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	<title>Kommentare zu: Untergang der Meinungsfreiheit &#8211; Wieso sich der Prolet selbst kastriert</title>
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	<description>Pessimismus ist Realsatire</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2012 15:01:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: German Psycho</title>
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		<dc:creator>German Psycho</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 13:44:05 +0000</pubDate>
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		<description>Und hier ist es nun, das Dilemma mit der Meinungsfreiheit. Müßten Sie nicht ebenfalls andere Meinungen tolerieren? Selbst wenn es die Meinung ist, die Meinungsfreiheit gehöre abgeschafft?

Natürlich nicht, werden Sie sagen, und an den Begriff der wehrhaften Demokaratie erinnern, und das auch noch zu recht.

Und nun gucken wir uns die eigentlichen Beweggründe zum Thema Zensur an: geht es darum, die Freiheit zu beschneiden, weil man andere Meinungen unterdrücken will? Natürlich nicht. Es geht darum, daß einige Menschen glauben, gewisse Freiheiten Anderer beraubten sie in ihrer persönlichen Freiheit. Oder noch abstruser, aber nicht weniger ehrenhaft: Die Freiheit einzelner Menschen beschneidet die Freiheit einer dritten Gruppe.

Ein Beispiel: Ein pädophiler Mensch fühlt sich sexuell zu Kindern hingezogen. Dagegen kann er wenig unternehmen, weil diese Veranlagung, ähnlich wie Homosexualität oder andere, von der Norm abweichende Sexphantasien, nunmal nicht vom Hirn steuerbar sind. Dieser Mensch müßte aber, um seine Freiheit auszuleben, mit Menschen Sex haben, die noch zu klein sind, um dem willentlich zustimmen zu können.

Daher ist konsequenterweise diese Art des Beischlafes auch verboten, obwohl natürlich die Freiheit des Pädophilen dadurch beschnitten wird.

Freiheit ist nämlich kein absoluter Begriff, sondern muß stets in Relation zu der Freiheit anderer gesehen werden.

Und daher ist die Diskussion um Internet-, Film- und Spielezensur nicht so einfach zu führen. Denn die Argumente der Zensoren werden IMMER Extremfälle sein, gegen die es schwer fällt zu argumentieren.

Sind Sie etwa für Kinderpornos? Sind Sie etwas dafür, daß Nazis auf unsere Kosten demonstrieren dürfen? Sind Sie etwa dafür, daß Terroristen sich unter unbescholtenen Bürgern tarnen können?

Wenn man es ernst meint mit der Freiheit, dann muß man vor allem dann schreien, wenn es gegen die eigene Meinung geht. Wir müssen sagen: Ja, im Zweifelsfall nehme ich lieber in kauf, daß meine Frau / meine Kinder / ich bei einem Terrorangriff ums Leben kommen, als daß wir uns von Nacktscannern durchleuchten lassen.

Das Perfide an der Strategie der Zensoren: Sie argumentieren häppchenweise. Ein Menschenleben gegenüber Nacktscannern? Klar. Lassen wir uns scannen. Ein biometrischer Pass gegenüber 100 toten Kindern? Lass ich mich eben verfolgen.

Und dann: Wieso haben Sie etwas dagegen, daß wir Ihren Pass auch bei Geschwindigkeitsübertretungen automatisch auslesen? Er wird doch zu anderer Gelegenheit auch stets ausgelesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier ist es nun, das Dilemma mit der Meinungsfreiheit. Müßten Sie nicht ebenfalls andere Meinungen tolerieren? Selbst wenn es die Meinung ist, die Meinungsfreiheit gehöre abgeschafft?</p>
<p>Natürlich nicht, werden Sie sagen, und an den Begriff der wehrhaften Demokaratie erinnern, und das auch noch zu recht.</p>
<p>Und nun gucken wir uns die eigentlichen Beweggründe zum Thema Zensur an: geht es darum, die Freiheit zu beschneiden, weil man andere Meinungen unterdrücken will? Natürlich nicht. Es geht darum, daß einige Menschen glauben, gewisse Freiheiten Anderer beraubten sie in ihrer persönlichen Freiheit. Oder noch abstruser, aber nicht weniger ehrenhaft: Die Freiheit einzelner Menschen beschneidet die Freiheit einer dritten Gruppe.</p>
<p>Ein Beispiel: Ein pädophiler Mensch fühlt sich sexuell zu Kindern hingezogen. Dagegen kann er wenig unternehmen, weil diese Veranlagung, ähnlich wie Homosexualität oder andere, von der Norm abweichende Sexphantasien, nunmal nicht vom Hirn steuerbar sind. Dieser Mensch müßte aber, um seine Freiheit auszuleben, mit Menschen Sex haben, die noch zu klein sind, um dem willentlich zustimmen zu können.</p>
<p>Daher ist konsequenterweise diese Art des Beischlafes auch verboten, obwohl natürlich die Freiheit des Pädophilen dadurch beschnitten wird.</p>
<p>Freiheit ist nämlich kein absoluter Begriff, sondern muß stets in Relation zu der Freiheit anderer gesehen werden.</p>
<p>Und daher ist die Diskussion um Internet-, Film- und Spielezensur nicht so einfach zu führen. Denn die Argumente der Zensoren werden IMMER Extremfälle sein, gegen die es schwer fällt zu argumentieren.</p>
<p>Sind Sie etwa für Kinderpornos? Sind Sie etwas dafür, daß Nazis auf unsere Kosten demonstrieren dürfen? Sind Sie etwa dafür, daß Terroristen sich unter unbescholtenen Bürgern tarnen können?</p>
<p>Wenn man es ernst meint mit der Freiheit, dann muß man vor allem dann schreien, wenn es gegen die eigene Meinung geht. Wir müssen sagen: Ja, im Zweifelsfall nehme ich lieber in kauf, daß meine Frau / meine Kinder / ich bei einem Terrorangriff ums Leben kommen, als daß wir uns von Nacktscannern durchleuchten lassen.</p>
<p>Das Perfide an der Strategie der Zensoren: Sie argumentieren häppchenweise. Ein Menschenleben gegenüber Nacktscannern? Klar. Lassen wir uns scannen. Ein biometrischer Pass gegenüber 100 toten Kindern? Lass ich mich eben verfolgen.</p>
<p>Und dann: Wieso haben Sie etwas dagegen, daß wir Ihren Pass auch bei Geschwindigkeitsübertretungen automatisch auslesen? Er wird doch zu anderer Gelegenheit auch stets ausgelesen.</p>
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