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	<title>schwarzsicht &#187; Kirche</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Verreck 2.0</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 14:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="webzwonull" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/e6/Web20en.png" alt="" width="453" height="302" /></p>
<p><strong>Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was ich nicht themengebundene &#8220;Social Networks&#8221; benötige. Ich begreife es einfach nicht!</strong></p>
<p>Wikis hingegen habe ich wieder begriffen, Fotocommunities nicht, Videoportale wieder schon. Hinsichtlich des Twitterns befinde ich mich noch immer in einer experimentellen Phase, sofern ich mich dazu überwinden kann, meinen Stumpfsinn dergestalt komprimiert von mir zu geben.</p>
<p>Letztlich, und so offen sollte man schon sein, geht es doch nur um eines: Aufmerksamkeit. Ein wenig aus der Masse hervorstechen, sich der Mitwelt als der Hecht (oder genderistisch: &#8220;Die Forelle&#8221;) zu präsentieren, der (&#8220;die&#8221;!) man gerne wäre. Wieso sonst sollte man sein Privatleben derartig obszön vor einer riesigen Masse unbekannter und zu 99 % völlig blödsinniger Artgenossen ausbreiten wollen? Ist es die Einsamkeit im Privatleben, in welche das Individuum durch die vorherrschende Leistungsgesellschaft gezwungen wird?</p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p>Blogs sind da ja noch ein Sonderfall, viele nutzen diese nicht nur zur persönlichen Aufplusterung, sondern als künstlerische Ausdrucksform, intellektuelle Plattform des Austauschs  oder als Möglichkeit, den Fluch des journalistischen Miteilungszwangs schadlos abzubauen. Letztlich bieten sie ihren Mitmenschen auch einen Wert: Unterhaltung, Information, Kommunikation.</p>
<p>Aber was macht das Individuum auf einer mySpace-Seite? Facebook? Wer-kenn-Wen? Ich begreife das nicht. Ich habe alles ausprobiert und noch immer nichts verstanden.</p>
<p><strong>Auf wer-kennt-wen regiert zweifelsfrei das geistige Proletariat. </strong>Wenn jemand gerade so lesen und schreiben kann und er nach der Frühschicht bei der Stadtreinigung, oder wenn der Friseursalon geputzt ist, noch Energien übrig hat, dann melde er/sie/es sich hier an und habe meinethalben seinen/ihren/? zweifelhaften Spaß der Verblödung daran.</p>
<p><strong>Versuchsaufbau:</strong> Man infiltriere mit einem gefakten Profil Themengruppen auf WKW und äußere dort eloquent eine dem Thema ablehnend gegenüberstehende These oder Meinung.</p>
<p><strong>Ergebnis:</strong> Schneller kann man gar nicht schauen, wie der Mob nach Zensur, Polizei, Gefängnis, Folter und Hinrichtung schreit. Da rufen Menschen (oder ähnliches) unter Angabe ihres vollen Namens, samt Geburtsdatum (wer weiss, von wem man was kriegt!?) zum Mord auf. Bedienen sich faschistoider Methoden, treten offen für die Abschaffung der Meinungsfreiheit ein. Und merken nicht einmal etwas dabei. Eine derart beängstigende Anzahl von Vollidioten und Asozialen, wie auf WKW, ist mir tatsächlich noch nirgends untergekommen.</p>
<p><strong>mySpace begreife ich einfach nicht. </strong>Ich bin keine Rotz- oder Poppband, und auch keine gewerbliche Prostituierte. Wozu also benötige ich eine kostenlose Litfassäule unter meinem Namen im Internet? Was macht man damit?</p>
<p><strong>Facebook ist im Prinzip das gleiche wie Wer-kennt-Wen, </strong>nur ohne User. Dementsprechend kann ich dort auch niemanden wegen seines erbärmlich kleingeistigen Neuronenfriedhofs zwischen den Ohren verhetzten. Irgendwie kann man dort auch alles machen, sich exibitionieren, schreiben, pöbeln, musikkrächzen. Macht nur wenig Sinn, wenns niemand mitbekommt.</p>
<p>Dann gibts da noch diese diversen VZs. Aber die sind sowieso als Bauernfänger gedacht, die Material für den Adresshandel in großem Stile heranschaffen. Meist von Minderwertigen. Äh, &#8230; Minderjährigen. Tschuldigung.</p>
<p>XING sehe ich noch ein. Begreife ich zwar auch nicht ganz und kenne auch niemanden, der sich darüber tatsächlich beruflich verändert hätte, aber bitte, das macht Sinn!</p>
<p>Ähnliche Seiten gibts dann noch für Seitenspringer (Vorsicht: Nur unter Nicknames und OHNE Foto registrieren, liebe WKW-User, gelle?), irgendwie sexuell schwerst Fixierte und was weiss ich noch für einen Vereinmeiereischeiß.</p>
<p><strong>Ach, leck mich doch am Arsch. Ich bin zu alt für den Dreck.</strong> Zwar neugierig, aber einfach zu alt. Ich halte ja auch Email noch für ein modernes Kommunikationsmittel. Bitte erschieß mich wer.</p>
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		<title>Fundamentalistischer Katholizismus</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 19:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[katholisch]]></category>
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Für einen Nichtreligiösen muten die Sitten und Gebräuche der großen Glaubensgemeinschaften mitunter befremdlich an. Jedoch nicht alle gleichermaßen. Die Katholiken mit ihrem archaischen Totenkult sind womöglich besser als der Islam dazu geeignet, bei kleinen, unschuldigen Kindern Albträume und Traumata zu verursachen.
