schwarzsicht auf Twitter

  • Welch erhabene "Krönung der Schöpfung", die sich da windet, gemartert und geknechtet von mikroskopisch kleinen, einzelligen Dösbaddeln. 22 hours ago
  • Eltern bekommen heutzutage Briefe, in denen der Lehrer sich bestätigen lässt, dass die Kids allesamt blöd sind und er nichts dafür kann. 1 day ago
  • "Fertige Schabracken aus Deinem Plattenbau warten auf Dein Sozialhilfe-savoir-vivre. Stosse JETZT laut auf!" 1 day ago
  • Nach der Butan-Inhalation erst mal gut ausatmen, Kinder, bevor ihr Euch eine Kippe ansteckt, woll!? 1 day ago
  • Machen wir uns doch nichts vor! Wenn die richtig harten Sachen zu Neige gehen, heisst es eben: Kreativ sein! http://t.co/FksxYkHh 1 day ago

Archiv des Monats Februar 2009

IT – Alchemie

am 26. Februar 2009 unter Foo abgelegt

alchemie

Schon in grauer Vorzeit versuchten unsere Ahnen, auf einfachem Wege schellen Reibach zu generieren: Sie nahmen Materialien minderen Wertes zur Hand und versuchten diese in unterschiedlich aufwändigen Verfahren zu Gold zu verwandeln. Dabei waren sie äußerst selten erfolgreich, meist sprengten sie sich mangels hinreichendem Fachwissen selbst in die Luft. Dergleichen passiert heutigen Alchemisten nur noch in Drogenküchen für aufputschende Chemiepülverchen, im IT-Sektor ist die Alchemie zum wahrgewordenen Goldesel gereift.

Chemisch und physikalisch gilt es längst als erwiesen, Gold lässt sich nicht wirtschaftlich aus Fremdmaterialien herstellen. Der Enegieaufwand und der Wert der verwendeten Grundstoffe würde synthetisches Gold um ein Vielfaches teurer machen, als konventionell Abgebautes. Gerade im Geschäftsfeld der Bits und Bytes aber stieß man in den letzten Jahrzehnten auf einen bislang kaum bekannten Katalysator, der praktisch jede physikalische, mathematische und rationale Gesetzmäßigkeit schlicht aufzuheben vermag:

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Untergang der Meinungsfreiheit – Wieso sich der Prolet selbst kastriert

am 24. Februar 2009 unter Foo abgelegt

imprisoned_speech

Die Freiheit der persönlichen Meinung und das Recht, diese öffentlich kund zu tun, ist mit Sicherheit eine der größten Errungenschaften im zivilisatorischen Prozess. Sie ist noch lange nicht in jedem Staat garantiert, zählt zu den wertvollsten Privilegien der westlichen Zivilisation, ist Kriegsttreibern und Demokratiefeinden ein Dorn im Auge und sichert damit in einem sozialen System Frieden, Menschenrechte und individuelles Glück.

Und doch tritt sie der denkscheue Bildungspöbel mit ungewaschenen, aber stahlkappenbestiefelten Faschistenstiefeln.

In Zeiten, in denen die persönlichen Freiheitsrechte aus kapitalpressenden Motiven regierungsseitig immer weiter beschnitten werden, in denen mediale Zensur auch in Mitteleuropa wieder ein Thema ist, wo Telefongespräche ohne dringenden Verdacht einer gravierenden Straftat mitgeschnitten und ausgewertet werden, wo private Emails der Belustigung observierender Beamter dienen, in eben diesen Zeiten rafft sich der dummgesoffene Abschaum auf und schreit nach Zensur, wenn eine Meinung nicht die seine ist, oder von seinem persönlichen Geschmack differiert.

Wie geistlos muss ein Mensch eigentlich sein, selbst die Abschaffung seiner Freiheitsrechte zu fordern, nur weil er nicht begreift, das er selbst nur für sich als Individuum sprechen kann und Beschneidungen, die er für die Rechte anderer verlangt, auch die Seinigen mindern werden?

Wie unerhört retardiert ist eine Person, die, nachdem sie  seitens des Staates darüber aufgeklärt wurde, dass man sich an die geltende Meinungsfreiheit halten werde und nicht bereit sei, mediale Inhalte zu verbieten, weil einzelne Interessensgemeinschaften diese als anstössig empfinden, den sagenhaften Schritt wagt, sich selbst zu kriminalisieren, indem sie Verbrechen begehet und mittels fehlgeleiteter Selbstjustiz eigenmächtig Zensur betreibt? …den ganzen Beitrag lesen »

Dekarnevalisiert

am 20. Februar 2009 unter Bierecke, Foo abgelegt

Titten, Tüten, Tätarä. Nein, das wird kein karnevalskritischer Beitrag. Im Gegenteil. Schickt den Rheinländer, egal wie abgeklärt, wie proletenfrohsinnsfeindlich und unkonventionell in der Selbstreflektion auch immer, ins Exil, und beobachtet, wie er trotz aller guten Fastelovensemmigrationsabsichten, schlicht zu Grunde geht.

mckarnevalhj3(Rosenmontag, Bolker Straße Düsseldorf, meine Wenigkeit im Kreise meiner ehrfürchtigen Fans. Die, die noch nicht umgehauen waren. Zumindest.)

