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	<title>schwarzsicht &#187; Foo</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Aus dem Maschinenraum: Oooops.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 06:52:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wertes Auditorium! Im Zuge eines Serverumzuges (Habe den urspr&#252;nglichen Server gegen ein gr&#246;&#223;eres Modell getauscht, da der 4 Kern &#8211; Opteron mit den drei regelm&#228;&#223;igen Besuchern dieses Blogs naturgem&#228;&#223; an seine Grenzen stie&#223;) war diese Seite f&#252;r insgesamt 6 Tage nicht erreichbar. Weder technische Probleme, noch ein physisch/psychisch geartetes Dahinsiechen begr&#252;ndeten diese lange Auszeit, vielmehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img height="236" id="il_fi" src="http://www.jiggle.de/vb/attachments/coole-lustige-bilder/107054d1147785122-bild-letzten-serverumzug-jiggle-de-umzug.jpg" style="cursor: default; padding-right: 8px; padding-top: 8px; padding-bottom: 8px; " width="320" /></p>
<p><strong>Wertes Auditorium!</strong></p>
<p>Im Zuge eines Serverumzuges (Habe den urspr&uuml;nglichen Server gegen ein gr&ouml;&szlig;eres Modell getauscht, da der 4 Kern &#8211; Opteron mit den drei regelm&auml;&szlig;igen Besuchern dieses Blogs naturgem&auml;&szlig; an seine Grenzen stie&szlig;) war diese Seite f&uuml;r insgesamt 6 Tage nicht erreichbar.</p>
<p>Weder technische Probleme, noch ein physisch/psychisch geartetes Dahinsiechen begr&uuml;ndeten diese lange Auszeit, vielmehr das Vergessen. Ja, ehrlich, ich habe komplett vergessen, das Blog umzuziehen. In der Sicherung war es gl&uuml;cklicherweise noch enthalten, nur deshalb ist es jetzt auch wieder da. Niemand wird j&uuml;nger.</p>
<p>Bei meinen Stammlesern (ich verzichte ob der horrenden Anzahl von &#8211; in Worten &#8211; DREI auf individuell namentliche Benennung) entschuldige ich mich hiermit f&uuml;r mein greises Verfehlen und gelobe zur Wiedergutmachung meine Schreibfrequenz von bislang drei Beitr&auml;gen pro Jahr auf mindestens vier anzuheben. Das sollte Sie doch bei der Stange halten? &nbsp;</p>
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		<title>Retro &#8211; Spectat 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 20:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Wunden, die heilen nicht in ein paar Wochen, wie ein gebrochenes Bein, auch nicht in ein paar Monaten, wie ein gebrochenes Herz. Nach einem wirklich besonders harten 2010&#160;waren die Anspr&#252;che und Hoffnungen an 2011 entsprechend bescheiden bemessen. Nicht ganz zu Recht. Bis Mitte Januar verblieb meine Grossmutter nach dem tragischen Verlust ihrer Tochter, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt Wunden, die heilen nicht in ein paar Wochen, wie ein gebrochenes Bein, auch nicht in ein paar Monaten, wie ein gebrochenes Herz. Nach einem wirklich besonders harten <a href="http://www.schwarzsicht.org/2010/12/retro-spectat-2010/">2010</a>&nbsp;waren die Anspr&uuml;che und Hoffnungen an 2011 entsprechend bescheiden bemessen. Nicht ganz zu Recht.</strong></p>
<p>Bis Mitte Januar verblieb meine Grossmutter nach dem tragischen Verlust ihrer Tochter, meiner Mutter, noch bei uns in &Ouml;sterreich. Keine einfache Aufgabe, einem vollends gebrochenen Menschen jeden Tag aufs neue in empfundener Pflicht aufmunternd gegen&uuml;ber zu treten. Letztich wollte sie nachhause. Zur&uuml;ck in den Ort, in das Haus, in dem sie ihr komplettes Leben verbracht hatte. Ich blieb vier, beileibe keine erquicklichen Tage bei ihr, musste dann aber famili&auml;r und jobbedingt auch mal wieder zur&uuml;ck. Die ersten paar Tage allein hielt sie sich erstaunlich gut, war auch von Nachbarschaft und befreundeten Menschen erstaunlich herzlich und intensiv &quot;aufgefangen&quot; worden.</p>
<p>Erst nach ein paar Wochen verfiel sie endg&uuml;ltig in eine tiefe Depression mit allen Konsequenzen, ich verblieb unf&auml;hig ihr zu helfen. Zuhause einen inzwischen locker 70 Wochenstundenjob, eine schwangere Frau, die Teenagerin und die Kleine, die sich so pr&auml;chtig entwickelte. Mann muss Priorit&auml;ten setzten, wenngleich das auch nicht immer leicht f&auml;llt.&nbsp;</p>
<p><span id="more-864"></span></p>
<p>Grossmuttern &uuml;berstand ihr prim&auml;res Tief, wenn auch mit externer Hilfe und ohne sich dessen selbst bewusst zu sein. Eine unglaublich starke Frau, die sich nach all den unfassbaren Seelenqualen, die ihr Leben f&uuml;r sie bereithielt, noch immer ihre W&uuml;rde und ihren Lebensmut erhalten hat. F&uuml;r mich dennoch erneut eine ohnm&auml;chtige, zerm&uuml;rbende Situation, sie leiden zu sehen, ohne wirklich helfen zu k&ouml;nnen. Auf die Distanz.</p>
<p>Bin schon im Fr&uuml;hjahr mit der Kleinen f&uuml;r ein Wochenende zu ihr gefahren. Wundersch&ouml;n (die Zeit mit meiner Tochter), aber auch extrem anstrengend (jeder, der schon einmal 800 km am St&uuml;ck alleine mit einer Anderthalbj&auml;hrigen im Auto zur&uuml;ckgelegt hat, versteht wohl, was ich meine).</p>
<p>In &Ouml;sterreich dominierte zwischenzeitlich die Schwangerschaft. Die Perle litt physische H&ouml;llenqualen, monatelange, massive &Uuml;belkeit. Wir freuten uns aufrichtig auf unseren &quot;Unfall&quot;, nichts desto trotz &uuml;berschattete das vergangene Jahr nach wie vor alles.&nbsp;</p>
<p>Beruflich ver&auml;nderte sich wieder einmal alles. Das allm&auml;chtige Management erkannte endlich das Potenzial meines Einsatzgebiets und kaufte kurzerhand 3 Kollegen aus einem anderen Unternehmen ein. Zwei von diesen wurden mir vor die Nase gesetzt, was mir letztlich anbetrachts der mitgekauften Kunden und der vorherigen Position der Kollegen einleuchtete, aber meine Karrierehoffnungen mit einem Schlag zerschmetterte. Prinzipiell h&auml;tte dieser Schritt meine sofortige K&uuml;ndigung bedeuten m&uuml;ssen, aber mit wachsender Kinderzahl bei steigenden Hauskreditzinsen und bodenloser Inflation sinkt die Risikobereitschaft signifikant. Immerhin: Ich verlor nichts, ausser meinem Stolz, den ich klar dem Wohlergehen meiner Familie opferte.&nbsp;</p>
<p>Im Juli dann das Wunder des Lebens: Meine zweite Tochter wurde geboren. P&uuml;nktlich und unproblematisch.</p>
