Archiv des Monats April 2009

Googletrap

am 29. April 2009 unter Foo abgelegt

Dieser Beitrag ist lediglich ein Experiment mit den aktuellen Google-Trends. Ziel: Feststellung, wie lange es dauert, bis dieser der meistgelesene des Blogs ist…

At a floating water bridge, adam lambert is feeling good, while Gary Indiana burns the flag of venezuela. Robin Thicke is shure the wrong guy to watch over me, there must be someone else. The swine flu kicks my ass down into an comal isd, whatever that may mean. Mexiko shure is always a trip worth for sex hollidays, if you don’t mind influenza. If Obama takes Tamiflu yet? What the fuck is the fear for? Pandemia is just another crisis. Thanks.

Mobilitätsarmageddon

am 28. April 2009 unter Foo abgelegt

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Der Mensch neigt dazu, neuen Errungenschaften ausschließlich das Positive abzugewinnen. Unkenrufe, die von einzelnen Gestörten auf eventuell unangenehme Folgen des zivilisatorischen Fortschritts hinweisen, werden beinnah unbewusst überhört. Doch die Realität holt die Phantastereien kleiner Geister immer ein. Diesmal in Form einer weltweiten Seuche, die gerade noch heruntergespielt, schon bald zu weit dramatischeren Folgen führen wird, als sich der zwanghafte Optimist vorzustellen gestattet.

Mit massentauglicher Einführung des Verbrennungsmotors, verloren zumindest kontinentale Entfernungen an Bedeutung. Völker wurden zusammengeführt, Gesellschaften gingen ineinander über, es wurde über die eigenen Landesgrenzen hinaus reger Handel betrieben, der mit der Zeit für die individuellen Staaten lebenswichtig wurde. Als Flugreisen und -transporte erschwinglich wurden, weitete sich die kurzfristige Erreichbarkeit ferner Orte auf den ganzen Globus aus.

Selbstverständlich stellt dies für die Menscheit eine primär grossartige Entwicklung, geradezu ein Quantensprung in ihrer Evolution dar, ist doch damit der geistige Austausch um ein vielfaches ergiebiger und bietet sich die Möglichkeit, den eigenen Genpool aus einer massiv erweiterten Vielfalt zu mischen.

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Andie Gabauers The Earth, Wind & Fire Projekt

am 27. April 2009 unter Kultur muss auch mal sein abgelegt

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Earth Wind and Fire Covers gibt es ja nicht erst drei. Umso größer die Erwartungen an ein Projekt, das in dieser Richtung noch Alleinstellungsmerkmale aufweisen will. Am Samstag hatte ich im Forum Neuhofen / Krems Gelegenheit, mir selbst ein Bild zu machen.

Mit einer rockstarallürisierten Verspätung von einer halben Stunde betrat die Band die kleindimensionierte Bühne des künstlich halbierten Musiksaales des Neuhofener Forums. Bei näherer Betrachtung einiger Bandmitglieder beschleicht einen spontan der Verdacht, es könne sich um eine Art musikalisches Integrationsprojekt für körperlich und geistig Behinderte handeln. Doch das ist oberflächlich und definitiv falsch, wie sich herausstellt, wenn man den Künstlern bei ihrer Arbeit zuhört. Nach ein paar Takten fetzigen Funks ließ sich Herr Gabauer unter frenetischem Tussengejohle regelrecht auf die Bühne feiern.

Betrachtet man die geifernde Begeisterung der anwesenden Damen im leicht überschrittenen, besten Alter, darf man berechtigt den Verdacht hegen, den Österreicherinnen seien die Männer ausgegangen. Wenn schon ein alterndes Männlein mit selten dämlicher Haarfrisur derart sturzbachartige Dopaminausschüttungen zu verursachen vermag…

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Flame Grill: Kulinarischer Experimentismus

am 24. April 2009 unter Männerküche abgelegt

Grillen kann ja jeder. Richtig geil grillen können viele. Ich aber suche nach einer neuen Form des kulinarischen Ausdrucks. Weit über die Bedeutung „Flame Grill“ aus Burger-King-Usersicht hinaus…

Heute hieß der Arbeitstitel meines ökotrophologischen Experiments: Schmackhaft Gegrilltes nur aus der Flamme.

Dazu bedarf es, nun evidenzbasiert, eines guten Grills, einer „feurigen“ Marinade, qualitativ hochwertigen Grillfleischs, einer gehörigen Portion manueller Schnelligkeit an der Grillzange und einer gewissen Stressresistenz.

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Zuallererst wird einmal der Grill angeheizt. Mit Laubholz, versteht sich, Nadelhölzer brennen zu schnell, zu heiss und sie stinken zu infernalisch.
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Verreck 2.0

am 23. April 2009 unter Foo abgelegt

Den Sinn eines Blogs meine ich inzwischen verstanden zu haben. Das gehört ja nun auch zu Web 2.0, wenn ich mich nicht irre, weil man da mit seinen Lesern “interaktiv” werden kann (was sich beinahe schon ein wenig schmutzig anhört – kackdrauf, ists ja auch!). Aber bis heute vermag ich nicht zu begreifen, für was ich nicht themengebundene “Social Networks” benötige. Ich begreife es einfach nicht!

