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	<title>schwarzsicht &#187; Entscheidungen</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Retro &#8211; Spectat 2009</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 10:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War das Jahr 2008 noch von vielen Ver&#228;nderungen gepr&#228;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse.
Januar, Februar und M&#228;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&#252;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&#228;ne wurden von nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Jahr kann als gegessen betrachtet und damit auch schon analytisch betrachtet werden. War <a href="http://www.schwarzsicht.at/2009/01/retro-spectat-2008/" target="_blank">das Jahr 2008</a> noch von vielen Ver&auml;nderungen gepr&auml;gt, sind es in 2009 nur noch zwei. Zwei verdammt Grosse.</strong></p>
<p>Januar, Februar und M&auml;rz standen ganz im Zeichen der dauerw&uuml;rgenden, schwangeren Perle und unserer Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Die Hausbaupl&auml;ne wurden von nicht eingehaltenen Zusagen zerschlagen, die Suche nach einem Haus zum Kaufen gestaltete sich schwierig. Geeignete Objekte waren entweder zu teuer, zu verfallen oder zu weit aus unserem r&auml;umlichen Raster. Als die Hoffnung fast erloschen war, fanden wir das Objekt, das exakt zu uns passte. Und man schnappte es uns vor der Nase weg.</p>
<p>Ende M&auml;rz war dann eine Alternative aufgetan. Endlose Planungen, Unterredungen, Amtschimmelritte und Vertragsunterzeichnungen sp&auml;ter erhielten wir am 01.04.2009 die Schl&uuml;ssel zu unserem 30 Jahre alten Domizil.</p>
<p>W&auml;hrend die Schwangerschaft immer problemloser verlief, plagte ich mich durch Fr&uuml;hjahr und Fr&uuml;hsommer mit einem diabolisch unbefriedigenden Job, der Pubert&auml;t (nicht meiner) und mannigfachen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten. Freit&auml;gliche Herrenabende, in denen ich allein biersaufend am Grillfeuer d&ouml;ste, stellten die einzige Zerstreuung dar.</p>
<p>Die Zeit raste und alsbald wurde im August unsere Tochter geboren. Seither rast die Zeit noch mehr, ein bislang nicht unspannendes Leben ger&auml;t anpassungsbedingt zum Thriller.</p>
<p><strong>Im Fazit:</strong> Viel zu viel langweilige Arbeit, viel zu wenig Zeit f&uuml;r die wirklich wesentlichen Dinge, viel zu wenig Geld f&uuml;r die erbrachte Leistung und im Wesentlichen: Viel zu viel Selbstmitleid. Viel zu viele Infekte.</p>
<p>Meine <strong>guten Vors&auml;tze</strong> <strong>f&uuml;r 2010</strong>: Die pers&ouml;nlichen Bed&uuml;rfnisse der Einfachheit halber komplett abschaffen, Selbstmitleid nur noch bei schwerer Erkrankung (Schnupfen) aufkeimen lassen und m&ouml;glichst nicht mehr nachdenken. So zur Abwechslung. Und das Immunsystem st&auml;rken, oder wahlweise komplett zerst&ouml;ren.</p>
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		<title>Chronische Unterforderung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 09:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&#252;&#223;t es an Leistungsf&#228;higkeit ein, oder besch&#228;ftigt sich mit unerw&#252;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&#246;nnen.
Eines der wesentlichen Merkmale echter F&#252;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In Zeiten der Wissensgesellschaft erwirtschaften viele ihr Brot allein mit der Leistung ihres Hirns. Wie jeder Muskel, will auch ein Hirn trainiert und gefordert sein, sonst b&uuml;&szlig;t es an Leistungsf&auml;higkeit ein, oder besch&auml;ftigt sich mit unerw&uuml;nschten Dingen, die mitunter schwerwiegende Probleme nach sich ziehen k&ouml;nnen.</strong></p>
<p>Eines der wesentlichen Merkmale echter F&uuml;hrungskompetenz lautet, die richtigen Mitarbeiter mit den f&uuml;r sie passenden T&auml;tigkeiten zu beauftragen. Echte F&uuml;hrungskompetenz ist jedoch selten. Manch Personalf&uuml;hrungsbeauftragter entscheidet prim&auml;r zum eigenen Wohl, ganz besonders in Unternehmen, die nur noch nach Zahlen geleitet werden. So werden Mitarbeiter als Cash-Cows verheizt, maximaler Profit geht zu Lasten efiizientester Auslastung und Besch&auml;ftigung. Das Mitarbeiterwohl spielt per se keine Rolle.</p>
