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	<title>schwarzsicht &#187; austrianisch</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Austrianische Sprachschule (Teil II)</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 11:09:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[
Auch im zweiten Teil besch&#228;ftigen wir uns mit den sprachlichen Unterschieden in den beiden panalpinischen Nachbarl&#228;ndern im Sinne einer besseren V&#246;lkerverst&#228;ndigung.
	
Im ersten Schritt soll aber an dieser Stelle etwas&#160; tiefgr&#252;ndiger in die &#246;sterreichische Seele eingedrungen werden, denn gegenseitiges Verst&#228;ndnis ist Grundvoraussetzung jedweder Kommunikation. Die (wenigen) Eigenheiten des Alpenl&#228;nders f&#252;hren bei den einen zu einem leicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="Deutschland-Oesterreich" class="aligncenter size-full wp-image-638" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/02/Deutschland-Oesterreich.jpg" style="width: 327px; height: 260px;" title="Deutschland-Oesterreich" /></p>
<p><strong>Auch im zweiten Teil besch&auml;ftigen wir uns mit den sprachlichen Unterschieden in den beiden panalpinischen Nachbarl&auml;ndern im Sinne einer besseren V&ouml;lkerverst&auml;ndigung.<br />
	</strong></p>
<p>Im ersten Schritt soll aber an dieser Stelle etwas&nbsp; tiefgr&uuml;ndiger in die &ouml;sterreichische Seele eingedrungen werden, denn gegenseitiges Verst&auml;ndnis ist Grundvoraussetzung jedweder Kommunikation. Die (wenigen) Eigenheiten des Alpenl&auml;nders f&uuml;hren bei den einen zu einem leicht exzentrischen Gesamteindruck, der andere bem&uuml;ht den vielzitierten &quot;<a href="http://www.ostarrichi.org/wort-18623-at-Eintrag_ist_mehr_als_schlecht!.html" target="_blank">Morbus austriacus</a>&quot; um seine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zu begr&uuml;nden. Wie man es jedoch auch immer nimmt: Der &Ouml;sterreicher an sich wird oftmals zu Unrecht bel&auml;chelt, auch wenn er es sich oft selbst nicht zuzugeben getraut: Er ist ein vollwertiger Mensch und liebenswert, wenn man ihn erst einmal verstanden hat.</p>
<p>Am ehesten l&auml;sst sich das &ouml;sterreichische Selbstbild als &quot;dialektisch&quot; benennen. Offenkundig unvereinbare Gegens&auml;tze zeichnen es aus, jedoch wird der &Ouml;sterreicher niemals m&uuml;de, diese Dialektik zu negieren: Sich einerseits stets dem gro&szlig;en Bruder Deutschland unterlegen zu f&uuml;hlen, aber dennoch einen beinahe pathologischen Nationalstolz zu zelebrieren, schlie&szlig;t sich nicht aus. Der &Ouml;sterreicher ist halt schlicht weltoffen, bleibt aber gerne unter sich. Der Deutsche ist als Tourist (zu Recht) verhasst, als Einwanderer gef&uuml;rchtet, aber man hat ihn halt lieb. Der &Ouml;sterreicher ist stolz ein &Ouml;sterreicher zu sein, aber er sch&auml;mt sich eben daf&uuml;r.</p>
<p>Wichtig zu begreifen ist noch, dass ein &Ouml;sterreicher niemals die Schuld tr&auml;gt. Diese kann jederzeit einem anderen &Ouml;sterreicher aufgeb&uuml;rdet werden, wo sie jedoch ebenso entr&uuml;stet abprallt. Er tr&auml;gt auch keine Verantwortung, konsequenterweise auch nicht f&uuml;r einen Erfolg. Das Schweigen eines &Ouml;sterreichers l&auml;sst sich am einfachsten als Zustimmung werten, alles andere f&uuml;hrt zu nichts. Wenn ein &Ouml;sterreicher schweigt, sch&auml;mt er sich meist, und wenn er sich sch&auml;mt, dann schweigt er.</p>
<p>Man hat in &Ouml;sterreich ganz sicher die Arbeit nicht erfunden, oftmals steht man sich mit s&uuml;dl&auml;ndischem Phlegma selbst im Weg, ist aber keineswegs faul. Was getan werden muss, das wird getan, ansonsten machts ein anderer. Konflikten ist grunds&auml;tzlich aus dem Weg zu gehen. Ganz wichtig: Ohne Titel ist man als &Ouml;sterreicher GAR NICHTS.</p>
<p>Doch zur&uuml;ck zu den sprachlichen Tricks und Kniffen der berg&uuml;berwindenden V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, heute mit einem Fokus auf Redewendungen:</p>
<p><span id="more-681"></span><strong>- &quot;Host die faschiatn Laiberln, die gschimperten, aufn Mist g`haun, Du Wiarschtl, Du gschlamperts?&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Hier zeigt sich deutlich der bajuvarische Sprachstamm: Adjektive werden gerne als Relativsatz zu ihrer Verst&auml;rkung ausgelagert. Der Sprecher m&ouml;chte sich hier bei uns erkundigen, ob wir die schimmligen Frikadellen entsorgt haben, und dass er uns f&uuml;r einen liderlichen, schwer ernstzunehmenden Menschen h&auml;lt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Do konnst ka Leiberl mit reissn!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Entspricht im Wesentlichen dem deutschen &quot;Da kann man keinen Blumentopf mit gewinnen&quot; und beschreibt ein Vorhaben mit geringen Erfolgsaussichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Glei sp&uuml;hts Granada!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Malerische Umschreibe der Tatsache, dass das aktuelle Verhalten alsbald negative Konsequenzen nach sich ziehen wird. Diese Redewendung begr&uuml;ndet sich aus der ebenso begr&uuml;ndeten Angst &ouml;sterreichischer Soldaten vor einem Granatenhagel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Habe die Ehre!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Mehrfach gebr&auml;uchlich, meist aber in verst&auml;rkender Intension nach einer gewagten Ansprache, oder in Form von &quot;Na, hobe die Ehre!&quot; im Sinne von &quot;Um Gottes Willen!&quot;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Ned deppert wern!&quot;</strong></p>
<p>Beruhigende Floskel im Eifer des Gefechts im Sinne von &quot;Nur die Ruhe bewahren!&quot;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Da Hearst is scho gschduabm&quot;</strong></p>
<p>Der &Ouml;sterreicher fordert gerne anonym adressiert zum Zuh&ouml;ren auf, in dem er beherzt &quot;HEAST!?&quot; (&quot;H&ouml;rst Du!?&quot;) br&uuml;llt. Die ad&auml;quate Antwort darauf lautet, der &quot;H&ouml;rst Du&quot; sei zwischenzeitlich verstorben, was den Sprecher auf seine Unh&ouml;flichkeit aufmerksam machen soll.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Ka G&ouml;d, ka Musi!</strong>&quot;</p>
