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	<title>schwarzsicht &#187; Frust</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Das Nerd-Dilemma</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 14:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Nie war es leichter, nie war es sch&#246;ner, ein Computer-Nerd zu sein, als dieser Tage. Nerd-Ismus ist zwischenzeitlich gesellschaftlich akzeptiert und eher hoch angesehen, als ins L&#228;cherliche gezogen. Sollte man meinen. In Wahrheit betreibt aber die IT-Industrie ein noch nie dagewesenes Nerd-Bashing der ganz anderen Art, das endlich einmal ans schmutzig-gelbe Tageslicht gezogen werden muss.
	
Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="woz" class="aligncenter size-full wp-image-612" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/02/woz.jpg" title="woz" /></p>
<p><strong>Nie war es leichter, nie war es sch&ouml;ner, ein Computer-Nerd zu sein, als dieser Tage. Nerd-Ismus ist zwischenzeitlich gesellschaftlich akzeptiert und eher hoch angesehen, als ins L&auml;cherliche gezogen. Sollte man meinen. In Wahrheit betreibt aber die IT-Industrie ein noch nie dagewesenes Nerd-Bashing der ganz anderen Art, das endlich einmal ans schmutzig-gelbe Tageslicht gezogen werden muss.<br />
	</strong></p>
<p>Ich war schon immer ein Nerd, irgendwie, auch wenn ich ich es selbst erst sehr sp&auml;t realisierte. Meine f&uuml;r einen Nerd verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig weit ausgepr&auml;gten sozialen Kompetenzen, sowie ein eher sub-akademisches Umfeld taten das Ihrige zu einer erfolgreichen Langzeitverschleierung.&nbsp; Immer schon hatte ich das qu&auml;lende Bed&uuml;rfnis, technischen Zusammenh&auml;ngen auf den Grund zu gehen, sie zu erforschen, auch wenn es ihre Demolierung bedeutete. Immer schon habe ich Dinge auseinandergenommen, wenngleich fr&uuml;her auch selten wieder funktionierend remontiert. Erst als ich mein Hobby zum Beruf machte und fortan in der Softwareentwicklung mein t&auml;glich Brot verdienen durfte, erkannte ich mein wahres Ich.</p>
<p><span id="more-608"></span>Der Defakto-Standardberuf des Nerds, der des Software-Entwickler, hat sich jedoch mit der Industrialisierung der IT signifikant gewandelt. Zuvor waren Softwareentwickler merkw&uuml;rdige Zeitgenossen, die ihre Kreativit&auml;t und ihre &uuml;berbordende Probleml&ouml;sungskompetenz relativ frei ausleben konnten, kamen sie doch in der freien Wildbahn eher selten vor und waren von Arbeitgebern begehrt. Banken, Versicherungen, Softwarefirmen und Universit&auml;ten hielten sich&nbsp; welche abgeschottet in neonbeleuchteten Kellern, gaben ihnen Pizza und Cola und bezahlten sie mit mehr, als sie in aller Regel auszugeben vermochten. Die Nerds dankten ihnen diese Freiheit mit &uuml;bergeb&uuml;hrlichem Arbeitseinsatz und opferten bereitwillig auch noch ihre Freizeit f&uuml;r Firmenbelange, die sie stets als die Eigenen empfanden.</p>
<p>Mit zuhehmendem Bedarf an individualisierter Software stieg auch der Bedarf an Programmierbef&auml;higten. Business-School-Absolventen kreierten sogenannte &quot;Prozesse&quot;, die Softwareentwicklung vereinfachen, beschleunigen und nicht zu letzt verbilligen sollten. Kaum mehr konnte der Bedarf mit Informatikern gedeckt werden, weshalb der Beruf des &quot;Fachinformatikers f&uuml;r Anwendungsentwicklung&quot; ins Leben gerufen wurde. W&auml;hrend als studierte Informatiker zwischenzeitlich fast ausschlie&szlig;lich praxisferne Richi-Ritch-Fantasten mit Bill-Gates-Profilneurose agierten, weil eben im BWL-Studiengang keine Sitzpl&auml;tze mehr frei waren, durfte nun jeder, der schon einmal eine Playstation 3 angeschlossen hatte und die Realschule halbwegs ohne Fr&uuml;hschwanger- /-vaterschaft &uuml;berlebt hatte, eine Praxisausbildung zum Anwendungsentwickler absolvieren.</p>
<p>Eine regelrechte Schwemme an sogenannten Codierern (Programmiersprachenkundige ohne messbare Eigenintelligenz) &uuml;berrannte kurz darauf den Markt und zerst&ouml;rte alle bisher dagewesenen Gehaltsgef&uuml;ge. Selbst Informatikabsolventen verdienen seither, sofern als Entwickler angestellt, nur mehr einen Bruchteil dessen, was fr&uuml;her einmal drin gewesen ist. Aus unternehmerischer Sicht ist es sinnvoller, zum gleichen Geld 5 grottenschlechte Codierer und einen halbwegs begabten Productmanager zu besch&auml;ftigen, als einen kompetenten Entwickler, da sich im ersteren Szenario eine gewisse Ausfallsicherheit ergibt.</p>
<p>Wer den Job aus idealistischen Motiven, finanzielle kann es keine geben, dennoch macht, weil er gut darin ist und Spa&szlig; am kreativen Entwickeln hat, wird sich alsbald im typischen Nerd-Dilemma wiederfinden: Sein Arbeitgeber erkennt sein Potenzial und m&ouml;chte dieses betriebswirtschaftlich m&ouml;glich effektiv ausnutzen. Der arme Nerd wird also vom Bildschirm weggelobt und soll k&uuml;nftig Konzepte f&uuml;r die Programmieraffen aus der Berufsschule verfassen. Im allerschlimmsten Falle zwingt man ihn auch noch zu Kundenkontakt, weil er der einzige ist, der auf fachliche Fragen eine halbwegs sinnvolle Antwort geben kann. Kaum zu erw&auml;hnen, das man ihn weiter f&uuml;r das k&auml;rgliche Entwicklergehalt anschaffen l&auml;sst, w&auml;hrend der BWL-ler, der den Job zuvor an die Wand gefahren hatte, noch das Dreifache daf&uuml;r bekam.</p>
<p><strong>Das Nerd-Dillemma auf den Punkt gebracht:</strong> In einem auf Masse statt Klasse gerechneten Businessplan wird ein Nerd zu seinem Leidwesen immer Karriere machen m&uuml;ssen, da er nicht anders kann als gut zu sein, in dem was er tat. Er wird jedoch zunehmend zu Arbeiten gezwungen, die ihm keine Freude bereiten, weshalb die Qualit&auml;t ein Mittelma&szlig; niemals &uuml;bersteigen kann. Mittelm&auml;ssigkeit ist des Nerds Tod. Er stirbt innerlich. Irgendwann.</p>
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		<title>Das Prinzip Volksverarsche (Teil I)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/das-prinzip-volksverarsche-teil-i/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 09:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Dumm&Dümmer]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[
Die Erkenntnis, das ein Volk geradewegs verarscht werden muss, stammt nicht origin&#228;r von Politikern, denen man nur zu gerne die Schuld f&#252;r alles Schlechte zuschiebt, nein, diese Erkenntnis ist bedeutend &#228;lter und eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und den Wirtschaftsinteressen einzelner, weniger humanistisch ausgelegter Pers&#246;nlichkeiten.
