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	<title>schwarzsicht &#187; Faschisten</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Abschiede</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 12:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.
Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.</strong></p>
<p>Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb gewonnenen, dessen was einem in seiner Vertrautheit ans Herz gewachsen ist, erfordert immer ein gerüttelt Maß an Bereitschaft zum Schmerz, einen gewissen Mut und es ist fast immer mit Wehmut verbunden. Aber das Leben ist einfach zu kurz, aus reiner Bequemlichkeit und Verlustangst an Postionsmarkern der eigenen Lebenslinie zu verharren, statt weiter zu ziehen und Neues zu entdecken.</p>
<p>Für mich begann der 01. Mai diesen Jahres mit einer solchen Entscheidung. Schweren Herzens habe ich mich von einem Projekt getrennt, welches lange Jahre für mich viel Arbeit, viel Idealismus, viel Freude und viel Leid bedeutet hat.</p>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>Ich lasse eine Community mit Menschen zurück, die mir über die Zusammenarbeit, aber auch über die gemeinsamen Freizeitgestaltungen, wenngleich oft auch nur virtuell, zu wahren Freunden geworden sind. All die Gefahren, denen wir uns gemeinsam ausgesetzt haben, all die Probleme und Stolpersteine, die wir gemeinsam aus dem Weg geräumt haben, all der Hass, der uns für unser tun entgegengebracht wurde, das alles hat uns irgendwie zusammengeschweisst.</p>
<p>Um so ätzender frisst sich das Bewusstsein,  das letztlich persönliches Geltungsbedürfnis, Egoismus und verletzte Eitelkeiten jedwede Menschlichkeit verbannt haben, in eine Seele, wenn man spürt wie die Schweissnähte reissen. Vertrauen, in dessen Hand man die Sicherheit seiner wirtschaftlichen Existenz gelegt hat, erweist sich irgendwann immer als Trugschluss. Menschen sind einfach nicht vertrauenswürdig, zu viele Bedingungen ändern sich ständig, wie diejenigen, die sie stellen, und am Ende ist sich jeder selbst der Nächste.</p>
<p>Wer Hass bewusst und gezielt als Mittel der Politik säht, blickt irgendwann selbst in seine hässliche Fratze. Nämlich immer dann, wenn die Saat zu einem zurückkehrt und sich hämisch gegen einen selbst richtet. Unbegründete Vorwürfe und Verdachtsmomente, so sehr sie auch von der eigenen Persönlichkeit abzuprallen scheinen, hinterlassen doch ihre Spuren, beeinträchtigen die struktuerelle Integrität des Seelenheils.</p>
<p>Irgendwann dann stellt sich einfach die Frage, für wen oder was man da horrende Risiken einzugehen bereit ist, landet bei einer schnöden Kosten-/Nutzenrechnung und zieht schließlich die erforderlichen Konsequenzen. Für wahre Freunde war ich mein Leben lang bereits alles zu tun, jedes Risiko einzugehen. Doch nicht für hinterfotziges Lumpenpack.</p>
<p>An diesem Wochenende ist auch mein ehemals fester Glaube an die Demokratie, an die informationelle Selbstbestimmung und die Selbstregulierung sozialer Strukturen, seien sie nur vielfältig genug, einen qualvollen Tod gestorben. Bedauerlicherweise bestätigt dies meine misantrope These, das der Mensch aus generalisierter Perspektive nichts als ein dummes Arschloch ist.</p>
<p>Dem sollte Rechnung tragen, wer sich mit ihnen einlässt, den teuflischen Artgenossen. Präpariert ist immer der am besten, der nichts erwartet, denn ihm werden Enttäuschungen erspart.</p>
<p>Nicht zuletzt hat mein Real-Life-Provider die AGBs verschärft. Risiken, die ich auf mich nehme, betreffen lange nicht mehr nur mich selbst. Da stellt sich die Frage, für wen, oder für was man diese letztlich auf sich nimmt um einiges schärfer. Dafür, belogen und hintergangen zu werden, jedenfalls trage ich sie nicht mehr.</p>
<p>Auf zu neuen, unbekannten Horizonten. Im Netz allein. Sonst nicht.</p>
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		<title>Verreck 2.0</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/verreck-20/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 14:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="webzwonull" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/e/e6/Web20en.png" alt="" width="453" height="302" /></p>
