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	<title>schwarzsicht &#187; Küche</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Warum es in Österreich keine echte Lakritze gibt</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 08:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Aus Süßholzsaft hergestellt, ist Lakritze eine köstliche Leckerei, der zudem auch noch erwiesenermaßen gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt werden. Sie wirkt beruhigend und ausgleichend auf Magen und Darm und hilft in Erkältungszeiten durch ihren schleimlösenden Effekt wieder besser Luft zu bekommen. Dennoch schmäht der Österreicher sie. Es ist in ganz Österreich praktisch nirgendwo an gute Lakritze zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img15.imageshack.us/img15/1296/737pxlakridsubtb.jpg" alt="" width="320" height="260" /></p>
<p><strong>Aus Süßholzsaft hergestellt, ist Lakritze eine köstliche Leckerei, der zudem auch noch erwiesenermaßen gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt werden. Sie wirkt beruhigend und ausgleichend auf Magen und Darm und hilft in Erkältungszeiten durch ihren schleimlösenden Effekt wieder besser Luft zu bekommen.</strong></p>
<p>Dennoch schmäht der Österreicher sie. Es ist in ganz Österreich praktisch nirgendwo an gute Lakritze zu kommen, lediglich Lakritzschnecken findet man in ausgesuchten Lebensmittelgeschäften. Rund ein Dreivierteljahr habe ich fast nicht mehr an Lakritz gedacht, die ich früher kiloweise verschlungen habe, doch dann begann der Jeeper. Bislang ungestillt.</p>
<p>Fragt man den Austrianier, wieso es in seinem Heimatland eine derartige Köstlichkeit nicht gibt, lautet die Antwort allermeist: &#8220;Weils scheiße schmeckt&#8221;. Selbstredend ist dies sachlich wie fachlich falsch, nichts desto trotz aber lässt diese Aussage einen tiefen Blick in die obrigkeitshörige, Neuem stets abgeneigte Volksseele der noch immer in einer &#8220;inneren Monarchie&#8221; lebenden Bergbewohner zu:</p>
<p><span id="more-380"></span></p>
<p>Es ist nicht nur so, dass es Lakritze in Österreich nicht gibt, es ist sogar so, dass der Handel mit dieser verboten ist. Im Rahmen seiner kurzen Amtszeit hatte nämlich der letzte ungarisch-österreichische Kaiser Karl im sogenannten &#8220;Wiener Lakritzedikt&#8221; die Einfuhr und den Verzehr von Süßigkeiten mit mehr als 5 % Lakritzanteil verboten. So wenig dieser Umstand allgemein bekannt ist, so wenig ist auch über die Ursachen bekannt. Damals wusste man noch nicht, dass übermäßiger Verzehr zu Schwächeanfällen und Bluthochdruck führen kann, weshalb man von wirtschaftlichen Motivationsfaktoren ausgehen muss.</p>
<p>Bis heute wurde das Edikt aufrechterhalten, allerdings darf Lakritze zwischenzeitlich wieder eingeführt und auch verzehrt werden, wenngleich der Handel weiterhin untersagt bleibt.</p>
<p>Aus diesem Grunde habe ich mir heute 10 Kilo feinstes Lakritz bei einem deutschen Online-Versandhändler bestellt und warte schon freudig auf das Eintreffen meiner nachtschwarzen Köstlichkeiten.</p>
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		<title>Lasagne originale</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 19:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männerküche]]></category>
		<category><![CDATA[Genuss]]></category>
		<category><![CDATA[Käse]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe die Lasagne erfunden. Was wie die vermessene Behauptung eines weltentrückten, selbstgefälligen Arroganzlings klingen mag, wird ein jeder bestätigen müssen, der dieses Rezept, trotz Fehlens jedweder Mengenangaben, KORREKT nachkocht und kostet. Ein halbidiotensicherer Walkthrough ergibt sich vortrefflichst aus den Bildbeschreibnungen. Wer noch zum Grossklicken zu faul ist, dem eröffnen sich diese auch in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe die Lasagne erfunden.</strong></p>
<p>Was wie die vermessene Behauptung eines weltentrückten, selbstgefälligen Arroganzlings klingen mag, wird ein jeder bestätigen müssen, der dieses Rezept, trotz Fehlens jedweder Mengenangaben, KORREKT nachkocht und kostet.</p>
<p>Ein halbidiotensicherer Walkthrough ergibt sich vortrefflichst aus den Bildbeschreibnungen. Wer noch zum Grossklicken zu faul ist, dem eröffnen sich diese auch in den Hints.</p>
<p>Wer beim Genuss dieser Grossartigkeit nicht in orgiastischer Verzückung erstarrt, der ist entweder tatsächlich zu dumm zum Kochen, oder aber ein Arschloch. Möglicherweise beides. So oder so wird er/sie/es auf der Stelle exkommuniziert. Cretins haben keinen Platz in meinem Küchenkosmos.</p>
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		<title>Schweinskrustenbraten vom Kugelgrill</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/05/schweinskrustenbraten-vom-kugelgrill/</link>
		<comments>http://www.schwarzsicht.org/2009/05/schweinskrustenbraten-vom-kugelgrill/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 May 2009 08:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männerküche]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Braten]]></category>
