schwarzsicht auf Twitter

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Archiv der Kategorie 'Bierecke'

Nüchternheit

am 15. Juni 2009 unter Bierecke, Projekt Trockendock abgelegt

Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.

Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren multiplizieren sich, statt sich schnöde zu addieren, weshalb es in aller Regel auch viel länger dauert, Stress abzubauen, als ihn zu bekommen. Wer nicht über geeignete Strategien zur Verarbeitung verfügt, wird seinem Stress früher oder später erliegen, sofern er welchen hat.

Ich, in meiner Eigenschaft als stinkendfauler Workaholic (diese Ambivalenz ist das Pulver im Fass, auf dem ich sitze…), habe mich Freitagsabends schon immer sehr gerne bei Bier und Schnapps anästhesiert. Der Vorteil einer Trunkenheit ist beispielsweise auch, das man als ehrgeiziger Spinner gerade einmal nicht vom schlechten Gewissen heimgesucht wird, wenn man sich erdreistet, sich einmal beim Nichtstun zu entspannen. Alltagsängste fallen von einem ab, die Gedanken werden leicht und beflügelt vom Schwachsinn eines vergifteten Gehirns.

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Jetzt im Ernst!

am 06. Juni 2009 unter Bierecke, Foo, verMALEdeit abgelegt

Ich kenne den nicht persönlich, ich mag ihn auch nicht. Wen eigentlich? Wurscht. Fakt ist, morgen kommen wir in die 34igste Woche.

Das ist also die Grenze und so fühlt sie sich also an.

Mal unter uns maskulinen Klosterschwestern: Mann kann schon verflucht viel Unsinn treiben, Saufen, Rauchen, nicht mal Huren, aber irgendwann ist naturbedingt genug. Sowieso.

Was definitiv nicht geht: Der Kindsmutter wahrheitsgemäß berichten, man könne sie nicht ins Krankenhaus fahren, weil Mann schon was gesoffen habe. Sowas gabs aber auch in der Geschichte der Menschheit sowieso noch nie, oder?

Ab sofort sind es nur noch maximal acht Wochen bis zur Ankunft meiner Tochter auf diesem traurigen Stück Stein in diesem Universum.

Und wir wissen alle: Diese Ungeborenen sind überaus unberechenbar. Nein, ich will nicht, auf keinen Fall im Suff überrascht werden. Ich werde da sein. Voll. Versprochen und geschworen, vor allem mir selbst.

Schlussfolgerung: Prost. Aber nur noch heute. Danach nicht mehr. Kein Alkohol. Definitiv, kein Rückfallspielraum, wie beim letzten Versuch.Es ist an der Zeit nüchtern zu werden. Und das werde ich.

Es existiert keine Entschuldigung. Und das ist gut so!

Dekarnevalisiert

am 20. Februar 2009 unter Bierecke, Foo abgelegt

Titten, Tüten, Tätarä. Nein, das wird kein karnevalskritischer Beitrag. Im Gegenteil. Schickt den Rheinländer, egal wie abgeklärt, wie proletenfrohsinnsfeindlich und unkonventionell in der Selbstreflektion auch immer, ins Exil, und beobachtet, wie er trotz aller guten Fastelovensemmigrationsabsichten, schlicht zu Grunde geht.

mckarnevalhj3(Rosenmontag, Bolker Straße Düsseldorf, meine Wenigkeit im Kreise meiner ehrfürchtigen Fans. Die, die noch nicht umgehauen waren. Zumindest.)

Echt jetzt, ich hatte nie wirklich was mit Karneval zu tun. Im Gegenteil, ich verurteilte seine augenscheinliche Abhängigkeit von bewusstseinsverändernden Drogen und seiner aufgesetzt aufgeklärten Legitimierung von weiblichem Schlampentum allgemeiner Promiskuität zutiefst.

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