reply zu. Auf diese Weise kann ich ganz entspannt auch mal ein komplettes Wochenende weg vom Rechner, ich habe inzwischen nicht mehr die Sorge, mir entginge etwas.</p>
<p>Diese Wellen-Metapher l&auml;sst sich nicht nur auf Twitter, sondern auf die gesamte Informationsflut anwenden. Vorsicht nur im Berufsleben, manchmal kommt es eben doch drauf an, ALLES mitzubekommen &#8230;</p>
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		<title>Generation &#8220;Digital Natives&#8221; und die Idiosynkrasie des verkauften Internets</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 12:37:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[- Aktuell in aller Munde, treiben sie den &#34;alten S&#228;cken&#34; der IT &#8211; Branche wahlweise Bewunderungssschauer &#252;ber die Innenarme, oder den Angstschweiss ins Gesicht. Kaum jemand weiss allerdings viel mehr &#252;ber die ins digitale Zeitalter Geborenen, als dass sie mit dem Medium Internet geboren wurden. Wer sind sie? Was machen sie? Was k&#246;nnen sie? Nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/digitalnatives.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-full wp-image-714" height="298" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/05/digitalnatives.jpg" title="digitalnatives" width="300" />-</a></p>
<p><strong>Aktuell in aller Munde, treiben sie den &quot;alten S&auml;cken&quot; der IT &#8211; Branche wahlweise Bewunderungssschauer &uuml;ber die Innenarme, oder den Angstschweiss ins Gesicht. Kaum jemand weiss allerdings viel mehr &uuml;ber die ins digitale Zeitalter Geborenen, als dass sie mit dem Medium Internet geboren wurden. Wer sind sie? Was machen sie? Was k&ouml;nnen sie?<br />
	</strong></p>
<p>Nach 1980 geboren, mit PC, Handy und Spielekonsole aufgewachsen, schon fr&uuml;h im Internet vernetzt und von v&ouml;llig anderer Gedankenstruktur, das sind die offiziellen Voraussetzungen f&uuml;r einen &quot;Digital Native&quot;. Realistisch betrachtet k&ouml;nnen aber mit dem Internet aufgewachsenen kaum vor 1990 geboren sein, gehen wir also davon aus, das ein waschechter &quot;Native&quot; keinesfalls &auml;lter als zwanzig Jahre sein mag, mit Stand heute.</p>
<p>Die Wissenschaft bescheinigt ihnen signifikante, neue F&auml;higkeiten im Umgang mit Informationen: Sie seien Multitaskingf&auml;hig, verf&uuml;gten &uuml;ber ein deutlich beschleunigtes Auffassungsverm&ouml;gen, gingen mit technischen Neuerungen wie selbstverst&auml;ndlich um, seien hochgradig vernetzt und vielseitigst interessiert. Im Gegenzug wird ihnen eine verk&uuml;rzte Aufmerksamkeitsspanne, Unkonzentriertheit und Oberfl&auml;chlichkeit attestiert.</p>
<p><span id="more-707"></span>Ich f&uuml;r meinen Teil begann mich im biblischen Alter von etwa 22 Jahren mit dem Internet zu besch&auml;ftigen. Viel fr&uuml;her war es jedoch auch f&uuml;r den allgemeinen P&ouml;bel gar nicht zug&auml;nglich. Die Anfangszeit des Netzes war von grosser Verwirrung bei den Nutzern und &quot;geht nicht&quot; bei den technischen Gegebenheiten gepr&auml;gt. Die Verbindungsgeschwindigkeiten waren katastrophal langsam, an die &Uuml;bertragung eines Videos war nicht einmal zu denken. Es handelte sich um Neuland, es machte grossen Spass, seine Unvollkommenheit zu ergr&uuml;nden, seine M&ouml;glichkeiten auszubauen und die eigenen Visionen zu leben. Ein Nerdt&uuml;mpel voller <em>Porn und Tech</em>, wenn man so will. Wer damals im Netz kommunizierte, tat dies mit Gleichgesinnten und wurde von der au&szlig;enstehenden Mehrheit als &quot;Freak&quot; verlacht.</p>
<p>So um das Jahr 2000 zog das Internet schlie&szlig;lich auch in die weniger freakigen Haushalte ein, Breitabandanschl&uuml;sse wurden allm&auml;hlich finanzierbar, die Masse begab sich ins Netz, mailte, chattete und downloadete, was die Leitungen hergaben. Immer mehr und mehr kommerzielle Interessen wurden ins Netz transportiert, das Netz selbst wuchs explosionsartig, wurde immer un&uuml;bersichtlicher und immer verm&uuml;llter. In den postmillenischen Jahren wurde es f&uuml;r den Normalverbraucher immer schwieriger, sich den Weg zu Informationen selbst zu bahnen, Google und Co verdienten Milliarden mit dieser Hilflosigkeit, indem sie den Suchenden mit Werbung beschossen.</p>
<p>Heutzutage ist ein Netz ohne Kommerz, ohne Werbung und ohne &quot;Premium-Content&quot; f&uuml;r den zahlenden Kunden kaum mehr vorstellbar. Alles ist bunt, supereinfach zu bedienen, jeder kann alles, &uuml;berall. Auch die Zugangsger&auml;te haben sich immer mehr zu massentauglichen Konsumger&auml;ten gewandelt, zu bl&ouml;d f&uuml;r das Internet kann heute tats&auml;chlich niemand mehr sein. So bewegen sich also die Netzkiddies wie selbstverst&auml;ndlich in dem sie umgebenden &quot;Netz&quot;, das sie jedoch in seinen Grundlagen nicht mehr verstehen, nicht mehr verstehen m&uuml;ssen. Der normale Internetuser ist reiner Konsument geworden, er &quot;konsumiert&quot; Kommunikation und &quot;konsumiert&quot; die Option, sich selbst Aufmerksamkeit zu verschaffen und seine eigenen &quot;Inhalte&quot; zu transportieren.</p>
<p>Immer weiter trivialisierter &quot;Content&quot; wird via Twitter, Facebook, studiVZ, schuelerVZ und armleuchterVZ in den digitalen &Auml;ther geblasen, Bandbreite und Speicherplatz sind f&uuml;r die Produzenten weder ein Thema, noch Begrifflichkeiten. Die allgegenw&auml;rtige, kommerzfinanzierte &quot;Usability&quot; ist eine grossartige Angelegenheit, erm&ouml;glicht sie tats&auml;chlich der breiten Masse die Vernetzung, allerdings birgt sie auch eine nicht zu untersch&auml;tzende Gefahr:</p>
<p><strong>Der zum Konsum Gedrillte fragt nicht mehr warum und wieso. Er konsumiert schlicht.<br />
	</strong></p>
<p>Und diese These deckt sich bedauerlicherweise mit meinen pers&ouml;nlichen Erfahrungen: Im beruflichen Umfeld habe ich immer wieder mit sehr jungen Menschen zu tun, die mit einer wohlklingenden Fachausbildung absolut nichts anzufangen wissen. Sie beherrschen die absolut obersten Bereiche der High-Level-Technologie, bedienen im Schlaf fertige Produkte, programmieren kleine Widgets und Addons in (Verzeihung!) h&ouml;heren Trottelsprachen wie Java, C# oder Visual Basic, installieren und erweitern PHP oder weiss-der-Henker-was-Webbapplikationen, &quot;komponieren&quot; Funktionalit&auml;t anhand vorgesetzter Frameworks, haben aber keinen blassen Schimmer mehr &uuml;ber die dahinterliegende Technik.</p>
<p>Im Privaten mal einen Teenager gefrag:<em> &quot;Was macht denn f&uuml;r Dich das Internet aus?&quot; &#8211; &quot;Facebook und Youtube!&quot; &#8211; &quot;Sonst nichts? Spielst Du wirklich nur rum?&quot; &#8211; &quot;&Auml;h, naja, manchmal f&uuml;r die Schule noch Google. Aber das ist verwirrend, da kommt immer so viel Schrott.&quot;</em></p>
