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ToolTime(03): Alter Tisch – ganz frisch

Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen Internetzanschluß. So.

Munter ans Werk also nun. Man nehme: Einen steinalten Tisch aus der Garage des gerade gekauften Hauses, den die Perle schon zu Gunsten einer Neuanschaffung entsorgt wissen wollte, einen Exzentriker-Schleifer mit Schleifscheiben fein, mittelfein und grob, sowie eine Flasche naturbelassenes Leinöl und einen alten Lappen. Und natürlich viel Geduld und einen vibrationsunanfälligen rechten Arm (darf auch ein linker sein, der ist aber bei mir vom vielen früheren Onanieren entsetzlich vibrationsanfällig).

Auf dem nun folgenden Bilddokument habe ich leider die Tischplatte bereits angeschliffen, schlicht die Notwendigkeit eines VORHER-Fotos übersehen. Aber man sei versichert, die Platte sah schon arg geschunden aus und war in einem geschmacklosen Pissgelb-Transparent lackiert. Schlimmer noch als die hier noch unbehandelten Beine (in Österreich: Füße!)

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Mit des Schwiegervaters

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(Für Heimwerkunkundige: Das ist ein Exzenterschleifer der Firma Bosch, hier mit einer groben Schleifscheibe, aber ohne Staubfangbeutel, letzterer ist nur was für kleine Mädchen und Schabracken mit Putzfimmel)

wurde dann die Tischplatte geschätzte 120 mal langsam, gleichmäßig und gefühlvoll abgeschliffen, bis auch die schlimmsten Furchen an Schrecklichkeit verloren hatten. In Frausprech: Tischplattenpeeling!

Anschließend noch jeweils weitere 40 Mal mit zuerst mittelfeiner, zuletzt feiner Schleifscheibe. Ich habs nicht so mit Zahlen, deshalb kann ich den Pedanten nun auch keine Auskunft über die Körnung erteilen. Die Letzte fühlte sich ungefähr an wie eine Nagelfeile, die erste wie ein Hornhauthobel für den Fussballen.

Das gleiche Spiel dann auch mit dem Gestell, allerdings weniger gründlich und die Ecken, in die der Exzentriker nicht passte, hatte ich wegen scheißegal halt eben Ecken sein lassen.

Hier noch ungeölt, abereits dekoriert, das Ergebnis dieser rund dreieinhalbstündigen Geduldsprobe, die ich ohne ein paar gute, kalte Zipfer wohl nicht klaren Verstandes überstanden hätte (nicht, das dies mit der Fall gewesen wäre, hat aber besser geschmeckt…)

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Und zu guter Letzt, der Ordnung halber: Die bereits geölte Tischplatte in vollendeter Perfektion in Detailaufnahme:

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4 Kommentare zu “ToolTime(03): Alter Tisch – ganz frisch”

  1. Vizekönigin sagt:

    Wie kann man denn so eine Maserung nur pissgelb-transparent lackieren?? Wie auch immer jetzt ist er ja befreit und sieht gut aus – fein gemacht, das Tischplattenpeeling!

  2. schwarzSicht sagt:

    Ist auch mir ein Rätsel…

    Aus gleichen Holz haben wir noch eine schöne, alte Bank gefunden, allerdings in Kotzgrün lackiert. Der Lack blättert bereits und wird in Kürze einer Beize zum Opfer fallen. Die Leute früher hatten schlicht keinen Geschmack!

  3. Vizekönigin sagt:

    Vergiss das Vorher-Bild nicht!

  4. schwarzSicht sagt:

    *lol*

    Irgendwann lerne ich es noch!

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