<p><strong>Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern &#8220;interaktiv&#8221; werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört &#8211; kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was ich nicht themengebundene &#8220;Social Networks&#8221; benötige. Ich begreife es einfach nicht!</strong></p>
<p>Wikis hingegen habe ich wieder begriffen, Fotocommunities nicht, Videoportale wieder schon. Hinsichtlich des Twitterns befinde ich mich noch immer in einer experimentellen Phase, sofern ich mich dazu überwinden kann, meinen Stumpfsinn dergestalt komprimiert von mir zu geben.</p>
<p>Letztlich, und so offen sollte man schon sein, geht es doch nur um eines: Aufmerksamkeit. Ein wenig aus der Masse hervorstechen, sich der Mitwelt als der Hecht (oder genderistisch: &#8220;Die Forelle&#8221;) zu präsentieren, der (&#8220;die&#8221;!) man gerne wäre. Wieso sonst sollte man sein Privatleben derartig obszön vor einer riesigen Masse unbekannter und zu 99 % völlig blödsinniger Artgenossen ausbreiten wollen? Ist es die Einsamkeit im Privatleben, in welche das Individuum durch die vorherrschende Leistungsgesellschaft gezwungen wird?</p>
<p><span id="more-243"></span></p>
<p>Blogs sind da ja noch ein Sonderfall, viele nutzen diese nicht nur zur persönlichen Aufplusterung, sondern als künstlerische Ausdrucksform, intellektuelle Plattform des Austauschs  oder als Möglichkeit, den Fluch des journalistischen Miteilungszwangs schadlos abzubauen. Letztlich bieten sie ihren Mitmenschen auch einen Wert: Unterhaltung, Information, Kommunikation.</p>
<p>Aber was macht das Individuum auf einer mySpace-Seite? Facebook? Wer-kenn-Wen? Ich begreife das nicht. Ich habe alles ausprobiert und noch immer nichts verstanden.</p>
<p><strong>Auf wer-kennt-wen regiert zweifelsfrei das geistige Proletariat. </strong>Wenn jemand gerade so lesen und schreiben kann und er nach der Frühschicht bei der Stadtreinigung, oder wenn der Friseursalon geputzt ist, noch Energien übrig hat, dann melde er/sie/es sich hier an und habe meinethalben seinen/ihren/? zweifelhaften Spaß der Verblödung daran.</p>
<p><strong>Versuchsaufbau:</strong> Man infiltriere mit einem gefakten Profil Themengruppen auf WKW und äußere dort eloquent eine dem Thema ablehnend gegenüberstehende These oder Meinung.</p>
<p><strong>Ergebnis:</strong> Schneller kann man gar nicht schauen, wie der Mob nach Zensur, Polizei, Gefängnis, Folter und Hinrichtung schreit. Da rufen Menschen (oder ähnliches) unter Angabe ihres vollen Namens, samt Geburtsdatum (wer weiss, von wem man was kriegt!?) zum Mord auf. Bedienen sich faschistoider Methoden, treten offen für die Abschaffung der Meinungsfreiheit ein. Und merken nicht einmal etwas dabei. Eine derart beängstigende Anzahl von Vollidioten und Asozialen, wie auf WKW, ist mir tatsächlich noch nirgends untergekommen.</p>
<p><strong>mySpace begreife ich einfach nicht. </strong>Ich bin keine Rotz- oder Poppband, und auch keine gewerbliche Prostituierte. Wozu also benötige ich eine kostenlose Litfassäule unter meinem Namen im Internet? Was macht man damit?</p>
<p><strong>Facebook ist im Prinzip das gleiche wie Wer-kennt-Wen, </strong>nur ohne User. Dementsprechend kann ich dort auch niemanden wegen seines erbärmlich kleingeistigen Neuronenfriedhofs zwischen den Ohren verhetzten. Irgendwie kann man dort auch alles machen, sich exibitionieren, schreiben, pöbeln, musikkrächzen. Macht nur wenig Sinn, wenns niemand mitbekommt.</p>
<p>Dann gibts da noch diese diversen VZs. Aber die sind sowieso als Bauernfänger gedacht, die Material für den Adresshandel in großem Stile heranschaffen. Meist von Minderwertigen. Äh, &#8230; Minderjährigen. Tschuldigung.</p>
<p>XING sehe ich noch ein. Begreife ich zwar auch nicht ganz und kenne auch niemanden, der sich darüber tatsächlich beruflich verändert hätte, aber bitte, das macht Sinn!</p>
<p>Ähnliche Seiten gibts dann noch für Seitenspringer (Vorsicht: Nur unter Nicknames und OHNE Foto registrieren, liebe WKW-User, gelle?), irgendwie sexuell schwerst Fixierte und was weiss ich noch für einen Vereinmeiereischeiß.</p>