<p>Der Punkt ist: Die sogenannten &quot;Digital Natives&quot; sehen das Netz nicht mehr als reine Infrastruktur zur Informations&uuml;bermittlung mit faszinierenden M&ouml;glichkeiten zur kreativen Gestaltung, sondern betrachten ein paar wenige, von ihnen und ihrem Umfeld genutze, kommerzielle DIENSTE als &quot;DAS INTERNET&quot;.</p>
<p>Vermutlich klinge ich bereits wie ein Netzgreis, mit dem ewig warnenden Finger vor jedweder Ver&auml;nderung, aber genau hier sehe ich eine Gefahr f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen: Wenn nur mehr genutzt wird, ohne zu hinterfragen, ohne zu erforschen, ohne zu verstehen, dann wird irgendwann niemand mehr wissen, wie es funktioniert. Es kann auf diesem Wege auch nur begrenzten Fortschritt geben, indem Vorhandenes neu kombiniert wird. M&ouml;glicherweise reicht das aus, doch ich mag daran nicht glauben.</p>
<p>
	Was man den neuen Netzmenschen lassen muss: Sie haben den Informationsfluss als ebensolchen begriffen, was sehr vielen &quot;Immigranten&quot; noch &uuml;beraus schwer f&auml;llt: Man kann aus ihm sch&ouml;pfen, aber man kann ihn niemals austrinken. Diese Erkenntnis f&uuml;r &quot;oberfl&auml;chlich&quot; zu halten ist dann wohl oberfl&auml;chlich.</p>
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		<title>Austrianische Sprachschule (Teil II)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/04/austrianische-sprachschule-teil-ii/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 11:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
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		<description><![CDATA[Auch im zweiten Teil besch&#228;ftigen wir uns mit den sprachlichen Unterschieden in den beiden panalpinischen Nachbarl&#228;ndern im Sinne einer besseren V&#246;lkerverst&#228;ndigung. Im ersten Schritt soll aber an dieser Stelle etwas&#160; tiefgr&#252;ndiger in die &#246;sterreichische Seele eingedrungen werden, denn gegenseitiges Verst&#228;ndnis ist Grundvoraussetzung jedweder Kommunikation. Die (wenigen) Eigenheiten des Alpenl&#228;nders f&#252;hren bei den einen zu einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="Deutschland-Oesterreich" class="aligncenter size-full wp-image-638" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/02/Deutschland-Oesterreich.jpg" style="width: 327px; height: 260px;" title="Deutschland-Oesterreich" /></p>
<p><strong>Auch im zweiten Teil besch&auml;ftigen wir uns mit den sprachlichen Unterschieden in den beiden panalpinischen Nachbarl&auml;ndern im Sinne einer besseren V&ouml;lkerverst&auml;ndigung.<br />
	</strong></p>
<p>Im ersten Schritt soll aber an dieser Stelle etwas&nbsp; tiefgr&uuml;ndiger in die &ouml;sterreichische Seele eingedrungen werden, denn gegenseitiges Verst&auml;ndnis ist Grundvoraussetzung jedweder Kommunikation. Die (wenigen) Eigenheiten des Alpenl&auml;nders f&uuml;hren bei den einen zu einem leicht exzentrischen Gesamteindruck, der andere bem&uuml;ht den vielzitierten &quot;<a href="http://www.ostarrichi.org/wort-18623-at-Eintrag_ist_mehr_als_schlecht!.html" target="_blank">Morbus austriacus</a>&quot; um seine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zu begr&uuml;nden. Wie man es jedoch auch immer nimmt: Der &Ouml;sterreicher an sich wird oftmals zu Unrecht bel&auml;chelt, auch wenn er es sich oft selbst nicht zuzugeben getraut: Er ist ein vollwertiger Mensch und liebenswert, wenn man ihn erst einmal verstanden hat.</p>
<p>Am ehesten l&auml;sst sich das &ouml;sterreichische Selbstbild als &quot;dialektisch&quot; benennen. Offenkundig unvereinbare Gegens&auml;tze zeichnen es aus, jedoch wird der &Ouml;sterreicher niemals m&uuml;de, diese Dialektik zu negieren: Sich einerseits stets dem gro&szlig;en Bruder Deutschland unterlegen zu f&uuml;hlen, aber dennoch einen beinahe pathologischen Nationalstolz zu zelebrieren, schlie&szlig;t sich nicht aus. Der &Ouml;sterreicher ist halt schlicht weltoffen, bleibt aber gerne unter sich. Der Deutsche ist als Tourist (zu Recht) verhasst, als Einwanderer gef&uuml;rchtet, aber man hat ihn halt lieb. Der &Ouml;sterreicher ist stolz ein &Ouml;sterreicher zu sein, aber er sch&auml;mt sich eben daf&uuml;r.</p>
<p>Wichtig zu begreifen ist noch, dass ein &Ouml;sterreicher niemals die Schuld tr&auml;gt. Diese kann jederzeit einem anderen &Ouml;sterreicher aufgeb&uuml;rdet werden, wo sie jedoch ebenso entr&uuml;stet abprallt. Er tr&auml;gt auch keine Verantwortung, konsequenterweise auch nicht f&uuml;r einen Erfolg. Das Schweigen eines &Ouml;sterreichers l&auml;sst sich am einfachsten als Zustimmung werten, alles andere f&uuml;hrt zu nichts. Wenn ein &Ouml;sterreicher schweigt, sch&auml;mt er sich meist, und wenn er sich sch&auml;mt, dann schweigt er.</p>
<p>Man hat in &Ouml;sterreich ganz sicher die Arbeit nicht erfunden, oftmals steht man sich mit s&uuml;dl&auml;ndischem Phlegma selbst im Weg, ist aber keineswegs faul. Was getan werden muss, das wird getan, ansonsten machts ein anderer. Konflikten ist grunds&auml;tzlich aus dem Weg zu gehen. Ganz wichtig: Ohne Titel ist man als &Ouml;sterreicher GAR NICHTS.</p>
<p>Doch zur&uuml;ck zu den sprachlichen Tricks und Kniffen der berg&uuml;berwindenden V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, heute mit einem Fokus auf Redewendungen:</p>
<p><span id="more-681"></span><strong>- &quot;Host die faschiatn Laiberln, die gschimperten, aufn Mist g`haun, Du Wiarschtl, Du gschlamperts?&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Hier zeigt sich deutlich der bajuvarische Sprachstamm: Adjektive werden gerne als Relativsatz zu ihrer Verst&auml;rkung ausgelagert. Der Sprecher m&ouml;chte sich hier bei uns erkundigen, ob wir die schimmligen Frikadellen entsorgt haben, und dass er uns f&uuml;r einen liderlichen, schwer ernstzunehmenden Menschen h&auml;lt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Do konnst ka Leiberl mit reissn!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Entspricht im Wesentlichen dem deutschen &quot;Da kann man keinen Blumentopf mit gewinnen&quot; und beschreibt ein Vorhaben mit geringen Erfolgsaussichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Glei sp&uuml;hts Granada!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Malerische Umschreibe der Tatsache, dass das aktuelle Verhalten alsbald negative Konsequenzen nach sich ziehen wird. Diese Redewendung begr&uuml;ndet sich aus der ebenso begr&uuml;ndeten Angst &ouml;sterreichischer Soldaten vor einem Granatenhagel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Habe die Ehre!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Mehrfach gebr&auml;uchlich, meist aber in verst&auml;rkender Intension nach einer gewagten Ansprache, oder in Form von &quot;Na, hobe die Ehre!&quot; im Sinne von &quot;Um Gottes Willen!&quot;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Ned deppert wern!&quot;</strong></p>
