Archiv des Monats Juni 2009

Dr. Gadget

am 24. Juni 2009 unter Foo abgelegt

Ich bin ein nerdiger Geek. Ich gestehe. Wenig macht mich bislang glücklicher, als ein neues, kleines, elektronisches Spielzeug. Ich hatte derer schon viele. 90 % davon habe ich nur am Anfang genutzt, um sie auszuprobieren, danach praktisch nie wieder. Aber aktuell habe ich ein wirklich heilsbringendes Set von Gerätschaften, die ich immer dabei habe und in ständigem Gebrauch. Und ja, sie machen mir das Leben leichter:

MacBook Air

Von vielen als Lifestyleprodukt verpönt, beziehe ich dennoch einen echten Mehrwert aus Größe und Gewicht. Ich nutze das Gerät im Büro zum Arbeiten, zuhause zum Arbeiten, zum Spielen und zum VideoImBettAnschauen. Da zählt jedes Kilo. Ich brauche keine optischen Laufwerke mehr und der 1,8 GHZ DualCore mit der 128 GB SSD bringen unter Mac OS mehr als genug Power. Ich spiele beispielsweise Half Life 2 ohne Ruckeln in mittleren Details darauf.

Enttäuscht bin ich vom Alugehäuse: Meinen Deckel “ziert” schon eine kleine Beule, der Funktion tut das aber keinen Abbruch.

Fazit: Sexy UND funktional
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Erfolg ist…

am 19. Juni 2009 unter Foo abgelegt

Was ist Erfolg? In einer vernetzten Welt liegt der Schlüssel hierzu erwartungsgemäß online, für jeden leicht zu finden. Der erste nicht kommerzielle Treffer Googles führt uns zu Wikipedia, das da sagt:

„Erfolg ist ein als positiv empfundenes Resultat eigenen Handelns. Ursprünglich bezeichnete es lediglich die allgemeine Folge, Konsequenz oder Effekt eines Handelns.“

Davon ausgehend, dass das Erreichen eines zum Ziel gesteckten Resultat eines Handels immer positiv empfunden werden müsste, ist Erfolg hiermit ein überaus dehnbarer Begriff.

So ist die gute Zensur nach eifrigem Lernen eines eigentlich schlechten Schülers als Erfolg zu betrachten. Genauso, wie ein einträglicher Geschäftsabschluss, der Sieg bei einem sportlichen Wettstreit oder der Exitus bei einem Selbstmordversuch.

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Nespresso – Wenn der Kunde zum Feind wird

am 17. Juni 2009 unter Foo, Männerküche abgelegt

Kaffee ist Genuss, Lifestyle und Lebensfreude. Nespresso hat ein System geschaffen, das exakt auf die Bedürfnisse eines Genießers eingeht: Exklusivität, Ästhetik, Qualität und Individualität. Doch der Mensch wurde dabei vergessen.

Bereits 1976 von Nestlé patentiert, wurde das Kapselsystem erst ab 1986 vermarktet. Erst als Flop abgeschrieben, gewann Nespresso in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung. Heute überzeugen Hochglanzwerbespots mit Frauenschwarm George Clooney imageorientierte Hausfrauen von der Notwendigkeit der Aluminiumkapsel. Mit enormem Erfolg.

Nespresso verkauft den Kaffee exklusiv, er kann also nur in den durchgestylten Nespresso-Stores nennenswerter Grossstädte, oder aber im Internet erworben werden. Die erforderlichen Brühmaschinen werden in Lizenz von nahmhaften Haushaltsgeräteherstellern angeboten. Nicht unter 100 Euro, pro technisch sehr unaufwändigem Gerät.

Der Espresso schmeckt vorzüglich, keine Frage, was für viele wohl den sagenhaften Preis von mindestens 30 Cent pro Tasse rechtfertigt. Bei meinem Verbrauch von 10 bis 12 Kapseln am Tage (4 morgens zum Aufwachen, den rest abends, damit ich es überhaupt noch ins Bett schaffe.. – Tagsüber bin ich im Büro mit Kaffee versorgt) geht das nicht unwesentlich ins Geld. Aber man gönnt sich ja sonst kaum etwas.

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Nüchternheit

am 15. Juni 2009 unter Bierecke, Projekt Trockendock abgelegt

Während Frauen sich Ihre Sorgen und Nöte von der Seele zu quatschen pflegen, gehen Männer mit seelischen Druck meist stillschweigend um. Sie reagieren sich ab, beim Sport, im Gesicht eines Dahergelaufenen oder der eigenen Ehefrau, im Puff oder auch im Job. Oder sie saufen.

Stress beispielsweise ist eine kumulative Emotion. Sprich: Sie häuft sich an. Stressfaktoren multiplizieren sich, statt sich schnöde zu addieren, weshalb es in aller Regel auch viel länger dauert, Stress abzubauen, als ihn zu bekommen. Wer nicht über geeignete Strategien zur Verarbeitung verfügt, wird seinem Stress früher oder später erliegen, sofern er welchen hat.

Ich, in meiner Eigenschaft als stinkendfauler Workaholic (diese Ambivalenz ist das Pulver im Fass, auf dem ich sitze…), habe mich Freitagsabends schon immer sehr gerne bei Bier und Schnapps anästhesiert. Der Vorteil einer Trunkenheit ist beispielsweise auch, das man als ehrgeiziger Spinner gerade einmal nicht vom schlechten Gewissen heimgesucht wird, wenn man sich erdreistet, sich einmal beim Nichtstun zu entspannen. Alltagsängste fallen von einem ab, die Gedanken werden leicht und beflügelt vom Schwachsinn eines vergifteten Gehirns.

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Jetzt im Ernst!

am 06. Juni 2009 unter Bierecke, Foo, verMALEdeit abgelegt

Ich kenne den nicht persönlich, ich mag ihn auch nicht. Wen eigentlich? Wurscht. Fakt ist, morgen kommen wir in die 34igste Woche.

Das ist also die Grenze und so fühlt sie sich also an.

Mal unter uns maskulinen Klosterschwestern: Mann kann schon verflucht viel Unsinn treiben, Saufen, Rauchen, nicht mal Huren, aber irgendwann ist naturbedingt genug. Sowieso.

Was definitiv nicht geht: Der Kindsmutter wahrheitsgemäß berichten, man könne sie nicht ins Krankenhaus fahren, weil Mann schon was gesoffen habe. Sowas gabs aber auch in der Geschichte der Menschheit sowieso noch nie, oder?

Ab sofort sind es nur noch maximal acht Wochen bis zur Ankunft meiner Tochter auf diesem traurigen Stück Stein in diesem Universum.

Und wir wissen alle: Diese Ungeborenen sind überaus unberechenbar. Nein, ich will nicht, auf keinen Fall im Suff überrascht werden. Ich werde da sein. Voll. Versprochen und geschworen, vor allem mir selbst.

Schlussfolgerung: Prost. Aber nur noch heute. Danach nicht mehr. Kein Alkohol. Definitiv, kein Rückfallspielraum, wie beim letzten Versuch.Es ist an der Zeit nüchtern zu werden. Und das werde ich.

Es existiert keine Entschuldigung. Und das ist gut so!

Schwerter zu Pflückscharen…

am 05. Juni 2009 unter Foo abgelegt

… muss auch nicht immer die richtige Strategie sein, zumindest nicht im Erdbeerland:

IMG_0313

Ich wünsche jedenfalls allen verwanden und Freunden der Überpflügten meine herzliche Anteilnahme und den Betroffenen selbst rasche Genesung, auf das sie ihren Termin werden einhalten können!