<p>Die alpine Entsprechung von &quot;Ohne Moos, nichts los&quot;. Der &Ouml;sterreicher weist den Bittsteller hiermit h&ouml;flich darauf hin, dass er seine Leistungen und Waren nicht unentgeltlich feilzubieten gedenkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Do kummst ins Schwitzn wie a Fiamg&ouml;d&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Der &quot;G&ouml;d&quot; bezeichnet den Onkel, hier ist also der Firmpate gemeint, der ob der zu erwartenden Kosten des zu leistenden Firmgeschenks in Bedr&auml;ngnis ger&auml;t.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Wer lang sudert, wird ned pudert&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Wer zu viel Zeit zum Beklagen seines Schicksals aufw&auml;ndet, darf nicht davon ausgehen, alsbald Geschlechtsverkehr zu haben. Will meinen: Wer nur jammert, kommt zu nichts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Glick is a Vogerl&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Gl&uuml;ck ist fl&uuml;chtig und wandert stets leichtf&uuml;ssig vom einem zum andern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>- &quot;Bessa a wocklada Staumdisch, ois a feste Hockn&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Besser ein wackliger Stammtisch, als ein fester Arbeitsplatz. Hier wird die Grundmentalit&auml;t des &Ouml;sterreichers trefflichst beschrieben, verst&auml;rkt nur noch durch</p>
<p><strong>- &quot;Liaba an Bauch vom Saufn, ois a Buckl vom hockln&quot;<br />
	</strong></p>
<p>Beide geben klar Richtung auf die beliebteste Freizeitt&auml;tigkeit des m&auml;nnlichen &Ouml;sterreichers: Das Saufen.</p>
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		<item>
		<title>Austrianische Sprachschule (Teil I)</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/02/austrianische-sprachschule-teil-i/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdsprachen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Heisst zwar auch in &#214;sterreich die Amtssprache &#34;Deutsch&#34;, st&#246;&#223;t jedoch der preussische Einwanderer in der sch&#246;nen Alpenrepublik schnell auf Sprachschwierigkeiten, die sich nicht allein in der oftmals sehr exotischen Terminologie begr&#252;nden lassen, sondern vielmals auch in einer v&#246;llig unterschiedlichen Mentalit&#228;t der beiden Volksst&#228;mme ihre Ursachen haben.
	
W&#228;hrend auf syntaktischer Ebene Werke wie Ostarichi exzellente Dienste erweisen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="Deutschland-Oesterreich" class="aligncenter size-full wp-image-638" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/02/Deutschland-Oesterreich.jpg" style="width: 327px; height: 260px;" title="Deutschland-Oesterreich" /></p>
<p><strong>Heisst zwar auch in &Ouml;sterreich die Amtssprache &quot;Deutsch&quot;, st&ouml;&szlig;t jedoch der preussische Einwanderer in der sch&ouml;nen Alpenrepublik schnell auf Sprachschwierigkeiten, die sich nicht allein in der oftmals sehr exotischen Terminologie begr&uuml;nden lassen, sondern vielmals auch in einer v&ouml;llig unterschiedlichen Mentalit&auml;t der beiden Volksst&auml;mme ihre Ursachen haben.<br />
	</strong></p>
<p>W&auml;hrend auf syntaktischer Ebene Werke wie <a href="http://www.ostarrichi.org/" target="_blank">Ostarichi</a> exzellente Dienste erweisen, stiftet die Semantik vielmals unbemerkt unn&ouml;tige Verwirrung. Diese lose Artikelserie soll Licht ins Dunkle der &ouml;sterreichischen Sprachpsychologie bringen und damit ihren Beitrag zur V&ouml;lkerverst&auml;ndigung leisten. Ich mag mich in vielen Interpretationen irren und dem ein, oder auch anderen damit Unrecht tun, ich versichere jedoch in meiner inzwischen eindreiviertelj&auml;hrigen Erfahrung nach bestem Wissen und Gewissen vorzugehen.</p>
<p><strong>- &quot;eh kloar!&quot; &#8211; <br />
	</strong></p>
<p>Eine Floskel des &Ouml;sterreichers, wenn ein Sachverhalt klar ist, er aber dennoch seichte Zustimmung signalisieren m&ouml;chte. Kann in einer angeregteren Diskussion allerdings auch aggressiv eingesetzt werden um ein den Adressaten langweilendes Thema zu unterbrechen, oder aber um zu implizieren, dass Gegen&uuml;ber halte einen selbst offensichtlich f&uuml;r &quot;deppat&quot;.</p>
<p><span id="more-630"></span><strong>- &quot;Bassd!&quot; &#8211; <br />
	</strong></p>
<p>Zustimmung bei Einverst&auml;ndnis zu einer Absprache, einer Gegebenheit, aber auch gegenst&auml;ndlich in Bezug auf das Passverhalten. Beispiele:</p>
<p>- &quot;Gummst om Obend ummi?&quot; &#8211; &quot;Bassd!&quot; &#8211; &quot;Bringsd a Bier mit, Du Wirschdel?&quot; &#8211; &quot;Bassd!&quot; (&quot;Kommst Du heute Abend vorbeI?&quot; &#8211; &quot;Sehr gerne!&quot; &#8211; &quot;Bringst Du Bier mit, bitte?&quot; &#8211; &quot;Kann ich gerne tun!&quot;)</p>
<p>- &quot;Mei Oide hod no a gonze H&uuml;ddn foi Kraud, mogst a Fassl?!&quot; &#8211; &quot;Bassd!&quot; (&quot;Meine Gattin hat noch das ganze Haus voller Krautsalat, soll sie Dir etwas abf&uuml;llen?&quot; &#8211; &quot;Aber gerne!&quot;)</p>
<p>- &quot;Wie duast in da neichen Krochdnledarnan?&quot; &#8211; &quot;Basst!&quot; (&quot;Wie passt denn die neue Lederhose?&quot; &#8211; &quot;Sehr gut, Danke!&quot;)</p>
<p><strong>Anmerkung:</strong> Genetisch bedingt ist es den Austrianern nicht m&ouml;glich, harte Konsonanten als solche auszusprechen. So wird das &quot;T&quot; zum &quot;D&quot;, das &quot;P&quot; zum &quot;B&quot; und so weiter. Man sollte sich hier&uuml;ber nicht geh&auml;ssig erheitern und den &Ouml;sterreicher wiederhold &quot;Boargblods&quot; rezitieren lassen, er sch&auml;mt sich schnell, was nicht zu einem positiven Miteinander beitr&auml;gt!</p>
<p><strong>- &quot;Sofoad!&quot; -<br />
	</strong></p>
<p>Geht der n&ouml;rdliche Deutsche bei der zeitlichen Angabe &quot;sofort&quot; von einem unmittelbaren Beginn ohne zeitlichen Verzug aus, ist der austrianische Interpretationsspielraum hier ein deutlich weiterer. Es ist in keinem Falle gesagt, dass die mit &quot;sofoad&quot; angek&uuml;ndigte T&auml;tigkeit &uuml;berhaupt jemals ausgef&uuml;hrt wird, in der Regel wird diese Angabe nur verwendet, um einen l&auml;stigen Bittsteller abzufr&uuml;hst&uuml;cken und ruhig zu stellen, auf das man seine volle Konzentration zur&uuml;ck zur &quot;Jause&quot; lenken kann.</p>