<p>Beruhigende Floskel im Eifer des Gefechts im Sinne von &quot;Nur die Ruhe bewahren!&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Da Hearst is scho gschduabm&quot;</strong></p>
<p>Der &Ouml;sterreicher fordert gerne anonym adressiert zum Zuh&ouml;ren auf, in dem er beherzt &quot;HEAST!?&quot; (&quot;H&ouml;rst Du!?&quot;) br&uuml;llt. Die ad&auml;quate Antwort darauf lautet, der &quot;H&ouml;rst Du&quot; sei zwischenzeitlich verstorben, was den Sprecher auf seine Unh&ouml;flichkeit aufmerksam machen soll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Ka G&ouml;d, ka Musi!</strong>&quot;</p>
<p>Die alpine Entsprechung von &quot;Ohne Moos, nichts los&quot;. Der &Ouml;sterreicher weist den Bittsteller hiermit h&ouml;flich darauf hin, dass er seine Leistungen und Waren nicht unentgeltlich feilzubieten gedenkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Do kummst ins Schwitzn wie a Fiamg&ouml;d&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Der &quot;G&ouml;d&quot; bezeichnet den Onkel, hier ist also der Firmpate gemeint, der ob der zu erwartenden Kosten des zu leistenden Firmgeschenks in Bedr&auml;ngnis ger&auml;t.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Wer lang sudert, wird ned pudert&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Wer zu viel Zeit zum Beklagen seines Schicksals aufw&auml;ndet, darf nicht davon ausgehen, alsbald Geschlechtsverkehr zu haben. Will meinen: Wer nur jammert, kommt zu nichts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Glick is a Vogerl&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Gl&uuml;ck ist fl&uuml;chtig und wandert stets leichtf&uuml;ssig vom einem zum andern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Bessa a wocklada Staumdisch, ois a feste Hockn&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Besser ein wackliger Stammtisch, als ein fester Arbeitsplatz. Hier wird die Grundmentalit&auml;t des &Ouml;sterreichers trefflichst beschrieben, verst&auml;rkt nur noch durch</p>
<p><strong>- &quot;Liaba an Bauch vom Saufn, ois a Buckl vom hockln&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Beide geben klar Richtung auf die beliebteste Freizeitt&auml;tigkeit des m&auml;nnlichen &Ouml;sterreichers: Das Saufen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Nerd-Dilemma</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 14:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nie war es leichter, nie war es sch&#246;ner, ein Computer-Nerd zu sein, als dieser Tage. Nerd-Ismus ist zwischenzeitlich gesellschaftlich akzeptiert und eher hoch angesehen, als ins L&#228;cherliche gezogen. Sollte man meinen. In Wahrheit betreibt aber die IT-Industrie ein noch nie dagewesenes Nerd-Bashing der ganz anderen Art, das endlich einmal ans schmutzig-gelbe Tageslicht gezogen werden muss. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="woz" class="aligncenter size-full wp-image-612" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/02/woz.jpg" title="woz" /></p>
<p><strong>Nie war es leichter, nie war es sch&ouml;ner, ein Computer-Nerd zu sein, als dieser Tage. Nerd-Ismus ist zwischenzeitlich gesellschaftlich akzeptiert und eher hoch angesehen, als ins L&auml;cherliche gezogen. Sollte man meinen. In Wahrheit betreibt aber die IT-Industrie ein noch nie dagewesenes Nerd-Bashing der ganz anderen Art, das endlich einmal ans schmutzig-gelbe Tageslicht gezogen werden muss.<br />
	</strong></p>
<p>Ich war schon immer ein Nerd, irgendwie, auch wenn ich ich es selbst erst sehr sp&auml;t realisierte. Meine f&uuml;r einen Nerd verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig weit ausgepr&auml;gten sozialen Kompetenzen, sowie ein eher sub-akademisches Umfeld taten das Ihrige zu einer erfolgreichen Langzeitverschleierung.&nbsp; Immer schon hatte ich das qu&auml;lende Bed&uuml;rfnis, technischen Zusammenh&auml;ngen auf den Grund zu gehen, sie zu erforschen, auch wenn es ihre Demolierung bedeutete. Immer schon habe ich Dinge auseinandergenommen, wenngleich fr&uuml;her auch selten wieder funktionierend remontiert. Erst als ich mein Hobby zum Beruf machte und fortan in der Softwareentwicklung mein t&auml;glich Brot verdienen durfte, erkannte ich mein wahres Ich.</p>
<p><span id="more-608"></span>Der Defakto-Standardberuf des Nerds, der des Software-Entwickler, hat sich jedoch mit der Industrialisierung der IT signifikant gewandelt. Zuvor waren Softwareentwickler merkw&uuml;rdige Zeitgenossen, die ihre Kreativit&auml;t und ihre &uuml;berbordende Probleml&ouml;sungskompetenz relativ frei ausleben konnten, kamen sie doch in der freien Wildbahn eher selten vor und waren von Arbeitgebern begehrt. Banken, Versicherungen, Softwarefirmen und Universit&auml;ten hielten sich&nbsp; welche abgeschottet in neonbeleuchteten Kellern, gaben ihnen Pizza und Cola und bezahlten sie mit mehr, als sie in aller Regel auszugeben vermochten. Die Nerds dankten ihnen diese Freiheit mit &uuml;bergeb&uuml;hrlichem Arbeitseinsatz und opferten bereitwillig auch noch ihre Freizeit f&uuml;r Firmenbelange, die sie stets als die Eigenen empfanden.</p>
<p>Mit zuhehmendem Bedarf an individualisierter Software stieg auch der Bedarf an Programmierbef&auml;higten. Business-School-Absolventen kreierten sogenannte &quot;Prozesse&quot;, die Softwareentwicklung vereinfachen, beschleunigen und nicht zu letzt verbilligen sollten. Kaum mehr konnte der Bedarf mit Informatikern gedeckt werden, weshalb der Beruf des &quot;Fachinformatikers f&uuml;r Anwendungsentwicklung&quot; ins Leben gerufen wurde. W&auml;hrend als studierte Informatiker zwischenzeitlich fast ausschlie&szlig;lich praxisferne Richi-Ritch-Fantasten mit Bill-Gates-Profilneurose agierten, weil eben im BWL-Studiengang keine Sitzpl&auml;tze mehr frei waren, durfte nun jeder, der schon einmal eine Playstation 3 angeschlossen hatte und die Realschule halbwegs ohne Fr&uuml;hschwanger- /-vaterschaft &uuml;berlebt hatte, eine Praxisausbildung zum Anwendungsentwickler absolvieren.</p>