<p>Viel zu oft finden sich also Menschen in Positionen wieder, die ihren F&auml;higkeiten und Bed&uuml;rfnissen nicht entsprechen. Einzelne Charaktere sind dazu geeignet, sie unterfordernde T&auml;tigke&iacute;ten auszuf&uuml;hren, in dem sie die eigenen Pers&ouml;nlichkeit w&auml;hrend der Verrichtung ausschalten und den Job lediglich als leidliches Mittel zum Zwecke der Existenzsicherung betrachten. Andere zerbrechen.</p>
<p><span id="more-543"></span></p>
<p>Man nehme einen durchschnittlich begabten Studienabbrecher eines geisteswissenschaftlichen Fachgebiets. Seine Interessen liegen in der Literatur, der Musik und der Philosophie. Im Verlauf seines Studiums muss er erkennen, dass ihn seine Studienwahl wohl niemals wird ern&auml;hren k&ouml;nnen. Seine Freundin erwartet ein Kind, Einnahmen m&uuml;ssen her um die junge Familie zu ern&auml;hren. Mit Ende 20 also verl&auml;sst er die Universit&auml;t und beginnt, mangels Fachqualifikation und Ausbildungsberuf, eine Karriere in der &ouml;rtlichen Dosenfabrik. Hier wird er in der Dreierschicht (Fr&uuml;h/Sp&auml;t/Nacht) an einem B&ouml;rdelautomaten eingesetzt, an dem er pro Schicht ca. 8000 mal ein und denselben Handgriff verrichten wird. F&uuml;r &quot;gutes Geld&quot; hat der arme Knopf nun seine Seele verkauft. Die ersten Monate gehen leicht von der Hand, da er durch die Schichtwechsel sowieso niemals mehr richtig wach wird. In seiner Freizeit verbringt er stumnpfe Stunden mit seiner Familie, oder bes&auml;uft sich mit Arbeitskollegen am Tresen. Innerhalb weniger Jahre wird er entweder schwerer Alkoholiker, drogenabh&auml;ngig, oder schlicht tot sein, da ihn die Depressionen mit dem Sch&auml;del in die Hochdruckpresse gezwungen haben, nachdem seine Restkreativit&auml;t ihm das &Uuml;berlisten der Lichtschrankensicherung erm&ouml;glicht hatte.&nbsp;</p>
<p>Geistige Unterforderung ist eine Unterschlagung von Erfolgserlebnissen. Ohne Erfolgserlebnisse kr&auml;nkelt erst das Ego, sp&auml;ter der ganze Mensch. Unz&auml;hlige psychosomatische Erkrankungen, S&uuml;chte, Depressionen und aggressive &Uuml;bergriffe gehen auf das Konto der geistigen Unterforderung. Ein meiner Meinung nach zentrales Thema unserer Gesellschaft, &uuml;ber das jedoch niemand spricht.&nbsp;</p>
<p>Ein gl&uuml;ckliches, gesundes Leben setzt immer auch ein gewisses Ma&szlig; an Selbstverwirklichung voraus. Der unbeg&uuml;terte Durchschnittsmensch verbringt den Gro&szlig;teil seiner Lebenszeit mit der Erwirtschaftung von Kapital f&uuml;r andere (was an sich bereits ein Hohn ist!), so ist er geradewegs gezwungen, sich im Job selbst zu verwirklichen. Ist ihm diese M&ouml;glichkeit genommen, wird er &uuml;ber kurz oder lang zu Grunde gehen. Oder aber er war schon immer ein nicht zu unterfordernder Trottel. Solche gibts auch.</p>
<p>Es kann nur jedem angeraten sein, der sich in seinem Job nicht allzu wohl f&uuml;hlt, intensiv in sich hinein zu horchen, auf die Stimmen, die da sagen, ob er das richtige tut. Aus Angst oder Bequemlichkeit keinen Wechsel anzustreben, sondern im geistigen Verlies der Verdummung zu verharren wird auf lange Sicht einem Selbstmord auf Raten gleichkommen. Der Mensch kann sich auch in Besch&auml;ftigung langweilen, wenn die Besch&auml;ftigung ihn zwar blockiert, aber nicht auslastet.</p>
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		<title>10 Jahre elektronische Datenverunstaltung (I)</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 08:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;
Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-465" title="venus200610-years-anniversaryfrei" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/venus200610-years-anniversaryfrei-300x247.png" alt="venus200610-years-anniversaryfrei" width="300" height="247" /></p>
<p><strong>Anfang diesen Monates jährte sich meine berufliche Tätigkeit in der IT zum zehnten Male. Zeit für einen Rückblick, vielleicht auch Zeit für ein Resumee&#8230;</strong></p>
<p>Meinen ersten Kontakt zur Computern hatte ich etwa mit Zwölf. Mit den Geldgeschenken zu meiner &#8220;heiligen Kommunion&#8221; bestand ich seinerzeits darauf, einen State-Of-The-Art Heimcomputer aus dem Hause Commodore zu erwerben. Den C64. Mit Farbbildschirm (ein Sharp 13 Zöller), Floppy Disk (die klassischen 1541) und Nadeldrucker (Star LC 10-C) hat das System für damalige Verhältnisse ein kleines Vermögen gekostet. Ich hatte keine Ahnung von gar nichts, war aber unendlich stolz, Besitzer einer so fortschrittlichen Technologie zu sein.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-466" title="c64combo" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/10/c64combo.jpg" alt="c64combo" width="300" height="258" /></p>