Doch man beginne am Anfang.Wir, die &#34;Mitglieder einer modernen Zivilisation&#34; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="investment" class="aligncenter size-full wp-image-594" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/investment.gif" style="width: 381px; height: 292px;" title="investment" /></p>
<p><strong>Die Erkenntnis, das ein Volk geradewegs verarscht werden muss, stammt nicht origin&auml;r von Politikern, denen man nur zu gerne die Schuld f&uuml;r alles Schlechte zuschiebt, nein, diese Erkenntnis ist bedeutend &auml;lter und eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und den Wirtschaftsinteressen einzelner, weniger humanistisch ausgelegter Pers&ouml;nlichkeiten.</strong></p>
<p>Doch man beginne am Anfang.Wir, die &quot;Mitglieder einer modernen Zivilisation&quot; klopfen uns gegenseitig die Schultern blau, ob der &Uuml;berwindung der Sklaverei, der Befreiung von der Lehensknechtschaft und unserer &quot;aufgekl&auml;rten&quot;, &quot;humanen&quot; Umgangsformen untereinander. Nur zu gerne lassen wir dabei die Realit&auml;t aus dem Sinn, denn frei sind wir alle nicht, die wir nicht freier Unternehmer sind und selbst zu Knechten in der Lage.</p>
<p>Existenz&auml;ngste begr&uuml;nden sich in westlichen Zivilisationen heutiger Tage nicht mehr auf den Verlust des Lebens selbst, sondern auf die Einbu&szlig;e von Lebensqualit&auml;t. Mach einer ist eher bereit zu sterben, als in Armut leben zu m&uuml;ssen. Wir werden nicht mehr von Diktatoren unterdr&uuml;ckt, die uns androhen uns zu ermorden, unsere Unterdr&uuml;ckung geht einzig vom Kapital aus. Unsere &quot;Strafe&quot; f&uuml;r zivilen Ungehorsam ist nicht Folter im physischen Sinne, uns nimmt man einfach den Flachbildfernseher, den C-Klasse Mercedes und den Rinderbraten am Wochenende.</p>
<p>So kommt es dann auch, dass die offiziellen F&uuml;hrer unserer Gesellschaft zu Marionetten verkommen sind, ihre Menschlichkeit sich einzig dem Kapital unterordnet und eben die Lenker und Leiter der Geldfl&uuml;sse &uuml;ber die Schicksale des P&ouml;bels bestimmen.</p>
<p>Das Prinzip ist sehr einfach: Wer bereits &uuml;ber Mittel verf&uuml;gt, vermag diese zu ihrer Mehrung einzusetzen. Wer nicht, nicht.</p>
<p>Wir unterscheiden dabei zwischenzeitlich eine Vier-Klassengesellschaft:</p>
<p><span id="more-588"></span></p>
<p><strong>01. Die Kapitalgeber<br />
	</strong></p>
<p>An Spitze der Verdummungspyramide, als prim&auml;re Operatoren und Schicksalsm&auml;chte, stehen eben jene, die frei verf&uuml;gbares Kapital ererbt oder erstohlen haben. Rechtm&auml;&szlig;ig ist schwerlich an Kapital zu geraten, denn die oberste Kaste teilt gewissenhaft unter sich auf und wacht mit Argusaugen auf durch sie kontrollierten Kapitalfluss. Ihre finanziellen Mittel setzten sie ausschlie&szlig;lich dazu ein, mittels Druck, Manipulation und Verdummung aus niederen Individuuen noch mehr Kapital zu pressen. Humanistische Ideale dienen Kapitalgebern ausschlie&szlig;lich als Fassade, hinter welcher sie ihre menschenverachtenden Gesch&auml;fte treiben.</p>
<p><strong>02. Adjutanten und M&auml;tr&auml;ssen der Kapitalgeber<br />
	</strong></p>
<p>Sie scharen sich, im vollen Bewusstsein der Schlechtigkeit ihrer M&auml;zenen, um einen Kapitalgeber, erf&uuml;llen delegierte Managementaufgaben f&uuml;r sie und halten sie bei Laune. Daf&uuml;r werden sie mit &uuml;berdurchschnittlichem Wohlstand entlohnt, der sie jedoch niemals dazu bef&auml;higen wird, selbst zu einem Kapitalgeber aufzusteigen, es sei denn, sie tr&auml;ten eine bewilligte, direkte Nachfolge an. Diese Klasse knechtet und wird selbst geknechtet, ist aber hinreichend mit Luxusg&uuml;tern narkotisiert, nur selten r&uuml;rt sich noch ihr Gewissen.</p>
<p><strong>03. Leistungserbringer</strong></p>
<p>Der vielger&uuml;hmte Mittelstand. Auf ihren Schultern wird die Welt getragen, ihre Anstrengungen mehren den Reichtum ihrer Kapitalgeber. Daf&uuml;r h&auml;lt man sie am Leben, nicht ohne jedoch ihre &Auml;ngste zu sch&uuml;ren, das dieser Zustand nicht von Dauer sein m&uuml;sse. Sie werden verbrannt, sind jedoch noch in gro&szlig;er Zahl gl&uuml;cklich dabei, denn sie d&uuml;rfen sich f&uuml;r etwas besseres halten, schlie&szlig;lich gibt man ihnen Flachbildfernseher und C-Klasse Mercedi. Auch Arbeiter geh&ouml;ren zwischenzeitlich diesem Stand an, denn auch sie f&uuml;hren heutzutage ein Leben in gem&auml;&szlig;igtem Wohlstand.</p>
<p>Ein gesundes Mittelma&szlig; aus Zuckerbrot und Peitsche h&auml;lt diese Mittelstandsmaschinerie am Laufen, der geschickte Adjutant vermag seine Lohnsklaven in einem Ausma&szlig; zu besch&auml;ftigen, dass sie gerade nicht zusammenbrechen, ihnen aber auch keine Zeit und Kraft mehr f&uuml;r einen klaren Gedanken bleibt.</p>
<p>Dem Mittelstand wird das gute Gef&uuml;hl gegeben, das sein Werk einen Sinn erf&uuml;llt, denn er darf alleine f&uuml;r die Belange der vierten Klasse aufkommen.</p>
<p><strong>04. Leistungsempf&auml;nger<br />
	</strong></p>
<p>Grunds&auml;tzlich aus Gr&uuml;nden der pers&ouml;nlichen Gesundheit, oder aber aus sozialer Ungerechtigkeit nehmen diese Menschen nur bedingt am Wirtschaftssystem teil. Sie konsumieren, ohne zu leisten. Im Wesentlichen gleichen sie damit auffallend den Kapitalgebern und Adjutanten, denn auch sie investieren die Mittel der Leistungserbringer, welche diese ansonsten nur sinnlos verspart h&auml;tten, zur&uuml;ck in den Kreislauf und erwerben Wirtschaftsg&uuml;ter wie Bier, Schnaps und Zigaretten vom Kapitalgeber. &Uuml;ber die Leistungsempf&auml;nger stellt der Kapitalgeber sicher, dass niemals ein Leistungserbringer selbst Kapital aufbauen und damit zur Konkurrenz werden k&ouml;nnte.</p>
<p>Objektiv betrachtet ein in seiner Perfektion und Ausgewogenheit geradezu kosmisch sch&ouml;n anmutendes Gesellschaftskonstrukt.</p>
<p><em>Nach den Grundlagen, beleuchten wir im zweiten Teil die Prinzipien der Konzernwirtschaft etwas detaillierter und kreieren ein bereits dagewesenes Alternativmodell, das jedem Grossinvestor den Angstschweiss in die gepuderten Achselh&ouml;len treiben wird.<br />
	</em></p>
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		<title>Virales (?)</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 08:06:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&#228;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde.