<p>Mir fiel das nicht ganz entwickelte Ohr rechts wohl als Erstem auf, aber ich ma&szlig; dem, bei ansonsten bester Gesundheit, nur geringe Bedeutung bei. Es bedurfte einer monatelangen Odyssee von Facharzt zu Facharzt, um endlich Gewissheit zu erlangen: Sie h&ouml;rt rechts nichts. Aber mittels Knochenleitungsh&ouml;rger&auml;t kann ihr geholfen werden und eine verh&auml;ltnism&auml;ssig einfache OP vermag, sofern sie selbst einmal so entscheidet, das volle H&ouml;rverm&ouml;gen auch auf diesem Ohr zu verschaffen. Die arme, gebeutelte Perle litt seelische H&ouml;llenqualen, w&auml;hrend mir erneut die Rolle des n&uuml;chternen Realisten zufiel. Eigentlich litt ich auch, an Sorge, an Ungewissheit, aber ich neige dazu zu agieren, statt zu reagieren, so wurde ich wohl das, was ich hoffe das als &quot;ruhender Pol&quot; wahrgenommen wurde.&nbsp;</p>
<p>Zum Jahresende spitze sich die Jobbelastung wieder unmenschlich zu, die letzten vier Monate habe ich rund 90 Stunden die Woche gearbeitet, w&auml;hrend mein Arbeitgeber versucht, mir geringf&uuml;gige Betr&auml;ge an Urlaubserstattung und Pr&auml;mienauszahlung zu unterschlagen. Unbefriedigend bis ankotzend.&nbsp;</p>
<p>Der Teenager spinnt leider immer noch. Dieses Jahr habe ich sie oftmals zu &quot;Events&quot; begleitet, die ihr ob ihres Alters eigentlich verwehrt geblieben w&auml;ren. Sie hat also ausreichend &quot;den Coolen&quot; machen k&ouml;nnen, aber Dankbarkeit setzt wohl so etwas wie innere Reife voraus. &nbsp;</p>
<p>Letztlich lebe ich von der Grossartigkeit meiner beiden kleinen T&ouml;chter, die gegens&auml;tzlicher nicht sein k&ouml;nnten, aber dennoch jede auf ihre Weise Grossartigkeit f&uuml;r mich neu definieren. W&auml;hrend die &Auml;ltere unglaublich wehrhaft, grunds&auml;tzlich DAGEGEN und immer h&ouml;chst individuell unterwegs ist, hat die Kleinere wohl noch nie nicht gel&auml;chelt, ist ein Ausbund an Freundlichkeit und Zufriedenheit und ihrer Zeit augenscheinlich weit voraus.</p>
<p>Kontraste sind die W&uuml;rze des Lebens. </p>
<p>F&uuml;r das kommende 2012 steht, ausser dem Umzug meiner Grossmutter nach &Ouml;sterreich zu ihren Urenkelinnen und dem Verkauf des m&uuml;tterlichen Hauses nichts aussergew&ouml;hnliches an, welches ich nicht selbst initiieren w&uuml;rde. Das wird sicherlich Kraft genug kosten, aber letztlich erlaubt mir die zu erwartende, private &quot;Workload&quot; erstmals wieder an so etwas wie &quot;Luftschnappen&quot; &uuml;berhaupt zu denken. </p>
<p>Wenn ich mir etwas w&uuml;nschen d&uuml;rfte, dann im Jahr 2012 gen&uuml;gend Kraft tanken zu k&ouml;nnen, um 2013 meinen einzigen, weiteren Lebenstraum anzugehen: Meine mich und meine Familie ern&auml;hrende Selbstst&auml;ndigkeit.&nbsp;</p>
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		<title>Bonsai-Parenting</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 19:40:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsere Gesellschaft neigt dazu, ihre Kinder wie japanische Bonsais zu kultivieren, statt sie wachsen und wuchern zu lassen. Wir pflanzen sie in &#252;berschaubare Schalen, sorgen uns um ein buschiges und gef&#228;lliges Wachstum, wozu wir, aus unserem Ermessen, unsinnige Triebe zu kappen gezwungen sind. Auf diese Weise soll ein Individuum entstehen, welches sich, auf h&#246;chstm&#246;glich gef&#228;llige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><span style="color:#a9a9a9;"><img alt="" height="238" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/cf/Bonsai1.jpg" width="300" /></span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;"><strong>Unsere Gesellschaft neigt dazu, ihre Kinder wie japanische Bonsais zu kultivieren, statt sie wachsen und wuchern zu lassen.</strong></span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;"><strong>Wir pflanzen sie in &uuml;berschaubare Schalen, sorgen uns um ein buschiges und gef&auml;lliges Wachstum, wozu wir, aus unserem Ermessen, unsinnige Triebe zu kappen gezwungen sind. Auf diese Weise soll ein Individuum entstehen, welches sich, auf h&ouml;chstm&ouml;glich gef&auml;llige Weise in ein konstruiertes Ideal einf&uuml;gen m&ouml;ge.</strong></span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Eine harte Welt, in der wir leben, die t&auml;glich h&auml;rter wird. Konkurrenz bedroht den Status eines jeden einzelnen von uns, eine Ende der Leistungsspirale ist nicht absehbar. Das Wunder der Wirtschaft l&auml;sst uns alle leben, aber eben nur die Fitesten nach unseren Ma&szlig;st&auml;ben angemessen &quot;gut&quot;. Niemand w&uuml;nscht die Fehler seiner Eltern zu wiederholen, eine bestm&ouml;gliche Vorbereitung auf diese Welt, die aber aktuell schlicht allein die unsrige ist, ist heilige Aufgabe am goldenen Kalb.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Als Vater zweier noch sehr kleiner T&ouml;chter und als Patchwork-Dad-Kumpel eines Teenagers mache ich mir verachtenswert wenig Gedanken um p&auml;dagogisch korrekte Lehrbucherziehung. Mir widerstrebt die Lekt&uuml;re &quot;p&auml;dagogisch wertvoller&quot; Erziehungsratgeber, ich lehne die Mitgliedschaft in einschl&auml;gigen Elternforen, wie zahlreich im Internet angeboten, kategorisch ab. Dahinter stecken, soviel teilt meine Reflektion mir mit, nicht etwa Desinteresse und Gleichg&uuml;ltigkeit, sonder der tiefe Glaube an die Individualit&auml;t des Einzelnen, woraus sich f&uuml;r mich logisch ableitet, dass es kein Patentrezept zum Thema &quot;Kindeserziehung&quot; geben kann.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;"><span id="more-853"></span></span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Nichts w&uuml;nsche ich mir mehr, als das aus meinen drei M&auml;dels gl&uuml;ckliche, zufriedene und damit erfolgreiche Menschen werden. Ich bin bereit, alles f&uuml;r diesen Wunsch zu tun, nicht aber, sie in Formen zu pressen, ihnen Arme abzuschneiden und sie ihrer Individualit&auml;t zu berauben. Wir alle sind, nat&uuml;rlich, schamlose Egoisten, aber wenigstens bei dem, was uns am Liebsten ist, sollten wir diesen Egoismus des &quot;Formenwollens&quot; einmal zustellen k&ouml;nnen.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Alternative p&auml;dagogische Konzepte wie Anthroposophie und&nbsp;<span class="Apple-style-span" style="font-family: sans-serif; font-size: 13px; line-height: 19px; ">Montessori sind mir wiederum zu eng, zu begrenzend. W&auml;hrend erstere Str&ouml;mung sektenhaft und abgehoben erscheint, halte ich&nbsp;</span><span class="Apple-style-span" style="font-family: sans-serif; font-size: 13px; line-height: 19px; ">Montessori f&uuml;r lebensfern. Das Leben bestraft und belohnt gleicherma&szlig;en, eine Erziehung ohne diese beiden Komponenten kann schwerlich auf ein wie auch immer erfahrenes Leben vorbereiten.