<p><strong>- &quot;Gemma ummi auf a Seital?&quot; -<br />
	</strong></p>
<p>W&ouml;rtlich bedeutet dies die Einladung in einen nahegelegenen gastronomischen Betrieb um ein 0,3 Liter bemessendes Bier zu trinken. In der Praxis wird man die Kneipe erst wieder verlassen, wenn man des Stehens und Sprechens nicht mehr m&auml;chtig ist. Der &Ouml;sterreicher an sich geht NIEMALS auf nur EIN Bier.</p>
<p><strong>Anmerkung:</strong> Das harte &quot;T&quot; in &quot;Seital&quot; ist das einzige, das tats&auml;chlich jeder &Ouml;sterreicher aussprechen kann. Die Ursache dieser Anomalie ist bislang ungekl&auml;rt.</p>
<p><strong>- &quot;Hob i eh!&quot; &#8211; <br />
	</strong></p>
<p>Meist als Antwort auf eine mit &quot;Hast Du&#8230;?&quot; gestellte Nachfrage bez&uuml;glich der Erledigung einer wichtigen Angelegenheit. Letztlich soll sie den Eindruck vermitteln, die Angelegenheit sei bereits erledigt worden, was sie aber nicht ist und auch nie wird, da der Beauftragte den Sinn nicht erkennt und sich protestfrei verweigert.</p>
<p><strong>- &quot;Wie duast in da Hockn?&quot; -<br />
	</strong></p>
<p>Zumeist aufrichtig gemeinte Erkundigung &uuml;ber die berufliche Befindlichkeit, w&ouml;rtlich &uuml;bersetzt &quot;Wie tust Du in der Arbeit?&quot;. Oftmals als Aufforderung zu wortreichen Detailerl&auml;uterungen der eigenen Arbeitsweise missverstanden, in diesem Falle aber gerne mit einem beherzten &quot;iss eh gloar!&quot; abgew&uuml;rgt.</p>
<p><strong>- &quot;Da wiasd zum Schwammerl!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>W&ouml;rtlich: &quot;Da wirst Du zum Pilz!&quot;. Wird im Sinne von &quot;da wirst Du verr&uuml;ckt&quot; gebraucht, meist im Zusammenhang mit Sisyphos-Arbeiten oder geistig sehr anstrengenden T&auml;tigkeiten. Dr&uuml;ckt die tiefe Verbundenheit des &Ouml;sterreichers f&uuml;r seine zahlreichen, heimischen Speisepilze aus, die regelrecht kultisch veehrt und dennoch in gro&szlig;er St&uuml;ckzahl verzehrt werden.</p>
<p><strong>- &quot;Des gahd si nie aus!&quot;<br />
	</strong></p>
<p>F&uuml;r den Hochdeutschen unverst&auml;ndlich, bezeichnet dieser Ausspruch im &Ouml;sterreichischen den Umstand, dass etwas zeitlich oder r&auml;umlich nicht in die Vorgabe passt. Beispiele:</p>
<p>- &quot;Du w&uuml;sd moagn easd odln? Des gahd si miam Weda nie aus!&quot; (Du willst morgen erst die Jauche ausbringen? Es wird schon vorher geregnet haben!)</p>
<p>- &quot;Mei Garohschn is ahnsochzge bis zua Deckn. Des gahd si miam neichen Wogn nie aus!&quot; (Meine Garagenh&ouml;he betr&auml;gt einen Meter achtzig. Das neue Auto wird nicht hineinpassen!)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Pro &#8211; Spectat 2010</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/pro-spectat-2010/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 11:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[praecognitiv]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[
R&#252;ckblicken kann jeder. Die wahre Kunst liegt in der zutreffenden Beschreibung des noch Geschehenden. Kunst der Logik, nicht des Mummenschanzes.
Meine pers&#246;nlichen Aussichten und Ziele f&#252;r 2010 sind schnell formuliert: &#220;berleben, und endlich alles besser machen. Da ich aber die letzten Monate deutlich zu introspectiv, in Selbstmitleid suhlend und schlicht zu erb&#228;rmlich zugebracht habe, hier sogleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img alt="crystal-ball" class="aligncenter size-full wp-image-557" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2010/01/crystal-ball.jpg" title="crystal-ball" /></p>
<p><strong>R&uuml;ckblicken kann jeder. Die wahre Kunst liegt in der zutreffenden Beschreibung des noch Geschehenden. Kunst der Logik, nicht des Mummenschanzes.</strong></p>
<p>Meine pers&ouml;nlichen Aussichten und Ziele f&uuml;r 2010 sind schnell formuliert: &Uuml;berleben, und endlich alles besser machen. Da ich aber die letzten Monate deutlich zu introspectiv, in Selbstmitleid suhlend und schlicht zu erb&auml;rmlich zugebracht habe, hier sogleich die Realisierung eines meiner wenigen Vors&auml;tze f&uuml;r das neue Jahr: Mehr &uuml;ber den krustigen Tellerrand blicken, die mannigfachen, negativen Energien besser auf unschuldige Dritte richten, denn auf einen selbst. Ans Werk!</p>
<p>Ein Unkenruf vorweg: Nein, die Gesamtsituation wird sich <strong>NICHT</strong> verbessern. In absolut keiner Hinsicht. Dem hirntoten P&ouml;bel, der rund 89 % der mitteleurop&auml;ischen Bev&ouml;lkerung ausmacht, wird nicht pl&ouml;tzlich, wie durch Zauberhand, Verstand eingehaucht werden, die Trottel regieren weiter den Zeitgeist, die Menschheit ist voller Enthusiasmus dabei auszusterben. Wer jetzt noch den Schneid entwickelt, sie daran hindern zu wollen, vers&uuml;ndigt sich aufs Verwerflichste am Universum.</p>
<p>Der politische Fahrplan bietet in 2010 sowohl f&uuml;r Deutschland, als auch f&uuml;r meine Wahlheimat &Ouml;sterreich wenig definierte Meilensteine. Zwei handlungsunf&auml;hige Regierungen, die jedoch, das sei am Rande bemerkt, eine ganz hervorragende Volksvertretung des geistigen Durchschnittsuntoten darstellen, sind also berufen, mit Skand&auml;lchen und wahnwitzigen Freiheitsbeschneidungen zumindest soweit auf sich aufmerksam zu machen, da&szlig; ja keinem der bl&ouml;kenden Unterschichtenschafe auffallen m&ouml;ge, dass sie gar gar nicht wirklich &quot;geleitet&quot; werden, sonder sich vielmehr eine Rotte gefr&auml;ssiger Egomanen r&uuml;cksichtslos an ihrer Arbeit Schweiss n&auml;hrt. &nbsp;Das Internet wird hierzu sicherlich hinreichend Anlass bieten, ich mutma&szlig;e,dass das Thema Netzsperren nocht lange nicht ausgesessen ist und auch die Abschaffung des Datenschutzes hinreichend Polemikpotenzial bieten wird. Interessant wird sicherlich noch, ob es bereits in 2010 zu Ausreiseverboten in &quot;gewisse&quot; L&auml;nder kommen wird, oder ob man sich weiterhin auf die Verunsicherung durch ersponnene Terrorwarnungen verlassen wird. Allgemein ist Freiz&uuml;gigkeit ein echtes Problem f&uuml;r ein auf Ausbeutung, Manipulation und Verdummung basierendes Staatssystem, somit wird man sich sicher noch die ein oder andere Restriktions- und Kontrollinstanz einfallen lassen.</p>
<p><span id="more-549"></span></p>