<p><strong>Ach, leck mich doch am Arsch. Ich bin zu alt für den Dreck.</strong> Zwar neugierig, aber einfach zu alt. Ich halte ja auch Email noch für ein modernes Kommunikationsmittel. Bitte erschieß mich wer.</p>
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		<title>Untergang der Meinungsfreiheit &#8211; Wieso sich der Prolet selbst kastriert</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/02/untergang-der-meinungsfreiheit-wieso-sich-der-prolet-selbst-kastriert/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 10:44:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Die Freiheit der persönlichen Meinung und das Recht, diese öffentlich kund zu tun, ist mit Sicherheit eine der größten Errungenschaften im zivilisatorischen Prozess. Sie ist noch lange nicht in jedem Staat garantiert, zählt zu den wertvollsten Privilegien der westlichen Zivilisation, ist Kriegsttreibern und Demokratiefeinden ein Dorn im Auge und sichert damit in einem sozialen System [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-130" title="imprisoned_speech" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/02/imprisoned_speech-300x279.jpg" alt="imprisoned_speech" width="300" height="279" /></p>
<p><strong>Die Freiheit der persönlichen Meinung und das Recht, diese öffentlich kund zu tun, ist mit Sicherheit eine der größten Errungenschaften im zivilisatorischen Prozess. Sie ist noch lange nicht in jedem Staat garantiert, zählt zu den wertvollsten Privilegien der westlichen Zivilisation, ist Kriegsttreibern und Demokratiefeinden ein Dorn im Auge und sichert damit in einem sozialen System Frieden, Menschenrechte und individuelles Glück.</strong></p>
<p>Und doch tritt sie der denkscheue Bildungspöbel mit ungewaschenen, aber stahlkappenbestiefelten Faschistenstiefeln.</p>
<p>In Zeiten, in denen die persönlichen Freiheitsrechte aus kapitalpressenden Motiven regierungsseitig immer weiter beschnitten werden, in denen mediale Zensur auch in Mitteleuropa wieder ein Thema ist, wo Telefongespräche ohne dringenden Verdacht einer gravierenden Straftat mitgeschnitten und ausgewertet werden, wo private Emails der Belustigung observierender Beamter dienen, in eben diesen Zeiten rafft sich der dummgesoffene Abschaum auf und schreit nach Zensur, wenn eine Meinung nicht die seine ist, oder von seinem persönlichen Geschmack differiert.</p>
<p>Wie geistlos muss ein Mensch eigentlich sein, selbst die Abschaffung seiner Freiheitsrechte zu fordern, nur weil er nicht begreift, das er selbst nur für sich als Individuum sprechen kann und Beschneidungen, die er für die Rechte anderer verlangt, auch die Seinigen mindern werden?</p>
<p>Wie unerhört retardiert ist eine Person, die, nachdem sie  seitens des Staates darüber aufgeklärt wurde, dass man sich an die geltende Meinungsfreiheit halten werde und nicht bereit sei, mediale Inhalte zu verbieten, weil einzelne Interessensgemeinschaften diese als anstössig empfinden, den sagenhaften Schritt wagt, sich selbst zu kriminalisieren, indem sie Verbrechen begehet und mittels fehlgeleiteter Selbstjustiz eigenmächtig Zensur betreibt?<span id="more-129"></span>Zu abstrakt? Konstruieren wir ein Beispiel:</p>
<p>Angenommen, es existierten Menschen, die sich gefährliche Maschinen als Lebensgefährten betrieben. Diese Maschinen kämen immer wieder dadurch ins Gespräch, dass sie häufiger Menschen ohne nachvollziehbare Ursache verletzten, sofern sie unsachgemäß gesichert waren, und das sie ihr Öl auf öffentlichen Wegen, in Parks und auf Privatgrundstücken verteilten, sofern die verantwortlichen Menschen dieses nicht entfernten. Da immer wieder Menschen verletzt würden und immer wieder herumliegendes Öl aufgefunden würde, wäre schnell klar, das nicht alle Besitzer dieser Maschinen verantwortungsbewusst mit ihrem Hobby umgingen.</p>