&nbsp;</span>Die existierenden Bildungskonzepte unseres Kulturkreises sind mit absoluter Sicherheit &uuml;berholt, dem Menschsein widernat&uuml;rlich und letztlich zu Gunsten eines abartigen Wirtschaftskonzeptes gleichschaltungsbasiert, aber leider nach wie vor state of the art und bedauernswerterweise dogmatisch. Zum Zeitpunkt &quot;jetzt&quot; wird ein Kind dieses System aus meiner Sicht eben durchlaufen m&uuml;ssen, um keine Benachteiligung gegen&uuml;ber der Mehrheit zu erfahren. Die wesentliche Aufgabe als Eltern kann also sinnvollerweise nur bedeuten, einem Kind hier durch zu helfen, es zu best&auml;rken, auch Dogmen zu hinterfragen und trotz auf es angewandter Gleichschaltungsprozesse Eigenverantwortung und freies Denken zu ERM&Ouml;GLICHEN. &quot;F&ouml;rderung&quot; ist hier mit Sicherheit ein falscher Begriff, bedeutet F&ouml;rderung doch auch immer das gewaltsame &quot;Schubsen&quot; in eine Richtung.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Als grosses Gl&uuml;ck sollten Eltern empfinden, dass die staatliche Bonsai-Schere erst im sechsten Lebensjahr erstmals zuschnappen kann. Sicherlich deutlich zu fr&uuml;h, nichts desto trotz bleiben uns sechs Jahre, unseren Kleinen Raum und Material f&uuml;r die Auspr&auml;gung einer Pers&ouml;nlichkeit zu gew&auml;hren, die auch das europ&auml;ische Schulsystem zu &uuml;berstehen in der Lage ist.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Sechs Jahre, in denen gespielt, erfahren und erlebt werden sollte. Nicht gelernt.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">So nachvollziehbar der Versuch einer optimale Vorbereitung auf die Einschulung mit bereits vorhandenen &quot;Vorteilen&quot; auch sein mag, so vernichtend destruktiv vermag sie sich auszuwirken. Wer seinem Kind &quot;spielerisch&quot; bereits vor der Einschulung Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt, sorgt keinesfalls f&uuml;r einen Vorteil, aber zuverl&auml;ssig f&uuml;r g&auml;hnende Langeweile in den ersten beiden Schuljahren. Und diese k&ouml;nnen bereits pr&auml;gend f&uuml;r alle Folgenden sein. Wer sich in der Schule zwei Jahre qualvoll langweilte, findet nur schwer zur&uuml;ck zu einem positiven Zugang zu all den M&ouml;glichkeiten, die schulisch vermitteltes Wissen sicherlich bietet.</span></p>
<p><span style="color:#a9a9a9;">Sechs Jahre haben unsere Kinder Zeit Kind zu sein. Nur SECHS Jahre. W&auml;re es nicht angemessen, ihnen wenigstens diese zu lassen, trotz allem falsch verstandenen F&ouml;rderungswillen?&nbsp;</span></p>
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		<title>Warum ich kein Blogger bin</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/10/warum-ich-kein-blogger-bin/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 20:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur muss auch mal sein]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[Prim&#228;r? Ganz ehrlich? Mir fehlt die Zeit. Und die Energie.&#160; Mir fehlt die Zeit, mich geradewegs manisch mit mir selbst und meinen Interessen zu besch&#228;ftigen. Mir fehlt die Energie, regelm&#228;ssig Tasten zu dr&#252;cken, nach all denen, die ich bereits zu dr&#252;cken gezwungen war.&#160; Ich teile mich unglaublich gerne mit, bevorzugt in schriftlicher Form. Die Persistenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Prim&auml;r? Ganz ehrlich? Mir fehlt die Zeit. Und die Energie.&nbsp;</strong></p>
<p>Mir fehlt die Zeit, mich geradewegs manisch mit mir selbst und meinen Interessen zu besch&auml;ftigen. Mir fehlt die Energie, regelm&auml;ssig Tasten zu dr&uuml;cken, nach all denen, die ich bereits zu dr&uuml;cken gezwungen war.&nbsp;</p>
<p>Ich teile mich unglaublich gerne mit, bevorzugt in schriftlicher Form. Die Persistenz des geschriebenen Wortes macht mich an. Aber ich habe absolut keine Zeit mehr, mich von IRGENDETWAS anmachen zu lassen. Ich bin Lohnsklave im IT-Sektor. Und ich bin &quot;Familienvater&quot;. Das schr&auml;nkt auch den w&uuml;stesten Freigeist gewisserma&szlig;en ein. Zeitlich. Und energetisch. Bevor mich drei wundervolle T&ouml;chter und eine grossartige Frau in einen &uuml;beraus angebrachten Zustand st&auml;ndiger Besch&auml;ftigung versetzten, sah ich mich in der Tat als &quot;Blogger&quot;. Als early-adopter einer sehr lange Zeit neuen Technologie, einem grandios egozentrischen Weltbild. Jeder kann jedem alles mitteilen, jederzeit. Faszinierend!</p>
<p>Grossartig auch das soziale Potenzial der Bloggerei. Man wird geradewegs auf ad&auml;quate Gespr&auml;chspartner gest&uuml;rzt, man kann sich kaum verfehlen. Aber man ben&ouml;tigt ein in meinem Dasein &uuml;beraus rar gewordenes Gut: Zeit. Schreibt man ein gerade &quot;aufschwingendes&quot; Blog, muss man dran bleiben. Der hungrigen, f&uuml;r sich gewonnenen Meute Futter bieten. Ansonsten ist man deutlich schneller wieder raus aus dem &quot;Gesch&auml;ft&quot; als man reinkam. </p>
<p>Ich muss, leider, f&uuml;r die Existenz meiner Familie und meinerselbst arbeiten bis zum Umfallen. Sechszigstundenwochen sind praktisch wie Urlaub, es existieren keine halben Stunden am Tage, an denen ich konzentriert an einer komplexen Sache arbeiten k&ouml;nnte. </p>
<p>Ich liebe es, mich nicht zu langweilen, aber ganz ehrlich, zum Betreiben eines privaten, nicht-kommerziellen Blogs bedarf einer ganzen Menge Langeweile. </p>
<p>Ich m&ouml;chte hier gerne weiterschreiben, aber zuk&uuml;nftig ohne den mir selbstauferlegten Druck. Einfach wann es mir passt, ungeachtet irgendwelcher Leserzahlen. Ich bin inzwischen stark genug daf&uuml;r, ich kann mich im Kleinen definieren, ich ben&ouml;tige keine Aufmerksamkeit mir eigentlich Fremder mehr zum Selbstbewusstsein.</p>