<p>Musikalisch erwarten uns 2010 die Siebte, Achte und Neunte Staffel von <em><strong>&quot;Arschland sucht das Superloch&quot;</strong></em>, samt ihrer halbgaren Mutantenabklatsche und bestimmen somit ma&szlig;geblich die wenigen, noch get&auml;tigten inl&auml;ndischen Plattenverk&auml;ufe. &quot;Richtige&quot; Musik wird nurmehr im iTunes-Store zum Download angeboten werden, wobei Apple uns auch dieses Jahr wieder erfolgreich eine signifikante Verteuerung als Preissenkung verkaufen wird. W&auml;hrend des Sommerloches wird eine Petition der Musik- und Filmbindustrie durchgewunken werden, die die Todesstrafe f&uuml;r bereits den einmaligen Versto&szlig; gegen das Urheberrecht einfordert. Erste Exekutionen gehen im Get&ouml;se der exklusiv via Sky &uuml;bertragenen Bundesliga live Saison unter.</p>
<p>Cineastisch sage ich uns 7 neue Weltuntergangsspektakel (Erderw&auml;rmung, Sturm, Meteoritenhagel, Killerviren, Alieninvasion, Cyberwar und nat&uuml;rlich Feminisierung), 23 Tussi-Konsumthriller ala &quot;Shopaholic&quot; und CO., 37 &quot;Krieg gegen den Terror&quot; Propagandastreifen, erstmals auch unter europ&auml;ischer Beteiligung, und 987 Teenyvampirwehrwolfsoftpornostreifen voraus. Carrie Bradshaw wird beim Einkaufsmasturbieren in einem New Yorker Alzheimertherapiezentrum erstmals live einen vaginalen Hexenschuss veranschaulichen, Sylvester Stallone aka John Rambo mit grosskalibrigen Maschinengewehren auf schlitz&auml;ugige Schweinegrippenviren ballern, Harry Potter wird, von einem wilden <strike>Affen</strike> Vampir gebissen, <strike>bestialischen</strike> romantischen Sex mit einer minderj&auml;hrigen Wehrw&ouml;lfin haben und John Goodman wird zusammen mit Ottfried Fischer, eigentlich zum Zwecke der Schaffung einer schmutzigen Fettbombe von islamistischen Terroristen gekidnapped und aneinandergekettet, die Welt durch Verzehr aller Rindfleischressourcen vor dem alien-mutierten BSE-Erreger retten. Zu guter Letzt wird Pamela Anderson in enger Zusammenarbeit mit Doktor Schiwago einen Weg finden, Brustimplantate wie Stringtangas selbst zu wechseln und diesen der Boulevardpresse vorstellen.</p>
<p>Das Internet wird wachsen, denn das ist, was es tut. Sowohl im Datenumfang, als auch in der Bedeutung f&uuml;r jeden Einzelnen von uns. Islamistische Terroristen werden endlich das BTX-Protokoll (CEPT) entschl&uuml;sseln, um den weltweiten Cyberwar f&uuml;r sich zu entscheiden und erschrecken damit ein paar vergessene T-Online-Classic Kunden, seit 1997 in emotionaler Cryostasis, endg&uuml;ltig zu Tode. Die deutsche Bundesregierung leitet hieraus eine akute Bedrohung des Individuums aus den weltweiten Datennetzen ab und legt einen Gesetzesentwurf zur schnellstm&ouml;glichen Einf&uuml;hrung eines bundesweiten Netzpersonalausweises (h&auml;lt alle Identifikationsmerkmale sowie Informationen zu sexuellen Vorlieben, Essverhalten, Genussmittelkonsum und Fertilisationspotenzial leicht f&uuml;r jeden User erkennbar bereit) &nbsp;vor, ohne den ein Zugriff auf das Internet nicht mehr m&ouml;glich sein soll. Bayern ist dagegen und fordert einen eigenen, bayrischen Netzpersonalausweis in Wei&szlig;blau, der zus&auml;tzlich Highscores in den Disziplinen Bierma&szlig;saufen, Weisswurschtmeterfressen und Fettarschgrabschen beinhaltet. &Ouml;sterreich macht es ein halbes Jahr sp&auml;ter genauso, hier ist Bayern eben K&auml;rnten. Ein unscheinbarer, pickeliger Autist aus Bottrop-Kirchhellen erfindet eine Website, auf welcher der registrierte Benutzer virtuelle Ohrfeigen an andere User verteilen kann, findet einen Investor und schaufelt ein nonprofitables Milliardengrab. Die Netzwelt hyped das &quot;social tool&quot;, er selbst wird Million&auml;r, heiratet die bislang unbekannte, erste und bereits erwachsene Tochter Heidi Klums, der Investor, eine Bank, geht pleite und zahlt dem verantwortlichen Vorstand aus einem staatlichen Hilfspaket eine Millionenabfindung. Der Bottrop-Kirchhellener erlangt bald darauf zweifelhaften TV-Ruhm in der Reality-Soap seiner Gemahlin unter dem Titel &quot;Eheverbrechen &#8211; Nyphoman und ohne Moral &#8211; Deutsche Ehefrauen im Seitensprungfieber&quot;, in der er mehrfach in seinem Beisein live geh&ouml;rnt werden wird.</p>
<p>Zu guter Letzt: Die Wirtschaftskrise geht weiter. Wurden gegen Ende 2009 noch Ger&uuml;chte &uuml;ber den bereits erfolgten Aufschwung verbreitet um das Weihnachtsgesch&auml;ft anzukurbeln, werden die Prognosen im ersten Quartal 2010 samt und sonders zur&uuml;ckgenommen, ja regelrecht dementiert. Eine schwangere Reporterin aus Berlin-Neuk&ouml;ln deckt auf, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren Unsummen an Steuergeldern in einen Produzenten von B&auml;rlauchgummib&auml;ren investiert hatte, dieser jedoch in einem seitens Haribo angestrengten Patentrechtsstreit unterlag und nunmehr in der Insolvenz steht. Die finanziellen Ma&szlig;nahmen zur Rettung der f&uuml;nf Angestellten in der strukturschwachen Region Mecklenburger Seenplatte schr&ouml;pfen das Harzt IV Budget derart, dass die Arge im Dezember Zahlungsunf&auml;higkeit &nbsp;meldet und an Weihachten Millionen von arbeitslosen Hilfsempf&auml;ngern nicht nur auf Steuergeschenke, sondern auch auf den goldbraunen Bundesputer mit Schwarzrotkraut verzichten m&uuml;ssen. Die Landesregierung dementiert anf&auml;nglich alle Enth&uuml;llungen unter der Argumentation, einer ledigen, scheinschwangeren, noch lebenden Deutscht&uuml;rkin sei nicht zu trauen. Die Scheinschwangerschaft wird ab dem 01.11.2010 unter dem Namen Franz-Mohammed in Neuk&ouml;ln Kindergeld und Hartz IV beziehen, die Journalistin f&auml;llt bereits Mitte November einem vertuschten Ehrenmord durch ihren Halbbruder Dieter, einem zum Islam konvertierten Kiez-Luden, zum Opfer.</p>
<p>In &Ouml;sterreich bleibt hingegen alles, wie es immer schon war. Nur schlimmer.Und ohne Kaiser.</p>
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		<title>Unmotorisiert</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 07:43:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach drei Wochen fruchtloser Reparaturen seitens der Werkstatt VOR der Auslieferung, unzähligen zugesagten, aber nie erfolgten Rückrufen habe ich das Projekt MB s124 300T turbodiesel letzten Donnerstag erfolglos abgebrochen.