Latent stellt sich die&#160;Frage nach dem &#34;Warum&#34; bei praktisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img alt="questionsp" class="aligncenter size-full wp-image-578" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/questionsp.jpg" title="questionsp" /></p>
<p><strong>Im Gedankenkreislauf eines jeden Individuums zirkulieren physiologischer Weise immer ein paar Warums und Hinterfragungen. Manch einer mag so besch&auml;ftigt sein, oder alternativ intellektuell derart unterbelichtet, das ihm dies nie auffallen wird, die meisten Artgenossen sind sich ihrer Warums jedoch bewusst und ignorieren sie meist aus gutem Grunde.</strong></p>
<p>Latent stellt sich die&nbsp;Frage nach dem &quot;Warum&quot; bei praktisch allem, was wir tun, sei es nun aktiv, oder passiv, in Reaktion auf eine Aktion Dritter. Zur Ratifizierung, zur Optimierung und zur allgemeinen Steuerung unseres Lebens sind diese R&uuml;ckfragen unabdingbar. Wer sie sich nicht stellt,&nbsp;oder&nbsp;verharrt, d&uuml;mpelt fremdbestimmt durch sein Sein und wird sich diese Frage sp&auml;testens final in dramatischer Drastizit&auml;t stellen.</p>
<p>Was aber, wenn sich die Frage nicht dediziert beantworten l&auml;sst, die Ursache der Frage eine Unab&auml;nderlichkeit darstellt? Fragen, die sich ausschlie&szlig;lich mit &quot;Weil es eben so muss&quot; beantworten lassen? F&uuml;r diese zahlreichen F&auml;lle hat uns unsere Natur mit einer heilsspendenden Dumpfheit ausgestattet: Derartige Fragen stellen wir uns im Alltag nicht. Wir qu&auml;len uns allmorgentlich durch den Berufsverkehr, weil die Evaluierung der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel kein Optimierungspotenzial auswies, wir ertragen unseren staubtrockenen, zerm&uuml;rbenden Job, weil Existenz&auml;ngste und unser Sicherheitsbed&uuml;rfnis uns dazu zwingen, wir zwingen uns wieder und wieder, diesen bescheuerten Salat zu fressen, weil das eben gesund ist und wir ansonsten des Skorbuts verst&uuml;rben. Bei all diesen T&auml;tigkeiten w&uuml;rden wir die st&auml;ndige Frage nach dem Warum in unserem Bewusstsein gar nicht ertragen, f&uuml;r eine derartige Folter ist die menschliche Psyche im Regelfall schlicht nicht ausgelegt. Dauerhaftes, emotionales Erbrechen w&auml;re die Folge, und genau dieses macht endg&uuml;ltig handlungsunf&auml;hig. So haben wir gelernt, vielfach die Frage nach dem Warum entweder zu ignorieren, oder in einem bewussten, mentalen Akt im Keime zu ersticken.</p>
<p>Mitunter aber gelingt es extrinisischen Faktoren, unser cognitives Immunsystem derart zu schw&auml;chen, das eben diese Mechanismen versagen. Wir sind so intensiv damit besch&auml;ftigt, uns andere, gr&ouml;&szlig;ere Umst&auml;nde sch&ouml;nzureden, oder aber sie daran zu hindern, uns zu vernichten, dass keine Kapazit&auml;t f&uuml;r das Niederk&auml;mpfen der vielen, kleinen, sonst kaum st&ouml;renden Warums mehr &uuml;brig bleibt. Der Alltag wird schier unertr&auml;glich, wenn all die sinnlosen, zum Teil schmerzhaften und praktisch immer belastenden Aktionen und Reaktionen gnadenlos hinterfragt werden m&uuml;ssen. Nicht genug damit, das sie an die Oberfl&auml;che dringen, sie vermehren sich auch. Fehlt der gesunde Selbstschutz, reproduzieren sich die b&ouml;sartigen Biester ungebremst. Kaum ein Umstand, kaum ein Zustand, kaum ein Ereignis, welches nicht im schmerzhaften Sinne hinterfragbar w&auml;re. Der Erkrankte wird regelrecht &uuml;berschw&auml;mmt von Fragen, deren Antworten er sich nicht ohne seelisches Husten, Schnupfen und Herzfieber zu geben vermag.</p>
<p>Wohl dem, der einen gro&szlig;en, umfassenden Grund zur Niederschlagung seiner Warums zu finden vermag, denn dies sind Situationen, die bestenfalls signifikante &Auml;nderungen hervorbringen, aber durchaus geeignet sind, einen Menschen zu brechen.</p>
<p>Doch der Gebrochene wird immun sein. Mit der Selbstaufgabe verstummen auch die Fragen. Nur mehr zu funktionieren; leichter kann ein Leben nicht sein.</p>
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		<title>Chronische Unterforderung</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/12/chronische-unterforderung/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Job]]></category>
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		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Unterforderung]]></category>

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		<description><![CDATA[In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&#252;&#223;t es an Leistungsf&#228;higkeit ein, oder besch&#228;ftigt sich mit unerw&#252;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&#246;nnen.
