Herzzeit
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Der MC Winkel hat da auf eine schöne Idee hingewiesen, derer ich mich völlig eigennützig einmal anschließe, denn auf die Dauer sind mir meine 15 Stammleser dann doch nicht genug. Nichts gegen diese Stammleser, ich liebe sie alle, auch wenn ich fast keinen kenne, aber wenn ich ein privates Tagebuch schreiben wollte, könnte ich auch Papier benutzen.
Soviel dazu, ich sei stur und unbelehrbar…
Nebst dem Herr Winkel lese ich noch ein paar andere Blogs:
- den Naturalbornchiller , der, wenn auch mitunter etwas naiv, sich mit der ganzen Welt dergestalt anlegt, dass er seine Blogposts regelmäßig mit einem Passwort wegsperren muss,
- dieJulia, die zwar inzwischen lieber fotographiert, als schreibt, aber immer wieder einmal zwischendurch mit ihren grenzüberschreitend genialen Formulierungskonstrukten zu begeistern weiss,
- den Parkster, eine Weile mal nicht, jetzt wieder schon, seit er sich außer für seinen Bauch und seinen Sport inzwischen auch wieder für anderes interessiert,
- die Finja, die mit wahnwitzigen Alltagsberichten ihre gähnend langweiligen Politikexzesse gekonnt überspielt und somit ihren Shice an den Mann bringt, auch wenns keinen interessiert,
- den geistigen Massenmörder German Psycho, der leider viel zu wenig schreibt, mit dem ich aber immer wieder gerne einer Meinung bin,
- die Frau SeptemberRave, die aus dem letzten Quentchen Glück noch ein Fass Elend zu pressen weiss,
- Madame Ninifaye, die auch viel zu viel fotographiert, statt ihrer Wortkunst öfter freien Lauf zu lassen,
- den Herrn BastiH, der wie kein anderer sein Selbstmitleid in Prosa zu kostümieren weiss,
- die Vizekönigin, die mit scharfem Blick die obskursten Abstraktivitäten schonungslos ans Licht zerrt
- und letztlich den Herrn Ramses, der kurz und prägnant die Welt versteht und sie ausschweifend auf den Punkt bringt.
Nun bin ich hinreichend zu Kreuze gekrochen, habe mich übergeben wie des Apotheker Wipfs bedauernswerte Zosse und würde mich sogar ein wenig schämen, wenn mir nicht alles so furchbar scheissegal wäre. Prost Mahlzeit!
22 April 2009 um 12:33 pm
Woah. Ich bin ja glatt gerührt, Sie Kerl! Und wer weiß, vielleicht kann ich auch bald emanzipatorische Heimwerkergeschichten… (die Reifen meines kleinen Auterls wechsle ich ja auch selber, da darf mir keiner einipfuschen, nicht einmal der Herr Ad!)
22 April 2009 um 2:58 pm
Sie belieben also ein Teig zu sein, Gnädigste? @”glatt gerührt”.
Warum müssen Ihre Heimwerkergeschichten etwas mit Emanzipation zu tun haben?
23 April 2009 um 12:35 pm
“Teig” spricht man in Ostösterreich übrigens gern “Daag” aus. (vgl.: “Des zaht se wiara Strudldaag”/das zieht sich wie Strudelteig). Und Emanzipation – naja, Sie haben’s ja unter anderem mit “Emanzipation” getaggt, nicht ich. Wo wir schon beim Spitzfindigsein sind.
23 April 2009 um 1:17 pm
Achso? Ich war das? Verdammt. Mir scheint, ich habe bis heute nicht den Sinn hinter “Tags” verstanden. Wie komme ich nur auf so ein abstruses Wort…?
Herzlichen Dank für den Sprachexkurs. Ich kann dergleichen, trotzt ostarrichi immer noch gut gebrauchen!