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	<title>Kommentare zu: Das Prinzip Volksverarsche (Teil II)</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
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		<title>Von: Doktor Peh</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/das-prinzip-volksverarsche-teil-ii/comment-page-1/#comment-354</link>
		<dc:creator>Doktor Peh</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 10:12:15 +0000</pubDate>
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		<description>Waere ich Unternehmer, wuerde ich sagen &quot;Abgeben? Aber meine Angestellten haben doch schon genug Abgaben!&quot;

	Der Nebeneffekt einer Beteiligung der Mitarbeiter an den Gewinnen waere eine hoehere Kaufkraft derselben, die sich in einer Ankurbelung der jeweiligen Wirtschaftsraeume abzeichnete. Das Prinzip &quot;mit der Salami nach dem Schinken schmeissen&quot;, das allerdings nicht verstanden wird. Hier in Qatar indes ist es noch ein wenig krasser. Eingeborene, also Passinhaber, und das sind nur etwa 250.000 der etwa 1,5 Millionen Einwohner, haben zumindest freie Heilbehandlung im Krankenhaus, andere Leistungen wie kostenlosen Strom, Wasser und eine Apanage habe ich noch nicht bestaetigt bekommen. Das laesst natuerlich genug Moeglichkeiten fuer Umsatz zu. Daneben Steuerfreiheit (auch fuer Gastarbeiter), nur Firmen muessen etwa 10 Prozent Steuern auf ihre Gewinne bezahlen. Sparen, Krise? Hier nicht erkennbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Waere ich Unternehmer, wuerde ich sagen &quot;Abgeben? Aber meine Angestellten haben doch schon genug Abgaben!&quot;</p>
<p>	Der Nebeneffekt einer Beteiligung der Mitarbeiter an den Gewinnen waere eine hoehere Kaufkraft derselben, die sich in einer Ankurbelung der jeweiligen Wirtschaftsraeume abzeichnete. Das Prinzip &quot;mit der Salami nach dem Schinken schmeissen&quot;, das allerdings nicht verstanden wird. Hier in Qatar indes ist es noch ein wenig krasser. Eingeborene, also Passinhaber, und das sind nur etwa 250.000 der etwa 1,5 Millionen Einwohner, haben zumindest freie Heilbehandlung im Krankenhaus, andere Leistungen wie kostenlosen Strom, Wasser und eine Apanage habe ich noch nicht bestaetigt bekommen. Das laesst natuerlich genug Moeglichkeiten fuer Umsatz zu. Daneben Steuerfreiheit (auch fuer Gastarbeiter), nur Firmen muessen etwa 10 Prozent Steuern auf ihre Gewinne bezahlen. Sparen, Krise? Hier nicht erkennbar.</p>
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		<title>Von: schwarzSicht</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/das-prinzip-volksverarsche-teil-ii/comment-page-1/#comment-353</link>
		<dc:creator>schwarzSicht</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 08:35:58 +0000</pubDate>
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		<description>Soweit würde ich keinesfalls gehen wollen. Mir schwebte da ein ganz anderer Weg vor, der gewiss keine Problemlösung, wohl aber punktuelle Linderung bringen könnte.

Was wäre, wenn man ein eine Zertifizierung einführen würde, die ein Unternehmen ablegen kann und sich anschließend als modernes, menschenfreundliches Unternehmen anpreisen könnte? Mit der Zertifizierung ginge eine umfassende Analyse und Beratung einher, mit dem Ziel, JEDEN Mitarbeiter auf faire Art und Weise gewinnzubeteiligen, ohne aber die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu gefährden.

