Zwangsfeminisierung
Männer stinken nun einmal. Das liegt an der höheren Pheromonausschüttung, dem effizienteren Metabolismus und an dem Umstand, das ehrliche Arbeit nunmal schweißtreibender wirkt als von morgens bis Abends nur das Sprechwerkzeug zu strapazieren.
Doch in einer zwischenzeitlich weiblich dominierten Waschlappengesellschaft tolerieren die ach so feinen Tussennasen keinen echten, männlichen Geruch mehr. Drum kann sich Mann heute kaum mehr ohne Deo auf die Straße wagen, wenn er gezwungen ist, für seinen Lebensunterhalt erwerbstätig zu sein, wo nicht allein Seinesgleichen Steine schleppen.
Ich verwende zu diesem Zwecke seit Jahren erfolgreich ein großartiges Produkt: Das praktisch neutral riechende Rexona Cotton Dry als Roll on. Mehr als 24 Stunden besänftigt es meine Achselschweissdrüsen auch bei höchster Belastung in tropischen Temperaturverhältnissen. Doch was müssen meine weit aufgerissenen Augen schmerzlich erkennen:
Das unveränderte Produkt trägt seit kurzem dem Untertitel “For Women”. IN ROSA!
Die Frage nach dem Warum drängt sich geradezu auf: Wirkt das Deo plötzlich nur noch bei Frauen? Wohl kaum. Ich vermute Marketingaspekte hinter dieser fatalen Entscheidung: Der Markt der Kosmetikprodukte für Frauen ist, trotz der medial verordneten Metrosexualität des “modernen Mannes” immer noch ergiebiger. Und Frauen gönnen sich gerne etwas “Spezielles“, “nur für sie“. Letztlich eine Folge der Emanzipierung, während der Frauen jahrzehntelang eingeredet wurde, etwas Besonderes, etwas Besseres zu sein. Da kann es kaum angehen, dass frau sich ein so intimes Produkt wie einen Deoroller mit dem Manne teilt.
Als Mann ist man zwischenzeitlich dazu verdonnert, entweder wie ein alkoholisierter Moschusochse zu dünsten, oder aber den Flair eines Kölner Schwulenpuffs zu verströmen. Geruchsneutrale, hochwertige Produkte für den Mann, oder noch lieber UNISEX, mit Understatement sterben aus, mehr und mehr reißen sich Marketingfachfrauen alles unter den Nagel und feminisieren gnadenlos auch noch den letzten Funken Individualität in einer erstickenden Duftkerzenpopulation. Individuell ist es nämlich zwischenzeitlich, NICHT zu riechen.
Ich will nicht wie ein Wunderbaum odierend durch die Welt taumeln, von Alkohol meiner Düfte geradezu zurechnungsunfähig. Ich will meinen Achselgeruch unter Kontrolle halten und ansonsten einfach so riechen wie ich.
Und mal ehrlich: Solange Weibsvolk rülpsend und furzend in Männerhemden durch die Gemarkung vandaliert, gebe ich einen Scheiß auf derlei Aufschriften. Sollen sie meinethalben “Für Weiber und Schwule” drauf schreiben, ich schmiers mir immer noch unter die Arme. Wäre ja noch schöner