<p>Danke f&uuml;rs Zuh&ouml;ren! &nbsp;&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Los der Väter VI: Es geht schon wieder los</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 20:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade das erste Geburtstrauma als Vater mit breiten, noch immer bei schlechtem Wetter brennenden Seelennarben &#252;berstanden, stehen dem fast noch frisch Gevaterten Mitteleurop&#228;er erzgew&#246;hnlichen Lebensentwurfs &#160;gerne neue Aufregungen ins Haus: Das zweite Kind. Ganz entgegen jedweder ersonnenen Logik: Frauen gehen mit der zweiten Schwangerschaft in keinster Weise l&#228;ssiger oder gar gelassener um: Jedes Ziepen, Zwicken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><img align="middle" alt="" height="640" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/nele.jpg" width="427" /></p>
<p><strong>Gerade das erste Geburtstrauma als Vater mit breiten, noch immer bei schlechtem Wetter brennenden Seelennarben &uuml;berstanden, stehen dem fast noch frisch Gevaterten Mitteleurop&auml;er erzgew&ouml;hnlichen Lebensentwurfs &nbsp;gerne neue Aufregungen ins Haus: Das zweite Kind.</strong></p>
<p>Ganz entgegen jedweder ersonnenen Logik: Frauen gehen mit der zweiten Schwangerschaft in keinster Weise l&auml;ssiger oder gar gelassener um: Jedes Ziepen, Zwicken, jeder falsch orientierte Furz wird noch immer genauestens analysiert und, das ist neu, mit der ersten Schwangerschaft verglichen. Was bei der ersten Runde noch in Unkenntnis akzeptiert wurde ist nun anders, und damit ganz klar: Be&auml;ngstigend!&nbsp;</p>
<p>Letztlich hat Mann es aber dennoch einfacher: Wir lernen. Wir lernen Konzentration auf das Wichtige, und noch viel besser: Das Ignorieren trivialer Hormoneruptionen, ohne dabei ignorant zu wirken. Letztlich rutscht f&uuml;r den bestehenden und doch wieder werdenden Vater die zweite Schwangerschaft einfach so durch. Ganz leicht. Die ersten Sorgen macht man sich nicht mehr, den Umgang mit einer Schwangeren ist man bereits und noch immer gewohnt, die Konzentration auf das Wesentliche, die Ern&auml;hrung eines nunmehr ganzen Stalles an Plagen, f&auml;llt leicht und geht recht routiniert von der Hand.</p>
<p><span id="more-844"></span></p>
<p>Auch der zweite Aufenthalt im Krei&szlig;saal ist ein v&ouml;llig anderer: Statt nackter Panik und v&ouml;lliger Ausgeliefertheit ist da inzwischen Ruhe, das Bed&uuml;rfnis nach Kontrolle und die feste Gewissheit, die individuellen Bed&uuml;rfnisse der Partnerin auch durchsetzen zu k&ouml;nnen. Abweichungen zum bekannten Prozedere kommen vor, sind aber irrelevant. Der zweitmitgeb&auml;hrende Vater ist eine coole Socke. Das weiss auch die Hebamme. Im Ergebnis wird man gerne auch mehr in den Prozess eingebunden als es einem lieb sein kann, oft verlassen Zweitv&auml;ter &uuml;ber und &uuml;ber mit Blut beschmiert, aber immer noch gefasst das Krankenhaus.&nbsp;</p>
<p>Zuhause wartet dann meist die erste, unerwartet komplexe Aufgabe: Das Erstkind. Erstmals einem selbst alleine ausgeliefert. Grunds&auml;tzlich kein Problem, ist ja ein Liebes, mag Mann sich denken. Doch: Die wissen Bescheid. Die drei bis f&uuml;nf Tage der m&uuml;tterlichen Abwesenheit werden zu Grabenk&auml;mpfen genutzt, stets unter der Pr&auml;misse, die eigene Position dank der gebotenen Chance zu verbessern. Der gerade gewordene Zweitvater ist auch ein dankbares Opfer. Eigentlich will er nur seine Ruhe und die Bude zur Ankunft der neuen Brut in Ordnung halten. Da gehen dann auch der Zweij&auml;hrigen Sachen durch, die man zuvor niemals auch nur erahnt h&auml;tte. Besonders dankbar f&uuml;r Erstkinder sind Nachtgeburten. Der gebeutelte Vater kommt garantiert als kampfunf&auml;higes Wrack zur&uuml;ck und wird sich in den n&auml;chsten Tagen auch nicht mehr erholen. Gefundenes Fressen!</p>
<p>Irgendwann ist dann auch die tranige Idylle vorbei: Die W&ouml;chnerin kommt samt Neuplage nachhause und sp&auml;testens ab hier greifen auch keine Erfahrungswerte mehr. Zweitgeb&auml;hrende sind weinerlicher, schlapper und mitgenommener als die Frau, die Mann mal kannte. Also: Den dringend ben&ouml;tigten Urlaub gedanklich verwerfen und loslegen: Haushalt, Kochen, putzen, einkaufen und bei all diesen Aktivit&auml;ten stets das Erstkind im Griff behalten, dessen Oberaufsicht einem nun alleine zu Teil wird. Die Beziehung zum Erstgeborenen wird garantiert intensiviert, die zur Geb&auml;renden mit Sicherheit auf eine harte Probe gestellt. NIEMALS zuvor hat Mann derart viel verhasste Arbeit bew&auml;ltigt, ist so derart oft &uuml;ber seinen Schatten gesprungen, hat sich so massiv verausgabt, ist so viele Tode gestorben und hat vergangene Entscheidungen so oft verflucht, wie in den ersten Tagen mit zwei kleinen Kindern.&nbsp;</p>
<p>Bes&auml;nftigt und umheimelt wird man sp&auml;testens, wenn einem, nachdem man das Erstgeborene erfolgreich ins Bett gebracht hat, das Klitzekleine an der Schulter s&uuml;&szlig; entschlummert. Bis es einem eimervoll in den Hemdkragen kotzt.</p>
<p>&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>Äpfel und Dosen vergleichen</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/06/apfel-und-dosen-vergleichen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 21:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>

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		<description><![CDATA[Eines vorweg: Seit kurzem reagiere ich allergisch auf &#196;pfel. Allerdings bezieht sich diese Hypersensitivit&#228;t ausschlie&#223;lich auf das Baumobst, keineswegs auf die Protagonisten dieses Erkl&#228;rungsversuchs, wieso ich in j&#252;ngster Zeit, ganz entgegen meinen Gewohnheiten, Unsummen in Rechenwerke aus dem sonnigen Kalifornien investiert habe. Seinen Anfang nahm alles mit dem iPhone. Im Sommer 2008 erwarb ich mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2011/06/apple_logo.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-830" height="300" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2011/06/apple_logo-249x300.jpg" title="apple_logo" width="249" /></a></p>
<p><strong>Eines vorweg: Seit kurzem reagiere ich allergisch auf &Auml;pfel. Allerdings bezieht sich diese Hypersensitivit&auml;t ausschlie&szlig;lich auf das Baumobst, keineswegs auf die Protagonisten dieses Erkl&auml;rungsversuchs, wieso ich in j&uuml;ngster Zeit, ganz entgegen meinen Gewohnheiten, Unsummen in Rechenwerke aus dem sonnigen Kalifornien investiert habe.<br />
	</strong></p>
