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	<title>schwarzsicht &#187; Benz</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Der Hände Arbeit &#8211; Ein Auto als Hobby</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken.
Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-516" title="mercedess210front200710" src="http://www.schwarzsicht.at/wp-content/uploads/2009/11/mercedess210front200710-300x154.jpg" alt="mercedess210front200710" width="300" height="154" /></p>
<p><strong>Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken.</strong></p>
<p>Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie und so) geworden. Steinalt und rostbröselig.</p>
<p>Kurzer Überblick über die bisherigen Mängel:</p>
<p><span id="more-511"></span></p>
<p>-<strong> Kotflügel vorne rechts</strong> vor der Tür komplett durch (10 mal 10 Zentimeter grosses Loch), unter den Scheinwerfern Rostblasen, aber noch intakte Lackierung.</p>
<p>- <strong>Klimaanlage und Park-Distance-Control:</strong> Bereits am ersten Tag fiel signifikant auf, das beide ihr Werk nicht verrichten. Die PDC spinnt schlicht und pfeifft unkontrolliert und irr, ob da nun ein Hindernis ist, oder auch nicht. Bei der Klimaautomatik ließ sich die MB-typische &#8220;EC&#8221; &#8211; Leuchte für den Restwärme-/Kältesparmodus nicht deaktivieren. Somit auch keine Kühlfunktion, logisch. Laut kurzem Check bei ATU war der Anlagenfüllstand ok, es wurde auf das Steuergerät getippt.</p>
<p>Beide Mängel habe ich beim Verkäufer reklamiert und wurde, wen wunderts, an Mercedes verwiesen. Ich möge mir eine Fachwerkstatt suchen, denn man habe bei Renault nicht die benötigten Mess- und Kontrollgeräte, die Kosten für eine Reparatur übernähme man dann nach Rücksprache. Gesagt, getan. Mercedes diagnostizierte eine leere Klimaanalage, befüllte diese und stellte abschließend fest, der Klimalüfter samt Regelung und drei der vier PDC-Sensoren seien defekt. Wurde neu bestellt, Ersatzteile habe ich bereits (1800 Euro, aber nicht von mir), einbauen möchte Renault die selbst, Termin steht noch aus.</p>
<p>- <strong>Auspuff</strong> hing hinten rechts plötzlich runter. Zudem hatte ich massive Windzappelgeräusche. Das die vom flatternden Gummihalteband der vom Rost abgerissenen Endtopfaufhängung stammen, ja, darauf muss man auch erst mal kommen. MB hat mir den Pott beim Diagnosetermin kulanterweise ordentlich festgeschweisst.</p>
<p>- <strong>Stossfänger hinten</strong>. Die Perle ist im Dunkeln aus Versehen rückwärts leicht gegen den Hang gefahren. Das kann passieren und stellt üblicherweise kein Problem dar. Ist der Innenkotflügel jedoch derart durchgerostet, das beim leisesten Hauch gleich die Aufhängung für den Stossfänger komplett herausbröselt, sieht das schon ziemlich bescheuert aus. Renault hat mir den Stossfänger dann andernorts mit einer Karosserieschraube notdürftig befestigt, aber so kann das natürlich nicht bleiben. Für mich ein weiterer Gewährleistungsfall, wie Renault das abschließend beurteilt, steht noch aus.</p>
<p>- Arschbacken (hintere Innenkotflügel, innen) komplett durchgerostet, weiträumige Öffnung in den Innenraum. Da kommen natürlich, besonders im Stand oder Rückwärtsfahrt, ordentliche Rauchschwaden nach innen, bei einem alten 3 Liter Diesel. Das habe ich so allerdings gekauft, das ist leider kein Gewährleitungsfall. Stinkt aber.</p>
<p>- <strong>Radioverkabelung ausser Funktion</strong>. Radio rein, ISO-Stecker angeschlossen, Antenne verkabelt: Radio hat Strom, gibt aber keinen Mucks von sich. Auch so gekauft, selbst schuld.</p>