Eines der wesentlichen Merkmale echter F&#252;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&uuml;&szlig;t es an Leistungsf&auml;higkeit ein, oder besch&auml;ftigt sich mit unerw&uuml;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&ouml;nnen.</strong></p>
<p>Eines der wesentlichen Merkmale echter F&uuml;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter mit den f&uuml;r sie passenden T&auml;tigkeiten zu beauftragen. Echte F&uuml;hrungskompetenz ist jedoch selten. Manch Personalf&uuml;hrungsbeauftragter entscheidet prim&auml;r zum eigenen Wohl, ganz besonders in Unternehmen, die nur noch nach Zahlen geleitet werden. So werden Mitarbeiter als Cash-Cows verheizt, maximaler Profit geht zu Lasten efiizientester Auslastung und Besch&auml;ftigung. Das Mitarbeiterwohl spielt per se keine Rolle.</p>
<p>Viel zu oft finden sich also Menschen in Positionen wieder, die ihren F&auml;higkeiten und Bed&uuml;rfnissen nicht entsprechen. Einzelne Charaktere sind dazu geeignet, sie unterfordernde T&auml;tigke&iacute;ten auszuf&uuml;hren, in dem sie die eigenen Pers&ouml;nlichkeit w&auml;hrend der Verrichtung ausschalten und den Job lediglich als leidliches Mittel zum Zwecke der Existenzsicherung betrachten. Andere zerbrechen.</p>
<p><span id="more-543"></span></p>
<p>Man nehme einen durchschnittlich begabten Studienabbrecher eines geisteswissenschaftlichen Fachgebiets. Seine Interessen liegen in der Literatur, der Musik und der Philosophie. Im Verlauf seines Studiums muss er erkennen, dass ihn seine Studienwahl wohl niemals wird ern&auml;hren k&ouml;nnen. Seine Freundin erwartet ein Kind, Einnahmen m&uuml;ssen her um die junge Familie zu ern&auml;hren. Mit Ende 20 also verl&auml;sst er die Universit&auml;t und beginnt, mangels Fachqualifikation und Ausbildungsberuf, eine Karriere in der &ouml;rtlichen Dosenfabrik. Hier wird er in der Dreierschicht (Fr&uuml;h/Sp&auml;t/Nacht) an einem B&ouml;rdelautomaten eingesetzt, an dem er pro Schicht ca. 8000 mal ein und denselben Handgriff verrichten wird. F&uuml;r &quot;gutes Geld&quot; hat der arme Knopf nun seine Seele verkauft. Die ersten Monate gehen leicht von der Hand, da er durch die Schichtwechsel sowieso niemals mehr richtig wach wird. In seiner Freizeit verbringt er stumnpfe Stunden mit seiner Familie, oder bes&auml;uft sich mit Arbeitskollegen am Tresen. Innerhalb weniger Jahre wird er entweder schwerer Alkoholiker, drogenabh&auml;ngig, oder schlicht tot sein, da ihn die Depressionen mit dem Sch&auml;del in die Hochdruckpresse gezwungen haben, nachdem seine Restkreativit&auml;t ihm das &Uuml;berlisten der Lichtschrankensicherung erm&ouml;glicht hatte.&nbsp;</p>
<p>Geistige Unterforderung ist eine Unterschlagung von Erfolgserlebnissen. Ohne Erfolgserlebnisse kr&auml;nkelt erst das Ego, sp&auml;ter der ganze Mensch. Unz&auml;hlige psychosomatische Erkrankungen, S&uuml;chte, Depressionen und aggressive &Uuml;bergriffe gehen auf das Konto der geistigen Unterforderung. Ein meiner Meinung nach zentrales Thema unserer Gesellschaft, &uuml;ber das jedoch niemand spricht.&nbsp;</p>
<p>Ein gl&uuml;ckliches, gesundes Leben setzt immer auch ein gewisses Ma&szlig; an Selbstverwirklichung voraus. Der unbeg&uuml;terte Durchschnittsmensch verbringt den Gro&szlig;teil seiner Lebenszeit mit der Erwirtschaftung von Kapital f&uuml;r andere (was an sich bereits ein Hohn ist!), so ist er geradewegs gezwungen, sich im Job selbst zu verwirklichen. Ist ihm diese M&ouml;glichkeit genommen, wird er &uuml;ber kurz oder lang zu Grunde gehen. Oder aber er war schon immer ein nicht zu unterfordernder Trottel. Solche gibts auch.</p>
<p>Es kann nur jedem angeraten sein, der sich in seinem Job nicht allzu wohl f&uuml;hlt, intensiv in sich hinein zu horchen, auf die Stimmen, die da sagen, ob er das richtige tut. Aus Angst oder Bequemlichkeit keinen Wechsel anzustreben, sondern im geistigen Verlies der Verdummung zu verharren wird auf lange Sicht einem Selbstmord auf Raten gleichkommen. Der Mensch kann sich auch in Besch&auml;ftigung langweilen, wenn die Besch&auml;ftigung ihn zwar blockiert, aber nicht auslastet.</p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (II)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/10/10-jahre-elektronische-datenverunstaltung-ii/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 07:59:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
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		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich.
Mit diesem Motto gelang es mir, mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viel reden. Immer viel mit den Leuten reden. Besser dreimal gesagt, das man noch kein Ergebnis hat, als den Kunden bis zur Fertigstellung schweben zu lassen. Wenn man viel mit den Leuten redet, fühlen die sich wichtig. Und wichtige Menschen möchten ihren Status behalten, darum machen sie sich nützlich.</strong></p>
<p>Mit diesem Motto gelang es mir, mich von meinen Kunden, die ich eigentlich betreuen sollte, nach und nach in die Materie einarbeiten zu lassen. Mit enormem Zeitaufwand war dann irgendwann auch der ganz normale Geschäftsalltag zu bewältigen. Aus 30 Kunden wurden dann 50, bald 70 und schließlich über hundert. Mein monatelanges Flehen nach Verstärkung wurde irgendwann erhört, es wurde erst ein Team, später eine Abteilung gegründet, deren Leitung mir oblag.</p>
<p>Bald war mein Job nicht mehr die Beantwortung von Kundenanfragen, sondern die Ausbildung und &#8220;Überwachung&#8221; derer, die Anfragen bearbeiten sollten. Zunehmend beschäftigte ich mich mit Produktmanagement, bildet quasi eine Brücke zwischen Kundenbetreuer (und damit dem Kunden) und Entwicklern, was die Produktqualität signifikant verbesserte. Als ich richtig Ahnung hatte, musste ich zunehmend eigene Projekte umsetzen, Schulungen abhalten und wurde zu guter Letzt als Einmann-Deeskalationstrupp komplett verheizt. Ich arbeitete sieben Tage die Woche, immer noch 18 Stunden am Tag und besaß absolut gar kein Privatleben mehr. Tagsüber Reisetätigkeiten, zwischendurch Fernkoordination meiner Abteilung, abends Terminnach- und -vorbereitungen, Korrespondenz und Konzeptionelles. Am Wochenende dann alles, was meine Schergen über die Woche liegen gelassen hatten.</p>
<p><span id="more-472"></span></p>