<p>Gesetzt den Fall, es gäbe nun schwarzhumorige Menschen, die aus diesen Umständen eine bösartige und völlig überspitzte Satire erschüfen: Man verallgemeinert die verantwortliche Insuffizienz der Einzelfälle auf alle Maschinenbesitzer, ausgehend von der Vermutung, das sich die Maschinenbesitzer selbst als Personengruppe empfinden, skizzierte man nun ein abstossendes Bild dieser tatsächlich nicht existierenden Gruppierung und verleumdete diese aufs Übelste und rufe öffentlich zum Zerstören der Maschinen und dem Verbot des Besitzes auf. Der Witz an der Sache wäre schließlich, dass man sich dieser nicht existierenden Gruppierung gegenüber volksverhetzender Methoden befleissigte, obwohl die nicht existierende Gruppe gar nicht Ziel einer Volksverhetzung sein kann, da sie ja erstens so nicht existiert und zweitens keine völkische Gemeinschaft oder ethnische Gruppierung darzustellen vermag.</p>
<p>Der Mindestbegabte erkennt hier bereits eine Vielzahl an offensichtlichen Widersprüchlichkeiten, die die intensionierte Satire klar als solche kennzeichnen sollten. Um es aber auch den geistig Schwächeren leicht zu machen, verbreite man völlig an den Haaren herbeigezogene Nachrichten von illegalen, hahnebüschenen Aktionen und stelle diese als heldenhafte Taten gegen die Maschinenbesitzer und ihre die Allgemeinheit belästigenden Maschinen dar.</p>
<p>Wer jetzt so dumm ist, all diesen Unsinn für bare Münze zu nehmen, sich als &#8220;volksverhetzt&#8221; zu betrachten, ja dem sei mein grossmütiges Mitleid sicher. Aber dann soll er/sie/es doch bitte seinem Hirne angemessene Brötchen backen und sich still und leise verhalten. Das Problem mit der Dummheit ist nun aber, dass sie ja jedem bewusst ist, nur nicht dem Betroffenen selbst.</p>
<p>Dieser wird sich also mit geistig ähnlich behinderten Vollpfosten zusammenschließen und genau das tun, was der satirische Mensch mit seiner Aktion bezweckt: Er wird nach einem Verbot dieser speziellen Meinungsäußerung rufen und damit die individuelle Freiheit für ein persönliches Missempfinden zu opfern bereit sein. Genau dieses Verhalten will nun aber der Satiriker vorführen, die dumpfe Masse zum Denken anregen, so seinen Teil zu einer besseren, freieren Welt beitragen. Also gibt er offen zu, satirisch überspitzt formuliert zu haben um bewusst zu provozieren, er legt sogar seine Motive vollumfänglich offen.</p>
<p>30 % des eben noch tobenden Mobs geht nunmehr ein Licht auf, es wird sich an die Stirn geklatscht, verhalten gelächelt und sich zu Recht geschämt. Nur jämmerlichen 30 % .</p>
<p>Die restlichen 70 % sind noch zu vernagelt, auch dies nur ansatzweise zu begreifen, verlieren sich in an Brutalität kaum zu überbietenden Morddrohungen, belästigen unsere Justiz mit durch die Algemeinheit zu finanzierenden, sinn- und substanzlosen Prozessen und werden kriminell, in dem sie russischen Scriptkiddies ein paar erschnorrte Taler dafür geben, dass diese ihre Botnetze auf die Webseiten der Satiriker hetzten und diese dann unter den diversen dDOS-Attacken zusammenbrechen.</p>
<p>Letztlich schadet sich jeder, der die Meinungsfreiheit angreift, untergräbt, oder unter persönliche Regeln zu stellen versucht, selbst. Wenn schon das Volk die elementarsten Rechte einer Demokratie aus niederen, strunzendummen Gründen mit Füssen tritt, welchen Grund sollte eine Regierung auf Dauer haben, an diesen festzuhalten? Meinungsdiktion wäre um so Vieles einfacher&#8230;</p>
<p>Wer Sachverhalte nicht begreift, aber dennoch dagegen ankämpft, wer eine abweichende Meinung nicht zu tolerieren bereit ist, wer die Augen vehement vor der Wahrheit verschließt, weil er nicht sehen will, was ihn weniger hassen ließe, wem der Haß als einziger Antrieb dient, der hat sich wahrlich selbst die Eier abgeschnitten.</p>
<p><em>Saublödes, bedauernswertes, brothohles Proletenpack. Ihr seid zwar viele, aber da ist nichts, was ihr gewinnen könntet.</em></p>
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		<title>Gerontofaschismus</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2009 13:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Rentner]]></category>

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		<description><![CDATA[
Alte Menschen besitzen Weisheit aus Erfahrung. Sie haben ein langes, oft beschwerliches Leben hinter sich und haben ein Anrecht auf ihnen gezollten Respekt, auch wenn sie mitunter wunderlich erscheinen.