Echt jetzt, ich hatte nie wirklich was mit Karneval zu tun. Im Gegenteil, ich verurteilte seine augenscheinliche Abhängigkeit von bewusstseinsverändernden Drogen und seiner aufgesetzt aufgeklärten Legitimierung von weiblichem Schlampentum allgemeiner Promiskuität zutiefst.

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Gerontofaschismus

am 19. Februar 2009 unter Foo abgelegt

else_kling

Alte Menschen besitzen Weisheit aus Erfahrung. Sie haben ein langes, oft beschwerliches Leben hinter sich und haben ein Anrecht auf ihnen gezollten Respekt, auch wenn sie mitunter wunderlich erscheinen.

Blödsinn. Alte Menschen sind Menschen, sie haben lediglich ein Anrecht darauf, so behandelt zu werden, wie es ihrem Verhalten gebührt. Ein wenig Rücksicht auf beginnenden Alzheimer, fortschreitende Demenz oder physische Gebrechen seien ihnen gewährt, aber wohl kaum Narrenfreiheit und Vergötterung allein ob des Umstandes, die Zeiten überlebt zu haben.

Kaum einer der heute noch agilen Senioren hat das dritte Reich noch bewusst miterlebt, allenfalls als Kind waren sie dabei. Umso verwunderlicher, dass gerade die Generation 75+ oft eine Mentalität an den Tag legt, mit der sie es im Bund deutscher Mädel, oder der Hitlerjugend weit gebracht hätten.

Erst kürzlich hatte ich eine Begegnung mit einer renitenten Vertreterin dieser Art, die glatt die Reinkarnation Hitlers Blondie in Menschengestalt hätte sein können: Bissig, griesgrämig, obrigkeitshörig, stur und nicht mit sonderlich bemerkenswerter Intelligenz geschlagen:

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Kleingeistterroristen

am 12. Februar 2009 unter Foo abgelegt

idiot

Die wahre Gefahr für die Menschheit geht nicht von einzelnen Terroristen aus, die fundamentalistisch verklärt “Recht” sprechen, indem sie marginale Personenanzahlen terminieren, auch die Umweltverschmutzung wird uns nicht zu vernichten vermögen. Kein Krieg, keine Krankheit, kein menschenfeindliches Kontrollzwangregime.

Die Dummheit ist es, die uns final auslöschen wird. Die Dank neuer Medien immer schneller, immer weiter um sich greifende, erbärmliche Verblödung. Mir kann doch niemand mehr erzählen, das die nicht progredient verläuft. Noch vor zehn Jahren musste ich mich deutlich weniger über die Blödkörper in meinem Umfeld aufregen, obwohl mein Umfeld deutlich größer, meine Toleranzschwelle deutlich niedriger und mein Intellekt von diversen Exzessen deutlich weniger in Mitleidenschaft gezogen war, als dies heute der Fall ist. Es ist einfach so: Es wütet eine Seuche namens Verblödung in unseren Reihen, die miunter selbst Individuuen befällt, die früher einmal ein funktionierendes Gehirn besaßen.

Immer mehr Mitmenschen erscheinen mir im privaten, wie beruflichen Umfeld schon mit Ende vierzig, Anfang fünfzig der geriatrischen Demenz anheim zu fallen. Das ist zu früh!

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Currywurstfrei

am 03. Februar 2009 unter Foo abgelegt

currywurst

Fast alles kann man in der Alpenrepubik Österreich haben, worüber auch andere Zivilisationen verfügen, will man uns glauben machen. Doch habe ich bis zum heutigen Tage im Würstelland noch nicht eine einzige, vernünftige Currywurst entdecken können.

Offensichtlich verweigert sich der Österreicher einer der besten, großdeutschen Errungenschaften nach dem 2. Weltkrieg: Der Currywurst. So sehr ich persönlichen Individualismus, gerne auch national, meinetwegen auch zwanghaft, schätze und unterstütze, bedeutet dies noch lange nicht, dass man sich auch den positiven Kulturgütern als Konkurrenz empfundener Nachbarländern erwehren muss. Ich höre ja auch nicht einfach auf zu atmen, nur weil das die Deutschen tun.

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Projekt Trockendock: Rückfallsresumee

am 02. Februar 2009 unter Projekt Trockendock abgelegt

Asche auf mein schütteres Haupt. Doch die Erbärmlichkeit meiner Niederlage gegen mich selbst darf nicht totgeschwiegen werden.

Bis Freitag hatte ich kein Problem. Am Freitagnachmittag jedoch, ich telefonierte, unterhielt gerade drei Fernwartungssitzungen auf Servern unterschiedlicher Kunden und erklärte dem neuen Kollegen noch via Handzeichen einen komplexen Sachverhalt, geschah es:  Ein in mein Projekt nicht eingewiehener Kollege stellte mir das hier ritualisierte Freitagsnachmittagsbier bereits geöffnet neben die Maushand. Reflektorisch griff ich danach, als mir bewusst wurde, was ich tat, hatte ich es schon halb ausgesoffen.

Das Erschüttern überkam mich sofort, mein ansonsten überaus fixes Ausredengenerierungssystem versagte, ich war mit meiner Schande allein.

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