<p>Eine regelrechte Schwemme an sogenannten Codierern (Programmiersprachenkundige ohne messbare Eigenintelligenz) &uuml;berrannte kurz darauf den Markt und zerst&ouml;rte alle bisher dagewesenen Gehaltsgef&uuml;ge. Selbst Informatikabsolventen verdienen seither, sofern als Entwickler angestellt, nur mehr einen Bruchteil dessen, was fr&uuml;her einmal drin gewesen ist. Aus unternehmerischer Sicht ist es sinnvoller, zum gleichen Geld 5 grottenschlechte Codierer und einen halbwegs begabten Productmanager zu besch&auml;ftigen, als einen kompetenten Entwickler, da sich im ersteren Szenario eine gewisse Ausfallsicherheit ergibt.</p>
<p>Wer den Job aus idealistischen Motiven, finanzielle kann es keine geben, dennoch macht, weil er gut darin ist und Spa&szlig; am kreativen Entwickeln hat, wird sich alsbald im typischen Nerd-Dilemma wiederfinden: Sein Arbeitgeber erkennt sein Potenzial und m&ouml;chte dieses betriebswirtschaftlich m&ouml;glich effektiv ausnutzen. Der arme Nerd wird also vom Bildschirm weggelobt und soll k&uuml;nftig Konzepte f&uuml;r die Programmieraffen aus der Berufsschule verfassen. Im allerschlimmsten Falle zwingt man ihn auch noch zu Kundenkontakt, weil er der einzige ist, der auf fachliche Fragen eine halbwegs sinnvolle Antwort geben kann. Kaum zu erw&auml;hnen, das man ihn weiter f&uuml;r das k&auml;rgliche Entwicklergehalt anschaffen l&auml;sst, w&auml;hrend der BWL-ler, der den Job zuvor an die Wand gefahren hatte, noch das Dreifache daf&uuml;r bekam.</p>
<p><strong>Das Nerd-Dillemma auf den Punkt gebracht:</strong> In einem auf Masse statt Klasse gerechneten Businessplan wird ein Nerd zu seinem Leidwesen immer Karriere machen m&uuml;ssen, da er nicht anders kann als gut zu sein, in dem was er tat. Er wird jedoch zunehmend zu Arbeiten gezwungen, die ihm keine Freude bereiten, weshalb die Qualit&auml;t ein Mittelma&szlig; niemals &uuml;bersteigen kann. Mittelm&auml;ssigkeit ist des Nerds Tod. Er stirbt innerlich. Irgendwann.</p>
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		<title>Das Prinzip Volksverarsche (Teil II)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/das-prinzip-volksverarsche-teil-ii/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 08:35:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem im ersten Teil die theoretischen Grundlagen eines kapitalbasierenden Gesellschaftssystems umrissen wurden, soll heute die praktische Seite ein wenig genauer beleuchtet werden.&#160; Man nehme exemplarisch einen Industriearbeiter, der in einer Endmontagehalle beispielsweise h&#246;herwertige Mikrowellenherde zusammenbaut. Pro Mikrowellenger&#228;t ben&#246;tigt er, wiederum &#228;u&#223;erst exemplarisch, eine Stunde Arbeit. Diese bringt ihm pers&#246;nlich 11 Euro netto ein. Seinen Arbeitgeber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem im ersten Teil die theoretischen Grundlagen eines kapitalbasierenden Gesellschaftssystems umrissen wurden, soll heute die praktische Seite ein wenig genauer beleuchtet werden.&nbsp;</strong></p>
<p>Man nehme exemplarisch einen Industriearbeiter, der in einer Endmontagehalle beispielsweise h&ouml;herwertige Mikrowellenherde zusammenbaut. Pro Mikrowellenger&auml;t ben&ouml;tigt er, wiederum &auml;u&szlig;erst exemplarisch, eine Stunde Arbeit. Diese bringt ihm pers&ouml;nlich 11 Euro netto ein. Seinen Arbeitgeber kostet diese Stunde Arbeitszeit, inklusive flexibler Kosten wie Strom, Heizung, Fehler, die der Arbeiter macht, Verwaltung und Logistik und allen sonstigen &nbsp;Nebenkosten rund 50 Euro. F&uuml;r das Basismaterial, das samt und sonders im aussereurop&auml;ischen Ausland fremdgefertigt wird, zahlt er inklusive Anlieferung 33 Euro. Die Gesamtproduktionskosten inklusive Verpackung belaufen sich somit auf, sagen wir einmal, 90 Euro.</p>
<p>F&uuml;r 140 Euro wird das Ger&auml;t nun an den Handel weitergegeben, der es schlie&szlig;lich f&uuml;r 169 Euro an den Endkunden weitergibt. Macht einen Reinerl&ouml;s f&uuml;r den Hersteller von 50 Euro, der H&auml;ndler erwirtschaftet nach Abzug seiner Auslagen noch einmal ca. 19 Euro.</p>
<p><strong>Anderes Beispiel, gleiches Thema</strong>:</p>
<p><span id="more-598"></span></p>
<p>Ein festangestellter IT-Experte ber&auml;t f&uuml;r seinen Arbeitgeber Kunden in seinem Fachgebiet. Er arbeitet nicht auf Provisonsbasis, sondern f&uuml;r ein Fixgehalt, &Uuml;berstunden werden anteilig ausbezahlt. Pro Stunde berechnet sein Arbeitgeber dem Kunden 175 Euro. Pro gefahrenem Kilometer mit dem eigenen Fahrzeug erh&auml;lt der Berater 55 Cent, dem Kunden werden 60 Cent in Rechnung gestellt. Weitere Nebenkosten fallen f&uuml;r den Arbeitgeber nicht an. Alles in allem fallen aber pro bezahlter Stunde beim Kunden ingesamt zwei Stunden Arbeitszeit f&uuml;r den Mitarbeiter und/oder Verwaltungsangestellte und Vertriebler an, die vom Kunden nicht verg&uuml;tet werden. Bei gro&szlig;z&uuml;gig veranschlagten Arbeitszeitkosten von 80 Euro bleiben dem Arbeitgeber also pro verkaufter Arbeitsstunde noch 95 Euro Reingewinn. Dem Arbeitnehmer bestenfalls 20.&nbsp;</p>
<p><strong>Im Fazit:</strong>&nbsp;Egal ob produzierendes, oder dienstleistendes Gewerbe, im Schnitt verdient der Kapitalgeber an der Leistung seines Leistungserbringers rund das F&uuml;nffache dessen, was er diesem als Lohn zugesteht, wobei die Leistung fast ausschlie&szlig;lich vom Leistungserbringer erbracht worden ist.</p>
<p><strong>Und warum?</strong> Weil er es kann!&nbsp;</p>
<p>Nur mit Kapital ist es m&ouml;glich, die f&uuml;r die Aufnahme einer Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit erforderlichen Investitionen zu erbringen. Der Fabrikarbeiter w&auml;re also gar nicht in der Lage, die f&uuml;r eine wirtschaftlich sinnvolle Gr&ouml;&szlig;enordnung erforderliche Menge an Bauteilen einzukaufen, geschweige denn Fertigungsanlagen zur Verf&uuml;gung zu stellen. Dem IT-Berater w&uuml;rden, ohne namhaftes Unternehmen im Hintergrund, niemals Beratungsvertr&auml;ge angeboten.&nbsp;</p>
<p>Letztlich ist es also das Kapital, welches seinen Eigent&uuml;mer dazu bef&auml;higt, diejenigen, deren Arbeit Fr&uuml;chte er sich einverleibt, zu knechten und knapp zu halten. In einer sogenannten sozialen Marktwirtschaft ist dieses Vorgehen legitim, der Reingewinn eines Unternehmers im Verh&auml;ltnis zur Entlohnung des Produzierenden ist nicht geregelt. Sozial bleibt hier allein, das man auch einen Arbeitslosen noch nicht unmittelbar auf der Strasse verhungern und erfrieren l&auml;sst, sondern ihn notd&uuml;rftig am Leben erh&auml;lt. Sonst nichts.</p>
