Mann kommt ja zu nichts mehr
am 10. Juli 2010 unter Foo abgelegtVor ein paar Wochen habe ich vollmundig einen Wien-Beitrag angekündigt. Niemals umgesetzt. Letztes Jahr schon das Projekt "Alter Schuppen zu schickem, komfortablem Einfamilienhaus umbauen" begonnen, auf der Mitte des Weges steckengeblieben. Es kommt halt IMMER anders, als Mann denkt…
Die Sockelleisten in den oberen Wohnräumen habe ich mit viel Not noch im letzten Jahr geklebt bekommen. Danach war ich erst einmal dauermüde, anschließend daueranderweitigbeschäftigt. Es ist ein Trauerspiel, ein Jammertal, ein gnadenloser, allgegenwärtiger Spiegel der eigenen Erbärmlichkeit.
All die grossartigen Ideen und Projekte, die Mann sich als Single ausdenkt, aber aufschiebt, weil es sich für EINEN nicht lohnt, Mann sowieso vom High-Live zu geschwächt ist, ersaufen letztendlich im Familienleben. Und wenn einen eben dieses nicht völlig verzehrt, ist es der Job. Auch der zufriedenste Low-Budget-Lebenskünstler mit geringer Karrieremotivation wird zum Work-a-holic, wenn es darum geht, den Lebensstandard, wenn nicht die Ernährungsgrundversorgung seiner Liebsten sicher zu stellen. Echte Not hat nur der erlebt, der sich unter echter Verzichtbereitschaft und -notwendigkeit im DrogerieMarkt für die Alnatura-Babynahrung entschieden hat, obwohl sie ganz und gar nicht ins Budget passte.