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Archiv des Monats Februar 2011

Das Los der Väter (IV): Laktationsintoleranz

am 25. Februar 2011 unter Foo, Textblech abgelegt

Die Ernährung eines Neugeborenen mittels Muttermilch gleich aus der Drüse ist unstrittig die natürlichste und gesündeste Form. Unter nicht zu vernachlässigender Kostenersparnis wird die Brut auf diese Weise optimal ernährt, das Urvertrauen gestärkt, die Mutter-Kind-Bindung optimiert und Allergien vorgebeugt. Nicht zu letzt sinkt auch das Risiko der Stillenden, an Brustkrebs zu erkranken.

Dennoch sollte sich der Kindsvater bewusst sein, was da auf Ihn zukommt, um ein böses Erwachen und ernste Beziehungskrisen zu vermeiden.

Die Sexualität des Mannes ist, unter anderem, stark brustzentriert. Er entwickelt in aller Regel ein sehr inniges und besitzergreifendes Verhältnis zu den Brüsten seiner Partnerin. Diese dürfen indes meist ausschließlich von ihm berührt, liebkost, geküsst und bestenfalls auch betrachtet werden.

Damit ist bei einer stillenden Mutter vorerst Schluss. Beide Brüste gehören ausschließlich dem Kind, Liebkosungen führen grundsätzlich zu mitunter befremdlichem Milchfluss und betrachtet werden die ehemaligen "Lusthügel" von so ziemlich jedermann, denn öffentliches Stillen ist bei einem halbwegs aktiven Lebenstil kaum zu vermeiden. So ist dem Manne nicht nur sein Liebstes genommen, nein, er teilt den Anblick auch noch mit der gesamten Umwelt. Nebst dem Verlustgefühl stellt sich gerne also auch noch Eifersucht ein.

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Das Los der Väter (III): Postnatal

am 11. Februar 2011 unter Foo, Textblech abgelegt

Die ersten Tage sind die Schönsten, sagt man. Da sind Frau und Kind im besten Falle nämlich noch im Krankenhaus.

Eine unvergleichliche Mischung aus Neugierde, vorsichtiger Vorfreude und nackter Panik ist es, die gewordenen Vätern den Weg zur Abholung ins Krankenhaus unvergesslich macht. Und im Normalfall das flaue Gefühl des Katers, den man sich in den vergangenen Tagen mit dem nicht abebbenden Strom an Nachbarn, Verwandten und Bekannten rechtschaffend angesoffen hat. Jetzt, mit dem erstmals fest montierten Kindersitz ist selbst Autofahren kein Vergnügen mehr, sondern purer Stress. Selbst wenn der Sitz noch leer ist.

Den meisten Männern wird dann, im Krankenhaus angekommen, erstmals in vollem Umfang bewusst, welche Rolle ihnen das weibliche Umfeld für die nächsten Monate zugedacht hat: Am Rand, als Vorhut, oder als nachgelagerter Lastesel, niemals jedoch DABEI. Unsere Aufgabe ist nun nurmehr zu unterstützen. Das Frauchen ist schließlich noch geschwächt, zudem noch von der theresienhaften Aura der Geburt eingehüllt, und das kleine Wesen doch so schutzbedürftig. Mein Rat an dieser Stelle: Putzen Sie, kochen Sie, kaufen Sie ein, hören Sie zu und halten Sie um Gottes Willen die Schnautze. Der angewandte Brutschutzreflex der eigenen Gefährtin ist ein Erlebnis, das kein Mann ernsthaft erfahren will.

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