<p>- <strong>Automatikgetriebe schleif</strong>t. Er schaltet eigentlich sauber und immer dann, wann man es braucht, nur zwischen dem 2. und 3. Gang rutscht er fatal, sprich, dreht einmalig richtig hoch, bis er den Gang einlegt. Laut MB ein Verschleissanzeichen. Ich hoffe, das die Automatik noch im Rahmen der Gewährleistung komplett verreckt, ein neues Getriebe kommt locker auf 3 Scheine.</p>
<p>Gestern und heute habe ich mir den Bock dann mal vorgenommen. Als erstes wurde das Loch im vorderen Kotflügel komplett sauber ausgeschnitten (mit dem Dremel, ein Wunderwerkzeug!), grossflächig ausgeschliffen, mit Fertan (Rostumwandler) intensiv behandelt, anschließend Rostschutzbehandlung. In Ermangelung eines Schweissgerätes habe ich Kunststoffscheiben zur Hinterfüllung mittels Pattex-Klebeknete reingeklebt und dann grosszügig mit Alu-Spachtel aus- und aufgefüllt. Schließlich geschliffen (eine Wahnsinnsarbeit, wenn man es ordentlich macht), grundiert, wieder geschliffen und in drei Schichten mit Orginallack aus der Dose besprüht. Bereits vor dem Polieren sieht das aus, wie in der Werkstatt gemacht. Ich bin gutgehend verwundert über die Qualität meiner Arbeit, schließlich hatte ich mir derartigen Tätigkeiten bislang nichts am nicht vorhandenen Hut.</p>
<p>Heute habe ich dann sämtliche Kabelbäume freigelegt, die Türverkleidungen demontiert, Lautsprecher überprüft (mit ner kleinen Batterie kurzgeschlossen, wenns brummt, ist alles ok &#8211; Tip aus dem Internetz), zwei Kurzschlüsse aufgefunden und beseitigt, ein neues Radio eingebaut&#8230; Und siehe da: Sound! Und tatsächlich nicht mal schlecht! Das neue Radio versteht sich auch via Bluetooth und/oder wahlweise Kabel mit meinem iPhone, spielt dessen Musik und fungiert als Freisprechanalage. Grossartig, so wollte ich das schon immer.</p>
<p>Letztlich habe ich noch die drei Löcher (eines wurde noch zusätzlich aufgefunden) in den Arschbacken grosszügig mit dem Dremel ausgeschnitten, abgeschliffen, die kompletten Arschbackeninnenräume mit Fertan und schließlich Rostschutzgrundierung ausgekleistert und abschließend dreilagig Glasfasermatten mit Epoxydharz und Härter zur Abdichtung angebracht.</p>
<p>Das Ende vom Lied: Alle dramatischen Rostlöcher sind beseitigt, das Teil spielt Musik, telefoniert und fühlt sich gleich viel besser an. Ich bin sozusagen rechtzeitig vor der grossen Fahrt mit allem dringlichen fertig geworden.</p>
<p>Für die in zwei Tagen erledigten Arbeiten hätte ich bei ATU rund 2000 Euro bezahlt. Hatte ich zum Spass mal schätzen lassen.</p>
<p><strong>FAZIT</strong>: Auch heute noch lässt sich, sogar als Laie, richtig Geld sparen, wenn man sich nur mal traut, Werkzeug in die Hand zu nehmen und ein bisschen Freizeit zu opfern bereit ist.</p>
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		<title>Antikmotorisiert</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 20:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwo auf meinem alten, inzwischen verblichenen Blog hatte ich ja bereits einmal die Freuden geschildert, die mir mein Mitsubishi Space Wagon, ausgerechnet zum Zeitpunkt meiner Auswanderung, zu bereiten vermochte. Heute, nach knapp einem weiteren Jahr, tritt er nun den endgültigen Ritt über die automobile Regenbogenbrücke an und hinterlässt einen mehr als schalen Beigeschmack an meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Irgendwo auf meinem alten, inzwischen verblichenen Blog hatte ich ja bereits einmal die Freuden geschildert, die mir mein Mitsubishi Space Wagon, ausgerechnet zum Zeitpunkt meiner Auswanderung, zu bereiten vermochte. Heute, nach knapp einem weiteren Jahr, tritt er nun den endgültigen Ritt über die automobile Regenbogenbrücke an und hinterlässt einen mehr als schalen Beigeschmack an meiner ehemaligen Überzeugung von japanischer Automobilqualität&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://www.giacuzzo.com/shop/images/mitsubishi/space-wagon-seite.jpg" alt="" width="495" height="219" /></p>
