Archiv der Kategorie 'Tool Time'

Der Hände Arbeit – Ein Auto als Hobby

am 02. November 2009 unter Foo, Tool Time, verMALEdeit abgelegt

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Als hoffnungslos frustrierter Brainworker an ausnahmslos Langzeitprojekten vermisst man mitunter etwas, ohne es bewusst zu bemerken: Erfolgserlebnisse. Es kann unglaublich gut tun, an einem erschöpften Abend das Werk der Hände Arbeit zu begutachten und ein Bier drauf zu trinken.

Vor rund einem Monat bin ich ja nun minder stolzer Besitzer einer Mercedes E-Klasse T-Modell (Familie und so) geworden. Steinalt und rostbröselig.

Kurzer Überblick über die bisherigen Mängel:

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ToolTime (8): Pooltuning – Sandfilterpumpe

am 28. Juli 2009 unter Tool Time abgelegt

Intex empfiehlt für den Betrieb seiner Aufstellpools die mitgelieferte Kartuschenfilteranlage mit Niedervoltpumpe. Das mag für vier Wochen Poolnutzung im Jahr auch ausreichend sein, aber bei saisonaler Normalnutzung darf von verstärkter Algenbildung ausgegangen werden.

Fakt ist: Der Kartuschenfilter muss bei einem Pool ab 15 000 Liter Inhalt praktisch täglich gereinigt werden und wöchentlich ausgetauscht. Eine Ersatzkartusche kostet rund 15 Euro, im Fazit: Teurer, nerviger Spaß, denn die ersoffenen Fliegen, Wespen und Hornissen aus einem Papierfilter zu kratzen, gehört nicht unbedingt zu den spaßigsten Aufgaben.

Nachdem die Brühe also trotz perfekter Wasserwerte, regelmäßigem Aussaugen, Schrubben und Gekäschere trüb wurde, musste eine Lösung her. Schnell!

Diese hat dann auch vergangene Woche in Form einer kleinen Sandfilteranalage für insgesamt 179 Euro (inklusive Filtersand) zu uns gefunden.

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Selbstredend haben die Anschlüsse Pool -> Pumpe nicht gepasst, aber mit einem scharfen Messer und zwei Schellen konnte Abhilfe geschaffen werden.

Nach einer ausgiebigen Ausflockung und 12 Stunden Filterei durch den Sand war das Wasser klar wie nie zuvor. Zudem ist die Pumpe leiser, pflegeleichter (einmal wöchentlich BackWash genügt) und verbraucht auch nur 5 mal so viel Strom.

ToolTime (07): Natursteinfensterverblendung

am 20. Juli 2009 unter Tool Time abgelegt

Kürzlich wurde das bislang aufwändigste Projekt im Eigenheim abgeschlossen: Der befensterte Durchbruch vom Badezimmer ins Treppenhaus musste verblendet werden. Leider hatte der Vorbesitzer das Fenster derart unsachgemäß  und roh in die Wand gewürgt, das der alte Putz stellenweise komplett abgeplatzt war und ein Neuer kaum aufbringbar, da der Rahmen gleich in zwei Ebenen schief montiert wurde.

Prinzipiell hätte das Fenster wieder ausgestemmt und neu eigebaut werden müssen, was jedoch erneut mit enormen Kosten einhergegangen wäre. Da man die schiefen Ebenen optisch praktisch kaum bemerkt, beschloss ich eine Natursteinverblendung anzubringen, die das Gepfusche zusätzlich kaschiert.

Der Verlauf der Arbeiten ist den einzelnen Bildkommentaren zu entnehmen, die Aufwände sind hier kurz umrissen:

Finanziell:

16 Euro für das Quarzit “Yellow Sun” vom megaBaumax, ca. 30 euro für weiße Wandfarbe und diversen Kleinkram

Arbeitsleistung:

2 h Gerüstbau (mehrfach an und wieder abgebaut)

2 h überflüssigen Putz abschlagen

2 h Kleber anrühren (mehrfach, da vielfache Arbeitsgänge)

12 h Steine passend schlagen und kleben

20 h verfugen der Steinzwischenräume

10 h Streichen des Treppenhauses

2 h Reinigungsarbeiten

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Summe: 51 Stunden

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ToolTime (06): Planschbecken – Einebnen, aufbauen, befüllen

am 19. Mai 2009 unter Tool Time abgelegt

Der Sommer naht eilenden Schrittes, die Temperaturen steigen rapide, was kann es da schöneres geben, als nach wohlverdientem Feierabend erschöpft in den heimischen Pool zu springen?