<p>Seinen Anfang nahm alles mit dem iPhone. Im Sommer 2008 erwarb ich mein erstes Exemplar, ein 3G mit 16 GB Speicher. Bis dato hatte ich mich &uuml;berwiegend in der Windowswelt bewegt, sowohl was den Desktop, meine Server, als auch meine Mobiltelefone anbetraf. Die ersten Fingerstreiche auf der gl&auml;sernen Sch&ouml;nheit gerieten zu einem sich in mein Usability-Ged&auml;chtnis auf ewig eingebrannten, praeorgasmischen Offenbahrungserlebnis. Bis zu jenem denkw&uuml;rdigen Sommertag betrachtete ich das GUI von Windows Mobile mit seiner hakeligen, ressourcenfressenden Stiftbedienung f&uuml;r das unbefriedigende, aber bislang unerreichte Ma&szlig; der Dinge.</p>
<p>Beruflich bewege ich mich, naturgem&auml;&szlig; als Windowsentwickler, exklusiv im Reich der Dosen. Privat stehe ich eher auf funktionierende Systeme, weshalb meine heimischen Rechner die letzten Jahre vornehmlich unter Linux liefen.</p>
<p>Die kleine weisse Flunder (das 3G gab es von Anfang an auch in weiss) sprach meine Anspr&uuml;che an maximale Effektivit&auml;t bei minimalem Wartungs-, Pflege- und Bedienaufwand unmittelbar an und &uuml;berw&auml;ltigte mich in meiner IT-zentrierten Lebensanschauung nachhaltig. Niemals zuvor war eine Benutzeroberfl&auml;che derart ansehnlich bei gleichzeitiger, freudespendender Bedienbarkeit.</p>
<p>Inspiriert von dieser Begegnung der dritten Art, beschloss ich kurzerhand Apple als Plattform eine Chance zu geben. Ein kompletter Umstieg war definitiv nicht denkbar, so orderte ich ein MacBook Air, um erste Erfahrungen auf dem Desktopsystem der Kalifornier zu sammeln. Optische Datentr&auml;ger passten sowieso noch nie in mein Synchronisationskonzept. Das kleine Biest war verdammt teuer, allerdings schenkte Apple mir aus Gr&uuml;nden der Nichtverf&uuml;gbarkeit einer mechanischen Platte die damals gr&ouml;&szlig;te SSD mit 128 GB unaufgefordert dazu. Die ersten Tage, Wochen, Monate gestalteten sich als Offenbarung. Nebst der wirklich bemerkenswerten Systemstabilit&auml;t und effektivit&auml;tszentrierten UI-Gestaltung offenbarten sich mir n&auml;mlich nach und nach die Geheimnisse, wie Windows-Selbstverst&auml;ndlichkeiten unter MacOS dann doch irgendwie funktionieren. Die Suche nach der Tastenkombination f&uuml;r einen Backslash auf einer von OSX aus gestarteten RDP-Session auf einem Windows-Server w&uuml;rde ich meinem schlimmsten Feind nicht zumuten wollen. Tasten wie &quot;Zeilenanfang&quot;, &quot;Zeilenende&quot;? Fingerbruch. Aber ich hatte iPhoto. Und X-Code. Beide besitzen kein Pendant auf der Windows-Plattform. Letztlich lief auch iTunes besser. Das AIR befand ich als grossartig, war aber displaygr&ouml;&szlig;en- und aufl&ouml;sungsbedingt nicht als Ersatz f&uuml;r das Dell-Notebook denkbar.</p>
<p>Aus dem alten Dell wurde ein HP Probook und damit alles noch unertr&auml;glicher. Das geschenkte iPad vermochte im privaten Bereich Trost zu spenden, nicht aber im Arbeitsalltag. Telefontechnisch war ich zwischenzeitlich &uuml;ber das 3GS mit stetig wachsender Begeisterung bereits zum iPhone4 fortgeschritten, hatte mit meinen Altger&auml;ten schon die komplette Familie verseucht.</p>
<p>Seit wenigen Wochen bin ich nun, nach Jahren der Ann&auml;herung, endg&uuml;ltig auf den Apfel umgestiegen. Unterwegs mit einem MacBook Pro 15 Zoll aus 2011 und privat mit einem 2010er 27 Zoll iMac. Ich vermisse nichts, ausser den nervenzerfetzenden Bastelstunden am Windows, diese auch nur in negativem Sinne. Es gibt nichts, das ich weniger bewerkstelligen k&ouml;nnte. Nur alles in weniger Zeit. Und mit mehr &Auml;sthetik. Und damit mehr Spass.</p>
<p>Apple hat drei Generationen iPhones, ein MacBook Air und zwei beim iPad gebraucht um mich endg&uuml;ltig zu &uuml;berzeugen, aber letztlich hat man mich doch rumbekommen. Ich arbeite nach wie vor gerne an Linux- und Windows-Servern, aber clientseitig m&ouml;chte ich meine Macs keinesfalls jemals wieder missen.&nbsp;&nbsp; &nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Frühjahrsmüdigkeit</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/04/fruhjahrsmudigkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 10:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[In ihren Ursachen unbekannt, in ihrer Existenz angezweifelt, geistert die Begrifflichkeit wie jedes Jahr um diese Zeit wieder durch aller Munde und Medien. Auch ich bin betroffen. Allerdings durchgehend seit April 2008. Trotz unversch&#228;mter Schlafdauer und mitunter be&#228;ngstigender -tiefe bleibt &#34;Vigilanz&#34; ein vollends unverst&#228;ndliches Fremdwort, morgendliche, famili&#228;re Kommunikation ohne Beinahetotschl&#228;ge sind ausgeschlossen, Arbeitsmotivation als solche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center; "><a href="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2011/04/fruehling01.jpg"><img alt="" class="aligncenter size-medium wp-image-820" height="209" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/2011/04/fruehling01-300x209.jpg" style="cursor: default; " title="fruehling01" width="300" /></a></p>
<p><strong>In ihren Ursachen unbekannt, in ihrer Existenz angezweifelt, geistert die Begrifflichkeit wie jedes Jahr um diese Zeit wieder durch aller Munde und Medien. Auch ich bin betroffen. Allerdings durchgehend seit April 2008.</strong></p>
<p>Trotz unversch&auml;mter Schlafdauer und mitunter be&auml;ngstigender -tiefe bleibt &quot;Vigilanz&quot; ein vollends unverst&auml;ndliches Fremdwort, morgendliche, famili&auml;re Kommunikation ohne Beinahetotschl&auml;ge sind ausgeschlossen, Arbeitsmotivation als solche existiert nicht und bereits am Nachmittag setzt die komplette Erschlaffung aller Neuroganglien, der sich der Ohnmacht n&auml;hernde, zum Taumel verpflichtende Schwindel und der jegliche Resteuphorie vernichtende Welthass ein. Willkommen in der sch&ouml;nsten Zeit des Jahres.&nbsp;</p>
<p>Die Temperaturen steigen, womit sich die Kaltschweissigkeit zumindest den Desinteressierteren verkl&auml;ren l&auml;sst, die R&ouml;cke schrumpfen, gleicherma&szlig;en aber auch das Gesichtsfeld, das lediglich verzweifelt nach haltgebenden Griffstellen sondiert. So mach einer ward schon als Stelzbock verschrien, hatte er sich doch nur vor einem Sturze zu bewahren versucht.</p>
