Abscheuliches Manifest (I)

Schnaubend, feist, zog er sich aus ihr zurück. Fettbewanst und schweissbeperlt, stolz schwellbrüstig seiner Gleichgültigkeit. Die Gier noch immer erigiert,  herüberknieend, noch immer ihre Schenkel spaltend, sich seines Spiegelbildes suhlend, in ihren ausdruckslosen, feuchten Augen.  Welch Anblick! Archaisch niederträchtig, ein Bild von niederträchtger Lust, nimmersatter Gier, egozentrischer Brutalität, gänzlich unbewegt ob jenen Tuns. In seiner Obszönität beinah heroisch, in seinen schwulstglasigen Augen, die soviele nahen sahen, nicht jedoch mehr schwinden.

Ein Grinsen, als sie röchelte, noch mehr als sie erbrach. Als sie am eignen Inneren erstickte, kostete er den magischen Moment zwischen zum Tode verdammt und leblos starr restlos, geradezu akribisch aus. Das Zucken ihres sterbenden Leibes pflanzte sich als wollüstige Wogen verheissener Befriedigung in seinem fort. Als ihre Augen schließlich brachen, sog er ein letztes Mal witternd den Anblick ihres toten, noch immer bildschönen Körpers in sich auf, bis er von ihr abließ, der Demokratie, einst strahlende Garantin friedlichen Menschseins, nunmehr nur wesender Leib, bald nurmehr Gestank, um sich ihrer Schwester zuzuwenden, der Freiheit, die, nicht minderschön, nackt, entbblößt und fast noch unversehrt, gleich neben ihr ihr Schicksal durch des Staatsmanns Gier zu tragen harrte.

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