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	<title>schwarzsicht &#187; Individuell</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Erfolg ist&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 06:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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Was ist Erfolg? In einer vernetzten Welt liegt der Schlüssel hierzu erwartungsgemäß online, für jeden leicht zu finden. Der erste nicht kommerzielle Treffer Googles führt uns zu Wikipedia, das da sagt:
„Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns. Ursprünglich bezeichnete es lediglich die allgemeine Folge, Konsequenz oder Effekt eines Handelns.“
Davon ausgehend, dass das Erreichen [...]]]></description>
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<p><strong>Was ist Erfolg? In einer vernetzten Welt liegt der Schlüssel hierzu erwartungsgemäß online, für jeden leicht zu finden. Der erste nicht kommerzielle Treffer Googles führt uns zu Wikipedia, das da sagt:</strong></p>
<p>„Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns. Ursprünglich bezeichnete es lediglich die allgemeine Folge, Konsequenz oder Effekt eines Handelns.“</p>
<p>Davon ausgehend, dass das Erreichen eines zum Ziel gesteckten Resultat eines Handels immer positiv empfunden werden müsste, ist Erfolg hiermit ein überaus dehnbarer Begriff.</p>
<p>So ist die gute Zensur nach eifrigem Lernen eines eigentlich schlechten Schülers als Erfolg zu betrachten. Genauso, wie ein einträglicher Geschäftsabschluss, der Sieg bei einem sportlichen Wettstreit oder der Exitus bei einem Selbstmordversuch.</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Das ewige Streben nach Erfolg ist eine Gemeinsamkeit, die alle menschlichen Individuen miteinander teilen, nur die Ziele weichen oftmals stark voneinander ab. Erfolg ist der Motor unserer Gesellschaft, der Energydrink  des Individuums, der Stoff, der unsere Welt zusammen hält. Ohne Erfolg lautet das Urteil Stillstand, Katatonie, das Ende. Ohne Bewährung, nicht berufungsfähig. Hätte nicht unser Vater einst Erfolg bei unserer Mutter gehabt, sei es nun durch Charme, Macht, Geld oder stumpfer Gewalt, gäbe es keinen einzelnen von uns. Es sei denn, sie hätte Erfolg bei unserem Vater gehabt… Hätten wir nicht mit Erfolg die Brust unserer Mutter besaugt, oder zumindest deren künstliches Pendant in Form einer Flasche, wären wir verhungert, bevor wir uns je über Erfolg hätten Gedanken machen können. Es vergeht kaum eine Minute unseres Lebens, in der wir nicht über Erfolg nachdenken, Ziele definieren, deren Erreichung planen. Bis zur Letzten, in der alles bedeutungslos wird, auch wir selbst.</p>
<p>Ganz tief drin quält uns alle das Bedürfnis uns ein Denkmal zu setzten, einen Erfolg, der uns unseren eigenen Tod überdauern lässt. Wie dieses oberste Ziel erreicht wird, ist bedeutungslos. So bedeutungslos wie die Existenz derer, die es nie erreicht haben. Der Serienmörder, der in die Geschichtsbücher der Kriminologie einging, hat es erreicht. Auch der Politiker, der nach seiner Benennung zum Staatsführer ein ganzes Land zu ruinieren wusste. Und Mutter Theresa. Das Leben unterscheidet nicht zwischen Gut und Böse. Nur Menschen tun dies. Manchmal.</p>
<p>Wenn also konkludiert werden kann, dass Erfolg nur vom Erreichen gesteckter Ziele abhängig ist, muss auch der zum Zeitpunkt seines frühen Todes als erfolgreicher Mensch betrachtet werden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich selbst zu zerstören. Auf welchem Weg auch immer, denn der Weg ist gleichgültig, allein das Ergebnis zählt. Erfolg</p>
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