<p>Bei so manch einem h&ouml;rt diese zerm&uuml;rbende Umnachtung bereits Ende April wieder auf, die Sinne kl&auml;ren sich und das Leben wird wieder lebenswert. Nicht aber bei mir, ich befinde mich augenscheinlich seit M&auml;rz 2008 in einer Art innerem Dauerfr&uuml;hling, der nichts desto trotz im kalendarischen &Auml;quvalent Jahr f&uuml;r Jahr noch einmal seine Klimax findet. Nichts los hier, nichts mit mir. Keine Lust, keine Kraft. Ach, w&auml;re doch nur Winter. F&uuml;r ein bis zwei Jahre&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Los der Väter (V): Nach dem ersten Jahr</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/03/das-los-der-vater-v-nach-dem-ersten-jahr/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 23:48:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Vater haben Sie bislang, in der Tat, hart gelitten. Sie gaben Ihre Position innerhalb der Familie, ja sogar innerhalb Ihres gesamten Gef&#252;ges auf. Sie konzentrierten sich ausschlie&#223;lich auf zwei Wesen, Ihre Partnerin und Ihr Kind, die Sie nicht einmal schemenhaft wahrnahmen. Doch Ihre Zeit wird gekommen sein. Irgendwann. Sie rackern Sie ackern, Tag f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als Vater haben Sie bislang, in der Tat, hart gelitten. Sie gaben Ihre Position innerhalb der Familie, ja sogar innerhalb Ihres gesamten Gef&uuml;ges auf. Sie konzentrierten sich ausschlie&szlig;lich auf zwei Wesen, Ihre Partnerin und Ihr Kind, die Sie nicht einmal schemenhaft wahrnahmen. Doch Ihre Zeit wird gekommen sein. Irgendwann.<br />
	</strong></p>
<p>Sie rackern Sie ackern, Tag f&uuml;r Tag f&uuml;r Tag. Der S&auml;ugling jammert, die Mutter auch. Sie haben zwischenzeitlich gelernt, &quot;aktiv&quot; wegzuh&ouml;ren. Niemand war Ihnen in den vergangenen Monaten dankbar, weder Ihr Chef, f&uuml;r den Sie anbetrachts Ihrer Verantwortung so manche Kohle aus dem Feuer holten, noch die Liebe Ihres Lebens, die zu keiner Zeit anzuerkennen bereit war, wieviel Familienleben f&uuml;r das Wohl der Familie Sie aufzugeben bereit waren. Dem Einen viel zu wenig Einsatz, der anderen viel zu viel. Machen Sie sich nichts vor, der &quot;perfekte Mittelweg&quot; existiert schlicht nicht, Sie K&Ouml;NNEN es einfach nicht richtig machen.</p>
<p><span id="more-813"></span><strong>Fallbeispiel 01: </strong>Sie verhielten sich bislang im Berufsleben eher unauff&auml;llig, um unn&ouml;tige Belastungen zu vermeiden. Sie verdienten Ihr gutes Geld mit einem Minimum an Einsatz und einem Maximum an Freizeit. Mit einem f&uuml;r einen Singlemann durchaus luxori&ouml;sen Einkommen larvierten Sie sich galant durchs Leben. Ohne Anspruch auf Extravaganz. Es reichte einfach immer, f&uuml;r alles. Seit Sie nun Vater sind,&nbsp; halten Sie es genauso. Sie sind immer noch zufrieden, auch wenn durch Kind und Frau die Freiheiten geschm&auml;lert sind, immerhin sind Sie in der Lage, viel von ihrer Freizeit mit Ihrem Kind zu verbringen, was Sie auch genie&szlig;en.</p>
<p><strong><br />
	Quittung 01: </strong>Ihre Partnerin wird Ihnen vorwerfen, Ihr pers&ouml;nliches Bed&uuml;rfnis nach Freizeit &uuml;ber das Familienwohl zu stellen. Sie haben zwar Zeit f&uuml;r das Kind, verdienen aber schlicht zu wenig Geld, um einer Familie eine gesunde Basis zu gew&auml;hrleisten. Sie sind also ein Egoist.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 02:</strong> Sie zeigten bislang im Berufsleben wenig Ehrgeiz, Freizeit und pers&ouml;nliches Wohlbefinden war Ihnen wichtiger, als berufliches Fortkommen und ein sich stetig steigerndes Einkommen. Seit Sie Vater sind, legen Sie ernsthaftes Bem&uuml;hen an den Tag. Um den Ihren ein Leben in aus Ihrem Empfinden angemessenen Stil bieten zu k&ouml;nnen, legen Sie sich richtig ins Zeug. Sie glauben, v&ouml;llig &uuml;berzeugt, auch im Interesse der Kindsmutter zu handeln. Sie schieben &Uuml;berstunden ohne Ende, nehmen zus&auml;tzliche Arbeiten auch dann noch an, wenn Sie l&auml;ngst am Limit sind. Sie gehen sogar weit &uuml;ber Ihre Grenzen, Ihrer &quot;Familie&quot; wegen. Klar, dass Sie wenig Zeit und Energie zur Besch&auml;ftigung mit Ihrem Kind er&uuml;brigen k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Quittung 02</strong>: Man wir Ihnen vorwerfen, ein herzloser und ausschlie&szlig;lich am eigenen Profit interessierter Unmensch zu sein. Der sich einen Dreck um seine Familie k&uuml;mmert. In erlesenster Kleidung und bestem Ern&auml;hrungszustand wird Ihnen Ihre Liebste eines Tages er&ouml;ffnen, dass sie ein gef&uuml;hloses Arschloch sind.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 03:</strong> Sie waren immer schon Karrierist. Auch seit der Niederkunft Ihrer Lebensabschnittsgef&auml;hrtin hat sich an Ihren prim&auml;ren Beweggr&uuml;nden und Zielen nichts ge&auml;ndert: Sie verdienen unversch&auml;mt viel Kohle, schlicht weil Sie es k&ouml;nnen. Die wenige Zeit, die Ihnen zwischen Job, Koks und Nutten noch bleibt, nutzen Sie eher zu Ihrer ganz pers&ouml;nlichen Entspannung, als zur Entlastung Ihrer Partnerin, indem Sie Ihr die Besch&auml;ftigung des Nachwuchses zeitweilig abn&auml;hmen.</p>
<p><strong>Quittung 03</strong>:&nbsp; Ihre Quittung entspricht exakt der Nummer 02.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 04</strong>: Sie haben sich noch nie um Themen wie Verdienst und Karriere gek&uuml;mmert. Nach einer Ausbildung im sozialen Bereich sind Sie genau dort verblieben. Mit Ihrem Gewissen k&ouml;nnen Sie auch keineswegs vereinbaren, sich f&uuml;r Ihr Kind an den Kapitalismus zu verkaufen. Gottseidank haben Sie in der Kindmutter eine Seelenverwandte gefunden, die, wie Sie, keine Anspr&uuml;che an monet&auml;res Gut stellt, sondern das &quot;nachhaltige&quot; Menschsein in den Vordergrund stellt.</p>
<p><strong>Quittung 04</strong>: Ihr alternatives Kindsmuttchen wird sp&auml;testens dann beginnen, Ihnen massive Vorw&uuml;rfe zu machen, wenn das monatliche Sal&auml;r nach Begleichung der Walddorfkindergartenrechnung kein Potenzial zum unbeschwerten Einkauf im &quot;Eine-Welt-Laden&quot; oder beim Bio-Bauern der Wahl mehr bietet. Sie werden Sie &quot;Kapitalistin&quot; nennen, aber sie wird Ihnen nicht zuh&ouml;ren.</p>
<p><strong>Im Fazit:</strong> Was auch immer Sie tun, wer auch immer Sie sein m&ouml;gen, oder werden, es wird Ihnen nicht gelingen, es der Sprecherin Ihrer neuen Familienwelt recht zu machen. Nichts desto trotz sind Sie ein Gewinner. Das unbeschreibliche Gl&uuml;cksgef&uuml;hl, wenn Ihr KInd Sie das erste Mal &quot;Papa&quot; nennt, wenn es Ihnen nach einem noch so harten Arbeitstag freudig in die Arme f&auml;llt, wenn es beginnt, Sie in seine Spiele miteinzubeziehen, wenn es sp&uuml;rbar eine unglaublich wichtige Beziehung zu Ihnen aufbaut, dieses ungeheuerliche Gl&uuml;cksgef&uuml;hl wird Ihnen niemals wieder irgendjemand nehmen k&ouml;nnen. Es wird Sie auf unbeschreiblich positive Weise ver&auml;ndert und gepr&auml;gt haben, bis an das Ende Ihrer Tage.</p>