<p><span id="more-462"></span>Mit meinem damaligen Kumpel Matthias überwarf ich mich zu diesem Zwecke zum ersten Mal, da ich darauf bestand, in unserer gemeinsamen &#8220;Detektei&#8221; die elektronische Datenverarbeitung einzuführen, was sich jedoch seiner Kontrolle entzogen hätte und er war immer schon ein ausgewachsener Kontrollfreak.</p>
<p>Auch damals kosteteten Originalspiele ein Heidengeld. Also begnügte ich mich anfangs mit dem Abtippen von Assemblerlistings aus den gängigen Computermagazinen, um meinem Spieltrieb Genüge zu tun.  Irgendwann musste es aber dann doch &#8220;Commando&#8221;, &#8220;Giana Sisters&#8221; und &#8220;Pit Stop 2&#8243; sein, mangels Budget wurde also ein Tauschring für Raubkopien ins Leben gerufen, der sich bald über die gesamte, alte Bundesrepublik erstreckte. Wir tauschten ausschließlich via Disketten, die wir uns damals gegenseitig auf sogenannte Postlagerkarten schickten, die in den naiven alten Zeiten auch für Kinder erhältlich waren.</p>
<p>Auch für einen Akkustikkoppler war kein Geld da, also wurde unter der Hand ein gemeinsamer im Freundeskreis angeschafft, welchen wir aber ausschließlich nachts bei einem Kumpel verwenden konnten, so uns unsere Eltern die Fremdübernachtungen gestatteten. Nachdem ich mich rudimentär in Basic, noch rudimentärer in Assembler und ein bisschen intensiver in das BTX-Protokoll eingearbeitet hatte, war ich bald für das Eindringen in fremde BTX-Mailboxen zuständig, wo wir oft genug noch nicht veröffentlichte Games als sogenannte 0-Day Versionen stahlen, die dann auf einfachste Weise &#8220;gecrackt&#8221; und mit unserem Group-Logo veröffentlicht wurden. Nebenbei sorgte ich mit ein paar selbstgeschriebenen Striptease-Sprites in der Schule für Unruhe.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-467" title="232913989197b5ff26d5ot" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/232913989197b5ff26d5ot-300x187.jpg" alt="232913989197b5ff26d5ot" width="300" height="187" /></p>
<p>Irgendwann stand ein Plattformwechsel an, den ich jedoch nicht mitvollziehen konnte, da mir niemand einen Amiga oder einen Atari ST zu finanzieren bereit war. Vom aktiven Group-Member wurde ich also zum offenmäulig staunenden Beisitzer ohne technische Kompetenz. Eine ziemliche Schmach. Ich spielte noch eine Weile mit dem C64 herum, expermimentierte mit dem Final-Cartridge III und lötete immer mal wieder unsinnig auf der Platine herum. Bis ich irgendwann mit einem etwas zu heissen Kolben die CPU in die ewigen Jagdgründe schickte. Das traurige Ende meiner &#8220;Hackerkarriere&#8221; für sehr lange Zeit.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-468" title="commodore-c64-c1280-n-173687-13" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/commodore-c64-c1280-n-173687-13-300x271.jpg" alt="commodore-c64-c1280-n-173687-13" width="300" height="271" /></p>
<p>Erst zur Markeinführung von Windows 95 auf dem Pentium I stieg ich wieder ins &#8220;Geschäft&#8221; ein, inzwischen Anfang 20, verheiratet  und bereits in Berufsausbildung zum Krankenpfleger. Allerdings auf dem abgelegten 486 DX meines damaligen Schwiegervaters unter Windows 3.11. Nichts desto trotz war ich der zweite, mir persönlich bekannte Mensch mit einem Internetzugang zuhause. Modem, versteht sich, ein 33.600er. Ich bastelte, tunte und werkelte so lange an dem DX herum, bis ich Windows 95 ans Laufen bekam, das 3.11er war aus meinem ermessen nicht zu ertragen, da war seinerzeit das GeOS auf dem C64 schon weiter. Ich entdeckte Webforen und -Chats für mich, saß nächtelang an der Kiste, rüstete auf, installierte schließlich Windows 98, flog mehrfach konsequenzlos mit halbherzigen Bruteforces auf interessante Ziele auf und entwickelte nach und ein Gefühl dafür, wie ich meine Spuren auf fremden Systemen zu verwischen hatte. Die Linuxzeit war angebrochen, selbstredend noch ohne graphische Oberfläche.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-469" title="zoom_s_p_22759_1ashx" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/10/zoom_s_p_22759_1ashx-300x225.jpg" alt="zoom_s_p_22759_1ashx" width="300" height="225" /></p>
<p>1999 beendete ich meine Ausbildung mit exzellentem Abschluss, fand jedoch keinen Job in meinem Beruf, weil meine Pflegedienstleiterin, ihr durch aufmüpfige und aufsässige Art aufgefallen, alle Krankenhäuser im Umkreis vor mir gewarnt hatte.</p>