Ich bin kein gläubiger Mensch. Nie gewesen. Als Kind hatte ich mal beschlossen Pfarrer zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Katholiken" src="http://www.goethevideo.de/carnival/images/katholiken2.jpg" alt="" width="362" height="272" /></p>
<p><strong>Für einen Nichtreligiösen muten die Sitten und Gebräuche der großen Glaubensgemeinschaften mitunter befremdlich an. Jedoch nicht alle gleichermaßen. Die Katholiken mit ihrem archaischen Totenkult sind womöglich besser als der Islam dazu geeignet, bei kleinen, </strong><strong>unschuldigen</strong><strong> Kindern Albträume und Traumata zu verursachen.</strong></p>
<p>Ich bin kein gläubiger Mensch. Nie gewesen. Als Kind hatte ich mal beschlossen Pfarrer zu werden, weil ich einen mich überaus bewegenden Comic über einen Missionar gelesen hatte, der sich rührend um ein Lepradorf kümmerte und sich erst in hohem Alter infizierte. Mikrobiologie fand ich einfach schon immer spannend. Aber dann kamen die Weiber und die Kreuzzüge, im Geschichtsunterricht. Also die Kreuzzüge. Im Geschichtsunterricht.</p>
<p><span id="more-27"></span></p>
<p>Heutzutage schlachtet die katholische Kirche öffentlich keine Ungläubigen mehr ab. Man geht in seinem Vernichtungsanspruch diskretere Wege und agiert vorwiegend mittels <em>Understatement</em>: Nachdem man den Afrikanern in weiten Teilen den Katholizismus mit dem Buschmesser eingebleut hat, genügt es heutzutage durch eine Dämonisierung von Verhütungsmitteln Seuchen via AIDS oder überbevölkerungsbedingtem &#8220;Hunger&#8221; aus dem heilgen Orcus Vorschub zu leisten. Den Umsätzen der vatikanischen Zulieferer der Kondom- und Kontrazeptivaindustrie schadet dies natürlich, was aber mit dem modernen Äquivalent, dem Klingelbeutel, problemlos wieder wett gemacht wird.</p>
<p>Religiösität gegenüber betrachte ich mich als toleranten Menschen. Ich kann mich zwar nicht erwehren, Strenggläubigen einen nicht geringen Teil ihrer Zurechnungsfähigkeit abzusprechen, doch mache ich dies mit mir aus, ich missioniere nicht in meinem Heidentum. Von meiner Seite aus ist eine friedliche Koexistenz mit den Weltreligionen in einem aus Respekt und Rücksichtnahme geprägten Klima durchaus erwünscht.</p>
<p>In Deutschland funktionierte dies auch jahrelang erstaunlich problemlos. Man ging sich aus dem Weg und nahm keinen Anstoß aneinander. In Östereich aber ist ein Ignorieren im beiderseitigen Interesse nicht möglich: Die Sektisten lauern überall und sie tun es laut, rücksichtslos und in der festen Überzeugung im Recht zu sein. Man könnte annehmen, der Wohnort in unmittelbarer Kirchnähe gäbe den Ausschlag zur unterschiedlichen Empfindung der Belästigungsintensität. Aber ich habe schon immer neben Kirchen gewohnt, was hier abgeht, ist definitiv das krasseste Fundamentalistentheater seit meiner Zeit in Tunesien.</p>
<p>Wer glaubt, soll seinen Glauben auch ausleben dürfen. Jederzeit und gerne. Warum aber die Katholizisten ihren Glauben JEDEN MORGEN IN EINER LAUTSTÄRKE AUSLEBEN MÜSSEN; DASS ES MICH ERST HOCHKANT INS BETT STELLT, UM MICH DANN HERAUSZUSCHLEUDERN BLEIBT MIR EIN RÄTESEL. Um sechs Uhr. JEDEN MORGEN. MIndestens fünfminütiges Geläute in einer Geräuschintensität, die Big Ben vor Neid zu Noisetteschokolade würde schmelzen lassen. Dann wieder um zwölf mittags. Und um sieben am Abend. Fernsehen, Musikhören, Telefonieren, sich unterhalten: AUSGESCHLOSSEN. Solange der katholische Messingmuhazedin zum Appel scheppert, erstirbt das Leben im weiteren Umkreise zur generalisierten Schockstarre.</p>
<p>Ich nenne das rücksichtslos. Zudem werden hier am Wochenende gefühlte zehn rituelle Opfereucharistien zelebriert. Die Woche über nur fünf. Dabei dröhnt die Orgel duch die geschlossenen Kirchfenster durch den ganzen Ort, wie auch durch Mark und Bein. Schreckliche, beängstigende Musik mit furchteinflössenden, guturalen Sprechchören. Auch der letzte Parkplatz wird noch von einem Sektisten belegt, im Namen Gottes, versteht sich. Wird dabei ein Heide zugeparkt, drauf geschissen, der besitzt sowieso keine Rechte. Nicht in Österreich.</p>
<p>Kürzlich wurde ich Zeuge einer absolut traumatisierenden Zeremonie: Geschätze 7500 von 5000 Einwohner hatten sich, allesamt in schwarz gekleidet, auf der Strasse zusammgerottet, beleuchteten ihre Massenmördervisagen mit roten Grablichtern und folgen schließlich gebückt und zombiesk einer Schaar mit Sicherheit bereits in den Fünfzigern verstorbener Hexenweiber, die mit gebrochener Stimme &#8220;und gebenedeit unter den Frauen..&#8221; durch den Pfarrei-Bose-Würfel krächtzten. Mir ist bis heute unklar, was die da veranstaltet haben, aber ich habe so etwas wie &#8220;Frohen Leichnam&#8221; aufgeschnappt. Na lecker. Da soll man keine Angst vor bekommen.</p>
<p>Ja. Ich gestehe: Katholiken machen mir Angst. Das ist echt nicht mehr normal, was die abziehen. Krankes Volk!</p>
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