Archiv des Monats Mai 2009

SchneeBITCHchen und Hosentod

am 29. Mai 2009 unter verMALEdeit abgelegt

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Individuen nach definierten Mustern zu kategorisieren und in Schubladen zu verstauen ist unsozial, ungerecht, spießig und überhaupt total arsch. Aber logisch. Und Logik ist das einzige das zählt, in einer Welt, die allein auf Mathematik gebaut scheint. Während tatsächlich nur zwei Typen von Männern existieren, nämlich verwaschlappte Frauenversteher und Arschmachos, verzweigt die Spezies “Frau” deutlich vielfältiger in zahlreiche Untergattungen. Den ersten beiden sei sich hiermit einmal detailierter angenommen.

Es war einmal, vor gar nicht all zu langer Zeit, ein liderliches Frauenzimmer, das durch die finstren Spelunken der Großstadtwälder striff um Beute zu reißen.

Oft traf Sie dort auf ihre Mitstreiterin, die außer Konkurrenz jedoch ganz andere Beute im Visiere hielt, welches jedoch allermeist geschlossen war.

So unterschiedlich der beiden Motivation, so verschieden ihr Vorgehen, so vergleichbar doch das Ergebnis.

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Schweinskrustenbraten vom Kugelgrill

am 26. Mai 2009 unter Männerküche abgelegt

Schweinsbraten kennt man aus dem Backrohr oder noch vom Drehspieß, aber selten aus dem Kugelgrill. Zu Unrecht, denn diese Zubereitungsart führt zu exzellenten Ergebnissen!

Man nehme:

1 Schweinsbraten mit Fettschwarte (am besten Karree – in Deutschland “Rücken”), ca. 1,5 Kilo

1 Flasche Bier

1 Esslöffel Senf

Salz, Pfeffer, Paprika, Kümmel

reichlich Knoblauch

1 Zwiebel

1 Sack hochwertige Holzkohlebriketts (halten die Hitze länger und gleichmäßiger)

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Das Schweinskarree wird primär in archaischer Brutalität schwartenseitig mit einem scharfen Messer rautenförmig hingerichtet. Hernach streut man Salz in die Wunden, zusammen mit den restlichen, zermalmten Gewürzen, dem zerquetschten Senf, den zerschlitzten Zwiebeln und dem zu Brei geschlagenen Knoblauch erfolgt so die allseitige letzte Ölung. Nur ohne Öl.

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ToolTime (06): Planschbecken – Einebnen, aufbauen, befüllen

am 19. Mai 2009 unter Tool Time abgelegt

Der Sommer naht eilenden Schrittes, die Temperaturen steigen rapide, was kann es da schöneres geben, als nach wohlverdientem Feierabend erschöpft in den heimischen Pool zu springen?

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Ein eigener Pool war Zeit meines Daseins ein Lebenstraum, nur in den Mietlöchern, die bislang mein Zuhause zu mimen trachteten, schwer zu realisieren. Nach dem kürzlichen Erwerb des Eigenheimes fehlen akut allerdings die finanziellen Mittel zu einem versenkten Festeinbau, also bot sich mit dem “EasyPool Set -oval-” der Firma Intex, das gerade bei Hofer zu 399 Euro im Angebot erhältlich ist (zwischenzeitlich vermutlich: war) eine Übergangslösung an. Mit einer Größe von 610 x 366 x 122 cm müsste man darin hinreichend Platz haben. …den ganzen Beitrag lesen »

Depression

am 15. Mai 2009 unter Textblech abgelegt

Graudunst Wolksumpf allumher
Bleiern wiegt die Luft erzschwer
Es ragt kein heller Wink empor
Der Weg führt steil zum dunklen Tor

Kein Windhauch der da leise strich
Durchs tumbe Brachland „Widerlich“
Schalbefleischte Todeswesen
Fegen Lust mit Todesbesen
Fort vom Leben, weg vom Sein
Und über bleibt allein Gebein.

Märtyrer

am 14. Mai 2009 unter Textblech abgelegt

Wie Phönix aus der Asche
Gebar er sich aus Rat
Um Anstand, Höflichkeit zu wahren
Ward „Un“ vor Rat gespart.

Zu Keulen oberste Prämisse
Nicht etwa nieder war der Trieb
Das „An“ vor Trieb ist redundant.
Von edler Intension beseelt.

Sein ganzen Streben, Wirken
Nur einem hehren Ziele galt
Feg rein das Antlitz Mutter Erden
Von Stumpfsinn ganz und gar.

So fegt er keulend immerdar
Ein blutig sinnlos schwer Gewerbe
Denn Stumpfsinn tuts der Hydra gleich
Der Un-Rat wuchert schneller nur.

Erwachen

am 13. Mai 2009 unter Textblech abgelegt

Gleissender Nadelstich am Firmament
Eilt rasend weiß aus dem Tale hinab
Hinein, dem seichten Traumbilde Feind
Aus Lichtpunkt brennend,
glimmend wächst,
Nebelverdrängende Pein.

In unsäglich lautem Blitz ohne Donner
Platzt samtiger Mantel zu Splittern entzwei
Enblösten Leibes der Wärme beraubt
In steinkaltem Wasser zum Hiersein getauft.

CHANGE

am 12. Mai 2009 unter Textblech abgelegt

In dicken Lettern prangt
Auf promiskuitivem Blähbauch
medienbegeilter Heißluftkonsumenten ohne.

Ohne WAS? Mit NICHTS!
Nichts denn Eigenschmutz, Gierwinn, Korrsumpftion.