<p>Der Herr des Blechs habe ihn seelig.</p>
<p>Nachdem er 2008 mit einem Motorschaden liegenblieb, der allerdings kostengünstig (2500 Euro) &#8220;repariert&#8221; werden konnte, nur um gleiches nur 260 Kilometer später erneut zu statuieren, spendierte ich diesem hochzweckmäßgen Familienfahrzeug mit ökonomischem Verbrauch um 14 Liter Super Plus noch seine Austauschmaschine, nach 145 000 Kilometer eigentlich eine Schande. 20 000 Kilometer später hat es nun das Getriebe zerrissen.</p>
<p>Und nein, ich habe ihn nicht kaputtgeheizt. Trotz des Chiptunings um 30 PS auf 180 bin ich stets pfleglich mit diesem Fahrzeug umgegangen. Zuvor hatte er eigentlich nie Probleme gemacht, einmal gabs einen Auffahrunfall in Düsseldorf, da der Minivan dummerweise exakt die gleiche Spurbreite wie die dortige Straßenbahn besaß, was mir bei einem Fahrbahnwechsel bei regennasser Fahrbahn zum Verhängnis wurde. Ausgerechnet jetzt, wo ich endlich ein &#8220;Familienfahrzeug&#8221; dringend benötige, geht er als wirtschaftlicher Totalschaden von mir. Arschlochauto.</p>
<p><strong>Was also tun?</strong> Nach einem Hauskauf und dessen Renovierung komplett abgebrannt, muss mal ein mindestens riesiger Kombi her. Zwecks Hundsgetier ist Leasing eines Neufahrzeuges schwachsinnig. Der Große steigt einmal ein und mindert damit den Wert um 5000 Euro.</p>
<p>Nach umfassender Recherche, reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, das zu tun, was ich schon früher hätte tun sollen: Einen uralten, abgeranzten Diesel-Benz kaufen. Für diesen habe ich mich entschieden:</p>
<p><span id="more-408"></span></p>
<p><img class="aligncenter" src="http://www.kfz-kleinanzeigen.com/export/46878556.jpg" alt="" width="640" height="480" /></p>
<p>Ein W124 300td turbo automatik. 18 Jahre alt, mit 300 000 km auf der Uhr, also gerade mal eingefahren. Ohne Schnickschnack, ohne Extras, was nicht vorhanden ist, wird auch nicht kaputt gehen. Das sechzylinder, turbounterstützte Dieselaggregat mit 147 PS brüllt noch wie ein Löwe, respektive schnurrt wie eine am Bauch gekraulte Hauskatze. Je nach Belastung. Mit definitiv allen typischen Mängeln dieser Baureihe (Karosserierost, geplatzte Sitze, hängende Fenster, etc&#8230;.) fährt er sich allerdings immer noch wie ein Neuwagen. Zumindest deutlich besser als ein 10 Jahre alter Japaner.</p>
<p>Der Händler wollte 1900 Euro dafür, erklärte sich aber bereit das Pickerl (TÜV) mit allen dazu nötigen Reparaturen zu übernehmen, die Kiste zu entrosten und Mängel wie knarzende Türen, hängende Fensterheber und ölende Hydraulikleitungen (von der Niveauregulierung) zu beheben. Inklusive 12 Monate Gebrauchtwagenmobilitätsgarantie.</p>
<p>Nach einem &#8220;intensiven&#8221; Gespräch überlässt man mir das Fahrzeug für 950 Euro. Sollte die Kiste nach einem Jahr noch immer verkehrstauglich laufen, werden nochmals 950 Euro fällig. Das nenne ich fair. Oder bescheuert.</p>
<p>Nachdem das Auto heute erstmals vom Mechaniker begutachtet wurde und anscheinend Teilekosten von rund 2000 Euro anfallen, um die Plakette zu bekommen, hat man versucht, den bereits beiderseits unterzeichneten Kaufvertrag, der alle zugesagten Leistungen explizit aufführt, rückgängig zu machen. Aber ich bin ja nicht blöd&#8230;</p>
<p>Mit 8 Litern Durchschnittsverbrauch, wobei es fast egal ist, was man reinschüttet  (der läuft mit Diesel, Biodiesel, Salatöl und altem Frittenfett), ist dieses Automobil beinah &#8220;wirtschaftlich&#8221; zu nennen.</p>
<p>Nächste Woche dann also: Fahrbericht.</p>
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