Zugunsten eines 5 Jahre jüngeren S210 290 TDI:

Natürlich fürs doppelte Geld. Dafür aber mit ein paar Ausstattungsextras, die das Reisen angenehmer machen: Klimaautomatik, orthopädische, elektrisch verstellbare Memorysitze [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach drei Wochen fruchtloser Reparaturen seitens der Werkstatt VOR der Auslieferung, unzähligen zugesagten, aber nie erfolgten Rückrufen habe ich das Projekt MB s124 300T turbodiesel letzten Donnerstag erfolglos abgebrochen.</strong></p>
<p>Zugunsten eines 5 Jahre jüngeren S210 290 TDI:</p>
<p><img class="alignleft" title="S210 290 TDI" src="http://img19.imageshack.us/img19/7318/mercedess210front200710.jpg" alt="" width="320" height="165" /></p>
<p>Natürlich fürs doppelte Geld. Dafür aber mit ein paar Ausstattungsextras, die das Reisen angenehmer machen: Klimaautomatik, orthopädische, elektrisch verstellbare Memorysitze mit Heizung, Xenons, usw.</p>
<p>Bin gespannt, ob es dieses Mal hinhaut, Termin ist kommender Mittwoch. Sollte es erneut zu Verzögerungen kommen, erwäge ich <span style="text-decoration: line-through;">ein Bomenattentat</span> den Rechtsweg einzuzschlagen.</p>
<p>Bei einem Verbrauch von 7 Liter Diesel auf 100 km ein überaus sparsamer Pampersbomber.</p>
<p><em>Latente Grippe, Unmengen an Arbeit und Heimwerkereien haben in den letzten Wochen für Sendepause an dieser Stelle gesorgt, ich gehe aber davon aus, das sich nun wieder mehr tun wird. Vielleicht. Sehen wir mal</em>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warum es in Österreich keine echte Lakritze gibt</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/07/warum-es-in-osterreich-keine-echte-lakritze-gibt/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 08:55:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männerküche]]></category>
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		<description><![CDATA[
Aus Süßholzsaft hergestellt, ist Lakritze eine köstliche Leckerei, der zudem auch noch erwiesenermaßen gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt werden. Sie wirkt beruhigend und ausgleichend auf Magen und Darm und hilft in Erkältungszeiten durch ihren schleimlösenden Effekt wieder besser Luft zu bekommen.
Dennoch schmäht der Österreicher sie. Es ist in ganz Österreich praktisch nirgendwo an gute Lakritze zu kommen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" src="http://img15.imageshack.us/img15/1296/737pxlakridsubtb.jpg" alt="" width="320" height="260" /></p>
<p><strong>Aus Süßholzsaft hergestellt, ist Lakritze eine köstliche Leckerei, der zudem auch noch erwiesenermaßen gesundheitsförderliche Eigenschaften nachgesagt werden. Sie wirkt beruhigend und ausgleichend auf Magen und Darm und hilft in Erkältungszeiten durch ihren schleimlösenden Effekt wieder besser Luft zu bekommen.</strong></p>
<p>Dennoch schmäht der Österreicher sie. Es ist in ganz Österreich praktisch nirgendwo an gute Lakritze zu kommen, lediglich Lakritzschnecken findet man in ausgesuchten Lebensmittelgeschäften. Rund ein Dreivierteljahr habe ich fast nicht mehr an Lakritz gedacht, die ich früher kiloweise verschlungen habe, doch dann begann der Jeeper. Bislang ungestillt.</p>
<p>Fragt man den Austrianier, wieso es in seinem Heimatland eine derartige Köstlichkeit nicht gibt, lautet die Antwort allermeist: &#8220;Weils scheiße schmeckt&#8221;. Selbstredend ist dies sachlich wie fachlich falsch, nichts desto trotz aber lässt diese Aussage einen tiefen Blick in die obrigkeitshörige, Neuem stets abgeneigte Volksseele der noch immer in einer &#8220;inneren Monarchie&#8221; lebenden Bergbewohner zu:</p>
<p><span id="more-380"></span></p>
<p>Es ist nicht nur so, dass es Lakritze in Österreich nicht gibt, es ist sogar so, dass der Handel mit dieser verboten ist. Im Rahmen seiner kurzen Amtszeit hatte nämlich der letzte ungarisch-österreichische Kaiser Karl im sogenannten &#8220;Wiener Lakritzedikt&#8221; die Einfuhr und den Verzehr von Süßigkeiten mit mehr als 5 % Lakritzanteil verboten. So wenig dieser Umstand allgemein bekannt ist, so wenig ist auch über die Ursachen bekannt. Damals wusste man noch nicht, dass übermäßiger Verzehr zu Schwächeanfällen und Bluthochdruck führen kann, weshalb man von wirtschaftlichen Motivationsfaktoren ausgehen muss.</p>
<p>Bis heute wurde das Edikt aufrechterhalten, allerdings darf Lakritze zwischenzeitlich wieder eingeführt und auch verzehrt werden, wenngleich der Handel weiterhin untersagt bleibt.</p>
<p>Aus diesem Grunde habe ich mir heute 10 Kilo feinstes Lakritz bei einem deutschen Online-Versandhändler bestellt und warte schon freudig auf das Eintreffen meiner nachtschwarzen Köstlichkeiten.</p>
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		<title>Schwerter zu Pflückscharen&#8230;</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/06/schwerter-zu-pfluckscharen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 09:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Dumm&Dümmer]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; muss auch nicht immer die richtige Strategie sein, zumindest nicht im Erdbeerland:

Ich wünsche jedenfalls allen verwanden und Freunden der Überpflügten meine herzliche Anteilnahme und den Betroffenen selbst rasche Genesung, auf das sie ihren Termin werden einhalten können!