<p>Unser Geschäftsführer mischte sich im Zuge der angestrebten ISO-Zertifizierung immer mehr in meinen Verantwortungsbereich ein, bald gab es jeden Morgen und jeden Abend eine &#8220;Andacht&#8221; zu der harte Worte wahrlich nicht gelassen laut ausgesprochen wurden. Als mir dann auch noch die privaten Klüngeleien meiner Untergebenen den letzten Nerv raubten (&#8220;Mit dem arbeite ich nicht mehr zusammen, entweder der geht, oder ich&#8221; &#8211; &#8220;OK, ihr geht beide. Penner&#8221;), riss mir irgendwann der Geduldsfaden und ich kündigte. Unser Entwicklungsleiter kam mir noch auf der Strasse hintergerannt und ging erst mal nen Schnapps mit mir trinken. Am nächsten Tag stellte er mich bei gleichen Bezügen als Entwickler wieder ein.</p>
<p>Eine deutlich ruhigere und viel interessantere Zeit brach an. Ich arbeitete mich, völlig frei in meinem Tagesablauf, in drei bis fünf Entwicklungsplattformen ein und erhielt schließlich den Auftrag, zusammen mit einem Referenzkunden ein elektronisches Archiv mit Dokumentenmanagementsystem komplett neu zu erarbeiten. Ich hatte drei Jahre Zeit und war in jeder Hinsicht frei in meinen Entscheidungen und Anforderungen. Das waren, beruflich gesehen, die drei wundervollsten Jahre, die ich je hatte. Von allem etwas: Planung, Kundentermine, Konzepte, Entwicklung, Tests, Präsentationen.</p>
<p>Nach erfolgreichem Projektabschluss verließ uns unser Entwicklungsleiter und ich wurde in die Reihen der anderen Entwickler reintegriert. Geringfügig ob der verlorenen Freiheit demotiviert, programmierte ich noch zwei Jahre vor mich hin, bis das Unternehmen von einem größeren Fisch geschluckt wurde und absehbar war, das die Entwicklung eingestellt werden würde. Mit einem guten Deal verließ ich den Laden und versuchte mich primär auf eigene Beine zu stellen.</p>
<p>Ich entwickelte ein paar Ablese- und Meldesysteme für kommunale Energieversorger, ein paar Tools für die kommunalen Verwaltungen und traf hier und da Leute, um über meine Ideen zu sprechen. Es ließ sich alles sehr gut an, sollte man meinen, doch ich hatte meine Rechnung ohne die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber gemacht: Trotz Fertigstellung und Abnahme zahlten die einfach nicht. KEINER von denen. Nicht einen Cent.</p>
<p>Alsbald ausgehungert, suchte ich mir wieder einen Job. Es verschlug mich von Düsseldorf ins Ruhrgebiet, dort als C# Entwickler für einen Hersteller arbeitsmedizinischer Industrielösungen. Alsbald übernahm ich die Stelle &#8220;Forschung&#8221;, wo Machbarkeitsanalysen und Plattformtests meine Hauptaufgabe wurden. Insgesamt kein langweiliger Job, aber das merkwürdige, mehr als distanzierte Betriebsklima machte krank. Es zeigte sich auch recht bald, dass das Hauptprojekt des Kleinunternehmens zum Scheitern verurteilt und der Fortbestand der Firma damit mehr als zweifelhaft war. Also machte ich die Ratte und verließ das sinkende Schiff gen Österreich, was mir hinsichtlich der Beziehung zur Perle mehr als Recht sein konnte.</p>
<p>Hier angekommen, stellte ich enttäuscht fest, das Dynamics AX Coding in X++ nicht mehr wirklich viel mit Programmierung zu tun hat. Ein viel zu enges Framework, deutlich zu spezialisiert, für meinen Geschmack. Aufgrund der knappen Auftragslage hat man mir dann die Verantwortlichkeit für die zugekaufte Business Intelligence Lösung übertragen. Kaum erwähnenswert, das ich mit BI bislang absolut nichts am Hut hatte&#8230; Dies bedeutete nun Support, Implementierung und Consulting. Und weils sonst langweilig wäre, entwickle ich paralell in AX weiter.</p>
<p>Aktuell betrachte ich mich jobmässig als ausgebrannt. Es wäre dringend Zeit für eine signifikante Veränderung, aber der Schub fehlt. Ich bin müde, gelangweilt, kraftlos und desinteressiert. Das Gefühl, alles schon einmal gesehen und/oder gemacht zu haben dominiert.</p>
<p>Ich habe Support für zahllose, unterschiedlichste Software geleistet, habe Schrott auf Messeständen bei der cebit und sonstigen Brachnestammtischen präsentiert, Kunden analysiert, beplant, geschult, große Unixnetzwerke administriert, Windows-Serverfarmen verwaltet, in 5 Sprachen programmiert, zu jeden noch so bescheuerten IT-Problem eine Lösung gefunden und nicht zu Letzt eine gottverdammte Menge Kaffee gekocht. Vielleicht sollte ich tatsächlich eine C<a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/02/currywurstfrei/" target="_blank">urrywurstbude in Österreich aufmachen</a>, wenn nur das Investitionsrisiko nicht wäre&#8230;</p>
<p><em>Wenn da also jemand einen Job als repräsentativer Geschäftsführer einer Firma für was auch immer für mich hätte, ich sähe mir das dankbar an. Wichtig wäre mir nur, dass man mir keinerlei Verantwortung überträgt, man mich in Ruhe lässt und keinen Stress macht und die repräsentativen Termine sich in Grenzen halten und nach Möglichkeit was mit Saufen zu tun haben. Für 150 K/pA und ner E-Klasse T-Modell als Firmenwagen bin ich dabei und verzichte auf jedwede Boni. Könnte sich rechnen&#8230; Dafür biete ich Grundkenntnisse in allen denkbaren Wissensgebieten und ein Labermaul, das mich in all diesen als Experte erscheinen lässt. Außerdem stehen mir Anzüge. Angebote bitte an licht@schwarzsicht.at Danke.</em></p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (I)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Gadgets]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Nerdcontent]]></category>
		<category><![CDATA[Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;
Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-465" title="venus200610-years-anniversaryfrei" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/venus200610-years-anniversaryfrei-300x247.png" alt="venus200610-years-anniversaryfrei" width="300" height="247" /></p>
<p><strong>Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;</strong></p>
<p>Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. Mit Farbbildschirm (ein Sharp 13 Zöller), Floppy Disk (die klassischen 1541) und Nadeldrucker (Star LC 10-C) hat das System für damalige Verhältnisse ein kleines Vermögen gekostet. Ich hatte keine Ahnung von gar nichts, war aber unendlich stolz, Besitzer einer so fortschrittlichen Technologie zu sein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-466" title="c64combo" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/c64combo.jpg" alt="c64combo" width="300" height="258" /></p>
<p><span id="more-462"></span>Mit meinem damaligen Kumpel Matthias überwarf ich mich zu diesem Zwecke zum ersten Mal, da ich darauf bestand, in unserer gemeinsamen &#8220;Detektei&#8221; die elektronische Datenverarbeitung einzuführen, was sich jedoch seiner Kontrolle entzogen hätte und er war immer schon ein ausgewachsener Kontrollfreak.</p>