Wikis hingegen habe ich wieder begriffen, Fotocommunities nicht, Videoportale wieder schon. Hinsichtlich des Twitterns befinde ich mich noch immer in einer experimentellen Phase, sofern ich mich dazu überwinden kann, meinen Stumpfsinn dergestalt komprimiert von mir zu geben.

Letztlich, und so offen sollte man schon sein, geht es doch nur um eines: Aufmerksamkeit. Ein wenig aus der Masse hervorstechen, sich der Mitwelt als der Hecht (oder genderistisch: “Die Forelle”) zu präsentieren, der (“die”!) man gerne wäre. Wieso sonst sollte man sein Privatleben derartig obszön vor einer riesigen Masse unbekannter und zu 99 % völlig blödsinniger Artgenossen ausbreiten wollen? Ist es die Einsamkeit im Privatleben, in welche das Individuum durch die vorherrschende Leistungsgesellschaft gezwungen wird?

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ToolTime(05): Blut im Stuhl

am 22. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Ein Tisch ohne Stühle wirkt wie ein Arsch ohne Ritze: Irgendwie witzlos. Doch wer Stühle kauft, der kann auch was erleben…

XXLutz, ein austrianischer Möbelhändler, feiert gerade Geburtstag. Das ist schön. Und weil der Onkel Lutz ein netter Kerl ist, verschenkt er Stühle. Allerdings nur einen pro Person und auch nur dann, wenn diese sowieso schon fünf kauft. Immerhin.

Die wirklich nette Möbelfachverkäuferin antwortete auf meine, sicherlich berechtigte, Frage, wie es denn um die Qualität eines Stuhls bestellt sei, der nur 39 Euro koste, in etwa (sinngemäß):

Die sind ja sowieso schon reduziert und haben mal das Vierfache gekostet. Die Füße (auf deutsch: StuhlBEINE!) sind aus Echtholz, der Rest natürlich nur aus Pressspan. Der ist genauso stabil wie Holz, aber halt günstiger in der Produktion. Die halten schon was, sind jetzt aber einfach von den Materialien und der Verarbeitung nicht so hochwertig, wie das bei einem Sessel für 500 Euro der Fall ist.

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Damit kann ich leben, zumal die Biester wirklich bequem und optisch ansprechend sind.

Warum die nun aber derart abartig bescheuert zusammenzubauen sind, begreife ich einfach nicht: Neun Schrauben pro Stuhl, acht davon an den unzugänglichst möglichen Winkeln. Keine Schraube passt so wirklich in ihr Loch, allesamt sind nur mit enormem Kraftaufwand in ihren künftigen Verbleib zu zwängen. Pro Stuhl ist ein Inbusschlüssel beigepackt, den braucht es auch, denn nach einem ist der hin.

Nach zwei Tagen ist mein rechter Daumen immer noch wund (vom Schrauben, nicht vom Nasenbohren!), meine Finger leiden immer noch unter Muskelkater. Vielmehr ich, unter ihrem. Und ich habe Blut gelassen, in den Unterkästen dieser Stühle. Nicht viel, aber MEIN Blut!

Herzzeit

am 21. April 2009 unter Foo abgelegt

herz-fuer-blogs

Der MC Winkel hat da auf eine schöne Idee hingewiesen, derer ich mich völlig eigennützig einmal anschließe, denn auf die Dauer sind mir meine 15 Stammleser dann doch nicht genug. Nichts gegen diese Stammleser, ich liebe sie alle, auch wenn ich fast keinen kenne, aber wenn ich ein privates Tagebuch schreiben wollte, könnte ich auch Papier benutzen.

Soviel dazu, ich sei stur und unbelehrbar…

Nebst dem Herr Winkel lese ich noch ein paar andere Blogs:

- den Naturalbornchiller , der, wenn auch mitunter etwas naiv, sich mit der ganzen Welt dergestalt anlegt, dass er seine Blogposts regelmäßig mit einem Passwort wegsperren muss,

- dieJulia, die zwar inzwischen lieber fotographiert, als schreibt, aber immer wieder einmal zwischendurch mit ihren grenzüberschreitend genialen Formulierungskonstrukten zu begeistern weiss,

- den Parkster, eine Weile mal nicht, jetzt wieder schon, seit er sich außer für seinen Bauch und seinen Sport inzwischen auch wieder für anderes interessiert,

- die Finja, die mit wahnwitzigen Alltagsberichten ihre gähnend langweiligen Politikexzesse gekonnt überspielt und somit ihren Shice an den Mann bringt, auch wenns keinen interessiert,