<p>Es liegt mir fern, den Kapitalsimus und die Marktwirtschaft zu verteufeln, hat sie doch auch den nicht mit Kapital gesegneten Mittelst&auml;ndlern vielfach ein angenehmes Leben erm&ouml;glicht. Es sei aber dennoch gestattet zu hinterfragen, ob der reine Besitz finanzieller Mittel es rechtfertigt, Millionen von Arbeitnehmern auf diese Weise auszubeuten.&nbsp;</p>
<p><em><strong>- Leistung muss da entlohnt werden, wo sie passiert -&nbsp;</strong></em></p>
<p>Mit einem solchen Slogan lie&szlig;en sich neue Wege finden, Kapital weiterhin gewinnbringend einzusetzen, aber auch die reine Leistungserbringung attraktiver zu gestalten. Wir besitzen heute die technischen Mittel, die Produktionskosten eines einzelnen Artikels bis auf den Cent hinunter unter Ber&uuml;cksichtigung aller Faktoren voraus zu berechnen. Ebenso abbildbar sind die Kosten und Zeitaufw&auml;nde aller Nebenproduktionsprozesse. Wieso hier nicht die Reingewinne nach einem fairen Schl&uuml;ssel gem&auml;&szlig; den geleisteten Aufw&auml;nden pro Produkt verteilen? Gerne kann dem Kapitalgeber hierbei auch ein Risikobonus anerkannt werden, ein Produkt, oder eine Dienstleistung m&uuml;ssen sich&nbsp;ja nicht zwingend verkaufen und nicht immer kann dem Kapitalgeber eine Managementfehlentscheidung vorgeworfen werden.</p>
<p>Warum ein derartiges Prinzip niemals Einzug halten wird? Weil kein Kapitalgeber jemals bereit sein wird, freiwillig seine Gewinne mit seinen Angestellten zu teilen. Und weil kein Politiker jemals ein Interesse daran haben k&ouml;nnen wird, es sich mit den Kapitalgebern zur verscherzen.</p>
<p><em>Aber fragen wird wohl noch erlaubt sein.</em></p>
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		<title>Das Prinzip Volksverarsche (Teil I)</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 09:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Erkenntnis, das ein Volk geradewegs verarscht werden muss, stammt nicht origin&#228;r von Politikern, denen man nur zu gerne die Schuld f&#252;r alles Schlechte zuschiebt, nein, diese Erkenntnis ist bedeutend &#228;lter und eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und den Wirtschaftsinteressen einzelner, weniger humanistisch ausgelegter Pers&#246;nlichkeiten. Doch man beginne am Anfang.Wir, die &#34;Mitglieder einer modernen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="investment" class="aligncenter size-full wp-image-594" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/investment.gif" style="width: 381px; height: 292px;" title="investment" /></p>
<p><strong>Die Erkenntnis, das ein Volk geradewegs verarscht werden muss, stammt nicht origin&auml;r von Politikern, denen man nur zu gerne die Schuld f&uuml;r alles Schlechte zuschiebt, nein, diese Erkenntnis ist bedeutend &auml;lter und eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und den Wirtschaftsinteressen einzelner, weniger humanistisch ausgelegter Pers&ouml;nlichkeiten.</strong></p>
<p>Doch man beginne am Anfang.Wir, die &quot;Mitglieder einer modernen Zivilisation&quot; klopfen uns gegenseitig die Schultern blau, ob der &Uuml;berwindung der Sklaverei, der Befreiung von der Lehensknechtschaft und unserer &quot;aufgekl&auml;rten&quot;, &quot;humanen&quot; Umgangsformen untereinander. Nur zu gerne lassen wir dabei die Realit&auml;t aus dem Sinn, denn frei sind wir alle nicht, die wir nicht freier Unternehmer sind und selbst zu Knechten in der Lage.</p>
<p>Existenz&auml;ngste begr&uuml;nden sich in westlichen Zivilisationen heutiger Tage nicht mehr auf den Verlust des Lebens selbst, sondern auf die Einbu&szlig;e von Lebensqualit&auml;t. Mach einer ist eher bereit zu sterben, als in Armut leben zu m&uuml;ssen. Wir werden nicht mehr von Diktatoren unterdr&uuml;ckt, die uns androhen uns zu ermorden, unsere Unterdr&uuml;ckung geht einzig vom Kapital aus. Unsere &quot;Strafe&quot; f&uuml;r zivilen Ungehorsam ist nicht Folter im physischen Sinne, uns nimmt man einfach den Flachbildfernseher, den C-Klasse Mercedes und den Rinderbraten am Wochenende.</p>
<p>So kommt es dann auch, dass die offiziellen F&uuml;hrer unserer Gesellschaft zu Marionetten verkommen sind, ihre Menschlichkeit sich einzig dem Kapital unterordnet und eben die Lenker und Leiter der Geldfl&uuml;sse &uuml;ber die Schicksale des P&ouml;bels bestimmen.</p>
<p>Das Prinzip ist sehr einfach: Wer bereits &uuml;ber Mittel verf&uuml;gt, vermag diese zu ihrer Mehrung einzusetzen. Wer nicht, nicht.</p>
<p>Wir unterscheiden dabei zwischenzeitlich eine Vier-Klassengesellschaft:</p>
<p><span id="more-588"></span></p>
<p><strong>01. Die Kapitalgeber<br />
	</strong></p>
<p>An Spitze der Verdummungspyramide, als prim&auml;re Operatoren und Schicksalsm&auml;chte, stehen eben jene, die frei verf&uuml;gbares Kapital ererbt oder erstohlen haben. Rechtm&auml;&szlig;ig ist schwerlich an Kapital zu geraten, denn die oberste Kaste teilt gewissenhaft unter sich auf und wacht mit Argusaugen auf durch sie kontrollierten Kapitalfluss. Ihre finanziellen Mittel setzten sie ausschlie&szlig;lich dazu ein, mittels Druck, Manipulation und Verdummung aus niederen Individuuen noch mehr Kapital zu pressen. Humanistische Ideale dienen Kapitalgebern ausschlie&szlig;lich als Fassade, hinter welcher sie ihre menschenverachtenden Gesch&auml;fte treiben.</p>
<p><strong>02. Adjutanten und M&auml;tr&auml;ssen der Kapitalgeber<br />
	</strong></p>
<p>Sie scharen sich, im vollen Bewusstsein der Schlechtigkeit ihrer M&auml;zenen, um einen Kapitalgeber, erf&uuml;llen delegierte Managementaufgaben f&uuml;r sie und halten sie bei Laune. Daf&uuml;r werden sie mit &uuml;berdurchschnittlichem Wohlstand entlohnt, der sie jedoch niemals dazu bef&auml;higen wird, selbst zu einem Kapitalgeber aufzusteigen, es sei denn, sie tr&auml;ten eine bewilligte, direkte Nachfolge an. Diese Klasse knechtet und wird selbst geknechtet, ist aber hinreichend mit Luxusg&uuml;tern narkotisiert, nur selten r&uuml;rt sich noch ihr Gewissen.</p>
<p><strong>03. Leistungserbringer</strong></p>
<p>Der vielger&uuml;hmte Mittelstand. Auf ihren Schultern wird die Welt getragen, ihre Anstrengungen mehren den Reichtum ihrer Kapitalgeber. Daf&uuml;r h&auml;lt man sie am Leben, nicht ohne jedoch ihre &Auml;ngste zu sch&uuml;ren, das dieser Zustand nicht von Dauer sein m&uuml;sse. Sie werden verbrannt, sind jedoch noch in gro&szlig;er Zahl gl&uuml;cklich dabei, denn sie d&uuml;rfen sich f&uuml;r etwas besseres halten, schlie&szlig;lich gibt man ihnen Flachbildfernseher und C-Klasse Mercedi. Auch Arbeiter geh&ouml;ren zwischenzeitlich diesem Stand an, denn auch sie f&uuml;hren heutzutage ein Leben in gem&auml;&szlig;igtem Wohlstand.</p>