Blödsinn. Alte Menschen sind Menschen, sie haben lediglich ein Anrecht darauf, so behandelt zu werden, wie es ihrem Verhalten gebührt. Ein wenig Rücksicht auf beginnenden Alzheimer, fortschreitende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-119" title="else_kling" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/02/else_kling-300x244.jpg" alt="else_kling" width="300" height="244" /></p>
<p><strong>Alte Menschen besitzen Weisheit aus Erfahrung. Sie haben ein langes, oft beschwerliches Leben hinter sich und haben ein Anrecht auf ihnen gezollten Respekt, auch wenn sie mitunter wunderlich erscheinen.</strong></p>
<p>Blödsinn. Alte Menschen sind Menschen, sie haben lediglich ein Anrecht darauf, so behandelt zu werden, wie es ihrem Verhalten gebührt. Ein wenig Rücksicht auf beginnenden Alzheimer, fortschreitende Demenz oder physische Gebrechen seien ihnen gewährt, aber wohl kaum Narrenfreiheit und Vergötterung allein ob des Umstandes, die Zeiten überlebt zu haben.</p>
<p>Kaum einer der heute noch agilen Senioren hat das dritte Reich noch bewusst miterlebt, allenfalls als Kind waren sie dabei. Umso verwunderlicher, dass gerade die Generation 75+ oft eine Mentalität an den Tag legt, mit der sie es im Bund deutscher Mädel, oder der Hitlerjugend weit gebracht hätten.</p>
<p>Erst kürzlich hatte ich eine Begegnung mit einer renitenten Vertreterin dieser Art, die glatt die Reinkarnation Hitlers Blondie in Menschengestalt hätte sein können: Bissig, griesgrämig, obrigkeitshörig, stur und nicht mit sonderlich bemerkenswerter Intelligenz geschlagen:</p>
<p><span id="more-116"></span></p>
<p>Ich befinde mich gerade mit zwei Hunden spielend  im vor der Türe liegenden Mickerpark. Dieser zeichnet sich durch zwei ungenutze Rasenflächen, die allenfalls der trunksüchtigen Dorfjugend als Abladeplatz ihrer leeren Bierdosen dienlich ist, und ein Gebüsch aus, in welchem das verstoffwechselte Gebräu schließlich seine letzte Bestimmung als alkalisches Pflanzenschutzmittel findet.</p>
<p><strong>NO (Nazi-Oma):</strong> Das ist aber nicht sc<strong>hön!</strong></p>
<p><strong>Ich (einfach ich)</strong>: Wie meinen? Nicht guten Morgen zu sagen? Guten Morgen!</p>
<p><strong>NO:</strong> Na, das mit den Hunden!</p>
<p><strong>Ich:</strong> Die Hunde stören sie?</p>
<p><strong>NO:</strong> Nein. Aber wenn die auf die Wiese scheißen.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Die entleeren sich vorzugsweise in dem Gebüsch da. (Der eine Hund krümmt gerade wie gerufen den Buckel &#8211; Im Gebüsch) Falls ich dran komme, oder mal was daneben geht, hebe ich das auf.</p>
<p><strong>NO:</strong> Sie heben das auf? Nie im Leben! Womit denn, mit blanken Händen?</p>
<p><strong>Ich:</strong> Nein. Dazu habe ich Plastiktüten dabei. (Ich krame demonstrativ eine hervor, gehe zum Gebüsch und hebe die Kacke auf, da sie so liegt, dass man noch dran kommt).</p>
<p><strong>NO:</strong> Das machen sie jetzt!</p>