Dürre.

Der leergesoffene Wassertrog staubt flimmernd in des Geizes seelenloser Glut.

YES, WE CAN. Die Frage nach dem “WHAT” verhallt.
Ungehört. In des Kommerzes kaltgefliester Prosektur.

Die unerträgliche Langsamkeit des austrianischen Bergvolks

am 11. Mai 2009 unter Foo abgelegt

Kulturelle Unterschiede sind die Würze des globalen Dorfs, die Essenz sozialer Langstreckenvernetzung und vermutlich die letzte Rettung für den Genpool der Menschheit. Meist jedoch vermutet man sie zwischen Kulturen mit einer gewissen räumlichen und religiösen Distanz, selten im Innersten des deutschsprachigen Raumes. Doch auch dort existieren sie, sorgen, wie überall, für Lust, wie auch für Frust.

Als “Piefke” in Österreich hat man seinen Ruf bereits mit Bekanntwerden seiner Herkunft, also mit dem ersten gesprochenen Wort, weg: Arrogant, fordernd, anmaßend, überkorrekt, schulmeisterhaft, schlicht und ergreifend: Ein Arschloch!

Es ist einem als Deutscher definitiv nicht möglich, einen Österreicher über seine Herkunft zu täuschen. Der Österreicher kann überlicherweise deutsche Dialekte und Akzente zielsicherer geographisch zuordnen, als jeder Deutsche selbst, was vornehmlich daran liegen dürfte, das man in Österreich bereits seit Jahrzehnten den Horden preussisch-proletischer Urlaubsbesatzer aus den verschiedensten Gegenden exponiert ist, was überdies auch das im Durchschnitt ganz sicher nicht positive Menschenbild des Österreichers über den Deutschen maßgeblich geprägt haben dürfte.

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Die Feigheit des Schmarotzertums

am 06. Mai 2009 unter Foo abgelegt

Manch Mensch verbringt sein Sein im schattenspendenden Baume jener, die im den Weg bereiten. Ein gar gemütliches Dasein, fernab von Verantwortung, Risiko und Tatendrang. Eben jener tut sich auch besonders leicht darin, ebene jene zu verurteilen, in deren Schatten er sich ausruht.

In Unkenntnis der Beweggründe des Handels unbekannter Dritter diese zu verurteilen ist eine weit verbreitete Sitte im Schmarotzertum. Was ist einfacher, als sich anhand rudimentären Halbwissens eine radikale Meinung zu bilden und diese, einem aufgescheuchten Mob gleich, in die Weltgeschichte zu posaunen? Einfacher wäre einzig, die Fresse zu halten. Sich der eigenen Unkenntnis bewusst zu sein ist jedoch eine Voraussetzung hierfür, die bedauerlicherweise nur wenige aufzubringen vermögen.

Der Mensch an sich muss nicht schlecht sein, um als Arschloch durchzugehen. In aller Regel genügt eine gesunde Diskrepanz zwischen der Selbst- und Außenwahrnehmung. Wer eigene Defizite geschickt zu verdrängen weiss, aber mit Argusaugen jeden Schritt seiner Mitmenschen lauernd glaubt verfolgen zu müssen, hat dies sicherlich bereits vollbracht. In meinem persönlichen Wertesystem bedarf es zu einer berechtigten Kritik im ersten Schritte Sachkenntnis, um diese Kritik jedoch auch noch moralisch zu rechtfertigen, zusätzlich die Bereitschaft, selbst zu einer Verbesserung beizutragen. Fehlt Letztere, reiht sich der Kritiker doch nur als weiterer, jammernd duldender Parasit nahtlos in die Reihen des gewollt hilflosen Bequemlichkeitspöbels ein.

Es ist ein Unterschied, ob man von einem sozialen System ausschließlich nutznießt, oder durch Eigenaktivität gezielt zu seinem Erhalt beiträgt. Allermeist sind es jedoch die Nutznießer, die sich allein in diskonstruktiver Marnier über Entscheidungen echovieren, denen sie selbst sich niemals zu stellen bereit wären.

Mitunter kotzt mich eine derartige Einstellung im armdicken Strahl an. Mitunter ist sie auch geeignet, das Bild eines Menschen ins negative Gegenteil zu verkehren.

Abschiede

am 04. Mai 2009 unter Foo abgelegt

Manchmal im Leben geraten wir an Wendepunkte, an denen eine Entscheidung getroffen werden muss. Meist haben wir die Wahl, ob wir weiter wie bisher gegen Wände rennen, unsere Beulen pflegen um nur wieder von vorne zu beginnen, oder ob wir abkehren und in einer ganz anderen Richtung weitergehen.

Ein Richtungwechsel, ein Zurücklassen des Altbekannten, des lieb gewonnenen, dessen was einem in seiner Vertrautheit ans Herz gewachsen ist, erfordert immer ein gerüttelt Maß an Bereitschaft zum Schmerz, einen gewissen Mut und es ist fast immer mit Wehmut verbunden. Aber das Leben ist einfach zu kurz, aus reiner Bequemlichkeit und Verlustangst an Postionsmarkern der eigenen Lebenslinie zu verharren, statt weiter zu ziehen und Neues zu entdecken.

Für mich begann der 01. Mai diesen Jahres mit einer solchen Entscheidung. Schweren Herzens habe ich mich von einem Projekt getrennt, welches lange Jahre für mich viel Arbeit, viel Idealismus, viel Freude und viel Leid bedeutet hat.

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