<p><strong>Es lohnt sich. Uneingeschr&auml;nkt!<br />
	</strong></p>
<p><strong>(P.S.: </strong>Damit bin ich, f&uuml;rs Erste, am Ende meiner Beitragsreihe &quot;Das Los der V&auml;ter&quot; angelangt. Meine grossartige Tochter Marie wird in vier Tagen 19 Monate alt und hat mich, als erster Mensch &uuml;berhaupt, die Essenz des Seins gelehrt. Ich bin gl&uuml;cklich, seit ich sie kenne, was auch immer ansonsten geschehen mag. Diese Reihe wird in losen Abst&auml;nden sicherlich fortgesetzt werden und sollte erst in ungef&auml;hr 300 Jahren mit der Hochzeit meiner Tochter enden.)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Los der Väter (IV): Laktationsintoleranz</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/02/das-los-der-vater-iv-laktationsintoleranz/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 20:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ern&#228;hrung eines Neugeborenen mittels Muttermilch gleich aus der Dr&#252;se ist unstrittig die nat&#252;rlichste und ges&#252;ndeste Form. Unter nicht zu vernachl&#228;ssigender Kostenersparnis wird die Brut auf diese Weise optimal ern&#228;hrt, das Urvertrauen gest&#228;rkt, die Mutter-Kind-Bindung optimiert und Allergien vorgebeugt. Nicht zu letzt sinkt auch das Risiko der Stillenden, an Brustkrebs zu erkranken. Dennoch sollte sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="" height="300" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/stillen.jpg" width="300" /></p>
<p><strong>Die Ern&auml;hrung eines Neugeborenen mittels Muttermilch gleich aus der Dr&uuml;se ist unstrittig die nat&uuml;rlichste und ges&uuml;ndeste Form. Unter nicht zu vernachl&auml;ssigender Kostenersparnis wird die Brut auf diese Weise optimal ern&auml;hrt, das Urvertrauen gest&auml;rkt, die Mutter-Kind-Bindung optimiert und Allergien vorgebeugt. Nicht zu letzt sinkt auch das Risiko der Stillenden, an Brustkrebs zu erkranken. <br />
	</strong></p>
<p>Dennoch sollte sich der Kindsvater bewusst sein, was da auf Ihn zukommt, um ein b&ouml;ses Erwachen und ernste Beziehungskrisen zu vermeiden.</p>
<p>Die Sexualit&auml;t des Mannes ist, unter anderem, stark brustzentriert. Er entwickelt in aller Regel ein sehr inniges und besitzergreifendes Verh&auml;ltnis zu den Br&uuml;sten seiner Partnerin. Diese d&uuml;rfen indes meist ausschlie&szlig;lich von ihm ber&uuml;hrt, liebkost, gek&uuml;sst und bestenfalls auch betrachtet werden.</p>
<p>Damit ist bei einer stillenden Mutter vorerst Schluss. Beide Br&uuml;ste geh&ouml;ren ausschlie&szlig;lich dem Kind, Liebkosungen f&uuml;hren grunds&auml;tzlich zu mitunter befremdlichem Milchfluss und betrachtet werden die ehemaligen &quot;Lusth&uuml;gel&quot; von so ziemlich jedermann, denn &ouml;ffentliches Stillen ist bei einem halbwegs aktiven Lebenstil kaum zu vermeiden. So ist dem Manne nicht nur sein Liebstes genommen, nein, er teilt den Anblick auch noch mit der gesamten Umwelt. Nebst dem Verlustgef&uuml;hl stellt sich gerne also auch noch Eifersucht ein.</p>
<p><span id="more-799"></span>Leider kann diese Eifersucht auch das eigene Kind betreffen. Es ist kein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl, wenn das Tier in einem selbst im &uuml;bertragenen Sinne Futterneid der eigenen Nachkommenschaft gegen&uuml;ber entwickelt. Aber seien Sie versichert: So lange es nicht zu Versuchen kommt, ihren Spr&ouml;ssling von der m&uuml;tterlichen Brust knurrend wegzubeissen, bewegen Sie sich im normalen Rahmen m&auml;nnlicher Gef&uuml;hle, in dieser Phase. Manchmal muss Mann sich einfach im Griff haben.</p>
<p>Doch nicht nur die Beziehung, das gesamte Leben &auml;ndern sich, auch die Partnerin wird w&auml;hrend der Stillzeit ein komplett anderer Mensch. In zahlreichen Belangen. Hormonell komplett &uuml;berflutet, anscheinen bedr&ouml;hnt, zur&uuml;ckentwickelt, &auml;ndert sich ihr Verhalten in den allermeisten Lebenslagen signifikant. Prim&auml;r: Die Ursache der fehlenden Libido ihrer Liebsten m&uuml;ssen Sie nicht bei sich selbst suchen. Beim Stillen wird kontinuierlich Oxitocin ausgesch&uuml;ttet. Wie auch beim Orgasmus. Ihre Herzdame f&uuml;hlt sich also praktisch st&auml;ndig wie gerade frisch gekommen, man sehe Ihr den fehlenden Anreiz gn&auml;dig nach. M&auml;nner leiden still, &uuml;brigens!</p>
<p>F&uuml;r diejenigen unter uns, die in der Lage sind, emotionale Beziehungen zu unbhelebten, fahrbaren Gegenst&auml;nden aufzubauen sei vielleicht die Anschaffung eines &Uuml;bergangsautos, m&ouml;glichst alt, m&ouml;glichst billig und m&ouml;glichst scheissegal angeraten, denn Ihre Partnerin, auch wenn sie vorher eine sichere Fahrerin war, wird das Autofahren verlernen und ist in der Lage erhebliche Sch&auml;den an Ihren Sch&auml;tzen anzurichten. &quot;Das war ich nicht&quot; wird die regul&auml;re Rechtfertigung sein, die man Ihnen gegen&uuml;ber verlauten l&auml;sst. Stillende M&uuml;tter sehen nicht, sie h&ouml;ren nicht, sie sp&uuml;ren nichts und sie wissen auch oft genug nicht, wo sie sind. Beugen Sie vor, leben Sie damit!</p>
<p>Gespr&auml;che sollten prinzipiell grunds&auml;tzlich vermieden werden, d&uuml;rfen es aber nat&uuml;rlich auf keinen Fall. In dem Moment, wo das milchige Weibchen den Eindruck gewinnt, Sie n&auml;hmen es nicht mehr ernst, achteten nicht auf sie, oder gingen nicht ausreichend auf sie ein, wird Ihr Leben zur endg&uuml;ltigen H&ouml;lle. Die Devise kann also nur heissen: Durchhalten, Interesse und Ernst bei der Sache glaubhaft vermitteln, aber um Gottes Willen nichts wirklich ernst nehmen!</p>