Sicherlich eine sehr abgefahrenes Konzept, müssten doch Unternehmer gewillt sein, von ihrer Torte auch den ewigen Trockenbrotfressern ein Stückchen abzugeben, erhielten aber hierduch gewiss eine signifikante Imageaufwertung und möglicherweise auch ein besseres Lebensgefühl...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Soweit würde ich keinesfalls gehen wollen. Mir schwebte da ein ganz anderer Weg vor, der gewiss keine Problemlösung, wohl aber punktuelle Linderung bringen könnte.</p>
<p>Was wäre, wenn man ein eine Zertifizierung einführen würde, die ein Unternehmen ablegen kann und sich anschließend als modernes, menschenfreundliches Unternehmen anpreisen könnte? Mit der Zertifizierung ginge eine umfassende Analyse und Beratung einher, mit dem Ziel, JEDEN Mitarbeiter auf faire Art und Weise gewinnzubeteiligen, ohne aber die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens zu gefährden.</p>
<p>Sicherlich eine sehr abgefahrenes Konzept, müssten doch Unternehmer gewillt sein, von ihrer Torte auch den ewigen Trockenbrotfressern ein Stückchen abzugeben, erhielten aber hierduch gewiss eine signifikante Imageaufwertung und möglicherweise auch ein besseres Lebensgefühl&#8230;</p>
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		<title>Von: Doktor Peh</title>
		<link>http://www.schwarzsicht.org/2010/01/das-prinzip-volksverarsche-teil-ii/comment-page-1/#comment-352</link>
		<dc:creator>Doktor Peh</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 06:08:36 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn ich Ihre Ausfuehrungen so lese, dann waere die moegliche Loesung eine Mittelstandsgesellschaft ohne Industrialisierung. Denn dort wuerde dann genau an der Stelle entlohnt, an der die Arbeit entsteht. Nur, was ist dann mit Massenguetern wie etwa Badelatschen aus chinesischer Produktion? Die von Zwangsarbeitern unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt werden? Gaebe es nicht. Dafuer gaebe es eben regional unterschiedliche Bekleidungs- und Schuhmode ebenso wie regional eben nur bestimmte Nahrungsmittel. Frische Erdbeeren im Dezember? Welcher auf der Suedhalbkugel ansaessige Landwirt wuerde diese auf die Nordhalbkugel transportieren, um den groessten Teil seines Gewinnes einem Transporteur (oder Logistikunternehmen) in den Hals zu werfen? Im Prinzip also ein Rueckfall in vorindustrielle Zeiten.
Was waere allerdings mit Guetern, deren Herstellung die Ausbeutung des Menschen voraussetzt? Automobile etwa? Selbst Handwerker mit profunden Kenntnissen muessten ein Kombinat, eine Interessensgruppe bilden, um gemeinsam so was auf die Fuesse zu stellen. Durch persoenliche Befindlichkeiten muesste ein Schlichter her, der als &quot;Vorsitzender&quot; die Interessen aller abwaegt und entsprechende Entscheidungen faellt. Und automatisch ein hohes Gehalt einfordert ob seiner Leistungen. Beisst sich da die Katze in den Schwanz und es entsteht dasselbe System?
Von den Autos ausgehend ist aber der Gedanke reizvoll. Keine Autos mehr bedeutet auch nur noch geringes Interesse an Oel. Was wiederum den wirtschaftlichen Untergang der Oelfoerderlaender nach sich zieht. Sollte man mal gedanklich durchspielen, das Modell.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich Ihre Ausfuehrungen so lese, dann waere die moegliche Loesung eine Mittelstandsgesellschaft ohne Industrialisierung. Denn dort wuerde dann genau an der Stelle entlohnt, an der die Arbeit entsteht. Nur, was ist dann mit Massenguetern wie etwa Badelatschen aus chinesischer Produktion? Die von Zwangsarbeitern unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt werden? Gaebe es nicht. Dafuer gaebe es eben regional unterschiedliche Bekleidungs- und Schuhmode ebenso wie regional eben nur bestimmte Nahrungsmittel. Frische Erdbeeren im Dezember? Welcher auf der Suedhalbkugel ansaessige Landwirt wuerde diese auf die Nordhalbkugel transportieren, um den groessten Teil seines Gewinnes einem Transporteur (oder Logistikunternehmen) in den Hals zu werfen? Im Prinzip also ein Rueckfall in vorindustrielle Zeiten.<br />
Was waere allerdings mit Guetern, deren Herstellung die Ausbeutung des Menschen voraussetzt? Automobile etwa? Selbst Handwerker mit profunden Kenntnissen muessten ein Kombinat, eine Interessensgruppe bilden, um gemeinsam so was auf die Fuesse zu stellen. Durch persoenliche Befindlichkeiten muesste ein Schlichter her, der als &quot;Vorsitzender&quot; die Interessen aller abwaegt und entsprechende Entscheidungen faellt. Und automatisch ein hohes Gehalt einfordert ob seiner Leistungen. Beisst sich da die Katze in den Schwanz und es entsteht dasselbe System?<br />
Von den Autos ausgehend ist aber der Gedanke reizvoll. Keine Autos mehr bedeutet auch nur noch geringes Interesse an Oel. Was wiederum den wirtschaftlichen Untergang der Oelfoerderlaender nach sich zieht. Sollte man mal gedanklich durchspielen, das Modell.</p>
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