<p>An einem bierseeligen Abend bewarb ich mich schließlich via Email beim deutschen Herzzentrum in München als Chefarzt der Neurologie, beim Stern in Stuttgart als Chefredakteur und bei der Softwarefirma, die Lohn- und Gehalt sowieso Personaleinsatzplanung in meinem Ex-Krankenhaus machte, als Geschäftsführer. Das Herzzentrum bot mir schließlich ein Vorstellungsgespräch als Krankenpfleger an, der Stern stellte nach persönlicher Vorstellung ein Volontariat in Aussicht. Die Softwarefirma fragte schlicht, ob ich am nächsten Sonntagmorgen zu einem Vorstellungsgespräch bereit sei. Das gefiel mir, da fuhr ich hin. Nach einem Nachtdienst in Koblenz bis 06:30 h eilte ich nach Neuss und wurde fragentechnisch fürchterlich auf die Probe gestellt. Ich hatte absolut null Ahnung von professioneller Datenverarbeitung, Projektmanagement, Kundenbetreuuung oder sonst einem sinnvollen Einsatzgebiet. Zudem konnte ich mir partout den Namen des Geschäftsführers nicht merken.</p>
<p>Nichts desto trotz bat man mich kurz darauf, erneut zu erscheinen. Diesmals war ich vorbereitet und konnte punkten. Arbeitsbeginn als Kundenbetreuer zum nächsten Ersten.</p>
<p>Der Anfang war mehr als hart. Man setzte mich als verantwortlichen Kundenbetreuer für die Bereiche Zeiterfassung und Personaleinsatzplanung ein, zur Einarbeitung wurde ich zehn Tage neben einen Entwickler gesetzt, der nicht mit mir redete, mich anderen gegenüber jedoch als seinen Hund vorstellte. Für die Woche über hatte ich in Düsseldorf ein kleines Einzimmerappartement, in dem zuvor ein Junkie gehaust hatte, so dass ich im Schnitt meine 18 Stunden am Tag arbeitete und lernte.</p>
<p>Nach 10 Tagen stellte man mir eine Schubkarre mit Rechnerteilen hin und meinte, dies sei mein Arbeitsplatzrechner. Ich bastelte eine Weile und übernahm dann, völlig ahnungslos, den Support von rund 30 Kunden, die allesamt wegen eines grottenschlechten Programms und bis dato null Service mehr als entnervt waren&#8230;</p>
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		<title>Unmotorisiert</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 07:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach drei Wochen fruchtloser Reparaturen seitens der Werkstatt VOR der Auslieferung, unzähligen zugesagten, aber nie erfolgten Rückrufen habe ich das Projekt MB s124 300T turbodiesel letzten Donnerstag erfolglos abgebrochen.
Zugunsten eines 5 Jahre jüngeren S210 290 TDI:

Natürlich fürs doppelte Geld. Dafür aber mit ein paar Ausstattungsextras, die das Reisen angenehmer machen: Klimaautomatik, orthopädische, elektrisch verstellbare Memorysitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach drei Wochen fruchtloser Reparaturen seitens der Werkstatt VOR der Auslieferung, unzähligen zugesagten, aber nie erfolgten Rückrufen habe ich das Projekt MB s124 300T turbodiesel letzten Donnerstag erfolglos abgebrochen.</strong></p>
<p>Zugunsten eines 5 Jahre jüngeren S210 290 TDI:</p>
<p><img class="alignleft" title="S210 290 TDI" src="http://img19.imageshack.us/img19/7318/mercedess210front200710.jpg" alt="" width="320" height="165" /></p>
<p>Natürlich fürs doppelte Geld. Dafür aber mit ein paar Ausstattungsextras, die das Reisen angenehmer machen: Klimaautomatik, orthopädische, elektrisch verstellbare Memorysitze mit Heizung, Xenons, usw.</p>
<p>Bin gespannt, ob es dieses Mal hinhaut, Termin ist kommender Mittwoch. Sollte es erneut zu Verzögerungen kommen, erwäge ich <span style="text-decoration: line-through;">ein Bomenattentat</span> den Rechtsweg einzuzschlagen.</p>
<p>Bei einem Verbrauch von 7 Liter Diesel auf 100 km ein überaus sparsamer Pampersbomber.</p>
<p><em>Latente Grippe, Unmengen an Arbeit und Heimwerkereien haben in den letzten Wochen für Sendepause an dieser Stelle gesorgt, ich gehe aber davon aus, das sich nun wieder mehr tun wird. Vielleicht. Sehen wir mal</em>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vater werden ist nicht schwer&#8230;</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/08/vater-werden-ist-nicht-schwer/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 22:01:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
		<category><![CDATA[Vaterfreuden]]></category>
		<category><![CDATA[willkommen]]></category>

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		<description><![CDATA[.. zu sein eigentlich auch nicht. Aber man lernt mehr, als man sich selbst mitunter zugetraut hätte. Vor allem so einiges über die eigene Selbsteinschätzung.