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8230; muss auch nicht immer die richtige Strategie sein, zumindest nicht im Erdbeerland:</strong></p>
<p><a class="tt-flickr tt-flickr tt-flickr-Thumbnail" title="IMG_0313" href="http://farm4.static.flickr.com/3626/3596965777_7ba986c3c3.jpg"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3626/3596965777_7ba986c3c3_t.jpg" border="0" alt="IMG_0313" width="75" height="100" /></a></p>
<p>Ich wünsche jedenfalls allen verwanden und Freunden der <em>Überpflügten</em> meine herzliche Anteilnahme und den Betroffenen selbst rasche Genesung, auf das sie ihren Termin werden einhalten können!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Schweinskrustenbraten vom Kugelgrill</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 08:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Männerküche]]></category>
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		<description><![CDATA[Schweinsbraten kennt man aus dem Backrohr oder noch vom Drehspieß, aber selten aus dem Kugelgrill. Zu Unrecht, denn diese Zubereitungsart führt zu exzellenten Ergebnissen!
Man nehme: 
1 Schweinsbraten mit Fettschwarte (am besten Karree &#8211; in Deutschland &#8220;Rücken&#8221;), ca. 1,5 Kilo
1 Flasche Bier
1 Esslöffel Senf
Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel
reichlich Knoblauch
1 Zwiebel
1 Sack hochwertige Holzkohlebriketts (halten die Hitze länger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinsbraten kennt man aus dem Backrohr oder noch vom Drehspieß, aber selten aus dem Kugelgrill. Zu Unrecht, denn diese Zubereitungsart führt zu exzellenten Ergebnissen!</strong></p>
<p><strong>Man nehme: </strong></p>
<p>1 Schweinsbraten mit Fettschwarte (am besten Karree &#8211; in Deutschland &#8220;Rücken&#8221;), ca. 1,5 Kilo</p>
<p>1 Flasche Bier</p>
<p>1 Esslöffel Senf</p>
<p>Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel</p>
<p>reichlich Knoblauch</p>
<p>1 Zwiebel</p>
<p>1 Sack hochwertige Holzkohlebriketts (halten die Hitze länger und gleichmäßiger)</p>
<p>[flickr album=72157618728469695 num=5 size=Thumbnail]</p>
<p>Das Schweinskarree wird primär in archaischer Brutalität schwartenseitig mit einem scharfen Messer rautenförmig hingerichtet. Hernach streut man Salz in die Wunden, zusammen mit den restlichen, zermalmten Gewürzen, dem zerquetschten Senf, den zerschlitzten Zwiebeln und dem zu Brei geschlagenen Knoblauch erfolgt so die allseitige letzte Ölung. Nur ohne Öl.</p>
<p><span id="more-327"></span></p>
<p>Nun lege man den so traktierten Nutzviehkadaverteil mit der Schwarte nach unten in einen grillfähigen Alusarg hinreichenden Fassungsvermögens und ertränke das Biest sicherheitshalber eine Nacht lang im Kühlschrank im Inhalt der Bierflasche.</p>
<p>Für die komplette Feuerbestattung bis zum endgültigen Leichenschmaus vergehen gut und gerne dreieinhalb bis vier Stunden, weshalb frühzeitig mit der Zeremonie begonnen werden sollte. Hungrige Frauenzimmer zerstören beispielsweise triebbedingt nur zu gern jedwede Beschaulichkeit und Pietät bei diesem salbungsvollen Prozess exerzitischen Ritualisierens.</p>
<p>Am Morgen nach dem ausgiebigen Waterboarding in Bier sollte die Schwarte des Delinquenten glasig gesogen sein.</p>
<p>Der Grill wird entzündet und die Temperatur regelmäßig mit der nackten Hand unmittelbar über der Glut kontrolliert. Wenn sich binnen weniger Sekunden voluminöse Brandblasen ausbilden, ist die optimale Temperatur erreicht. Sinnvollerweise verwendet man hierzu nicht die eigene Hand.</p>
<p>Die Kohle wird nun auf einer Seite des Grills zusammengeschoben (Fachleute erledigen auch dies mit bloßen Fremdhänden), der Rost eingehangen und der Alusarg mit dem Schweinegrippenverursacheranteil auf dem Rost eben gerade NICHT über der Glut positioniert. Nun den Deckel des Grills schließen und das obligate Thermometer fest im Blick behalten. Mit den diversen Luftein- und -auslässen sollte die Garraumtemperatur nun konstant im Bereich von 90 bis maximal 115 Grad Celsius eingeregelt werden.</p>
<p>Man sollte den Grill nicht allzu lange (länger als 10 Sekunden) aus den Augen lassen, denn diese Höllenapparaturen neigen zu signifikanten Temperaturschwankungen im Bereich um 300 Grad, was man nicht unterschätzen und somit jederzeit zum Eingreifen bereit sein sollte.</p>
<p>Alle 10 Minuten übergießt man den Bratling mit eigenem Saft, geht dieser zur Neige, wird Wasser verwendet. KEIN WEITERES BIER! Das macht den Natursaft später bitter.</p>
<p>Im Glücksfall verfügt man über einen klappbaren Grillrost, der das Nachfüllen der Kohle (und das WIRD DEFINITIV erforderlich sein) signifikant erleichtert.</p>
<p>Nach etwa drei Stunden wird der Grill erneut neu angefeuert, der Schweinsbraten, der inzwischen schon eine köstliche Färbung angenommen hat, mit der Kruste nach oben gewendet und alle Ventile auf &#8220;auf&#8221; gestellt. Jetzt darf sich im Garraum gerne eine Termperatur weit jenseits der 200 Grad einpegeln, denn es geht darum, die Kruste zu eben jener zu machen.</p>
<p>Die Krustenwürfel dürfen gerne eine tiefbraune Farbe annehmen, sollten jedoch nicht völlig verbrennen. Keinesfalls sollte man den Braten, zur Beschleunigung des Vorgangs, krustenseitig auf den nackten Rost über der Glut platzieren, die Krustenwürfel platzen sofort ab und die gute Schwarte geht zum Teufel.</p>
<p>Bei der Hochtemperaturbekrustung solte der Bratling alle 5 Minuten mit kaltem Wasser begossen werden. Begossen. Nicht erneut ersäuft. Er ist ja schon tot.</p>
<p><strong>Serviert wird in Scheiben, mit dem Natursaft übergossen. Wer nachwürzen muss, hat ganz am Anfang etwas falsch gemacht.</strong></p>
<p><strong>Dazu passt Bier. </strong>Frauen, Vegetariern und sonstigen verwaschlappten Weicheiern kann man additiv auch warmen Krautsalat und Semmelknödel als Beilage reichen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die unerträgliche Langsamkeit des austrianischen Bergvolks</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/05/die-unertragliche-langsamkeit-des-austrianischen-bergvolks/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 14:23:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<category><![CDATA[austrianisch]]></category>
		<category><![CDATA[Auswanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Entschleunigung]]></category>
		<category><![CDATA[ImGehenSchuhBesohler]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>