<p>Ein gesundes Mittelma&szlig; aus Zuckerbrot und Peitsche h&auml;lt diese Mittelstandsmaschinerie am Laufen, der geschickte Adjutant vermag seine Lohnsklaven in einem Ausma&szlig; zu besch&auml;ftigen, dass sie gerade nicht zusammenbrechen, ihnen aber auch keine Zeit und Kraft mehr f&uuml;r einen klaren Gedanken bleibt.</p>
<p>Dem Mittelstand wird das gute Gef&uuml;hl gegeben, das sein Werk einen Sinn erf&uuml;llt, denn er darf alleine f&uuml;r die Belange der vierten Klasse aufkommen.</p>
<p><strong>04. Leistungsempf&auml;nger<br />
	</strong></p>
<p>Grunds&auml;tzlich aus Gr&uuml;nden der pers&ouml;nlichen Gesundheit, oder aber aus sozialer Ungerechtigkeit nehmen diese Menschen nur bedingt am Wirtschaftssystem teil. Sie konsumieren, ohne zu leisten. Im Wesentlichen gleichen sie damit auffallend den Kapitalgebern und Adjutanten, denn auch sie investieren die Mittel der Leistungserbringer, welche diese ansonsten nur sinnlos verspart h&auml;tten, zur&uuml;ck in den Kreislauf und erwerben Wirtschaftsg&uuml;ter wie Bier, Schnaps und Zigaretten vom Kapitalgeber. &Uuml;ber die Leistungsempf&auml;nger stellt der Kapitalgeber sicher, dass niemals ein Leistungserbringer selbst Kapital aufbauen und damit zur Konkurrenz werden k&ouml;nnte.</p>
<p>Objektiv betrachtet ein in seiner Perfektion und Ausgewogenheit geradezu kosmisch sch&ouml;n anmutendes Gesellschaftskonstrukt.</p>
<p><em>Nach den Grundlagen, beleuchten wir im zweiten Teil die Prinzipien der Konzernwirtschaft etwas detaillierter und kreieren ein bereits dagewesenes Alternativmodell, das jedem Grossinvestor den Angstschweiss in die gepuderten Achselh&ouml;len treiben wird.<br />
	</em></p>
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		<title>Virales (?)</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 08:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&#228;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde. Latent stellt sich die&#160;Frage nach dem &#34;Warum&#34; bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img alt="questionsp" class="aligncenter size-full wp-image-578" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/questionsp.jpg" title="questionsp" /></p>
<p><strong>Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&auml;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde.</strong></p>
<p>Latent stellt sich die&nbsp;Frage nach dem &quot;Warum&quot; bei praktisch allem, was wir tun, sei es nun aktiv, oder passiv, in Reaktion auf eine Aktion Dritter. Zur Ratifizierung, zur Optimierung und zur allgemeinen Steuerung unseres Lebens sind diese R&uuml;ckfragen unabdingbar. Wer sie sich nicht stellt,&nbsp;oder&nbsp;verharrt, d&uuml;mpelt fremdbestimmt durch sein Sein und wird sich diese Frage sp&auml;testens final in dramatischer Drastizit&auml;t stellen.</p>
<p>Was aber, wenn sich die Frage nicht dediziert beantworten l&auml;sst, die Ursache der Frage eine Unab&auml;nderlichkeit darstellt? Fragen, die sich ausschlie&szlig;lich mit &quot;Weil es eben so muss&quot; beantworten lassen? F&uuml;r diese zahlreichen F&auml;lle hat uns unsere Natur mit einer heilsspendenden Dumpfheit ausgestattet: Derartige Fragen stellen wir uns im Alltag nicht. Wir qu&auml;len uns allmorgentlich durch den Berufsverkehr, weil die Evaluierung der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel kein Optimierungspotenzial auswies, wir ertragen unseren staubtrockenen, zerm&uuml;rbenden Job, weil Existenz&auml;ngste und unser Sicherheitsbed&uuml;rfnis uns dazu zwingen, wir zwingen uns wieder und wieder, diesen bescheuerten Salat zu fressen, weil das eben gesund ist und wir ansonsten des Skorbuts verst&uuml;rben. Bei all diesen T&auml;tigkeiten w&uuml;rden wir die st&auml;ndige Frage nach dem Warum in unserem Bewusstsein gar nicht ertragen, f&uuml;r eine derartige Folter ist die menschliche Psyche im Regelfall schlicht nicht ausgelegt. Dauerhaftes, emotionales Erbrechen w&auml;re die Folge, und genau dieses macht endg&uuml;ltig handlungsunf&auml;hig. So haben wir gelernt, vielfach die Frage nach dem Warum entweder zu ignorieren, oder in einem bewussten, mentalen Akt im Keime zu ersticken.</p>
<p>Mitunter aber gelingt es extrinisischen Faktoren, unser cognitives Immunsystem derart zu schw&auml;chen, das eben diese Mechanismen versagen. Wir sind so intensiv damit besch&auml;ftigt, uns andere, gr&ouml;&szlig;ere Umst&auml;nde sch&ouml;nzureden, oder aber sie daran zu hindern, uns zu vernichten, dass keine Kapazit&auml;t f&uuml;r das Niederk&auml;mpfen der vielen, kleinen, sonst kaum st&ouml;renden Warums mehr &uuml;brig bleibt. Der Alltag wird schier unertr&auml;glich, wenn all die sinnlosen, zum Teil schmerzhaften und praktisch immer belastenden Aktionen und Reaktionen gnadenlos hinterfragt werden m&uuml;ssen. Nicht genug damit, das sie an die Oberfl&auml;che dringen, sie vermehren sich auch. Fehlt der gesunde Selbstschutz, reproduzieren sich die b&ouml;sartigen Biester ungebremst. Kaum ein Umstand, kaum ein Zustand, kaum ein Ereignis, welches nicht im schmerzhaften Sinne hinterfragbar w&auml;re. Der Erkrankte wird regelrecht &uuml;berschw&auml;mmt von Fragen, deren Antworten er sich nicht ohne seelisches Husten, Schnupfen und Herzfieber zu geben vermag.</p>
<p>Wohl dem, der einen gro&szlig;en, umfassenden Grund zur Niederschlagung seiner Warums zu finden vermag, denn dies sind Situationen, die bestenfalls signifikante &Auml;nderungen hervorbringen, aber durchaus geeignet sind, einen Menschen zu brechen.</p>
<p>Doch der Gebrochene wird immun sein. Mit der Selbstaufgabe verstummen auch die Fragen. Nur mehr zu funktionieren; leichter kann ein Leben nicht sein.</p>
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		<title>Retro &#8211; Spectat 2009</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/12/retro-spectat-2009/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[2009]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War das Jahr 2008 noch von vielen Ver&#228;nderungen gepr&#228;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse. Januar, Februar und M&#228;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&#252;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&#228;ne wurden von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War <a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/01/retro-spectat-2008/" target="_blank">das Jahr 2008</a> noch von vielen Ver&auml;nderungen gepr&auml;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse.</strong></p>