		<category><![CDATA[Grill]]></category>
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		<description><![CDATA[Schweinsbraten kennt man aus dem Backrohr oder noch vom Drehspieß, aber selten aus dem Kugelgrill. Zu Unrecht, denn diese Zubereitungsart führt zu exzellenten Ergebnissen! Man nehme: 1 Schweinsbraten mit Fettschwarte (am besten Karree &#8211; in Deutschland &#8220;Rücken&#8221;), ca. 1,5 Kilo 1 Flasche Bier 1 Esslöffel Senf Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel reichlich Knoblauch 1 Zwiebel 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinsbraten kennt man aus dem Backrohr oder noch vom Drehspieß, aber selten aus dem Kugelgrill. Zu Unrecht, denn diese Zubereitungsart führt zu exzellenten Ergebnissen!</strong></p>
<p><strong>Man nehme: </strong></p>
<p>1 Schweinsbraten mit Fettschwarte (am besten Karree &#8211; in Deutschland &#8220;Rücken&#8221;), ca. 1,5 Kilo</p>
<p>1 Flasche Bier</p>
<p>1 Esslöffel Senf</p>
<p>Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel</p>
<p>reichlich Knoblauch</p>
<p>1 Zwiebel</p>
<p>1 Sack hochwertige Holzkohlebriketts (halten die Hitze länger und gleichmäßiger)</p>
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<p>Das Schweinskarree wird primär in archaischer Brutalität schwartenseitig mit einem scharfen Messer rautenförmig hingerichtet. Hernach streut man Salz in die Wunden, zusammen mit den restlichen, zermalmten Gewürzen, dem zerquetschten Senf, den zerschlitzten Zwiebeln und dem zu Brei geschlagenen Knoblauch erfolgt so die allseitige letzte Ölung. Nur ohne Öl.</p>
<p><span id="more-327"></span></p>
<p>Nun lege man den so traktierten Nutzviehkadaverteil mit der Schwarte nach unten in einen grillfähigen Alusarg hinreichenden Fassungsvermögens und ertränke das Biest sicherheitshalber eine Nacht lang im Kühlschrank im Inhalt der Bierflasche.</p>
<p>Für die komplette Feuerbestattung bis zum endgültigen Leichenschmaus vergehen gut und gerne dreieinhalb bis vier Stunden, weshalb frühzeitig mit der Zeremonie begonnen werden sollte. Hungrige Frauenzimmer zerstören beispielsweise triebbedingt nur zu gern jedwede Beschaulichkeit und Pietät bei diesem salbungsvollen Prozess exerzitischen Ritualisierens.</p>
<p>Am Morgen nach dem ausgiebigen Waterboarding in Bier sollte die Schwarte des Delinquenten glasig gesogen sein.</p>
<p>Der Grill wird entzündet und die Temperatur regelmäßig mit der nackten Hand unmittelbar über der Glut kontrolliert. Wenn sich binnen weniger Sekunden voluminöse Brandblasen ausbilden, ist die optimale Temperatur erreicht. Sinnvollerweise verwendet man hierzu nicht die eigene Hand.</p>
<p>Die Kohle wird nun auf einer Seite des Grills zusammengeschoben (Fachleute erledigen auch dies mit bloßen Fremdhänden), der Rost eingehangen und der Alusarg mit dem Schweinegrippenverursacheranteil auf dem Rost eben gerade NICHT über der Glut positioniert. Nun den Deckel des Grills schließen und das obligate Thermometer fest im Blick behalten. Mit den diversen Luftein- und -auslässen sollte die Garraumtemperatur nun konstant im Bereich von 90 bis maximal 115 Grad Celsius eingeregelt werden.</p>
<p>Man sollte den Grill nicht allzu lange (länger als 10 Sekunden) aus den Augen lassen, denn diese Höllenapparaturen neigen zu signifikanten Temperaturschwankungen im Bereich um 300 Grad, was man nicht unterschätzen und somit jederzeit zum Eingreifen bereit sein sollte.</p>
<p>Alle 10 Minuten übergießt man den Bratling mit eigenem Saft, geht dieser zur Neige, wird Wasser verwendet. KEIN WEITERES BIER! Das macht den Natursaft später bitter.</p>
<p>Im Glücksfall verfügt man über einen klappbaren Grillrost, der das Nachfüllen der Kohle (und das WIRD DEFINITIV erforderlich sein) signifikant erleichtert.</p>
<p>Nach etwa drei Stunden wird der Grill erneut neu angefeuert, der Schweinsbraten, der inzwischen schon eine köstliche Färbung angenommen hat, mit der Kruste nach oben gewendet und alle Ventile auf &#8220;auf&#8221; gestellt. Jetzt darf sich im Garraum gerne eine Termperatur weit jenseits der 200 Grad einpegeln, denn es geht darum, die Kruste zu eben jener zu machen.</p>
<p>Die Krustenwürfel dürfen gerne eine tiefbraune Farbe annehmen, sollten jedoch nicht völlig verbrennen. Keinesfalls sollte man den Braten, zur Beschleunigung des Vorgangs, krustenseitig auf den nackten Rost über der Glut platzieren, die Krustenwürfel platzen sofort ab und die gute Schwarte geht zum Teufel.</p>
<p>Bei der Hochtemperaturbekrustung solte der Bratling alle 5 Minuten mit kaltem Wasser begossen werden. Begossen. Nicht erneut ersäuft. Er ist ja schon tot.</p>
<p><strong>Serviert wird in Scheiben, mit dem Natursaft übergossen. Wer nachwürzen muss, hat ganz am Anfang etwas falsch gemacht.</strong></p>
<p><strong>Dazu passt Bier. </strong>Frauen, Vegetariern und sonstigen verwaschlappten Weicheiern kann man additiv auch warmen Krautsalat und Semmelknödel als Beilage reichen.</p>
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