<p>Normalerweise ist der Spuk nach sp&auml;testens sechs Monaten vorbei. So lange sollte sich jeder Mann zusammenreissen k&ouml;nnen. Verf&uuml;gen Sie allerdings &uuml;ber ein ganz miserables Karma, kommt Ihre Frau entweder selbst auf die Idee des Langzeitstillens, oder ger&auml;t w&auml;hrend der Stillzeit in Kontakt mit &quot;<a href="http://la leche liga">la leche liga</a>&quot;, so einer Art fundamentalistischer, feministisch-faschistischer Muttermilchmafia. In ersterem Falle seien Sie beruhigt, sp&auml;testens nach 18 Jahren, also zumindest bis zur F&uuml;hrerscheinpr&uuml;fung wird das Stillen der Dame selbst l&auml;stig, und sie gibt es auf. In zweiterem Falle kann ich Ihnen leider zu nichts mehr raten, sie sind verloren. Diese &quot;Frauen&quot; sind bereit, mittels explodierender Milchbr&uuml;ste Selbstmordattentate zu ver&uuml;ben. Aber ich werde f&uuml;r Sie beten!</p>
<p><strong>Im Fazit</strong>: Als Mann haben Sie in der Stillzeit eigentlich nichts verloren. Nutzen Sie die Chance, finden Sie Hobbies, Freunde, Dinge die Ihnen Freude bereiten. Sie werden auf Ihrem k&uuml;nftigen Lebenswege dankbar daf&uuml;r sein. Nur eines d&uuml;rfen Sie nicht: Den Anschein erweecken, genau dieses zu tun.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Los der Väter (III): Postnatal</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2011/02/das-los-der-vater-iii-postnatal/</link>
		<comments>http://www.schwarzsicht.org/2011/02/das-los-der-vater-iii-postnatal/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 Feb 2011 14:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foo]]></category>
		<category><![CDATA[Textblech]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten Tage sind die Sch&#246;nsten, sagt man. Da sind Frau und Kind im besten Falle n&#228;mlich noch im Krankenhaus. Eine unvergleichliche Mischung aus Neugierde, vorsichtiger Vorfreude und nackter Panik ist es, die gewordenen V&#228;tern den Weg zur Abholung ins Krankenhaus unvergesslich macht. Und im Normalfall das flaue Gef&#252;hl des Katers, den man sich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img alt="" height="181" src="http://www.schwarzsicht.org/wp-content/uploads/kuh_kalb.jpg" width="248" /></p>
<p><strong>Die ersten Tage sind die Sch&ouml;nsten, sagt man. Da sind Frau und Kind im besten Falle n&auml;mlich noch im Krankenhaus.<br />
	</strong></p>
<p>Eine unvergleichliche Mischung aus Neugierde, vorsichtiger Vorfreude und nackter Panik ist es, die gewordenen V&auml;tern den Weg zur Abholung ins Krankenhaus unvergesslich macht. Und im Normalfall das flaue Gef&uuml;hl des Katers, den man sich in den vergangenen Tagen mit dem nicht abebbenden Strom an Nachbarn, Verwandten und Bekannten rechtschaffend angesoffen hat. Jetzt, mit dem erstmals fest montierten Kindersitz ist selbst Autofahren kein Vergn&uuml;gen mehr, sondern purer Stress. Selbst wenn der Sitz noch leer ist.</p>
<p>Den meisten M&auml;nnern wird dann, im Krankenhaus angekommen, erstmals in vollem Umfang bewusst, welche Rolle ihnen das weibliche Umfeld f&uuml;r die n&auml;chsten Monate zugedacht hat: Am Rand, als Vorhut, oder als nachgelagerter Lastesel, niemals jedoch DABEI. Unsere Aufgabe ist nun nurmehr zu unterst&uuml;tzen. Das Frauchen ist schlie&szlig;lich noch geschw&auml;cht, zudem noch von der theresienhaften Aura der Geburt eingeh&uuml;llt, und das kleine Wesen doch so schutzbed&uuml;rftig. Mein Rat an dieser Stelle: Putzen Sie, kochen Sie, kaufen Sie ein, h&ouml;ren Sie zu und halten Sie um Gottes Willen die Schnautze. Der angewandte Brutschutzreflex der eigenen Gef&auml;hrtin ist ein Erlebnis, das kein Mann ernsthaft erfahren will.</p>
<p><span id="more-793"></span>Es ist normal, dass die nun exkorporal vereinigte Mutter-Kind-Symbiose Sie ausgrenzt. Es ist auch normal, dass Sie sich ausgegrenzt f&uuml;hlen. Gew&ouml;hnen Sie sich daran, es wird sich f&uuml;r viele Monate nicht &auml;ndern. Sollten Sie zur neuen Art der Rasse &quot;Mann&quot; geh&ouml;ren: Sprechen Sie trotzdem nicht &uuml;ber diese Gef&uuml;hle. Sp&auml;testens wenn Sie sich selbst sagen h&ouml;ren &quot;Aber Schatz, ich f&uuml;hle mich so ausgegrenzt, als sei ich gar kein Teil mehr von Euch&#8230;&quot; wird Ihnen ansonsten bewusst, wie l&auml;cherlich Sie sich gerade gemacht haben. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter finden Sie Ihre Rolle im Familienbund wieder, als KohlenausdemFeuerHoler, Ern&auml;hrer, Ackergaul, Besch&uuml;tzer, Alleinunterhalter und als&nbsp; Vater. Und irgendwann wird es Ihnen auch gefallen. Wahrscheinlich.</p>
<p>Die ersten Tage mit dem Baby f&uuml;hlen sich komisch an, auch f&uuml;r die Mutter. Vorsicht ist also oberste Pr&auml;misse: Leichteste Anzeichen von Besorgnis auf auch nur eine der der zigtausend Fragen am Tage, ob dies, oder eben jenes so normal sei, oder ob man nicht doch besser mal zum Arzt f&uuml;hre, reichen vollends aus, eine famili&auml;re Massenhysterie auszul&ouml;sen. Also: Cool bleiben, Pokerface aufsetzen, beruhigen und nach sachlicher Inaugenscheinnahme der praktisch immer harmlosen Situation die richtige Entscheidung treffen.</p>
<p>Bestehen Sie auf Rituale nur f&uuml;r Sie und das Kind! Nat&uuml;rlich eignet sich ein Neugeborenes noch nicht f&uuml;r den freit&auml;glichen Kneipenbesuch, aber nehmen Sie das Kleine doch einfach am Samstag mit zum Einkaufen, die l&uuml;sternen Blicke Ihrer Mitmenschinnen werden Ihr Dank sein. Oder baden sie ihr Kind, am besten sich selbst auch noch (frisch gebackene V&auml;ter neigen zur physischen Verwahrlosung, was ihnen jedoch bei Fehlen jedweden K&ouml;rperkontakts kaum zu verdenken ist). Sp&auml;testens, wenn man Sie das erste Mal einen &quot;guten Vater&quot; nennt, wissen Sie um den Sinn Ihrer Anstrengungen. Es gibt keine h&ouml;here Ehrung. Und kaum eine bessere Vorsorge vor etwaiger Fr&uuml;hverwitwung&#8230;</p>
<p>Machen Sie sich nichts vor, Sie k&ouml;nnen zu diesem fr&uuml;hen Zeitpunkt keine tiefe, innige Bindung zu Ihrem Kind empfinden. Dazu sind Sie k&ouml;rperchemisch nicht ausgestattet. Ein gesunder Besch&uuml;tzerinstinkt und, Ihr wohl gr&ouml;&szlig;ter Vorteil gegen&uuml;ber der Mutter, ein klarer Verstand, reichen vollkommen zur Erf&uuml;llung der Vaterrolle eines S&auml;uglings aus. Eine wirkliche Bindung entsteht fr&uuml;hestens dann, wenn das Kind mit Ihnen zu kommunizieren in der Lage ist. Und das ist fr&uuml;h genug.</p>
<p>Sofern Sie zu den M&auml;nnern geh&ouml;ren, deren Partnerinnen sich dazu entschlossen haben, mindestens das erste halbe Jahr voll zu stillen, lesen Sie in K&uuml;rze an dieser Stelle in &quot;Das Los der V&auml;ter (IV): Laktationsintoleranz&quot;, welche Freuden auf Sie zukommen werden.</p>
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