<p>Januar, Februar und M&auml;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&uuml;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&auml;ne wurden von nicht eingehaltenen Zusagen zerschlagen, die Suche nach einem Haus zum Kaufen gestaltete sich schwierig. Geeignete Objekte waren entweder zu teuer, zu verfallen oder zu weit aus unserem r&auml;umlichen Raster. Als die Hoffnung fast erloschen war, fanden wir das Objekt, das exakt zu uns passte. Und man schnappte es uns vor der Nase weg.</p>
<p>Ende M&auml;rz war dann eine Alternative aufgetan. Endlose Planungen, Unterredungen, Amtschimmelritte und Vertragsunterzeichnungen sp&auml;ter erhielten wir am 01.04.2009 die Schl&uuml;ssel zu unserem 30 Jahre alten Domizil.</p>
<p>W&auml;hrend die Schwangerschaft immer problemloser verlief, plagte ich mich durch Fr&uuml;hjahr und Fr&uuml;hsommer mit einem diabolisch unbefriedigenden Job, der Pubert&auml;t (nicht meiner) und mannigfachen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Freit&auml;gliche Herrenabende, in denen ich allein biersaufend am Grillfeuer d&ouml;ste, stellten die einzige Zerstreuung dar.</p>
<p>Die Zeit raste und alsbald wurde im August unsere Tochter geboren. Seither rast die Zeit noch mehr, ein bislang nicht unspannendes Leben ger&auml;t anpassungsbedingt zum Thriller.</p>
<p><strong>Im Fazit:</strong> Viel zu viel langweilige Arbeit, viel zu wenig Zeit f&uuml;r die wirklich wesentlichen Dinge, viel zu wenig Geld f&uuml;r die erbrachte Leistung und im Wesentlichen: Viel zu viel Selbstmitleid. Viel zu viele Infekte.</p>
<p>Meine <strong>guten Vors&auml;tze</strong> <strong>f&uuml;r 2010</strong>: Die pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnisse der Einfachheit halber komplett abschaffen, Selbstmitleid nur noch bei schwerer Erkrankung (Schnupfen) aufkeimen lassen und m&ouml;glichst nicht mehr nachdenken. So zur Abwechslung. Und das Immunsystem st&auml;rken, oder wahlweise komplett zerst&ouml;ren.</p>
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		<title>Chronische Unterforderung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&#252;&#223;t es an Leistungsf&#228;higkeit ein, oder besch&#228;ftigt sich mit unerw&#252;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&#246;nnen. Eines der wesentlichen Merkmale echter F&#252;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&uuml;&szlig;t es an Leistungsf&auml;higkeit ein, oder besch&auml;ftigt sich mit unerw&uuml;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&ouml;nnen.</strong></p>
<p>Eines der wesentlichen Merkmale echter F&uuml;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter mit den f&uuml;r sie passenden T&auml;tigkeiten zu beauftragen. Echte F&uuml;hrungskompetenz ist jedoch selten. Manch Personalf&uuml;hrungsbeauftragter entscheidet prim&auml;r zum eigenen Wohl, ganz besonders in Unternehmen, die nur noch nach Zahlen geleitet werden. So werden Mitarbeiter als Cash-Cows verheizt, maximaler Profit geht zu Lasten efiizientester Auslastung und Besch&auml;ftigung. Das Mitarbeiterwohl spielt per se keine Rolle.</p>
<p>Viel zu oft finden sich also Menschen in Positionen wieder, die ihren F&auml;higkeiten und Bed&uuml;rfnissen nicht entsprechen. Einzelne Charaktere sind dazu geeignet, sie unterfordernde T&auml;tigke&iacute;ten auszuf&uuml;hren, in dem sie die eigenen Pers&ouml;nlichkeit w&auml;hrend der Verrichtung ausschalten und den Job lediglich als leidliches Mittel zum Zwecke der Existenzsicherung betrachten. Andere zerbrechen.</p>
<p><span id="more-543"></span></p>
<p>Man nehme einen durchschnittlich begabten Studienabbrecher eines geisteswissenschaftlichen Fachgebiets. Seine Interessen liegen in der Literatur, der Musik und der Philosophie. Im Verlauf seines Studiums muss er erkennen, dass ihn seine Studienwahl wohl niemals wird ern&auml;hren k&ouml;nnen. Seine Freundin erwartet ein Kind, Einnahmen m&uuml;ssen her um die junge Familie zu ern&auml;hren. Mit Ende 20 also verl&auml;sst er die Universit&auml;t und beginnt, mangels Fachqualifikation und Ausbildungsberuf, eine Karriere in der &ouml;rtlichen Dosenfabrik. Hier wird er in der Dreierschicht (Fr&uuml;h/Sp&auml;t/Nacht) an einem B&ouml;rdelautomaten eingesetzt, an dem er pro Schicht ca. 8000 mal ein und denselben Handgriff verrichten wird. F&uuml;r &quot;gutes Geld&quot; hat der arme Knopf nun seine Seele verkauft. Die ersten Monate gehen leicht von der Hand, da er durch die Schichtwechsel sowieso niemals mehr richtig wach wird. In seiner Freizeit verbringt er stumnpfe Stunden mit seiner Familie, oder bes&auml;uft sich mit Arbeitskollegen am Tresen. Innerhalb weniger Jahre wird er entweder schwerer Alkoholiker, drogenabh&auml;ngig, oder schlicht tot sein, da ihn die Depressionen mit dem Sch&auml;del in die Hochdruckpresse gezwungen haben, nachdem seine Restkreativit&auml;t ihm das &Uuml;berlisten der Lichtschrankensicherung erm&ouml;glicht hatte.&nbsp;</p>
<p>Geistige Unterforderung ist eine Unterschlagung von Erfolgserlebnissen. Ohne Erfolgserlebnisse kr&auml;nkelt erst das Ego, sp&auml;ter der ganze Mensch. Unz&auml;hlige psychosomatische Erkrankungen, S&uuml;chte, Depressionen und aggressive &Uuml;bergriffe gehen auf das Konto der geistigen Unterforderung. Ein meiner Meinung nach zentrales Thema unserer Gesellschaft, &uuml;ber das jedoch niemand spricht.&nbsp;</p>
<p>Ein gl&uuml;ckliches, gesundes Leben setzt immer auch ein gewisses Ma&szlig; an Selbstverwirklichung voraus. Der unbeg&uuml;terte Durchschnittsmensch verbringt den Gro&szlig;teil seiner Lebenszeit mit der Erwirtschaftung von Kapital f&uuml;r andere (was an sich bereits ein Hohn ist!), so ist er geradewegs gezwungen, sich im Job selbst zu verwirklichen. Ist ihm diese M&ouml;glichkeit genommen, wird er &uuml;ber kurz oder lang zu Grunde gehen. Oder aber er war schon immer ein nicht zu unterfordernder Trottel. Solche gibts auch.</p>
<p>Es kann nur jedem angeraten sein, der sich in seinem Job nicht allzu wohl f&uuml;hlt, intensiv in sich hinein zu horchen, auf die Stimmen, die da sagen, ob er das richtige tut. Aus Angst oder Bequemlichkeit keinen Wechsel anzustreben, sondern im geistigen Verlies der Verdummung zu verharren wird auf lange Sicht einem Selbstmord auf Raten gleichkommen. Der Mensch kann sich auch in Besch&auml;ftigung langweilen, wenn die Besch&auml;ftigung ihn zwar blockiert, aber nicht auslastet.</p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (II)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/10/10-jahre-elektronische-datenverunstaltung-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich. Mit diesem Motto gelang es mir, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich.</strong></p>