<p><strong>Ich:</strong> Das mache ich immer!</p>
<p><strong>NO:</strong> Und wenn der Hund Durchfall hat?</p>
<p><strong>Ich:</strong> Dann nicht. Dann sickert es ja weg. Nun liegt aber seit Tagen Schnee. sehen sie IRGENDWO einen Hundehaufen? Oder Hundedurchfall?  Wir gehen jeden Tag hier her!</p>
<p><strong>NO:</strong> Ja, aber gestern habe ich ihre Frau gesehen, die, wie heisst sie noch, die [*zensiert*] da! Die hat aber nichts aufgehoben! Schweinerei! Das muss ich mal der Gemeinde sagen!</p>
<p><strong>Ich:</strong> In der Tat. Gestern hatte der Hund auch wässrigen Durchfall. Wie sie meiner Lebengefährtin gegenüber ja auch bemerkt haben (ich werde nicht als einziger angesprochen&#8230;). Ihre Worte waren wohl &#8220;Hat Durchfall der Hund, nicht wahr? Kann man nicht aufheben, gell?&#8221;</p>
<p><strong>NO:</strong> Ich geh zur Gemeinde. Sie müssen mit den Hunden ja auch mal laufen. Da müssen sie mal weiter raus, mit denen.</p>
<p><strong>Ich:</strong> Das machen wir jeden Tag. Mittags, oder Abends. Ist halt morgens schlecht möglich, wenn beide arbeiten müssen. Aber gehen sie ruhig zum Rapport zu ihrem GAU-Leiter. Der hat sicher sonst nichts zu tun und ist dankbar für etwas Zerstreuung.</p>
<p><strong>NO:</strong> Arbeiten?</p>
<p><strong>Ich:</strong> Ja. Kennen sie nicht, gell? Das ist das, was Menschen tun müssen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die nicht ihr ganzes Leben lang vom Gatten und später vom Staat durchgefüttert werden.</p>
<p><strong>NO:</strong> Unverschämtheit!</p>
<p><strong>Ich:</strong> Finde ich gar nicht so. In manchen Kreisen ist es fast schon normal, sein Mittagessen nicht zu schnorren und in der Zeit, wo andere ihre Mitmenschen aus Langeweile und unerfüllter Boshaftigkeit sinnlos belästigen, Geld zu verdienen und für den eigenen Lebensunterhalt auch selbst aufzukommen. Können sie ja nicht wissen, ist jetzt wohl auch zu spät. Haben sie noch einen schönen Tag. Hoffe, sie haben sich ausgetobt und verschonen andere arbeitende Bevölkerer für heute. Nochmals: Schönen Tag!</p>
<p>Da war sie baff. Und ging wieder zurück in ihre Wohnbaracke. Just für diesen Anschiss hatte sich die Gute also in den Mantel geschmissen und das Haus verlassen. Auf den Rückweg begegnete mir noch der sprachlose Blockwart. Ein altes, verhutzeltes Männlein, das ich bis vor kurzem für stumm gehalten hatte, bis ich ihn einmal mit einer rüstigen Dame seines Alters über die &#8220;junge Leit&#8221; hab zetern und mordioen habe hören dürfen. &#8220;Guten Tag&#8221; kann er immer noch nicht wünschen. Dafür aber beinnahe mit seinen Blicken töten.</p>
<p>Woher kommt dieser senile Kontrollzwang, die Bitterkeit und die Ablehnung jedweder Offenheit? Ist es der neurologische Zellverfall, oder stecken da tatsächlich noch wirksame Reste arischer Führererziehung für das selbstkontrollierende Kleinbürgertum ganz tief im Wesen?</p>
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