		<category><![CDATA[unbeliebt machen]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschiede]]></category>

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		<description><![CDATA[
Kulturelle Unterschiede sind die Würze des globalen Dorfs, die Essenz sozialer Langstreckenvernetzung und vermutlich die letzte Rettung für den Genpool der Menschheit. Meist jedoch vermutet man sie zwischen Kulturen mit einer gewissen räumlichen und religiösen Distanz, selten im Innersten des deutschsprachigen Raumes. Doch auch dort existieren sie, sorgen, wie überall, für Lust, wie auch für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Stoppuhr" src="http://img530.imageshack.us/img530/8675/stoppuhr.png" alt="" width="242" height="320" /></p>
<p><strong>Kulturelle Unterschiede sind die Würze des globalen Dorfs, die Essenz sozialer Langstreckenvernetzung und vermutlich die letzte Rettung für den Genpool der Menschheit. Meist jedoch vermutet man sie zwischen Kulturen mit einer gewissen räumlichen und religiösen Distanz, selten im Innersten des deutschsprachigen Raumes. Doch auch dort existieren sie, sorgen, wie überall, für Lust, wie auch für Frust.</strong></p>
<p>Als &#8220;Piefke&#8221; in Österreich hat man seinen Ruf bereits mit Bekanntwerden seiner Herkunft, also mit dem ersten gesprochenen Wort, weg: Arrogant, fordernd, anmaßend, überkorrekt, schulmeisterhaft, schlicht und ergreifend: Ein Arschloch!</p>
<p>Es ist einem als Deutscher definitiv nicht möglich, einen Österreicher über seine Herkunft zu täuschen. Der Österreicher kann überlicherweise deutsche Dialekte und Akzente zielsicherer geographisch zuordnen, als jeder Deutsche selbst, was vornehmlich daran liegen dürfte, das man in Österreich bereits seit Jahrzehnten den Horden preussisch-proletischer Urlaubsbesatzer aus den verschiedensten Gegenden exponiert ist, was überdies auch das im Durchschnitt ganz sicher nicht positive Menschenbild des Österreichers über den Deutschen maßgeblich geprägt haben dürfte.</p>
<p><span id="more-287"></span></p>
<p>Als &#8220;Piefke&#8221; hat man so direkt kein Bild des typischen Österreichers vor sich. Werden die Bayern von Restdeutschland noch ein wenig liebevoll belächelt, verbindet man mit Österreich allenfalls den Wiener &#8220;Schmäh&#8221;, ist jedoch ganz allgemein äußerst offen eingestellt. Nach meiner Erfahrung.</p>
<p>Nach nunmehr zehn Monaten Leben und Arbeiten in Österreich steht mir das Urteil zu: In Österreich gehen die Uhren noch anders! Langsamer. Auch wenn dies mich beruflich nicht betrifft, denn dieser Business ist weltweit überall schon aus Prinzip immer über alle Maßen gehetzt.</p>
<p>Aber außerhalb des Software- Medien- und Projektgeschäfts ist der Österreicher an sich ein gemütlicher Lebemann, beziehungsweise eine gemütliche Lebefrau. Das beginnt an der Kasse im Supermarkt, wo sich auch im Aldi-Pendant Hofer die Kassierinnen zwischen den einzelnen Handstreichen der Artikel am Scanner vorbei immer gerne mal eine Verschaufpause gönnen, geht weiter über die Bäckereifachverläuferin, die für eine halbe Wurschtsemmel auch schon mal eine Viertelstunde beschäftigt ist, bishin zum KFZ-Mechaniker bei ATU, der für den Wechsel eines einzelnen Reifens exakt so lange benötigt, wie der in Düsseldorf für immerhin vier. Selbst die türkischen Einwanderer der Dönerbude passen sich nur zu gerne der landestypischen Arbeitsgeschwindigkeit an, brauchen somit auch schon mal 20 Minuten für zwei Döner und ein <a title="Lahmacun" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Lahmacun.jpg&amp;filetimestamp=20060423200612" target="_blank">Lahmacun</a>. Schnellrestaurants heißen in Österreich nur deshalb SCHNELLrestaurant, weil die Mitarbeiter systembedingt geringfügig schneller müde werden, dergleichen Titel wirkt sich jedoch keineswegs auf die Arbeitsgeschwindigigkeit, bzw. die Wartezeiten aus.</p>
<p>Es gibt tatsächlich kaum Schöneres, als die austrianische Gemütlichkeit an Leib und Seele zu erfahren: Bei einer urigen Jause, einer Hüttengaudi oder dem köstlichen Holzofenschweinsbraten beim Bauernwirt. Überall weiss der Alpenländer mit seiner ihm eigenen Liebenswürdigkeit, seinem dezenten Humor und seiner entwaffnenden Ehrlichkeit eine lustvolle Athmosphäre sonntäglichen Müßigganges zu verströmen.</p>
<p>Ich genieße das allermeist wirklich sehr und vermutlich war eine gewisse Entschleunigung im Alltag bei mir wirklich allerhöchste Zeit, doch mitunter, nach einem langen , nervenaufreibenden Arbeitstag, in einem gehetzten Rennen gegen die hier noch sehr restriktiven Ladenöffnungszeiten, könnte man als ehemaliger Bewohner einer deutschen Grossstadt schlicht den Verstand verlieren. Wie oft erwische ich mich, wenn die ultraslowcruisenden Viehstallchecker in gepimpten Reisschüsseln und Skodas mir auf der Straße fast stehend den Weg versperren, oder wenn sämtliche Supermarktbesucher in eine Art regungslose Stasis gefallen zu sein scheinen, mit <strong>&#8220;Zeit isse BAGSCHISCH, ANDALEEE!!!!!!&#8221;</strong>- Rufen und Reitgertenhieben das lahmende Gebirgsvolk nach Art eines südafrikanischen Massas auf Touren bringen zu wollen&#8230;</p>
<p>Doch es nützt ja nichts. Ich bin hierher gekommen, aus freien Stücken, und fühle mich sauwohl. Also ist es an mir, mein inneres Tempo der hier realen Außenwelt anzupassen, keinesfalls umgekehrte Erwartungen zu stellen. AUCH WENN ICH MANCHMAL NUR NOCH SCHREIEN KÖNNTE!!!!</p>
<p>Aber das Prinzip entbehrt nicht einer gewissen Logik: Langsamer sein, bedeutet weniger Stress. Weniger Stress bedeutet länger zu leben. Also hat man eh viel länger Zeit zum Trödeln&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Andie Gabauers The Earth, Wind &amp; Fire Projekt</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2009/04/andie-gabauers-the-earth-wind-fire-projekt/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2009 09:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
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		<category><![CDATA[Funk]]></category>
		<category><![CDATA[Fusion]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>

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		<description><![CDATA[[flickr album=72157617289513997 num=20 size=Thumbnail]
Earth Wind and Fire Covers gibt es ja nicht erst drei. Umso größer die Erwartungen an ein Projekt, das in dieser Richtung noch Alleinstellungsmerkmale aufweisen will. Am Samstag hatte ich im Forum Neuhofen / Krems Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen.