<p>Mit diesem Motto gelang es mir, mich von meinen Kunden, die ich eigentlich betreuen sollte, nach und nach in die Materie einarbeiten zu lassen. Mit enormem Zeitaufwand war dann irgendwann auch der ganz normale Geschäftsalltag zu bewältigen. Aus 30 Kunden wurden dann 50, bald 70 und schließlich über hundert. Mein monatelanges Flehen nach Verstärkung wurde irgendwann erhört, es wurde erst ein Team, später eine Abteilung gegründet, deren Leitung mir oblag.</p>
<p>Bald war mein Job nicht mehr die Beantwortung von Kundenanfragen, sondern die Ausbildung und &#8220;Überwachung&#8221; derer, die Anfragen bearbeiten sollten. Zunehmend beschäftigte ich mich mit Produktmanagement, bildet quasi eine Brücke zwischen Kundenbetreuer (und damit dem Kunden) und Entwicklern, was die Produktqualität signifikant verbesserte. Als ich richtig Ahnung hatte, musste ich zunehmend eigene Projekte umsetzen, Schulungen abhalten und wurde zu guter Letzt als Einmann-Deeskalationstrupp komplett verheizt. Ich arbeitete sieben Tage die Woche, immer noch 18 Stunden am Tag und besaß absolut gar kein Privatleben mehr. Tagsüber Reisetätigkeiten, zwischendurch Fernkoordination meiner Abteilung, abends Terminnach- und -vorbereitungen, Korrespondenz und Konzeptionelles. Am Wochenende dann alles, was meine Schergen über die Woche liegen gelassen hatten.</p>
<p><span id="more-472"></span></p>
<p>Unser Geschäftsführer mischte sich im Zuge der angestrebten ISO-Zertifizierung immer mehr in meinen Verantwortungsbereich ein, bald gab es jeden Morgen und jeden Abend eine &#8220;Andacht&#8221; zu der harte Worte wahrlich nicht gelassen laut ausgesprochen wurden. Als mir dann auch noch die privaten Klüngeleien meiner Untergebenen den letzten Nerv raubten (&#8220;Mit dem arbeite ich nicht mehr zusammen, entweder der geht, oder ich&#8221; &#8211; &#8220;OK, ihr geht beide. Penner&#8221;), riss mir irgendwann der Geduldsfaden und ich kündigte. Unser Entwicklungsleiter kam mir noch auf der Strasse hintergerannt und ging erst mal nen Schnapps mit mir trinken. Am nächsten Tag stellte er mich bei gleichen Bezügen als Entwickler wieder ein.</p>
<p>Eine deutlich ruhigere und viel interessantere Zeit brach an. Ich arbeitete mich, völlig frei in meinem Tagesablauf, in drei bis fünf Entwicklungsplattformen ein und erhielt schließlich den Auftrag, zusammen mit einem Referenzkunden ein elektronisches Archiv mit Dokumentenmanagementsystem komplett neu zu erarbeiten. Ich hatte drei Jahre Zeit und war in jeder Hinsicht frei in meinen Entscheidungen und Anforderungen. Das waren, beruflich gesehen, die drei wundervollsten Jahre, die ich je hatte. Von allem etwas: Planung, Kundentermine, Konzepte, Entwicklung, Tests, Präsentationen.</p>
<p>Nach erfolgreichem Projektabschluss verließ uns unser Entwicklungsleiter und ich wurde in die Reihen der anderen Entwickler reintegriert. Geringfügig ob der verlorenen Freiheit demotiviert, programmierte ich noch zwei Jahre vor mich hin, bis das Unternehmen von einem größeren Fisch geschluckt wurde und absehbar war, das die Entwicklung eingestellt werden würde. Mit einem guten Deal verließ ich den Laden und versuchte mich primär auf eigene Beine zu stellen.</p>
<p>Ich entwickelte ein paar Ablese- und Meldesysteme für kommunale Energieversorger, ein paar Tools für die kommunalen Verwaltungen und traf hier und da Leute, um über meine Ideen zu sprechen. Es ließ sich alles sehr gut an, sollte man meinen, doch ich hatte meine Rechnung ohne die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber gemacht: Trotz Fertigstellung und Abnahme zahlten die einfach nicht. KEINER von denen. Nicht einen Cent.</p>
<p>Alsbald ausgehungert, suchte ich mir wieder einen Job. Es verschlug mich von Düsseldorf ins Ruhrgebiet, dort als C# Entwickler für einen Hersteller arbeitsmedizinischer Industrielösungen. Alsbald übernahm ich die Stelle &#8220;Forschung&#8221;, wo Machbarkeitsanalysen und Plattformtests meine Hauptaufgabe wurden. Insgesamt kein langweiliger Job, aber das merkwürdige, mehr als distanzierte Betriebsklima machte krank. Es zeigte sich auch recht bald, dass das Hauptprojekt des Kleinunternehmens zum Scheitern verurteilt und der Fortbestand der Firma damit mehr als zweifelhaft war. Also machte ich die Ratte und verließ das sinkende Schiff gen Österreich, was mir hinsichtlich der Beziehung zur Perle mehr als Recht sein konnte.</p>
<p>Hier angekommen, stellte ich enttäuscht fest, das Dynamics AX Coding in X++ nicht mehr wirklich viel mit Programmierung zu tun hat. Ein viel zu enges Framework, deutlich zu spezialisiert, für meinen Geschmack. Aufgrund der knappen Auftragslage hat man mir dann die Verantwortlichkeit für die zugekaufte Business Intelligence Lösung übertragen. Kaum erwähnenswert, das ich mit BI bislang absolut nichts am Hut hatte&#8230; Dies bedeutete nun Support, Implementierung und Consulting. Und weils sonst langweilig wäre, entwickle ich paralell in AX weiter.</p>
<p>Aktuell betrachte ich mich jobmässig als ausgebrannt. Es wäre dringend Zeit für eine signifikante Veränderung, aber der Schub fehlt. Ich bin müde, gelangweilt, kraftlos und desinteressiert. Das Gefühl, alles schon einmal gesehen und/oder gemacht zu haben dominiert.</p>
<p>Ich habe Support für zahllose, unterschiedlichste Software geleistet, habe Schrott auf Messeständen bei der cebit und sonstigen Brachnestammtischen präsentiert, Kunden analysiert, beplant, geschult, große Unixnetzwerke administriert, Windows-Serverfarmen verwaltet, in 5 Sprachen programmiert, zu jeden noch so bescheuerten IT-Problem eine Lösung gefunden und nicht zu Letzt eine gottverdammte Menge Kaffee gekocht. Vielleicht sollte ich tatsächlich eine C<a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/02/currywurstfrei/" target="_blank">urrywurstbude in Österreich aufmachen</a>, wenn nur das Investitionsrisiko nicht wäre&#8230;</p>
<p><em>Wenn da also jemand einen Job als repräsentativer Geschäftsführer einer Firma für was auch immer für mich hätte, ich sähe mir das dankbar an. Wichtig wäre mir nur, dass man mir keinerlei Verantwortung überträgt, man mich in Ruhe lässt und keinen Stress macht und die repräsentativen Termine sich in Grenzen halten und nach Möglichkeit was mit Saufen zu tun haben. Für 150 K/pA und ner E-Klasse T-Modell als Firmenwagen bin ich dabei und verzichte auf jedwede Boni. Könnte sich rechnen&#8230; Dafür biete ich Grundkenntnisse in allen denkbaren Wissensgebieten und ein Labermaul, das mich in all diesen als Experte erscheinen lässt. Außerdem stehen mir Anzüge. Angebote bitte an licht@schwarzsicht.at Danke.</em></p>
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