<p>Auch damals kosteteten Originalspiele ein Heidengeld. Also begnügte ich mich anfangs mit dem Abtippen von Assemblerlistings aus den gängigen Computermagazinen, um meinem Spieltrieb Genüge zu tun.  Irgendwann musste es aber dann doch &#8220;Commando&#8221;, &#8220;Giana Sisters&#8221; und &#8220;Pit Stop 2&#8243; sein, mangels Budget wurde also ein Tauschring für Raubkopien ins Leben gerufen, der sich bald über die gesamte, alte Bundesrepublik erstreckte. Wir tauschten ausschließlich via Disketten, die wir uns damals gegenseitig auf sogenannte Postlagerkarten schickten, die in den naiven alten Zeiten auch für Kinder erhältlich waren.</p>
<p>Auch für einen Akkustikkoppler war kein Geld da, also wurde unter der Hand ein gemeinsamer im Freundeskreis angeschafft, welchen wir aber ausschließlich nachts bei einem Kumpel verwenden konnten, so uns unsere Eltern die Fremdübernachtungen gestatteten. Nachdem ich mich rudimentär in Basic, noch rudimentärer in Assembler und ein bisschen intensiver in das BTX-Protokoll eingearbeitet hatte, war ich bald für das Eindringen in fremde BTX-Mailboxen zuständig, wo wir oft genug noch nicht veröffentlichte Games als sogenannte 0-Day Versionen stahlen, die dann auf einfachste Weise &#8220;gecrackt&#8221; und mit unserem Group-Logo veröffentlicht wurden. Nebenbei sorgte ich mit ein paar selbstgeschriebenen Striptease-Sprites in der Schule für Unruhe.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-467" title="232913989197b5ff26d5ot" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/232913989197b5ff26d5ot-300x187.jpg" alt="232913989197b5ff26d5ot" width="300" height="187" /></p>
<p>Irgendwann stand ein Plattformwechsel an, den ich jedoch nicht mitvollziehen konnte, da mir niemand einen Amiga oder einen Atari ST zu finanzieren bereit war. Vom aktiven Group-Member wurde ich also zum offenmäulig staunenden Beisitzer ohne technische Kompetenz. Eine ziemliche Schmach. Ich spielte noch eine Weile mit dem C64 herum, expermimentierte mit dem Final-Cartridge III und lötete immer mal wieder unsinnig auf der Platine herum. Bis ich irgendwann mit einem etwas zu heissen Kolben die CPU in die ewigen Jagdgründe schickte. Das traurige Ende meiner &#8220;Hackerkarriere&#8221; für sehr lange Zeit.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-468" title="commodore-c64-c1280-n-173687-13" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/commodore-c64-c1280-n-173687-13-300x271.jpg" alt="commodore-c64-c1280-n-173687-13" width="300" height="271" /></p>
<p>Erst zur Markeinführung von Windows 95 auf dem Pentium I stieg ich wieder ins &#8220;Geschäft&#8221; ein, inzwischen Anfang 20, verheiratet  und bereits in Berufsausbildung zum Krankenpfleger. Allerdings auf dem abgelegten 486 DX meines damaligen Schwiegervaters unter Windows 3.11. Nichts desto trotz war ich der zweite, mir persönlich bekannte Mensch mit einem Internetzugang zuhause. Modem, versteht sich, ein 33.600er. Ich bastelte, tunte und werkelte so lange an dem DX herum, bis ich Windows 95 ans Laufen bekam, das 3.11er war aus meinem ermessen nicht zu ertragen, da war seinerzeit das GeOS auf dem C64 schon weiter. Ich entdeckte Webforen und -Chats für mich, saß nächtelang an der Kiste, rüstete auf, installierte schließlich Windows 98, flog mehrfach konsequenzlos mit halbherzigen Bruteforces auf interessante Ziele auf und entwickelte nach und ein Gefühl dafür, wie ich meine Spuren auf fremden Systemen zu verwischen hatte. Die Linuxzeit war angebrochen, selbstredend noch ohne graphische Oberfläche.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-469" title="zoom_s_p_22759_1ashx" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/zoom_s_p_22759_1ashx-300x225.jpg" alt="zoom_s_p_22759_1ashx" width="300" height="225" /></p>
<p>1999 beendete ich meine Ausbildung mit exzellentem Abschluss, fand jedoch keinen Job in meinem Beruf, weil meine Pflegedienstleiterin, ihr durch aufmüpfige und aufsässige Art aufgefallen, alle Krankenhäuser im Umkreis vor mir gewarnt hatte.</p>
<p>An einem bierseeligen Abend bewarb ich mich schließlich via Email beim deutschen Herzzentrum in München als Chefarzt der Neurologie, beim Stern in Stuttgart als Chefredakteur und bei der Softwarefirma, die Lohn- und Gehalt sowieso Personaleinsatzplanung in meinem Ex-Krankenhaus machte, als Geschäftsführer. Das Herzzentrum bot mir schließlich ein Vorstellungsgespräch als Krankenpfleger an, der Stern stellte nach persönlicher Vorstellung ein Volontariat in Aussicht. Die Softwarefirma fragte schlicht, ob ich am nächsten Sonntagmorgen zu einem Vorstellungsgespräch bereit sei. Das gefiel mir, da fuhr ich hin. Nach einem Nachtdienst in Koblenz bis 06:30 h eilte ich nach Neuss und wurde fragentechnisch fürchterlich auf die Probe gestellt. Ich hatte absolut null Ahnung von professioneller Datenverarbeitung, Projektmanagement, Kundenbetreuuung oder sonst einem sinnvollen Einsatzgebiet. Zudem konnte ich mir partout den Namen des Geschäftsführers nicht merken.</p>
<p>Nichts desto trotz bat man mich kurz darauf, erneut zu erscheinen. Diesmals war ich vorbereitet und konnte punkten. Arbeitsbeginn als Kundenbetreuer zum nächsten Ersten.</p>
<p>Der Anfang war mehr als hart. Man setzte mich als verantwortlichen Kundenbetreuer für die Bereiche Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung ein, zur Einarbeitung wurde ich zehn Tage neben einen Entwickler gesetzt, der nicht mit mir redete, mich anderen gegenüber jedoch als seinen Hund vorstellte. Für die Woche über hatte ich in Düsseldorf ein kleines Einzimmerappartement, in dem zuvor ein Junkie gehaust hatte, so dass ich im Schnitt meine 18 Stunden am Tag arbeitete und lernte.</p>
<p>Nach 10 Tagen stellte man mir eine Schubkarre mit Rechnerteilen hin und meinte, dies sei mein Arbeitsplatzrechner. Ich bastelte eine Weile und übernahm dann, völlig ahnungslos, den Support von rund 30 Kunden, die allesamt wegen eines grottenschlechten Programms und bis dato null Service mehr als entnervt waren&#8230;</p>
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		<title>ToolTime (8): Pooltuning &#8211; Sandfilterpumpe</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/07/tooltime-8-pooltuning-sandfilterpumpe/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 08:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tool Time]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Heimwerken]]></category>
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		<category><![CDATA[Pool]]></category>
		<category><![CDATA[Pumpe]]></category>

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		<description><![CDATA[Intex empfiehlt für den Betrieb seiner Aufstellpools die mitgelieferte Kartuschenfilteranlage mit Niedervoltpumpe. Das mag für vier Wochen Poolnutzung im Jahr auch ausreichend sein, aber bei saisonaler Normalnutzung darf von verstärkter Algenbildung ausgegangen werden.