Es ist, wie man gesagt bekommt, man aber nicht zu glauben in der Lage ist: Es ändert sich alles, wenn Mann Vater wird. Ich, der ich &#8220;alles gesehen zu haben&#8221; glaubte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>.. zu sein eigentlich auch nicht. Aber man lernt mehr, als man sich selbst mitunter zugetraut hätte. Vor allem so einiges über die eigene Selbsteinschätzung.</strong></p>
<p>Es ist, wie man gesagt bekommt, man aber nicht zu glauben in der Lage ist: Es ändert sich alles, wenn Mann Vater wird. Ich, der ich &#8220;alles gesehen zu haben&#8221; glaubte, hatte einen Dreck. Ich mag dutzende Geburten fremder Frauen aufmerksam audiovisuell verfolgt haben, die der eigenen Tochter ist etwas vollumfänglich anderes. Die eigene Herzdame leiden zu sehen, schreien zu hören, um sie zu bangen, das hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Gefühl zu tun, diesem Vorgang bei einer Dahergelaufenen beizuwohnen.</p>
<p>Es waren definitiv die ergreifendsten, emotional labilsten, trotz Untätigkeit anstrengendsten fünf Stunden meines Lebens. Und die mit dem besten Ende je.</p>
<p>Sein eigenes Kind als Vater nach der Entbindung erstmals zu sehen, auf den Arm zu nehmen, zu riechen, zu schmecken, in den Schlaf zu wiegen, nachhause zu geleiten, zu wickeln, zu kuscheln und einfach zu fühlen ist an Eigenartigkeit kaum zu überbieten. Die warmen Oxitocinwallungen sind von Anfang an da, aber mit jeder Sekunde des Zusammensein wächst da ein Gefühl des unbedingten Verbundenseins immer wieder über sich hinaus.</p>
<p>Marie kam am 09.08.2009 um 20:37 Uhr auf die Welt. Seither ist die meine eine gänzlich andere. So neu sich all das anfühlt, der Stress, der aus dem simplen Anliegen, einkaufen zu gehen entsteht, die Anstrengungen, so ein kleines, schutzloses und absolut auf einen angewiesenes Wesen zu umsorgen und bei Wohlbefinden zu halten, so endgültig sinndefinierend wird Mann belohnt.</p>
<p>Wenn ich Mutter und Kind nur ansehe, weiss ich, wo mein Platz ist. Und was meine Aufgabe. Und ich bin unendlich dankbar dafür.</p>
<p>Mehr Worte habe ich an dieser Stelle nicht. Aber sie sollten ausdrücken, was ausgedrückt werden muss.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Zwischen den Welten</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/08/zwischen-den-welten/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 07:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Genevieve Wiese &#8211; &#8220;Wanderer zwischen den Welten&#8221;)
Nachdem meine Keimung in der neuen Rolle, nach Metamorphosis zum Grundbesitzer mit Familienvaterambitionen, erfolgreich verlaufen ist und ich erste Wurzeln in meiner Existenz als Kleinbürger geschlagen habe, lässt der abschließende Schritt zur Spießbürgerwerdung im klassischen Sinne aktuell noch auf sich warten.
Vor neun Tagen hätte meine Tochter, nach moderner, medizinischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img13.imageshack.us/img13/8726/20061116geno0304.jpg" alt="" width="320" height="240" /></p>
<p style="text-align: center; ">(Genevieve Wiese &#8211; &#8220;Wanderer zwischen den Welten&#8221;)</p>
<p><strong>Nachdem meine Keimung in der neuen Rolle, nach Metamorphosis zum Grundbesitzer mit Familienvaterambitionen, erfolgreich verlaufen ist und ich erste Wurzeln in meiner Existenz als Kleinbürger geschlagen habe, lässt der abschließende Schritt zur Spießbürgerwerdung im klassischen Sinne aktuell noch auf sich warten</strong>.</p>
<p>Vor neun Tagen hätte meine Tochter, nach moderner, medizinischer Berechnung, das Licht der Welt erblicken und mich, in einen emotionalen Rausch der Väterlichkeit einlullend, von jeglichen Existenz- und Zukunftsängsten ablenken sollen. Doch das kleine, ungeborene Menschlein hatte andere Pläne und lässt die verständlicherweise ungeduldige Perle und mich lieber in einem Zustand &#8220;zwischen den Welten&#8221; schmoren. Zur Persönlichkeitsstärkung, vermutlich. Zu unserer Persönlichkeitsstärkung.</p>
<p><span id="more-398"></span></p>
<p>Meinen aktuellen Gefühlszustand zu beschreiben, fällt nicht gerade leicht, am ehesten vergleichbar ist der Zustand mit dem, wenn man mitten im Umzug, zwischen zwei Jobs, auf gepackten Kisten sitzend und zur Untätigkeit verdammt, auf den LKW wartet. Das Anstrengenste noch vor einem, hier nicht mehr zuhause und dort noch nicht angekommen. In einem Zeitloch gefangen, das keine Heimat bietet, sozusagen. Da ist keine Ungeduld, da ist durchaus Vorfreude, aber alles überwiegend ist der Wunsch nach Fortschritt, auf das es einfach weitergehe.</p>
