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	<title>schwarzsicht &#187; katholisch</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Fundamentalistischer Katholizismus</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Nov 2008 19:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Für einen Nichtreligiösen muten die Sitten und Gebräuche der großen Glaubensgemeinschaften mitunter befremdlich an. Jedoch nicht alle gleichermaßen. Die Katholiken mit ihrem archaischen Totenkult sind womöglich besser als der Islam dazu geeignet, bei kleinen, unschuldigen Kindern Albträume und Traumata zu verursachen.
Ich bin kein gläubiger Mensch. Nie gewesen. Als Kind hatte ich mal beschlossen Pfarrer zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Katholiken" src="http://www.goethevideo.de/carnival/images/katholiken2.jpg" alt="" width="362" height="272" /></p>
<p><strong>Für einen Nichtreligiösen muten die Sitten und Gebräuche der großen Glaubensgemeinschaften mitunter befremdlich an. Jedoch nicht alle gleichermaßen. Die Katholiken mit ihrem archaischen Totenkult sind womöglich besser als der Islam dazu geeignet, bei kleinen, </strong><strong>unschuldigen</strong><strong> Kindern Albträume und Traumata zu verursachen.</strong></p>
<p>Ich bin kein gläubiger Mensch. Nie gewesen. Als Kind hatte ich mal beschlossen Pfarrer zu werden, weil ich einen mich überaus bewegenden Comic über einen Missionar gelesen hatte, der sich rührend um ein Lepradorf kümmerte und sich erst in hohem Alter infizierte. Mikrobiologie fand ich einfach schon immer spannend. Aber dann kamen die Weiber und die Kreuzzüge, im Geschichtsunterricht. Also die Kreuzzüge. Im Geschichtsunterricht.</p>
<p><span id="more-27"></span></p>
<p>Heutzutage schlachtet die katholische Kirche öffentlich keine Ungläubigen mehr ab. Man geht in seinem Vernichtungsanspruch diskretere Wege und agiert vorwiegend mittels <em>Understatement</em>: Nachdem man den Afrikanern in weiten Teilen den Katholizismus mit dem Buschmesser eingebleut hat, genügt es heutzutage durch eine Dämonisierung von Verhütungsmitteln Seuchen via AIDS oder überbevölkerungsbedingtem &#8220;Hunger&#8221; aus dem heilgen Orcus Vorschub zu leisten. Den Umsätzen der vatikanischen Zulieferer der Kondom- und Kontrazeptivaindustrie schadet dies natürlich, was aber mit dem modernen Äquivalent, dem Klingelbeutel, problemlos wieder wett gemacht wird.</p>
<p>Religiösität gegenüber betrachte ich mich als toleranten Menschen. Ich kann mich zwar nicht erwehren, Strenggläubigen einen nicht geringen Teil ihrer Zurechnungsfähigkeit abzusprechen, doch mache ich dies mit mir aus, ich missioniere nicht in meinem Heidentum. Von meiner Seite aus ist eine friedliche Koexistenz mit den Weltreligionen in einem aus Respekt und Rücksichtnahme geprägten Klima durchaus erwünscht.</p>
<p>In Deutschland funktionierte dies auch jahrelang erstaunlich problemlos. Man ging sich aus dem Weg und nahm keinen Anstoß aneinander. In Östereich aber ist ein Ignorieren im beiderseitigen Interesse nicht möglich: Die Sektisten lauern überall und sie tun es laut, rücksichtslos und in der festen Überzeugung im Recht zu sein. Man könnte annehmen, der Wohnort in unmittelbarer Kirchnähe gäbe den Ausschlag zur unterschiedlichen Empfindung der Belästigungsintensität. Aber ich habe schon immer neben Kirchen gewohnt, was hier abgeht, ist definitiv das krasseste Fundamentalistentheater seit meiner Zeit in Tunesien.</p>
<p>Wer glaubt, soll seinen Glauben auch ausleben dürfen. Jederzeit und gerne. Warum aber die Katholizisten ihren Glauben JEDEN MORGEN IN EINER LAUTSTÄRKE AUSLEBEN MÜSSEN; DASS ES MICH ERST HOCHKANT INS BETT STELLT, UM MICH DANN HERAUSZUSCHLEUDERN BLEIBT MIR EIN RÄTESEL. Um sechs Uhr. JEDEN MORGEN. MIndestens fünfminütiges Geläute in einer Geräuschintensität, die Big Ben vor Neid zu Noisetteschokolade würde schmelzen lassen. Dann wieder um zwölf mittags. Und um sieben am Abend. Fernsehen, Musikhören, Telefonieren, sich unterhalten: AUSGESCHLOSSEN. Solange der katholische Messingmuhazedin zum Appel scheppert, erstirbt das Leben im weiteren Umkreise zur generalisierten Schockstarre.</p>
<p>Ich nenne das rücksichtslos. Zudem werden hier am Wochenende gefühlte zehn rituelle Opfereucharistien zelebriert. Die Woche über nur fünf. Dabei dröhnt die Orgel duch die geschlossenen Kirchfenster durch den ganzen Ort, wie auch durch Mark und Bein. Schreckliche, beängstigende Musik mit furchteinflössenden, guturalen Sprechchören. Auch der letzte Parkplatz wird noch von einem Sektisten belegt, im Namen Gottes, versteht sich. Wird dabei ein Heide zugeparkt, drauf geschissen, der besitzt sowieso keine Rechte. Nicht in Österreich.</p>
<p>Kürzlich wurde ich Zeuge einer absolut traumatisierenden Zeremonie: Geschätze 7500 von 5000 Einwohner hatten sich, allesamt in schwarz gekleidet, auf der Strasse zusammgerottet, beleuchteten ihre Massenmördervisagen mit roten Grablichtern und folgen schließlich gebückt und zombiesk einer Schaar mit Sicherheit bereits in den Fünfzigern verstorbener Hexenweiber, die mit gebrochener Stimme &#8220;und gebenedeit unter den Frauen..&#8221; durch den Pfarrei-Bose-Würfel krächtzten. Mir ist bis heute unklar, was die da veranstaltet haben, aber ich habe so etwas wie &#8220;Frohen Leichnam&#8221; aufgeschnappt. Na lecker. Da soll man keine Angst vor bekommen.</p>
<p>Ja. Ich gestehe: Katholiken machen mir Angst. Das ist echt nicht mehr normal, was die abziehen. Krankes Volk!</p>
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