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Ein eigener Pool war Zeit meines Daseins ein Lebenstraum, nur in den Mietlöchern, die bislang mein Zuhause zu mimen trachteten, schwer zu realisieren. Nach dem kürzlichen Erwerb des Eigenheimes fehlen akut allerdings die finanziellen Mittel zu einem versenkten Festeinbau, also bot sich mit dem “EasyPool Set -oval-” der Firma Intex, das gerade bei Hofer zu 399 Euro im Angebot erhältlich ist (zwischenzeitlich vermutlich: war) eine Übergangslösung an. Mit einer Größe von 610 x 366 x 122 cm müsste man darin hinreichend Platz haben. …den ganzen Beitrag lesen »

ToolTime(05): Blut im Stuhl

am 22. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Ein Tisch ohne Stühle wirkt wie ein Arsch ohne Ritze: Irgendwie witzlos. Doch wer Stühle kauft, der kann auch was erleben…

XXLutz, ein austrianischer Möbelhändler, feiert gerade Geburtstag. Das ist schön. Und weil der Onkel Lutz ein netter Kerl ist, verschenkt er Stühle. Allerdings nur einen pro Person und auch nur dann, wenn diese sowieso schon fünf kauft. Immerhin.

Die wirklich nette Möbelfachverkäuferin antwortete auf meine, sicherlich berechtigte, Frage, wie es denn um die Qualität eines Stuhls bestellt sei, der nur 39 Euro koste, in etwa (sinngemäß):

Die sind ja sowieso schon reduziert und haben mal das Vierfache gekostet. Die Füße (auf deutsch: StuhlBEINE!) sind aus Echtholz, der Rest natürlich nur aus Pressspan. Der ist genauso stabil wie Holz, aber halt günstiger in der Produktion. Die halten schon was, sind jetzt aber einfach von den Materialien und der Verarbeitung nicht so hochwertig, wie das bei einem Sessel für 500 Euro der Fall ist.

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Damit kann ich leben, zumal die Biester wirklich bequem und optisch ansprechend sind.

Warum die nun aber derart abartig bescheuert zusammenzubauen sind, begreife ich einfach nicht: Neun Schrauben pro Stuhl, acht davon an den unzugänglichst möglichen Winkeln. Keine Schraube passt so wirklich in ihr Loch, allesamt sind nur mit enormem Kraftaufwand in ihren künftigen Verbleib zu zwängen. Pro Stuhl ist ein Inbusschlüssel beigepackt, den braucht es auch, denn nach einem ist der hin.

Nach zwei Tagen ist mein rechter Daumen immer noch wund (vom Schrauben, nicht vom Nasenbohren!), meine Finger leiden immer noch unter Muskelkater. Vielmehr ich, unter ihrem. Und ich habe Blut gelassen, in den Unterkästen dieser Stühle. Nicht viel, aber MEIN Blut!

ToolTime(04): Durchbruchsverschalung

am 20. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als Aquariumsfundament…

Den Betonblock rauszuhauen, fehlte mir jedwede Motivation. Also entschlossen wir uns, das bestehende so gut es geht zu nutzen und eine Art kombiniertes “Büffet – Durchreiche” zu belassen.

Leider habe ich wieder einmal vor lauter Motivation vergessen, ein Vorher-Foto zu machen, bevor ich mich ans Werk machte. Hier ist also schon die abgesenkte Deckenverschalung mit auf dem Bild:

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Hierzu habe ich mit aus einer Bauholzplanke mit der Sticksäge vier 15 cm lange Stücke geschnitten, die ich dann mit Winkeln und Spaxschrauben an zwei bestende Holzleisten in der Decke montierte. Auf diese wurde dann eine auf 225 mal 80 cm zugeschnittene Leimholzplatte mit Aussparung für den Wandvorsprung “gespaxt”.

