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	<title>schwarzsicht &#187; Jazz</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Andie Gabauers The Earth, Wind &amp; Fire Projekt</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 09:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
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		<description><![CDATA[[flickr album=72157617289513997 num=20 size=Thumbnail]
Earth Wind and Fire Covers gibt es ja nicht erst drei. Umso größer die Erwartungen an ein Projekt, das in dieser Richtung noch Alleinstellungsmerkmale aufweisen will. Am Samstag hatte ich im Forum Neuhofen / Krems Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen.
Mit einer rockstarallürisierten Verspätung von einer halben Stunde betrat die Band [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[flickr album=72157617289513997 num=20 size=Thumbnail]</p>
<p><strong>Earth Wind and Fire Covers gibt es ja nicht erst drei. Umso größer die Erwartungen an ein Projekt, das in dieser Richtung noch Alleinstellungsmerkmale aufweisen will. Am Samstag hatte ich im Forum Neuhofen / Krems Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen.</strong></p>
<p>Mit einer rockstarallürisierten Verspätung von einer halben Stunde betrat die Band die kleindimensionierte Bühne des künstlich halbierten Musiksaales des Neuhofener Forums. Bei näherer Betrachtung einiger Bandmitglieder beschleicht einen spontan der Verdacht, es könne sich um eine Art musikalisches Integrationsprojekt für körperlich und geistig Behinderte handeln. Doch das ist oberflächlich und definitiv falsch, wie sich herausstellt, wenn man den Künstlern bei ihrer Arbeit zuhört. Nach ein paar Takten fetzigen Funks ließ sich Herr Gabauer unter frenetischem Tussengejohle regelrecht auf die Bühne feiern.</p>
<p>Betrachtet man die geifernde Begeisterung der anwesenden Damen im leicht überschrittenen, besten Alter, darf man berechtigt den Verdacht hegen, den Österreicherinnen seien die Männer ausgegangen. Wenn schon ein alterndes Männlein mit selten dämlicher Haarfrisur derart sturzbachartige Dopaminausschüttungen zu verursachen vermag&#8230;</p>
<p><span id="more-254"></span></p>
<p>Instrumental gehört die Combo aus vier Bläsern, zwei Percussionisten, einem genialen Bassisten, einem weniger motivierten Gittaristen, einem Drummer, einem Keyboarder und zwei Backgroundstimmen im Bereich Fusion/Funk mit zu dem Besten, was ich je vernommen habe. Die Bläser rocken, was die Lunge hergibt, das ist durchaus jazzfähig, nur leider zu nah am orginalen Arrangement. Des Bassisten Drogen möchte man blind kaufen, er agiert hochgenial auf dem Fünfsaiter und sieht dabei einfach nur ins All geschossen aus. Auf das Falsetto des männlichen Backgrounders stehe ich einfach nicht, aber seine Kollegin ist stimmlich definitiv frontfrauentauglich. Drummer und Percussions ergeben zusammen eine hochpräzise Taktmaschine, an der sich ALLE Musiker vortrefflich orientieren. Das Ensemble arbeitet mehr als sauber und auf den Punkt.</p>
<p>Bedauerlicherweise hat der Soundmischer mehr als nur einen Einsatz verschlafen, so dass die Mikrophone erst nach Beginn diverser Solos aufgingen. Insgesamt war mir der Sound für so einen kleinen Raum mit Clubbing-Atmosphäre definitiv zu steril, höhen- und knackbetont, allgemein zu bassarm. Die Wärme ging der Mixtur komplett ab, so einen Sound erwartet man im Studio, aber nicht bei einem Livekonzert.</p>
<p>Aber nun zum Hauptkritikpunkt: Andie Gabauer himself. Seine gewiss nicht schlechte, aber überaus raue und &#8220;schmutzige&#8221; Stimme passt zu Funk, Fusion und Jazz, wie mein nackter Arsch in einen Reinraum. Mit seinen regelrecht ERZWUNGENEN Falsetti (wenn er so drauf steht: Kastration kann helfen authentischer zu klingen) ging er mir nicht nur fürchterlich aufs Nervenkostüm, er kreischte auch praktisch jeden Song in Grund und Boden und schließlich kaputt. Eine Schande. Der Mann kann definitiv singen, aber das hier ist nicht seine Richtung. Auch wenn er sich in seinem weissen Statt-Glitter-Knitter-Tuntenkostümchen noch so wohl zu fühlen scheint.</p>
<p><strong>Im Fazit: The Earth Wind &amp; Fire Projekt &#8211; Jederzeit gerne, ein topmusikalisches Erlebnis. Aber den komischen, kleinen, alten Mann mit der dummen Frisur brauche ich dazu wirklich nicht.</strong></p>
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