<p>Arbeitstechnisch bereits im Urlaubsmodus, der ebenfalls vor neun Tagen hätte beginnen sollen, bietet das demotivierte Werkeln an frustrierend langweiligen Arbeiten keine echte Zerstreuung. Private Projekte sind auf Eis gelegt, da jederzeit das alles verändernde Ereignis einzutreten vermag. Ich habe mir über neun Monate lang keine Sorgen über meine Eignung zum Vater gemacht, doch jetzt ist da der Raum und die Zeit, ins Grübeln zu geraten und Versagensängste aufzubauen. Zwischenzeitlich weiss ich nicht einmal mehr, ob ich die Geburt ertragen kann, obwohl ich doch schon Hunderten beiwohnte, aber da habe ich eben nicht die Perle schreien, toben und bluten gesehen. Und nicht um mein eigen Fleisch und Blut gebangt.</p>
<p>Mein Nestbautrieb ist versiegt, ich vermag mich nicht einmal mehr zum Fliesenlegen zu motivieren, alles ist ein einziger, großer, kaltbeleuchteter, steriler Wartesaal. Nur die Perle wartet mit mir, doch auch sie ist müde.</p>
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		<title>Erfolg ist&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 06:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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		<description><![CDATA[
Was ist Erfolg? In einer vernetzten Welt liegt der Schlüssel hierzu erwartungsgemäß online, für jeden leicht zu finden. Der erste nicht kommerzielle Treffer Googles führt uns zu Wikipedia, das da sagt:
„Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns. Ursprünglich bezeichnete es lediglich die allgemeine Folge, Konsequenz oder Effekt eines Handelns.“
Davon ausgehend, dass das Erreichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://www.gotcool.com/graphics/news_borat_great_success.jpg" alt="" width="297" height="297" /></p>
<p><strong>Was ist Erfolg? In einer vernetzten Welt liegt der Schlüssel hierzu erwartungsgemäß online, für jeden leicht zu finden. Der erste nicht kommerzielle Treffer Googles führt uns zu Wikipedia, das da sagt:</strong></p>
<p>„Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns. Ursprünglich bezeichnete es lediglich die allgemeine Folge, Konsequenz oder Effekt eines Handelns.“</p>
<p>Davon ausgehend, dass das Erreichen eines zum Ziel gesteckten Resultat eines Handels immer positiv empfunden werden müsste, ist Erfolg hiermit ein überaus dehnbarer Begriff.</p>
<p>So ist die gute Zensur nach eifrigem Lernen eines eigentlich schlechten Schülers als Erfolg zu betrachten. Genauso, wie ein einträglicher Geschäftsabschluss, der Sieg bei einem sportlichen Wettstreit oder der Exitus bei einem Selbstmordversuch.</p>
<p><span id="more-366"></span></p>
<p>Das ewige Streben nach Erfolg ist eine Gemeinsamkeit, die alle menschlichen Individuen miteinander teilen, nur die Ziele weichen oftmals stark voneinander ab. Erfolg ist der Motor unserer Gesellschaft, der Energydrink  des Individuums, der Stoff, der unsere Welt zusammen hält. Ohne Erfolg lautet das Urteil Stillstand, Katatonie, das Ende. Ohne Bewährung, nicht berufungsfähig. Hätte nicht unser Vater einst Erfolg bei unserer Mutter gehabt, sei es nun durch Charme, Macht, Geld oder stumpfer Gewalt, gäbe es keinen einzelnen von uns. Es sei denn, sie hätte Erfolg bei unserem Vater gehabt… Hätten wir nicht mit Erfolg die Brust unserer Mutter besaugt, oder zumindest deren künstliches Pendant in Form einer Flasche, wären wir verhungert, bevor wir uns je über Erfolg hätten Gedanken machen können. Es vergeht kaum eine Minute unseres Lebens, in der wir nicht über Erfolg nachdenken, Ziele definieren, deren Erreichung planen. Bis zur Letzten, in der alles bedeutungslos wird, auch wir selbst.</p>
<p>Ganz tief drin quält uns alle das Bedürfnis uns ein Denkmal zu setzten, einen Erfolg, der uns unseren eigenen Tod überdauern lässt. Wie dieses oberste Ziel erreicht wird, ist bedeutungslos. So bedeutungslos wie die Existenz derer, die es nie erreicht haben. Der Serienmörder, der in die Geschichtsbücher der Kriminologie einging, hat es erreicht. Auch der Politiker, der nach seiner Benennung zum Staatsführer ein ganzes Land zu ruinieren wusste. Und Mutter Theresa. Das Leben unterscheidet nicht zwischen Gut und Böse. Nur Menschen tun dies. Manchmal.</p>
<p>Wenn also konkludiert werden kann, dass Erfolg nur vom Erreichen gesteckter Ziele abhängig ist, muss auch der zum Zeitpunkt seines frühen Todes als erfolgreicher Mensch betrachtet werden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich selbst zu zerstören. Auf welchem Weg auch immer, denn der Weg ist gleichgültig, allein das Ergebnis zählt. Erfolg</p>
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		<title>Nüchternheit</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 10:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bierecke]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt Trockendock]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<description><![CDATA[
Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.
Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img3.imageshack.us/img3/9391/konkbioeth.jpg" alt="" width="200" height="150" /></p>
<p><strong>Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.</strong></p>
<p>Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren multiplizieren sich, statt sich schnöde zu addieren, weshalb es in aller Regel auch viel länger dauert, Stress abzubauen, als ihn zu bekommen. Wer nicht über geeignete Strategien zur Verarbeitung verfügt, wird seinem Stress früher oder später erliegen, sofern er welchen hat.</p>
<p>Ich, in meiner Eigenschaft als stinkendfauler Workaholic (diese Ambivalenz ist das Pulver im Fass, auf dem ich sitze&#8230;), habe mich Freitagsabends schon immer sehr gerne bei Bier und Schnapps anästhesiert. Der Vorteil einer Trunkenheit ist beispielsweise auch, das man als ehrgeiziger Spinner gerade einmal nicht vom schlechten Gewissen heimgesucht wird, wenn man sich erdreistet, sich einmal beim Nichtstun zu entspannen. Alltagsängste fallen von einem ab, die Gedanken werden leicht und beflügelt vom Schwachsinn eines vergifteten Gehirns.</p>
<p><span id="more-356"></span></p>
<p>Es ist erstaunlich, wie schnell sich eine derartige Strategie ins persönliche Handlungsmuster brennt. Ich kann mich tatsächlich an Situationen erinnern, in denen ich private Termine freitagsabends abgesagt habe, da sie mich am Saufen gehindert hätten. Welch Irrsinn!</p>
<p>Nach einem ersten, abstinenten Wochenende bin ich hinsichtlich meiner Befindlichkeit diesbezüglich zwiegespalten: Einerseits war es gar kein Problem, ich hatte nicht so etwas wie &#8220;Saufdruck&#8221; oder musste mich zum Nichttrinken zwingen, andererseits ist da aber auch das ständige Gefühl, etwas zu verpassen, oder etwas verpasst zu haben. Der Gedanke ist nicht konkret da, aber es fühlt sich an wie: &#8220;Ohne Alkohol ist alles fade und sinnlos&#8221;. Was selbstverständlich völliger Unsinn ist.</p>
<p>Ganz offensichtlich wurde mein Hirn durch all die jahrelangen Parties, die wochenendlichen Exzesse und immer gleiche Verhaltensmuster dahingehend konditioniert, das jedwede Form von Spass einen direkten Bezug zum Konsum alkoholischer Getränke haben muss. Nach wie vor kann ich mir nichts ätzenderes und abschreckenderes vorstellen, als glockennüchtern Gast auf einer Party zu sein.</p>
<p>Abends Internet? Foren? Gar chatten? Meine jahrelangen, abendlichen Hauptbeschäftigungen? Ohne Alkohol unvorstellbar. Langweilig, uninteressant.</p>
<p>Schätzungsweise hätte ich meine liebe Not, mein zukünftiges Dasein wohlwollend zu betrachten, hätte ich mich zu einer unbefristeten Abstinenz entschlossen. So weiss ich jetzt bereits, wann ich zumindest wieder dürfte, wenn ich noch wollte. Das beruhigt. So krank es auch sein mag.</p>
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		<title>Abschiede</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 12:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Egoismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.
Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.</strong></p>
<p>Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb gewonnenen, dessen was einem in seiner Vertrautheit ans Herz gewachsen ist, erfordert immer ein gerüttelt Maß an Bereitschaft zum Schmerz, einen gewissen Mut und es ist fast immer mit Wehmut verbunden. Aber das Leben ist einfach zu kurz, aus reiner Bequemlichkeit und Verlustangst an Postionsmarkern der eigenen Lebenslinie zu verharren, statt weiter zu ziehen und Neues zu entdecken.</p>
<p>Für mich begann der 01. Mai diesen Jahres mit einer solchen Entscheidung. Schweren Herzens habe ich mich von einem Projekt getrennt, welches lange Jahre für mich viel Arbeit, viel Idealismus, viel Freude und viel Leid bedeutet hat.</p>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>Ich lasse eine Community mit Menschen zurück, die mir über die Zusammenarbeit, aber auch über die gemeinsamen Freizeitgestaltungen, wenngleich oft auch nur virtuell, zu wahren Freunden geworden sind. All die Gefahren, denen wir uns gemeinsam ausgesetzt haben, all die Probleme und Stolpersteine, die wir gemeinsam aus dem Weg geräumt haben, all der Hass, der uns für unser tun entgegengebracht wurde, das alles hat uns irgendwie zusammengeschweisst.</p>
<p>Um so ätzender frisst sich das Bewusstsein,  das letztlich persönliches Geltungsbedürfnis, Egoismus und verletzte Eitelkeiten jedwede Menschlichkeit verbannt haben, in eine Seele, wenn man spürt wie die Schweissnähte reissen. Vertrauen, in dessen Hand man die Sicherheit seiner wirtschaftlichen Existenz gelegt hat, erweist sich irgendwann immer als Trugschluss. Menschen sind einfach nicht vertrauenswürdig, zu viele Bedingungen ändern sich ständig, wie diejenigen, die sie stellen, und am Ende ist sich jeder selbst der Nächste.</p>
<p>Wer Hass bewusst und gezielt als Mittel der Politik säht, blickt irgendwann selbst in seine hässliche Fratze. Nämlich immer dann, wenn die Saat zu einem zurückkehrt und sich hämisch gegen einen selbst richtet. Unbegründete Vorwürfe und Verdachtsmomente, so sehr sie auch von der eigenen Persönlichkeit abzuprallen scheinen, hinterlassen doch ihre Spuren, beeinträchtigen die struktuerelle Integrität des Seelenheils.</p>