Fakt ist: Der Kartuschenfilter muss bei einem Pool ab 15 000 Liter Inhalt praktisch täglich gereinigt werden und wöchentlich ausgetauscht. Eine Ersatzkartusche kostet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Intex empfiehlt für den Betrieb seiner Aufstellpools die mitgelieferte Kartuschenfilteranlage mit Niedervoltpumpe. Das mag für vier Wochen Poolnutzung im Jahr auch ausreichend sein, aber bei saisonaler Normalnutzung darf von verstärkter Algenbildung ausgegangen werden</strong>.</p>
<p>Fakt ist: Der Kartuschenfilter muss bei einem Pool ab 15 000 Liter Inhalt praktisch täglich gereinigt werden und wöchentlich ausgetauscht. Eine Ersatzkartusche kostet rund 15 Euro, im Fazit: Teurer, nerviger Spaß, denn die ersoffenen Fliegen, Wespen und Hornissen aus einem Papierfilter zu kratzen, gehört nicht unbedingt zu den spaßigsten Aufgaben.</p>
<p>Nachdem die Brühe also trotz perfekter Wasserwerte, regelmäßigem Aussaugen, Schrubben und Gekäschere trüb wurde, musste eine Lösung her. Schnell!</p>
<p>Diese hat dann auch vergangene Woche in Form einer kleinen Sandfilteranalage für insgesamt 179 Euro (inklusive Filtersand) zu uns gefunden.</p>
<p>[flickr album=72157621728314682 num=20 size=Thumbnail]</p>
<p>Selbstredend haben die Anschlüsse Pool -&gt; Pumpe nicht gepasst, aber mit einem scharfen Messer und zwei Schellen konnte Abhilfe geschaffen werden.</p>
<p>Nach einer ausgiebigen Ausflockung und 12 Stunden Filterei durch den Sand war das Wasser klar wie nie zuvor. Zudem ist die Pumpe leiser, pflegeleichter (einmal wöchentlich BackWash genügt) und verbraucht auch nur 5 mal so viel Strom.</p>
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		<title>Die Feigheit des Schmarotzertums</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 09:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Menschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Manch Mensch verbringt sein Sein im schattenspendenden Baume jener, die im den Weg bereiten. Ein gar gemütliches Dasein, fernab von Verantwortung, Risiko und Tatendrang. Eben jener tut sich auch besonders leicht darin, ebene jene zu verurteilen, in deren Schatten er sich ausruht. 
In Unkenntnis der Beweggründe des Handels unbekannter Dritter diese zu verurteilen ist eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manch Mensch verbringt sein Sein im schattenspendenden Baume jener, die im den Weg bereiten. Ein gar gemütliches Dasein, fernab von Verantwortung, Risiko und Tatendrang. Eben jener tut sich auch besonders leicht darin, ebene jene zu verurteilen, in deren Schatten er sich ausruht. </strong></p>
<p>In Unkenntnis der Beweggründe des Handels unbekannter Dritter diese zu verurteilen ist eine weit verbreitete Sitte im Schmarotzertum. Was ist einfacher, als sich anhand rudimentären Halbwissens eine radikale Meinung zu bilden und diese, einem aufgescheuchten Mob gleich, in die Weltgeschichte zu posaunen? Einfacher wäre einzig, die Fresse zu halten. Sich der eigenen Unkenntnis bewusst zu sein ist jedoch eine Voraussetzung hierfür, die bedauerlicherweise nur wenige aufzubringen vermögen.</p>
<p>Der Mensch an sich muss nicht schlecht sein, um als Arschloch durchzugehen. In aller Regel genügt eine gesunde Diskrepanz zwischen der Selbst- und Außenwahrnehmung. Wer eigene Defizite geschickt zu verdrängen weiss, aber mit Argusaugen jeden Schritt seiner Mitmenschen lauernd glaubt verfolgen zu müssen, hat dies sicherlich bereits vollbracht. In meinem persönlichen Wertesystem bedarf es zu einer berechtigten Kritik im ersten Schritte Sachkenntnis, um diese Kritik jedoch auch noch moralisch zu rechtfertigen, zusätzlich die Bereitschaft, selbst zu einer Verbesserung beizutragen. Fehlt Letztere, reiht sich der Kritiker doch nur als weiterer, jammernd duldender Parasit nahtlos in die Reihen des gewollt hilflosen Bequemlichkeitspöbels ein.</p>
<p>Es ist ein Unterschied, ob man von einem sozialen System ausschließlich nutznießt, oder durch Eigenaktivität gezielt zu seinem Erhalt beiträgt. Allermeist sind es jedoch die Nutznießer, die sich allein in diskonstruktiver Marnier über Entscheidungen echovieren, denen sie selbst sich niemals zu stellen bereit wären.</p>
<p>Mitunter kotzt mich eine derartige Einstellung im armdicken Strahl an. Mitunter ist sie auch geeignet, das Bild eines Menschen ins negative Gegenteil zu verkehren.</p>
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		<title>Abschiede</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 12:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Faschisten]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.
Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.</strong></p>
<p>Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb gewonnenen, dessen was einem in seiner Vertrautheit ans Herz gewachsen ist, erfordert immer ein gerüttelt Maß an Bereitschaft zum Schmerz, einen gewissen Mut und es ist fast immer mit Wehmut verbunden. Aber das Leben ist einfach zu kurz, aus reiner Bequemlichkeit und Verlustangst an Postionsmarkern der eigenen Lebenslinie zu verharren, statt weiter zu ziehen und Neues zu entdecken.</p>
<p>Für mich begann der 01. Mai diesen Jahres mit einer solchen Entscheidung. Schweren Herzens habe ich mich von einem Projekt getrennt, welches lange Jahre für mich viel Arbeit, viel Idealismus, viel Freude und viel Leid bedeutet hat.</p>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>Ich lasse eine Community mit Menschen zurück, die mir über die Zusammenarbeit, aber auch über die gemeinsamen Freizeitgestaltungen, wenngleich oft auch nur virtuell, zu wahren Freunden geworden sind. All die Gefahren, denen wir uns gemeinsam ausgesetzt haben, all die Probleme und Stolpersteine, die wir gemeinsam aus dem Weg geräumt haben, all der Hass, der uns für unser tun entgegengebracht wurde, das alles hat uns irgendwie zusammengeschweisst.</p>
<p>Um so ätzender frisst sich das Bewusstsein,  das letztlich persönliches Geltungsbedürfnis, Egoismus und verletzte Eitelkeiten jedwede Menschlichkeit verbannt haben, in eine Seele, wenn man spürt wie die Schweissnähte reissen. Vertrauen, in dessen Hand man die Sicherheit seiner wirtschaftlichen Existenz gelegt hat, erweist sich irgendwann immer als Trugschluss. Menschen sind einfach nicht vertrauenswürdig, zu viele Bedingungen ändern sich ständig, wie diejenigen, die sie stellen, und am Ende ist sich jeder selbst der Nächste.</p>
<p>Wer Hass bewusst und gezielt als Mittel der Politik säht, blickt irgendwann selbst in seine hässliche Fratze. Nämlich immer dann, wenn die Saat zu einem zurückkehrt und sich hämisch gegen einen selbst richtet. Unbegründete Vorwürfe und Verdachtsmomente, so sehr sie auch von der eigenen Persönlichkeit abzuprallen scheinen, hinterlassen doch ihre Spuren, beeinträchtigen die struktuerelle Integrität des Seelenheils.</p>
<p>Irgendwann dann stellt sich einfach die Frage, für wen oder was man da horrende Risiken einzugehen bereit ist, landet bei einer schnöden Kosten-/Nutzenrechnung und zieht schließlich die erforderlichen Konsequenzen. Für wahre Freunde war ich mein Leben lang bereits alles zu tun, jedes Risiko einzugehen. Doch nicht für hinterfotziges Lumpenpack.</p>
<p>An diesem Wochenende ist auch mein ehemals fester Glaube an die Demokratie, an die informationelle Selbstbestimmung und die Selbstregulierung sozialer Strukturen, seien sie nur vielfältig genug, einen qualvollen Tod gestorben. Bedauerlicherweise bestätigt dies meine misantrope These, das der Mensch aus generalisierter Perspektive nichts als ein dummes Arschloch ist.</p>
<p>Dem sollte Rechnung tragen, wer sich mit ihnen einlässt, den teuflischen Artgenossen. Präpariert ist immer der am besten, der nichts erwartet, denn ihm werden Enttäuschungen erspart.</p>
<p>Nicht zuletzt hat mein Real-Life-Provider die AGBs verschärft. Risiken, die ich auf mich nehme, betreffen lange nicht mehr nur mich selbst. Da stellt sich die Frage, für wen, oder für was man diese letztlich auf sich nimmt um einiges schärfer. Dafür, belogen und hintergangen zu werden, jedenfalls trage ich sie nicht mehr.</p>
<p>Auf zu neuen, unbekannten Horizonten. Im Netz allein. Sonst nicht.</p>
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		<item>
		<title>Currywurstfrei</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/02/currywurstfrei/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 10:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Currywurst]]></category>
		<category><![CDATA[Frust]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>

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		<description><![CDATA[
Fast alles kann man in der Alpenrepubik Österreich haben, worüber auch andere Zivilisationen verfügen, will man uns glauben machen. Doch habe ich bis zum heutigen Tage im Würstelland noch nicht eine einzige, vernünftige Currywurst entdecken können.
Offensichtlich verweigert sich der Österreicher einer der besten, großdeutschen Errungenschaften nach dem 2. Weltkrieg: Der Currywurst. So sehr ich persönlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-103" title="currywurst" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/02/currywurst-300x225.jpg" alt="currywurst" width="300" height="225" /></p>
<p><strong>Fast alles kann man in der Alpenrepubik Österreich haben, worüber auch andere Zivilisationen verfügen, will man uns glauben machen. Doch habe ich bis zum heutigen Tage im Würstelland noch nicht eine einzige, vernünftige Currywurst entdecken können.</strong></p>
<p>Offensichtlich verweigert sich der Österreicher einer der besten, großdeutschen Errungenschaften nach dem 2. Weltkrieg: Der Currywurst. So sehr ich persönlichen Individualismus, gerne auch national, meinetwegen auch zwanghaft, schätze und unterstütze, bedeutet dies noch lange nicht, dass man sich auch den positiven Kulturgütern als Konkurrenz empfundener Nachbarländern erwehren muss. Ich höre ja auch nicht einfach auf zu atmen, nur weil das die Deutschen tun.</p>
<p><span id="more-102"></span>Man verstehe mich nicht falsch, ich bin ein großer Freund der Debreziner, Frankfurter, &#8220;Eitrigen&#8221; und der Burenwurst, ich liebe Tiroler- und Grammelknödel, Schweinsbraten und Bosna. Backhendlsalat mit Kernöl, Fleckerlspeis, Schnitzel&#8230; Alles grossartig! Aber ich sehne mich nach sieben Monaten Österreich endlich einmal wieder nach einer wirklich guten, ruhrpöttlerischen Currywurst. Mit Pommes Schranke.</p>
<p>Dieser Tage ist die Currywurst 50 Jahre alt geworden. Was muss das in Deutschland für ein Festtag gewesen sein! Selbst meine rohkostfixierte Bio-Mutter berichtete von einem Besuch auf einem Currywurstfest. <strong>Ein Currywurstfest, wie grossartig!</strong></p>
<p>Zwischenzeitlich hat ja sogar der Meika Curry King in den Kühlregalen deutschstämmiger Lebensmitteldiscounter Einzug gefunden. Aber mal ehrlich: Wenn man den Österreichern DAS als Currywurst verkauft, dann ist es kein Wunder, dass sie diese hierzulande als Werk Satans verschreien und mit zehn Rosenkränzen im Kopfstand, weihwassergurgelnd, unter Strafe stellen.</p>
<p>Dabei wäre alles so einfach: Man miete sich als Deutscher Currywurstspezialist ein kleines Standl in guter Lage, richte sich dies mit entsprechendem Grill- und Frittiergerät ein, besorge sich ein paar Hausfrauen zum Kartoffelschnippeln und biete als erste Würstlbude Österreichs eine original Ruhrgebiets Currywurst mit frisch geschnittenen Pommes an.</p>
<p><a title="Currywurstrezept" href="http://www.kerls.org/forum/viewtopic.php?f=23&amp;t=113&amp;p=464&amp;hilit=currywurst#p464" target="_blank">Hier</a> findet sich übrigens ein ganz hervorragendes Rezept zur Herstelung einer vorzüglichen Currywurst, ganz ohne Convenience-Produkte.</p>
<p>Damit die Alpenländer nicht unmittelbar am Kulturschock verenden, kann man ja die landesüblichen Würstl zusätzlich anbieten. Gerne auch Kraut- und Kartoffelsalat.</p>
<p>Ich wittere ein Bombengeschäft, bald müsste sich eine regelrechte Currywurst-Standl-Kette aufbauen lassen, die von Tirol bis Vorarlberg das austrianische Fastfoodleben revolutioniert. Aber ich traue mich nicht so recht. Mein aktueller Computerklimperjob nervt schon abartig, aber den ganzen Tag Würste grillen?</p>
<p>Eine Currywurst in Österreich würde auch der Völkerverständigung dienen. Ist doch die Currywurst letztlich Ausdruck der Lebensart der schwerarbeitenden Bevölkerung, die Ikone des Proletariats, und ist doch gerade der Deutsche in Österreich als versnobbt und arrogant verschrieen. Mit der Currywurst könnte das Bild der &#8220;Deitschen&#8221; hierzulande wieder in ein besseres Licht gerückt werden, denn der Currywurstfreund ist nicht versnobbt, schon gar nicht arrogant. Er ist Mensch, durch und durch und dabei immer symptahisch geblieben.</p>
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