- den geistigen Massenmörder German Psycho, der leider viel zu wenig schreibt, mit dem ich aber immer wieder gerne einer Meinung bin,

- die Frau SeptemberRave, die aus dem letzten Quentchen Glück noch ein Fass Elend zu pressen weiss,

- Madame Ninifaye, die auch viel zu viel fotographiert, statt ihrer Wortkunst öfter freien Lauf zu lassen,

- den Herrn BastiH, der wie kein anderer sein Selbstmitleid in Prosa zu kostümieren weiss,

- die Vizekönigin, die mit scharfem Blick die obskursten Abstraktivitäten schonungslos ans Licht zerrt

- und letztlich den Herrn Ramses, der kurz und prägnant die Welt versteht und sie ausschweifend auf den Punkt bringt.

Nun bin ich hinreichend zu Kreuze gekrochen, habe mich übergeben wie des Apotheker Wipfs bedauernswerte Zosse und würde mich sogar ein wenig schämen, wenn mir nicht alles so furchbar scheissegal wäre. Prost Mahlzeit!

ToolTime(04): Durchbruchsverschalung

am 20. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Der Vorbesitzer unserer Hütte war ein grosser Freund von Seefischen. Was man bei einem Österreicher mangels Meeranschluss auch noch verstehen mag. Wieso es dann aber gleich ein 4000 Liter Seewasseraquarium im Wohnzimmer sein musste, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Es resultierte also ein recht häßlicher Wanddurchbruch zwischen Ess- und Wohnzimmer, mit einem kapitalen Betonblock als Aquariumsfundament…

Den Betonblock rauszuhauen, fehlte mir jedwede Motivation. Also entschlossen wir uns, das bestehende so gut es geht zu nutzen und eine Art kombiniertes “Büffet – Durchreiche” zu belassen.

Leider habe ich wieder einmal vor lauter Motivation vergessen, ein Vorher-Foto zu machen, bevor ich mich ans Werk machte. Hier ist also schon die abgesenkte Deckenverschalung mit auf dem Bild:

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Hierzu habe ich mit aus einer Bauholzplanke mit der Sticksäge vier 15 cm lange Stücke geschnitten, die ich dann mit Winkeln und Spaxschrauben an zwei bestende Holzleisten in der Decke montierte. Auf diese wurde dann eine auf 225 mal 80 cm zugeschnittene Leimholzplatte mit Aussparung für den Wandvorsprung “gespaxt”.

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ToolTime(03): Alter Tisch – ganz frisch

am 16. April 2009 unter Tool Time abgelegt

Es verhält sich keineswegs so, dass das Projekt Eigenheim nun sang und klaglos verstrichen wäre und ich dem lieblichen Müßiggang verfallen wäre, vielmehr habe ich derart viel zu tun, dass ich nur noch auf Kosten meines Arbeitgebers zum Schreiben und Berichten komme, meist aber nicht einmal das. Außerdem haben wir erst seit gestern wieder einen Internetzanschluß. So.

Munter ans Werk also nun. Man nehme: Einen steinalten Tisch aus der Garage des gerade gekauften Hauses, den die Perle schon zu Gunsten einer Neuanschaffung entsorgt wissen wollte, einen Exzentriker-Schleifer mit Schleifscheiben fein, mittelfein und grob, sowie eine Flasche naturbelassenes Leinöl und einen alten Lappen. Und natürlich viel Geduld und einen vibrationsunanfälligen rechten Arm (darf auch ein linker sein, der ist aber bei mir vom vielen früheren Onanieren entsetzlich vibrationsanfällig).

Auf dem nun folgenden Bilddokument habe ich leider die Tischplatte bereits angeschliffen, schlicht die Notwendigkeit eines VORHER-Fotos übersehen. Aber man sei versichert, die Platte sah schon arg geschunden aus und war in einem geschmacklosen Pissgelb-Transparent lackiert. Schlimmer noch als die hier noch unbehandelten Beine (in Österreich: Füße!)

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ToolTime(02): Tapezismus

am 09. April 2009 unter Foo abgelegt

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Das Renovieren von Räumen macht in etwa so viel Spaß wie viertelstündlicher Durchfall. So viel ist mal klar. Nichts desto trotz muss es erledigt werden und bildete für die letzten Tage zusätzlich zum Kleinzeugschleppen meine Wochenaufgabe.

Prinzessin Flatulenzia hat nämlich noch immer kein Zimmer, weil da immer noch der Tapeziertisch, meine Werkzeuge, Farben und eine Menge Müll im Wege sind. Sie wurde also unter Protest in ein vergammeltes Kellerloch gesperrt und muss nun bei den Asseln schlafen. So etwas fördert die Leidensfähigkeit, die Menschen, die heute noch Kinder sind, später einmal dringenst werden gebrauchen können. Nur sollte sie nicht anfangen zu schimmeln. Das riecht blöd und geht ganz schlecht wieder raus.

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