<p>Irgendwann dann stellt sich einfach die Frage, für wen oder was man da horrende Risiken einzugehen bereit ist, landet bei einer schnöden Kosten-/Nutzenrechnung und zieht schließlich die erforderlichen Konsequenzen. Für wahre Freunde war ich mein Leben lang bereits alles zu tun, jedes Risiko einzugehen. Doch nicht für hinterfotziges Lumpenpack.</p>
<p>An diesem Wochenende ist auch mein ehemals fester Glaube an die Demokratie, an die informationelle Selbstbestimmung und die Selbstregulierung sozialer Strukturen, seien sie nur vielfältig genug, einen qualvollen Tod gestorben. Bedauerlicherweise bestätigt dies meine misantrope These, das der Mensch aus generalisierter Perspektive nichts als ein dummes Arschloch ist.</p>
<p>Dem sollte Rechnung tragen, wer sich mit ihnen einlässt, den teuflischen Artgenossen. Präpariert ist immer der am besten, der nichts erwartet, denn ihm werden Enttäuschungen erspart.</p>
<p>Nicht zuletzt hat mein Real-Life-Provider die AGBs verschärft. Risiken, die ich auf mich nehme, betreffen lange nicht mehr nur mich selbst. Da stellt sich die Frage, für wen, oder für was man diese letztlich auf sich nimmt um einiges schärfer. Dafür, belogen und hintergangen zu werden, jedenfalls trage ich sie nicht mehr.</p>
<p>Auf zu neuen, unbekannten Horizonten. Im Netz allein. Sonst nicht.</p>
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		<title>ToolTime(04): Durchbruchsverschalung</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/tooltime04-durchbruchsverschalung/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 07:42:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tool Time]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenheim]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
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		<category><![CDATA[Zimmermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als Aquariumsfundament&#8230;</strong></p>
<p>Den Betonblock rauszuhauen, fehlte mir jedwede Motivation. Also entschlossen wir uns, das bestehende so gut es geht zu nutzen und eine Art kombiniertes &#8220;Büffet &#8211; Durchreiche&#8221; zu belassen.</p>
<p>Leider habe ich wieder einmal vor lauter Motivation vergessen, ein Vorher-Foto zu machen, bevor ich mich ans Werk machte. Hier ist also schon die abgesenkte Deckenverschalung mit auf dem Bild:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0041.jpg" alt="img-0041.jpg" width="480" height="359" /></p>
<p>Hierzu habe ich mit aus einer Bauholzplanke mit der Sticksäge vier 15 cm lange Stücke geschnitten, die ich dann mit Winkeln und Spaxschrauben an zwei bestende Holzleisten in der Decke montierte. Auf diese wurde dann eine auf 225 mal 80 cm zugeschnittene Leimholzplatte mit Aussparung für den Wandvorsprung &#8220;gespaxt&#8221;.</p>
<p><span id="more-207"></span></p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0043.jpg" alt="img-0043.jpg" width="480" height="640" /></p>
<p>Den Wandvorsprung habe ich schließlich nach vorne hin auch noch mit einer Leimholzplatte (160 cm mal 60 cm) verkleidet, diese habe ich mittels Augenmaß derart passgenau zugesägt, dass sie keiner weiteren Befestigung mehr bedurfte. Dementsprechend wird es die Platte vermutlich auch nicht überstehen, sollte sie einmal entfernt werden&#8230;</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0046.jpg" alt="img-0046.jpg" width="479" height="359" /></p>
<p>An die Seiten der Deckenverschalung habe ich dann 225 mal 20 cm Leimholzplatten gespaxt. Ich hoffe jeden Morgen vor dem Betreten des Wohnzimmers, dass sie noch gehalten haben. Bis jetzt erfolgreich&#8230;</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0060.jpg" alt="img-0060.jpg" width="479" height="359" /></p>
<p>Die Oberseite des Betonblocks wurde mit 2 225 mal 50er Leimhölzern beplankt, leider haben sich die beiden Drecksbiester über Nacht derart verzogen, dass ich sie am kommenden Vormittag auf dem Beton andübeln musste, um nicht kurzfristig eine Halfpipe im Wohnzimmer mein eigen nennen zu müssen:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0061.jpg" alt="img-0061.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Die Fugen am Rand wurden anschließend mit weißem Acrylat sauber verfugt.</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0085.jpg" alt="img-0085.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Aus verbleibenden Leimholzresten habe ich dann, einer spontanen Inspiration folgend, mit den übrig gebliebenen Winkeln diese &#8220;seichte Variation eines Regals&#8221; gezimmert, macht sich aber letztlich ganz gut:</p>
<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/img-0086.jpg" alt="img-0086.jpg" width="478" height="358" /></p>
<p>Zu guter Letzt wurden die bislang ausgefransten Wandfarbbereiche in Grün und Braun ordentlich begradigt, ausgebrochene Putzstellen und Dübellöcher verspachtelt und abschließend die ganze Konstruktion weiss umstrichen.</p>
<p>Arbeitsaufwand etwa 8 Stunden, Kosten knapp 200 Euro.</p>
<p>War ich nach meiner Kabelverlegerei im Prinzessinnengemach bereits stolz auf mich, halte ich mich inzwischen für den einzig wahren Heimwerkergott.</p>
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