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ToolTime(03): Alter Tisch – ganz frisch

am 16. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen Internetzanschluß. So.

Munter ans Werk also nun. Man nehme: Einen steinalten Tisch aus der Garage des gerade gekauften Hauses, den die Perle schon zu Gunsten einer Neuanschaffung entsorgt wissen wollte, einen Exzentriker-Schleifer mit Schleifscheiben fein, mittelfein und grob, sowie eine Flasche naturbelassenes Leinöl und einen alten Lappen. Und natürlich viel Geduld und einen vibrationsunanfälligen rechten Arm (darf auch ein linker sein, der ist aber bei mir vom vielen früheren Onanieren entsetzlich vibrationsanfällig).

Auf dem nun folgenden Bilddokument habe ich leider die Tischplatte bereits angeschliffen, schlicht die Notwendigkeit eines VORHER-Fotos übersehen. Aber man sei versichert, die Platte sah schon arg geschunden aus und war in einem geschmacklosen Pissgelb-Transparent lackiert. Schlimmer noch als die hier noch unbehandelten Beine (in Österreich: Füße!)

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ToolTime (01): Elektrischer Rolladenanschluss

am 06. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Aufgabenstellung: Mann schließe eine elektrische Jalousie, deren Anschlusskabel lieblos aus der Wand baumelt, an die gefühlte sieben Kilometer entfernte Steckdose dergestalt an, das man die ganze Installation visuell nicht mehr bemerkt, das Drecksding tatsäch auf und nieder fährt, wenn der formschöne Wandschalter betätigt wird und sich die Perlentochter bestenfalls dabei nicht einmal einen Stromschlag holt.

Zur Ausführung:

Primär habe  wasserbewaagt und zollbestockt den Verlauf der zu schneidenden Schlitzränder ermittelt und mittels Edding an der Wand permanent ablesbar markiert. Das war ganz einfach und tat auch überhaupt nicht weh. Im Anschluss dann die 230 mm Makita-Flex ans Stromnetz verbunden und erstmals gestartet. Das tat in selbiger (Tat) allerdings weh, und zwar in Arm und Ohr, da das Höllenmaschinchen derart losgeht, das man glaubt, entarmt zu werden, beziehungsweise getäubt. An die Wand gehalten verrichtet es dann allerdings wahre Wunder und schneidet Mauerwerk wie Butter.

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ToolTime: Projekt Eigenheim

am 03. April 2009 unter Tool Time abgelegt

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Ab heute ist es so weit: Die Perle und ich sind nicht länger HausbesEtzer, wir sind HausbesItzer. Da unser Neuerwerb jedoch immerhin 29 Jahre auf dem Buckel hat und ich mich als Brainworker nun endlich den Freuden der wahren körperlichen Arbeiten zuwenden möchte, erhält dieses Blog eine neue Kategorie namens ToolTime.

Ich plane nämlich ernsthaft, mich zum neuen Stern am Heimwerkerhimmel aufzuschwingen. Eine Ahnung habe ich primär erst einmal von gar nichts. Aber immerhin zwei gesunde Hände, einen Internetanschluss und viel zu viel Kreativität, die geradezu nach Kanalisierung schreit.

Außerdem suche ich dringend nach einer Thematik, die diesem Blog zumindest zu ein wenig Leben verhilft. Immerhin ist die Domain bezahlt.

Nach der heutigen, offiziellen Hausübergabe geht es umgehend los: Ein Elektrokabel für den Rolladen im Prinzessinnen-Salon will verlegt werden. UNTER PUTZ, versteht sich. Und angeschlossen.

Die 230 mm Makita-Flex liegt schon im Kofferaum. Ich weiss bislang nur, dass es stauben wird. Verdammt, wird das stauben!