Mit einer rockstarallürisierten Verspätung von einer halben Stunde betrat die Band [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[flickr album=72157617289513997 num=20 size=Thumbnail]</p>
<p><strong>Earth Wind and Fire Covers gibt es ja nicht erst drei. Umso größer die Erwartungen an ein Projekt, das in dieser Richtung noch Alleinstellungsmerkmale aufweisen will. Am Samstag hatte ich im Forum Neuhofen / Krems Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen.</strong></p>
<p>Mit einer rockstarallürisierten Verspätung von einer halben Stunde betrat die Band die kleindimensionierte Bühne des künstlich halbierten Musiksaales des Neuhofener Forums. Bei näherer Betrachtung einiger Bandmitglieder beschleicht einen spontan der Verdacht, es könne sich um eine Art musikalisches Integrationsprojekt für körperlich und geistig Behinderte handeln. Doch das ist oberflächlich und definitiv falsch, wie sich herausstellt, wenn man den Künstlern bei ihrer Arbeit zuhört. Nach ein paar Takten fetzigen Funks ließ sich Herr Gabauer unter frenetischem Tussengejohle regelrecht auf die Bühne feiern.</p>
<p>Betrachtet man die geifernde Begeisterung der anwesenden Damen im leicht überschrittenen, besten Alter, darf man berechtigt den Verdacht hegen, den Österreicherinnen seien die Männer ausgegangen. Wenn schon ein alterndes Männlein mit selten dämlicher Haarfrisur derart sturzbachartige Dopaminausschüttungen zu verursachen vermag&#8230;</p>
<p><span id="more-254"></span></p>
<p>Instrumental gehört die Combo aus vier Bläsern, zwei Percussionisten, einem genialen Bassisten, einem weniger motivierten Gittaristen, einem Drummer, einem Keyboarder und zwei Backgroundstimmen im Bereich Fusion/Funk mit zu dem Besten, was ich je vernommen habe. Die Bläser rocken, was die Lunge hergibt, das ist durchaus jazzfähig, nur leider zu nah am orginalen Arrangement. Des Bassisten Drogen möchte man blind kaufen, er agiert hochgenial auf dem Fünfsaiter und sieht dabei einfach nur ins All geschossen aus. Auf das Falsetto des männlichen Backgrounders stehe ich einfach nicht, aber seine Kollegin ist stimmlich definitiv frontfrauentauglich. Drummer und Percussions ergeben zusammen eine hochpräzise Taktmaschine, an der sich ALLE Musiker vortrefflich orientieren. Das Ensemble arbeitet mehr als sauber und auf den Punkt.</p>
<p>Bedauerlicherweise hat der Soundmischer mehr als nur einen Einsatz verschlafen, so dass die Mikrophone erst nach Beginn diverser Solos aufgingen. Insgesamt war mir der Sound für so einen kleinen Raum mit Clubbing-Atmosphäre definitiv zu steril, höhen- und knackbetont, allgemein zu bassarm. Die Wärme ging der Mixtur komplett ab, so einen Sound erwartet man im Studio, aber nicht bei einem Livekonzert.</p>
<p>Aber nun zum Hauptkritikpunkt: Andie Gabauer himself. Seine gewiss nicht schlechte, aber überaus raue und &#8220;schmutzige&#8221; Stimme passt zu Funk, Fusion und Jazz, wie mein nackter Arsch in einen Reinraum. Mit seinen regelrecht ERZWUNGENEN Falsetti (wenn er so drauf steht: Kastration kann helfen authentischer zu klingen) ging er mir nicht nur fürchterlich aufs Nervenkostüm, er kreischte auch praktisch jeden Song in Grund und Boden und schließlich kaputt. Eine Schande. Der Mann kann definitiv singen, aber das hier ist nicht seine Richtung. Auch wenn er sich in seinem weissen Statt-Glitter-Knitter-Tuntenkostümchen noch so wohl zu fühlen scheint.</p>
<p><strong>Im Fazit: The Earth Wind &amp; Fire Projekt &#8211; Jederzeit gerne, ein topmusikalisches Erlebnis. Aber den komischen, kleinen, alten Mann mit der dummen Frisur brauche ich dazu wirklich nicht.</strong></p>
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		<title>ToolTime: Projekt Eigenheim</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 07:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Ab heute ist es so weit: Die Perle und ich sind nicht länger HausbesEtzer, wir sind HausbesItzer. Da unser Neuerwerb jedoch immerhin 29 Jahre auf dem Buckel hat und ich mich als Brainworker nun endlich den Freuden der wahren körperlichen Arbeiten zuwenden möchte, erhält dieses Blog eine neue Kategorie namens ToolTime.
Ich plane nämlich ernsthaft, mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2009/04/hi-tooltime3.jpg" alt="hi-tooltime3.jpg" width="307" height="230" /></p>
<p><strong>Ab heute ist es so weit: Die Perle und ich sind nicht länger HausbesEtzer, wir sind HausbesItzer. Da unser Neuerwerb jedoch immerhin 29 Jahre auf dem Buckel hat und ich mich als Brainworker nun endlich den Freuden der wahren körperlichen Arbeiten zuwenden möchte, erhält dieses Blog eine neue Kategorie namens ToolTime.</strong></p>
<p>Ich plane nämlich ernsthaft, mich zum neuen Stern am Heimwerkerhimmel aufzuschwingen. Eine Ahnung habe ich primär erst einmal von gar nichts. Aber immerhin zwei gesunde Hände, einen Internetanschluss und viel zu viel Kreativität, die geradezu nach Kanalisierung schreit.</p>
<p>Außerdem suche ich dringend nach einer Thematik, die diesem Blog zumindest zu ein wenig Leben verhilft. Immerhin ist die Domain bezahlt.</p>
<p>Nach der heutigen, offiziellen Hausübergabe geht es umgehend los: Ein Elektrokabel für den Rolladen im Prinzessinnen-Salon will verlegt werden. UNTER PUTZ, versteht sich. Und angeschlossen.</p>
<p>Die 230 mm Makita-Flex liegt schon im Kofferaum. Ich weiss bislang nur, dass es stauben wird. Verdammt, wird das stauben!</p>
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